openPetition wird europäisch. Wenn Sie uns bei der Übersetzung der Plattform von Deutsch nach Deutsch helfen wollen, schreiben Sie uns.
close

Pro

Warum ist die Petition unterstützenswert?

    Kompetenzenverdrängung
Dass die Kündigungen "überraschend" kamen, noch dazu der zuständige Studiendekan "nicht einmal darüber informiert" und dass nicht nur eine Person, sondern beide Betriebsleiter mit einem zeitlichen Abstand von mehreren Wochen gekündigt wurden, spricht nicht für einen betriebswirtschaftlichen Akt. Viel eher um eine Kompetenzenverdrängung, wenn man berücksichtigt, dass die Betriebsleiter ehrenamtlich (!) die Leitung übernahmen.
Quelle: www.sueddeutsche.de/muenchen/freising/ueberraschende-kuendigung-tauziehen-um-ein-stueck-wald-1.1633438
2 Gegenargumente Anzeigen
    Kommunikationsdefizit
Es ist schon vermessen, wenn die LMU behauptet, dass Lehre und Forschung der TUM-Studienfakultät Forstwissenschaft u. Ressourcenmanagement von den durch LMU und ORH herbeigeführten Veränderungen nicht betroffen sei, ohne den davon Betroffenen im Vorfeld die Möglichkeit einer Stellungnahme eingeräumt zu haben. Es bleibt zu hoffen, dass die Hochschulleitung der LMU ein offenes und ehrliches Gespräch mit Studiendekan und Fachschaft sucht und die Belange der Studierenden endlich ernst nimmt!
1 Gegenargument Anzeigen
    Kuckucksei
Vielleicht wurde das Präsidium der LMU auch intern nur falsch beraten. Bisher hat die Lehre und Forschung den Betrieb nie behindert, sondern beflügelt. Der Universitätswald ist zu einem Vorzeigebetrieb geworden, weil die Expertise einer Forstfakultät in die Bewirtschaftung eingeflossen ist. Es scheint aber Leute zu geben, die dies gezielt ignorieren und versuchen, einen Keil zwischen die Universitäten zu treiben. Siehe Contra-Argumente ?Heuschrecke?, ?Profi statt Prof.?. Sollte ein neuer Betriebsleiter solche Ansichten vertreten, dann wären die Befürchtungen der Studenten hier zu 100% erfüllt.
0 Gegenargumente Widersprechen
    2nd chance
Man kann doch nicht durch das Fehlverhalten Einzelner das alles in Frage stellen, was so lange so gut funktionierte. Allerdings meine ich, liebe Forstler, dass die Begehrlichkeit = Nutzung eines Waldes, nicht als „Forderung“ an die Politik sondern als „Antrag“ an die Eigentümer (Ludwig-Maximilians-Uni) formuliert sein sollte.
Quelle: www.myscience.de/wire/erlaeuterungen_zur_zukunft_des_universitaetswaldes_der_lmu_in_unterlippach_bei_landshut-2013-uni-muenchen
1 Gegenargument Anzeigen
    Uniwald für Lehre, Forschung
Jede zeitgemäße Forstfakultät braucht einen Versuchs Wald für praxisnahe Lehre und Forschung. UBC Vancouver hat 15 000 ha. Hat der Freistaat Bayern weiterhin Interesse an einer universitären forstlichen Ausbildung? Dann wird er alles tun, um diesen Uni Wald dem Forstbereich der TUM zur uneingeschränkten Nutzung für Lehre und Forschung zur Verfügung zu stellen. Dazu gehört die Betriebsleitung. Der Uni Wald sollte daher von der LMU an die TUM übertragen werden.Eigentümer: Freistaat Bayern!
Quelle: www.myscience.de/wire/erlaeuterungen_zur_zukunft_des_universitaetswaldes_der_lmu_in_unterlippach_bei_landshut-2013-uni-muenchen
1 Gegenargument Anzeigen
Eigentlich wäre es doch wohl Sache der Professoren von LMU und TUM gewesen, in kollegialem Einvernehmen dafür zu sorgen, dass gleich mit der Ausgliederung des Forstwesens aus dem Bereich der LMU und Übertragung auf die TUM auch der Universitätswald auf die TUM übereignet wird. Da dies offensichtlich nicht geschehen ist, dürfte die an den obersten Hüter der Bildung in Bayern gerichtete Bitte der richtige Weg sein, um dem Missstand abzuhelfen..
1 Gegenargument Anzeigen
    Praktische Ausbildung im Wald ist unerlässlich
Während meines Studiums (es ist schon über 40 Jahre her) habe ich drei Universitäten besucht: Die LMU mit traditionell zahlreichen Praktika und Exkursionen, nach dem Vordiplom für zwei Semester die Uni Freiburg mit wesentlich weniger solchen Veranstaltungen, obwohl sich der damalige Rektor Steinlin alle Mühe gab, ebenso wie Bodo Rittershofer, damals Assistent im Waldbau, und nach dem Diplom an der OSU in Corvallis mit den Außenaufnahmen für meine Masters-Thesis im dortigen Uniwald. Wenn ich heute von Forstamtsleitern im Nachbarland Ba-Wü höre, dass sie Anwärter ausbilden müssen (Referendare gibt es dort nicht mehr), die nie praktisch im Wald tätig waren, außer mit der Freundin, dann graust es mir um die Zukunft meines Berufsstandes. Fazit: Praktische Ausbildung ist auch für Forstwissenschaftler ein Muss - ein Uniwald wie bei Landshut ist daher unerlässlich, nicht nur als Exkrsionsobjekt!
0 Gegenargumente Widersprechen
    Universitätswald Rechnungshof
Zu dem Argument in Petition (Zitat) "... Ein erster Schritt hierzu wäre die Offenlegung der die Lehre betreffenden Passagen des Rechnungshofberichtes. ..." Vielleicht wäre es genauso hilfreich, die Ausführungen des Rechnungshofes zu den betriebswirtschaftlichen Aspekten des Themas zu kennen, um überhaupt zu verstehen, was der R-Hof anregt oder kritisiert.
1 Gegenargument Anzeigen

Contra

Was spricht gegen diese Petition?

"... Ein erster Schritt hierzu wäre die Offenlegung ... des Rechnungshofberichtes. ..." - so heisst es zu Beginn der ganzen Diskussionen. Als Laie kann ich mir nicht vorstellen, dass der ORH tatsächlich den Lehrbetrieb durch Waldumverteilung neu regeln wollte. In den Medien fand sich der Hinweis auf eine strafrechtliche Problematik ... und ich habe das Gefühl, dass die ganze Diskussion dazu geführt wird, vor lauter Wald den Baum nicht erkennen zu lassen. Mir bleibt die Frage: Was rügte der ORH tatsächlich?
1 Gegenargument Anzeigen
    Nachhaltigkeit
Mit dem Klosterforst in Scheyern (Gewinner Bayerischer Staatspreis 2005) hat man offenbar eine neue location gefunden. Die Fachschaft wird hier einen professionell geführten und bewirtschafteten Musterwald vorfinden, der - am Rande bemerkt - es auch ohne einen Professor zu diesen Ehren gebracht hat. Die Fahrzeiten werden sich jedenfalls erheblich verkürzen. Was will man mehr? Und vielleicht gelingt es hier, unter dem Codenamen:?Säkularisation 2.0? den Wald zu übereignen. Alles Gute!
1 Gegenargument Anzeigen
    Es gibt Plan "B"?
Es gibt also Plan "B" Hier klicken sich einige die Finger wund um dann nebenbei von der, sicher nicht schlechteren Alternative in Scheyern zu erfahren. Meinel liebe Loden-Fraktion, seid Ihr nun Studierende, Lehrende und Forschende oder seid Ihr Grundstücks- okkupanten wenn Euch das Angebot in Scheyern- neben dem der LMU auch nicht reicht? Unverschämt wie ich meine!
1 Gegenargument Anzeigen
    Profi statt Prof
Ein Studium ist eine akademische, keine berufliche Ausbildung - auch an einer Forstfakultät! Andere bieten eine sehr gute Ausbildung OHNE fakultätseigenen Forstbetrieb. Die Studis der TU können die für die Leitung eines Forstbetriebes nötige Qualifikation auf anderem Weg erwerben: Statt bei einem "Ehrenamtler" bei einem professionell tätigen Betriebsleiter. Z.B. im Rahmen des Referendariats: Das ist keine akademische, sondern die berufsqualifizierende Ausbildung für den höheren Forstdienst!
3 Gegenargumente Anzeigen
    Heuschrecke
Dieser Wald ist auch ohne einen Professor in allerbesten Händen. Und ob der Fachbereich diesen Wald braucht ist in Anbetracht des Standortes Weihenstephan doch arg aufgeblasen. Wenn die LMU reagieren musste, dann sicher nicht wegen eines nichtabgerechneten Privattelefonats. Als Gast benimmt man sich halt nicht wie eine Heuschrecke.
2 Gegenargumente Anzeigen
    Halbwissen...??
Alle sollten froh sein, wenn ein Rechnungsprüfer jemandem das Handwerk legt. Der Uniwald ist seit 200 Jahren ein Wirtschaftsbetrieb(!) der LMU und kein Teil der Fakultät. Jagd, Holzeinschlag, Pacht waren bis zur unglücklichen Bestellung der letzten Leitung nie Sache der Fakultät; aber sie machten die Betriebsführung erst interessant, scheinbar zu interessant! Die Vorkommnisse zeigen wohin die Überschreitung der Linie führt.PS:Erlegtes Wild und verkauftes Holz sind doch nicht per se akademisch!
Quelle: Nr. I der königlich bairischen Verordnung vom 20.12.1815 - Seite 134 Regierungsblatt von 1816
2 Gegenargumente Anzeigen
    auch strafrechtlich?
Wenn, wie die Landshuter Zeitung berichtet, auch mit strafrechtlichem Bezug geprüft wird, wie fragwürdig ist dann diese Forderung? Ehrenamt heißt doch nicht das Beste vom Wald ? sondern das Beste für den Wald! Die LMU bietet den Wald trotz der Vorkommnisse weiterhin für Lehre und Forschung an und die Petenten fordern mehr, nämlich die Enteignung der LMU-Körperschaft weil Lehre und Forschung nicht genug ist. Aber auch diejenigen haben Recht, die sagen zu einem unsauberen Deal gehören immer 2.
Quelle: Landshuter Zeitung
1 Gegenargument Anzeigen