Pro

Warum ist die Petition unterstützenswert?

in Chemnitz soll also nun auch das technische Denkmal des wunderbaren Chemnitztalviadukts geschliffen werden, um ihn durch einen "wunderschönen" Stahlbeton-Neubau als neu ausgerufenes Wahrzeichen der Stadt (O-Ton DB) zu ersetzen. Bei der konstruktionsästhetischen Leistungsfähigkeit zeitgenössischer Ingenieursbaukunst Beispiele ähnlicher urbaner Qualität zu schaffen wie das ´noch´ stehende, ist dies eher zu bezweifeln - so wie das derzeit auch beim Stahlbeton-Ersatzbau der im letzten Frühjahr abgerissenen wunderbaren ehemaligen 200m langen stählernen Eisenbahnüberführung in Leipzigs Berliner Strasse zu besichtigen ist. Leider regte sich dazu aus der Bürgerschaft kein rechtzeitiger Widerstand. Und das ist höchst zu bedauern ! Wenig bekannter Hintergrund ist ja das verdeckte 80%ige EU-Subventionsprogramm zum Abriss technischer hist.Stahlbauwerke(Brücken etc). Derzeit werden überall in der EU technische denkmalwürdige und urban wertvolle Bauwerke geschliffen und durch ästhetisch und wirtschafltich fragwürdige Stahlbetonneubauten ersetzt. Dabei ist jedem Bausachverständigen sonnenklar, das die Sanierung solcher historischer Stahlkonstruktionen weit kostengünstiger ist als allein der 80%ige Subventionsanteil des verdeckten EU-Förderprogramms zu Abriss und Stahlbeton-Ersatz ausmacht ! Es liegt auf der Hand, das es sich hier allein um eine konzertierte Lobby-Förderung zugunsten eines Branchensektors handelt, zu einem hohen städtebaulichen Preis und auf Kosten der Urbanität der betroffenen Städte ! Michael Burchardt, Architekt
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    Rolf Nestmann Eisenbahnviadukt
Das Eisenbahnviadukt ist eine der wenigen Bauwerke welche Chemnitz durch Krieg oder Stahlbetonbauten nicht verloren hat.Auf gar keinen Fall unterstütze ich den Abriss dieses Viaduktes.Keine deutsche Stadt geht so frevelhaft mit seinen Kulturgütern um. In Dresden wurde alles wieder aufgebaut und in Chemnitz,welche sich Stadt der Moderne nennt,werden historische unwiederbringbare Viadukte abgerissen.Die DB soll sich etwas anderes einfallen lassen,um ihre Sachsen/Franken Magistrale zu bauen. Chemnitz profitiert doch am wenigsten davon Chemnitz,09.02.14
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Die Bosheit des Banalen. Das der Abriss des Viaduktes überhaupt noch in Erwägung gezogen werden könnte, hätte ich gar nicht mehr für im Bereich des Möglichen gehalten. Ganz schön naiv scheinbar. Für die wirtschaftliche Sanierung und Ertüchtigung derartiger Stahlbrücken gibt es -zig Beispiele. Schema F ist aber natürlich das erste und einfachste. Was sagen denn die Denkmalinstanzen, die Politik, die Öffentlichkeit? Der Fall erinnert fatal an die bornierte Bürokratie in Vorwendezeiten. Andererseits dominieren an anderer Stelle auch Verkehrsingenieure mit schematischen 0815 Lösungen den Städtebau, Brandschutzingenieure dominieren die Grundrisse und Fassaden, usw... Keiner wagt das Schema zu verlassen weil das dann imaginäre Verantwortungs- oder Kostenrisiken bedeuten könnte. Echt traurig und ganz schön arm dieser Vorgang. Tilman Dorn, Dipl.Ing.Architektur, Baupfleger
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    Nachhaltige Moderne
Diese Brücke ist nicht nur ein hervorragendes Zeugnis der frühen Architekturmoderne, ihre Konstruktonsweise dieser Brücke ist auch heute noch von grosser Aktualität. Das beweist ein Vergleich mit Werken des bekannten Brückenbauers Santiago Calatrava, wie zum Beispiel seinem - leider nicht realisierten - Entwurf für den Ersatz der Wettsteinbrücke über den Rhein in Basel: www.tfischer.de/candy/theorie/calatrava/wettst/wettsteinmodell2.gif. www.tfischer.de/candy/theorie/calatrava/wettst/wettsteinmodell2.gif
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Also die Brücke muss bleiben! Bei einem Stammtisch habe ich vor Jahren mal gesagt: "Wenn die abgerissen wird, bau ich die als Modell nach". Da ich dazu keine Zeit habe, ist der Abriss aus meiner Sicht völlig ausgeschlossen. ;-) Die Brücke ist einfach erhaltenswert - basta.
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    http://de.structurae.de/products/data/index.cfm?id=6279#contact-form
Dem Text meines Berufskollegen kann ich mich nur vollständig anschließen. Er zeigt Hintergründe auf. Es soll ein Gutachten existieren, in dem die Restnutzungsdauer bis zu 60 Jahren genannt wird. Würden erhebliche Bauschäden gefunden worden sein, wäre das Gutachten schon längst veröffentlicht. Wir verlangen die Offenlegung des Gutachtens! Neuere Sanierungsarbeiten alter Stahlbauten wurden erst jetzt in Berlin an der U2-Bahnstrecke erfolgreich abgeschlossen. Es muss hier ein politischer Wille vorhanden sein; Chemnitz hat großflächig unter Zerstörung gelitten u. dieses Ensemble ist zu erhalten.
Quelle: Sanierung U-Bahnstrecke Ort Schönhauser Allee
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    Erhalt-des-historischen-Chemnitztalviadukts-in-der-chemnitzer-innenstadt-nein-zum-neubau
Die Brücke muss bleiben! Hätte nie für möglich gehalten, dass über einen Abriss überhaupt ernsthaft nachgedacht wird. Wenn schon Neubau, dann könnte er parallel zum Viadukt verlaufen oder hat sich schon jemand ausgerechnet, was die Stahlträger für einen Schrottwert haben könnten? Niemand würde heutzutage solch ein genietetes Brücken-Meisterwerk hinbekommen wie die Handwerker um die vorige Jahrhundertwende. Oder denken die Pariser etwa über Abriss und Neubau des Eiffelturms nach?
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    Chemnitzer Viadukt
Ich hatte mich bereits für den Erhalt des alten Viaduktes ausgesprochen. Die Argumente wurden mehrfach von Chemnitzern, besonders Alt-Chemnitzern, der auch ich bin, vorgebracht und erläutert. Experten für Tragwerke, Professoren, Architekten etc. hatten den Nachweis erbracht, dass eine Sanierung wohl möglich ist und kostenmäßig inkl. der Anrechnung der nicht erfolgten Wartungsarbeiten der Bahn in den letzten Jahrzehnten mit einem Neubau ohne weiteres bestehen kann. Milliarden wurden schon von der Bahn für Bahnprojekte ausgegeben, deren Nutzen nicht immer nachweisbar ist.
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Contra

Was spricht gegen diese Petition?

    Kompromissvorschlag
Hallo ich bin gegen den vollständigen Erhalt der Brücke, da Sie sich in einem äußerst schlechten Zustand befindet und somit der "schnellen" Franken-Sachsen-Magistrale im Weg steht. Ich könnte mir aber vorstellen eine der 4 "Fahrbahnspuren" zu erhalten und an Stelle der restlichen 3 die neue Brücke zu bauen. Am sinnvollsten wäre da die in Fahrtrichtung Chemnitz-Mitte linke Spur da diese die Annaberger Straße unter dem Gesichtspunkt des Verkehrshindernisses am wenigsten beeinträchtigt. Alle die die Brücke erhalten wollen könnten einen Verein gründen der die baufällige Spur übernimmt.
Quelle: Alte Reichsbahner vom Hbf als Quelle über den Zustand der Brücke.
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    Für eine neue Brücke
Hallo. Alte Brücken sind kostenintensiver zu erhalten, sie sind baufällig, kostenintensiv und verursachen Lärm durch den Stahl. Bei diesem Standpunkt wurde schon viel mit Beton gebaut, sie fügt sich wie alle Brücken der DB dort natlos ein. Zudem schimpft sich Chemnitz "Stadt der Moderne". Es ist modern solche Infrastrukturprojekte zu machen. Altes ist vergänglich, zudem ist diese Brücke kein Touristenmagnet. Chemnitz muss den "Alt"-Faktor loswerden. Seid froh dass die DB diese Region so unterstützt. Stimmt also für einen Neubau, damit Chemnitz eine moderne, lebendige Stadt wird mit anziehenden Standortfaktoren für junge Leute. Zudem sollte man den Hass gegen die DB außen vor lassen und rational denken
Quelle: Selbst
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Ich als junger Mensch (viele werden aufschreien) bin für einen Neubau. Niemand in meinem Bekanntenkreis sieht diese Brücke als Wahrzeichen oder besonders hübsch, sie ist baufällig und liegt zudem so weit außerhalb vom Stadtzentrum dass es weder Touristen noch Zuzüglinge (wenn wir welche hätten in einer Stadt voller RENTNER) interessiert oder sie fotografieren würden. Das Bilder machen wird zudem durch den Reifenhandel Jistel gestört welcher, oh Wunder ebenfalls ein Neubau ist. Chemnitz muss das Alte abkehren und sich zum Modernen hinwenden. Die Argumentation dass eine alte Brücke förderlicher für das Interesse der Leute sei ist Quatsch, nur eine gute Infrastruktur (welche wir nicht haben) lockt neue Unternehmen und Menschen an. Die Pro-Stifterin ist eine Person, die leidenschaftlich altes unnützes bevorzugt und wahrscheinlich eine Abneigung gegen die DB hat.
Quelle: Selbst
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    Verkehrshindernisse beseitigen
Diese Brücke ist in ihrer gegenwärtigen Form für die Annaberger Straße ein Verkehrshindernis. Von der Gustav-Freytag-Straße biegen z.B. zwei Fahrspuren nach links ab um wegen der Brücke unmittelbar nach der Kreuzung zu einer verengt zu werden. Wer dabei die Augen offen hält, bemerkt vielleicht das Schild "für Fußgänger verboten". Noch schlimmer ist die Radweg-Situation. Zu kritisieren wäre daher lediglich, dass die Bahn eine öffentliche Diskussion über ihre Pläne nicht so offensiv fördert wie das Chemnitzer Modell (Nahverkehr). Gut gefällt mir z.B. die Eisenbahnbrücke über die A4.
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    Teilersatz
Es gab doch einen ernstzunehmenden Ansatz, die beiden äußeren Fahrspuren stehen zu lassen und anstelle der beiden inneren Spuren eine neue Brücke zu bauen, die dann die Anforderungen an höhere Geschwindigkeit, besseren Lärmschutz etc. erfüllt.
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