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Pro

Warum ist die Petition unterstützenswert?

    Maßstab
Lernen findet in allen gesellschaftswissenschaftlichen Fächern an sehr abgegrenzten Raumbeispielen statt: Das ethische Lernen im Nahraum, historisches Lernen blickt auf Europa und Deutschland, auch der Lehrplan für Politische Bildung fokussiert stark auf Deutschland. Nur die Geographie berücksichtigt durchgängiges Lernen in globalen Zusammenhängen und leistet dadurch erst ein Verständnis für Flucht, Ungleichheit etc. Eine Kürzung des Faches würde den globalen, interkulturellen Blick und damit den Horizont der Lernenden einschränken.
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    Moderne Schulgeographie
Mit der Entwicklung des neuen Rahmenlehrplans Geographie ist es gelungen, ein Curriculum zu schaffen, das fachdidaktisch und inhaltlich hoch aktuell ist, Lernende an Gymnasien und Sekundarschulen gleichermaßen berücksichtigt und SchülerInnen ermöglicht, wesentliche, im Alltag relevante Kompetenzen zu entwickeln. Nicht umsonst hat der neue Berliner Rahmenplan Geographie in der internationalen Fachwelt ein sehr positives Echo erfahren. Eine Kürzung des Faches würde bedeuten, das hervorragende Ergebnis jahrelanger teurer Fachkräftearbeit zu verhindern.
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    Einstündigkeit
Bereits bei der Einführung des damals neuen Faches Ethik hat das Fach Geographie eine Wochenstunde abgeben müssen. Seitdem fördern Berliner Geographie-LehrerInnen das Verständnis ihrer SchülerInnen von einer komplexen Erde und komplexer Prozesse in unserer Stadt - mit enorm relevanten Themen wie z.B. dem sich durch Gentrifizierung verändernden Wohnungsmarkt oder Raumnutzungskonflikten im sog. Speckgürtel, aber auch mit Ressourcenkonflikten und den Folgen des Klimawandels - nun in einem einstündige Fach.
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    Elterninteresse
Bei den vergangenen Elternsprechstunden musste ich immer wieder erklären, wieso das Fach geographie nur einstündig Unterricht wird. Eltern gaben an, dass sie das Fach wichtig fänden und dass es schade sei, dass es wenig Aufmerksamkeit erfahre. Diese Petition ist also nicht nur im Interesse der unterrichtenden Lehrkrfte, sondern auch insbesondere ein Problem, das auch über den Schulalltag hinaus Eltern und ihre Kinder betrifft.
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    Migrationshintergrund
An allen Oberschulen Berlins werden Lernende mit Migrationshintergrund mit ihren Biographien insbesondere im Geographieunterricht einbezogen und somit ernstgenommen, wertgeschätzt und tatsächlich integriert.
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    Elternhaus und Bildungserfolg
Das Alleinstellungsmerkmal des Faches Geografie hinsichtlich Kompetenzvermittlung ist "sich orientieren", so der neue Rahmenlehrplan Teil C Geografie. Dass dies in einer zunehmend vernetzteren Welt eine Grundveraussetzung für erfolgreiches eigenständiges Handeln ist, versteht sich eigentlich von selbst. Bildungsbewusste Eltern wissen das und vermitteln es ihren Kindern, unabhängig von dem, was die Schule hier leistet. So entscheidet die Herkunft der Kinder wieder ein Stückchen mehr über den späteren Erfolg!
Quelle: Erhard Kohlrausch
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    Investition statt Kürzung
Die Frage ist, wie ein einstündiges Fach überhaupt eine Wochenstunde abgeben kann. Zudem sei ein Zeichen, dass gegen die Geographie als möglichen Stunden-„Steinbruch“ für das Fach Politik zu deuten ist, erwähnt: Staatssekretär Krach hat vor einigen Wochen für Brandenburg die Verdoppelung der Zulassungszahlen für das Lehramt in den Fächern Sport und Geographie verordnet. Das ist eine sinnvolle Strategie, Qualität herzustellen: Investition statt Kürzung.
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    Fachspezifischer Blickwinkel
Die politische Sichtweise - als weitere Ergänzung - wäre wünschenswert, sie bringt jedoch nichts, wenn für sie der Blick aus einer anderen Richtung eingeschränkt wird.
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    Fachspezifischer Blickwinkel
Es scheint so, als würden diese großen Fragen in der Berliner Schule per Zufallsprinzip beantwortet und hätten keinen festen Platz - den sie erst mit einem einstündigen Schulfach Politik bekämen. Es lässt aber erahnen, dass relevante Schlüsselprobleme unserer Zeit, zu denen unter anderem auch Flucht, Armut und Verstädterung gehören, nicht exklusiv und abschließend in Einzelfächern behandelt werden können, sondern aufgrund ihrer Vielschichtigkeit überfachlich diskutiert werden müssen. Die Fächer tragen durch ihren fachspezifischen Blickwinkel bei, bei Heranwachsenden Verständnis zu erzeugen.
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