Die Petition wurde eingereicht

08.11.2016 23:38 Uhr

Eine Fahrt wie in den 1930er Jahren durch das Chemnitzer Stadtgebiet wie sie Reisende damals erlebt haben - der Chemnitzer Reichsbahnbogen ist ein Denkmal der Verkehrsgeschichte. Zwar fehlen heute viele Gebäude der damaligen Zeit an der innerstädtischen Strecke aber noch kann man hier historische Bauwerke aus der Eisenbahngeschichte der Stadt Chemnitz erleben.

Aus dem Hauptbahnhof zog am 5. November 2016 Dampflok 03 2155-4 einen Sonderzug von Leipzig in das bayerische Neuenmarkt-Wirsberg. Die 1934 bei Borsig in Berlin gebaute Schnellzugdampflok ist heute im Bahnbetriebswerk Nossen stationiert und wird für Traditionsfahrten eingesetzt.
Vom Hauptbahnhof ging es durch die Brücke am Dresdner Platz auf den Reichsbahnbogen über die historischen Eisenbahnbrücken an der Augustusburger Straße und der Reichenhainer Straße, über das Eisenbahnviadukt an der Annaberger Straße, vorbei an den innerstädtischen Bahnhöfen Süd und Mitte. Auf der Rückfahrt in der Nacht, erlebten die Fahrgäste das Flair der nächtlichen Fahrt auf der Strecke durch die beleuchtete Stadt.

Chemnitz ist in Deutschland ein Zentrum für Traditionsfahrten mit Dampflokomotiven. Das hat seinen Grund in mehreren Vereinen in und um Chemnitz, die Dampflokomotiven betriebsbereit erhalten und einsetzen sowie an den attraktiven Reisezielen Erzgebirge und Bayern. Aus ganz Deutschland nehmen Fahrgäste an den Traditionsfahrten teil und die sehr aktive Szene trägt mit Fotografien und Videos ein Bild von Chemnitz nach außen, wie man es hier vielleicht gar nicht erwartet und kennt. Nicht überall im Land, kann man so etwas erleben. Dabei ist Chemnitz sogar eine Stadt in der einst Dampflokomotiven gebaut wurden.

Achten wir in Chemnitz darauf, dass uns die historischen Eisenbahnbauwerke nicht verloren gehen. Derzeit stehen sie im Grunde alle zum Abriss bzw. vor großen baulichen Eingriffen. Der Wasserturm am Hauptbahnhof soll abgerissen werden, ebenso die historischen Eisenbahnbrücken über die Augustusburger Straße, Reichenhainer Straße und Annaberger Straße. Die beiden innerstädtischen Bahnhöfe Süd und Mitte sehen traurig aus. Auch erkennt man an der Strecke die städtebaulichen Eingriffe der jüngeren Vergangenheit. Die Rembrandtstraße ist ein Beispiel dafür. Bereits verloren gegangen sind alle historischen Stellwerke am Hauptbahnhof.

Noch viel weniger als für die ganze Stadt gilt für die Chemnitzer Bauwerke der Eisenbahngeschichte, das Chemnitz eine Stadt der Veränderung ist bzw. sein sollte. Chemnitz ist auch eine Stadt der Beständigkeit und Traditionen.

Sandro Schmalfuß

Die Petition ist bereit zur Übergabe - "Julchen" auf dem Eisenbahnviadukt

15.10.2016 12:44 Uhr

Heute Morgen, als Chemnitz noch schlief, dampfte "Julchen" über das alte Eisenbahnviadukt an der Annaberger Straße. "Julchen" - Dampflok 35 1097-1, Baujahr 1959 vom IG 58 3047 e. V. in Glauchau, ist heute zu ihrer ersten Fahrt nach der Hauptuntersuchung im Dampflokausbesserungswerk Meiningen als Sonderzug von Chemnitz ins romantische Schwarzatal unterwegs.

Petition in Zeichnung - Ein Chemnitzer Augenblick

11.09.2016 22:10 Uhr

Zu den schönsten Erlebnissen die man als Denkmalfreund in Chemnitz haben kann ist, wenn eine Dampflok über das historische Eisenbahnviadukt an der Annaberger Straße fährt. Da wird das Baudenkmal lebendig und für einen kurzen Augenblick ist das alte Chemnitz gegenwärtig. Wenn die Überfahrt dann zudem noch in der Nacht satt findet, ist Gänsehaut garantiert.

Dieser Augenblick findet nur wenige Male im Jahr statt. Am gestrigen Samstag war es einmal wieder so weit. Um 22:48 Uhr zog Dampflok 50 3648-8 mit langem und kräftigen Signal den Sonderzug Chemnitz-Freyburg auf der Rückfahrt über das Viadukt in den Chemnitzer Hauptbahnhof. Dabei haben die im Jahr 1941 in Dienst gestellte Dampflok und unser altes Viadukt einen Genuss für alle Sinne geboten.

Diesen Chemnitzer Augenblick durften wir wieder ganz alleine genießen. Doch ist uns das allemal lieber als die inzwischen in Mode gekommene Verramschung des Viadukts mit Bratwürsten und Bläserensemble. Es war das authentische alte Bauwerk, das für das Beste an Chemnitz stand und das Desinteresse aller, das uns dazu inspiriert hatte, die Rettung des Viadukts anzugehen. Nun ist das Viadukt, das bekannteste und das beliebteste Baudenkmal in Chemnitz und das erste was ihm nach langer Geringschätzung widerfährt ist, dass es vereinnahmt wird.

Wir haben allerdings noch einen Wunsch für die Zukunft des Viaduktes; lasst doch bitte den Lärmschutz auf dem Viadukt weg, so dass uns der Blick auf die Dampflok erhalten bleibt.

Sandro Schmalfuß

Petent ist im Dialog mit dem Petitionsempfänger

11.05.2016 13:49 Uhr

Diskussion um die Zukunft des Chemnitztalviaduktes weiterentwickeln

Wie würde Chemnitz in Zukunft mit dem Chemnitztalviadukt umgehen, wenn die Deutsche Bahn dieses tatsächlich erhalten und sanieren würde? Schon wegen des breiten öffentlichen Erhaltungsansinnens wäre das sanierte historische Viadukt dann im Mittelpunkt eines nachhaltigen Interesses.

Eine weiterführende Diskussion zum Erhalt des Viadukts in Bezug auf Anforderungen an die Stadt Chemnitz hat es bisher nicht gegeben.

Wir möchten, dass ein finanzieller Aufwand von mehreren Millionen Euro in die Rekonstruktion des Viadukts investiert wird, haben uns aber bisher noch nicht mit der zukünftigen städtebaulichen Einordnung des Viaduktes beschäftigt.

Fast das gesamte nähere Umfeld des Chemnitztalviaduktes hat städtebauliche Defizite. Der Bereich um das Viadukt ist geprägt von Gewerbebauten, unter dem Viadukt findet sich eine Unordnung an abgestellten Containern, Stahlteilen und Autoreifen. In der Häuserzeile vor dem Viadukt gibt es eine Abbruchlücke mit Maschendrahtzaun aus der jüngeren Vergangenheit, die neben dem Viadukt negativ stadtbildprägend wirkt.

Die städtebauliche Situation des Viadukts ist heute eine ganz andere, wie zu dessen Erbauungszeit. Das Viadukt war ursprünglich geschickt in die damalige gebaute Stadtlandschaft eingepasst. Diese Gebäude, direkt am Viadukt, existieren heute nicht mehr. Anders wie in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, als nur die beiden architektonisch betonten Bögen des Viadukts sichtbar waren, ist heute auch der eher funktional gebaute Mittelteil des Viadukts offen zu sehen.

Die städtebaulichen Defizite am Viadukt müssen in der Stadtverwaltung und der Kommunalpolitik ein Gesprächsthema werden. Es ist nach unserer Ansicht insbesondere eine Diskussion darüber notwendig, wie das Umfeld des Viadukts, dessen architektonischer Qualität, wenn es rekonstruiert würde, angepasst werden könnte.

Es steht nach unserer Ansicht dahingehend außer Frage, dass in dem Fall der Gewerbebau vor dem Viadukt keinen Bestand mehr haben könnte. Der Gewerbebetrieb dort müsste dann einen anderen Standort in der Stadt finden. Das könnte z. B. mit einem Grundstückstausch zu einer Fläche der Stadt in einem Gewerbegebiet geregelt werden. Es wäre auch eine Neubebauung des Areals vor dem Viadukt diskussionswürdig. Damit könnte eine städtebauliche Situation neu geschaffen werden, die sich an die historische bauliche Situation anlehnt. Das Viadukt könnte so wieder, wie ursprünglich und so wie wahrscheinlich auch von den Architekten des Viadukts gedacht, über die beiden Bögen wirken.

Auch die Abbruchlücke in der Häuserzeile vor dem Viadukt kann so nicht erhalten bleiben und muss mit einem adäquaten Neubau, geschlossen werden.

Die Stadtverwaltung Chemnitz und die Kommunalpolitik müssen sich heute schon damit befassen, wie Chemnitz ein saniertes historisches Viadukt städtebaulich neu einordnen würde. Das wäre in der Diskussion um den Erhalt des Viadukts als nächster Schritt wünschenswert und nach unserer Ansicht eine wichtige Grundlage für die weitere Argumentation gegenüber der Deutschen Bahn AG.

stadtbild chemnitz
Sandro Schmalfuß

Petent ist im Dialog mit dem Petitionsempfänger

14.01.2016 19:35 Uhr

Das Eisenbahn-Bundesamt hat für die Bauvorhaben im Chemnitzer Bahnbogen die Durchführung des Planfeststellungsverfahrens beantragt. Seit gestern finden sich die Pläne auf den Seiten der Landesdirektion:

Link:

www.lds.sachsen.de/bekanntmachung/index.asp…

Unter Band 1/Erläuterungsbericht sind die Angaben zu den Vorhaben in Chemnitz bzgl. der historischen Eisenbahnbrücken zu finden.

Zusammengefasst plant die Bahn ihre Vorhaben so umzusetzen wie sie vor den Petitionen und den Beschlüssen des Bauausschusses und des Stadtrates der Stadt Chemnitz schon vorgesehen waren.
Bzgl. der historischen Brücken sollen die Eisenbahnüberführung an der Augustusburger Straße durch einen Betonbau ersetzt werden, das Chemnitztalviadukt durch den Entwurf von Krebs&Kiefer, eine Brücke an der Reichenhainer Straße/Südbahnhof verschwindet ersatzlos, die andere wird neu gebaut, ebenso am Bahnhof Mitte. Hier verschwindet die historische Brücke neben dem Bahnhof ersatzlos die Andere wird in Betonbauweise neu gebaut.

Petent ist im Dialog mit dem Petitionsempfänger

05.01.2016 18:50 Uhr

Chemnitzer Landtagsabgeordnete treten gemeinsam mit einem Schreiben an die Bahn für den Erhalt des historischen Viadukts ein

Die Chemnitzer Abgeordneten im Sächsischen Landtag haben sich mit einem Schreiben an die Deutsche Bahn AG/DB Netz AG gemeinsam für den Erhalt des historischen Eisenbahnviaduktes - Chemnitztalviadukt - an der Annaberger Straße eingesetzt.

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Erhalt und Sanierung des Chemnitztalviadukts, Chemnitz

Am 16.12.2015 fasste der Chemnitzer Stadtrat einstimmig den Grundsatzbeschluss (BA-066/2015) zum Erhalt und zur Sanierung des Ingenieurbauwerks Chemnitztalviadukt über die Annaberger Straße in Chemnitz.

Die Chemnitzer Landtagsabgeordneten unterstützen diesen Beschluss einstimmig und bitten die Deutsche Bahn AG bzw. DB Netz AG sowie die Stadtverwaltung um Sanierung und Ertüchtigung des Chemnitztalviadukts im Zuge der Modernisierung der Sachsen-Franken-Magistrale und des Anschlussausbaus von Chemnitz an das Fernbahn- und Hochgeschwindigkeits-Schienennetz.

Begründung:

Die Planungen für einen Ersatzneubau anstelle des historischen Chemnitztalviadukts reichen zurück bis ins Jahr 2012. Genauso lange gibt es die Diskussion, ob das historische Bauwerk erhalten und entsprechend ertüchtigt werden kann.

Die beiden hintereinander gestaffelten Brücken des Chemnitztalviadukts von deutlich unterschiedlicher Höhe gelten als stadtbildprägender Komplex und stehen unter Denkmalschutz. Aus diesem Grund setzen sich zahlreiche Bürgerinitiativen sowie der Chemnitzer Stadtrat für den Erhalt und die Modernisierung der historischen Eisenbahnbrücke ein.

Wegen der identitätsstiftenden Wirkung des Viadukts für die Stadt Chemnitz wurde im Jahr 2013 eine Petition für den Erhalt des historischen Viadukts gestartet, die mehr als 7.000 Unterstützer gewinnen konnte. Schon dies zeigt, wie wichtig den Menschen in Chemnitz der Erhalt dieses historischen Bauwerks ist.

Die technische Möglichkeit, das bestehende Viadukt zu erhalten und für die Bahnverkehre, auch den gewünschten Fernbahnverkehr, zu ertüchtigen, wurde anlässlich der Bürgeranhörung im November 2015 seitens der Bahn unter Hinweis auf mutmaßlich höhere Kosten gegenüber einem Neubau bestätigt.

Chemnitz ist eines der industriellen und fortschrittlichen Zentren Deutschlands und Europas. Industrie ist für die Region Chemnitz Lebensgrundlage und über die verbundenen Bauwerke und Anlagen identitätsstiftend.

Neben dem Erhalt des Chemnitztalviadukts bedarf es einer deutlichen Verbesserung der Schieneninfrastruktur. Seit zehn Jahren ist die Stadt Chemnitz nicht mehr an den Fernverkehr der Deutschen Bahn angeschlossen, ein Nachteil, den keine andere Stadt und Region dieser Größenordnung in der gesamten Bundesrepublik aufweist.

Chemnitz, 17. Dezember 2015
(Anhang)

Das aus genieteten Flussstahlprofilen im Jahr 1901 im Zuge der Hauptstrecke Dresden-Werdau (heute: Sachsenmagistrale) über Annaberger Straße, Chemnitzfluss und Beckerstraße errichtete Viadukt gehört zu den herausragenden technischen Denkmalen des Freistaates Sachsen. Sowohl im gesamten Aufbau mit einer mehrfachen Abfolge von Bogenkonstruktionen und Balkenbrücken als auch in der Detailkonstruktion und -gestaltung stellt dieses ein exzellentes Beispiel der Eisenbahn-Ingenieurbaukunst dar. Die gut 275 m lange Stahlfachwerkkonstruktion à la Eiffelturm ist stadtbildprägend für das „Sächsische Manchester“, da sie in einem außerordentlich günstigen städtebaulichen Zusammenhang mit der Chance höchster Wahrnehmbarkeit steht. Die Kombination von stark frequentierter Einfallstraße mit Straßenbahntrasse, parallel fließender Chemnitz und geweitetem Gelände hinter der Beckerstraße sowie die Lage in einer langgezogenen Kurve schaffen eine Kulisse, die an urbaner Qualität und Individualität kaum zu steigern ist. Unmittelbar südlich an Brücke und Bahndamm schließt das Gelände der ehemaligen Maschinenbaufabrik Schubert & Salzer (heute Gewerbepark „Wirkbau“) mit dem charakteristischen Uhrenturm im expressiven Klinkerstil der 1920er Jahre an. Die Fassade ihres Verwaltungsbaus direkt neben dem Viadukt präsentiert sich nach aufwendiger Restaurierung in originaler Farbigkeit und trägt zur Stimmigkeit des Ensembles bei. Selbst in Chemnitz ist die besondere industrielle Vergangenheit der Stadt nur noch an wenigen Stellen so authentisch erlebbar.

Die Chemnitzer Abgeordneten im Sächsischen Landtag
zum Schreiben vom 17. Dezember 2015 betreffend Erhalt des Chemnitztalviadukts

Klaus Bartl, MdL (Die Linke)
Nico Brünler, MdL (Die Linke)
Alexander Dierks, MdL (CDU)
Hanka Kliese, MdL (SPD)
Peter Wilhelm Patt, MdL (CDU)
Ines Saborowski-Richter, MdL (CDU)
Susanne Schaper, MdL (Die Linke)
Jörg Vieweg, MdL (SPD)
Horst Wehner, MdL (Die Linke, Vizepräsident des Sächsischen Landtags)
Petra Zais, MdL (Bündnis 90/ Die Grünen)
Volkmar Zschocke, MdL (Bündnis 90/ Die Grünen, Fraktionsvorsitzender)

Der Empfang der Petition wurde bestätigt

24.06.2015 01:36 Uhr

Chemnitz ist wieder da

Vor zwei Jahren, als wir anfingen uns mit dem Thema Chemnitztalviadukt zu beschäftigen, war unsere Intention neben dem Erhalt des Baudenkmals, ein Schulterschluss der Chemnitzer Politik und der Bevölkerung beim Thema des Umgangs mit historischen Bauten in Chemnitz. Zu schlimm waren die Erfahrungen die Jahre zuvor mit dem Abriss historischer Gründerzeithäuser in Chemnitz und all dem, was das mit sich brachte. Das Chemnitztalviadukt bot die Möglichkeit.

Heute war es nun soweit. Revolution im Raum 118 im Neuen Rathaus Chemnitz. Noch einmal versuchte die Bahn wie zuvor zu den Bürgerforen, ihre Position einer zu teuren Sanierung des historischen Viadukts darzustellen. Fachlich und umfangreich vorgetragen, wurden die Mitglieder des Chemnitzer Bau-, Plan- und Umweltausschusses auf einer Sondersitzung über die Ergebnisse der beiden Fachforen informiert. Die seit letztem Jahr durchgeführten beiden Fachforen, initiiert zu den Bürgerforen in der Annenschule die nach der Online-Petition zum Erhalt des Viadukts von Bahn und Stadt veranstaltet wurden, hatten mit Fachkompetenz von der Bahn, des Landesdenkmalamtes und diverser Spezialisten des Brückenbaus versucht, herauszufinden ob das alte Bauwerk technisch erhalten werden kann und was das im Vergleich zum Bau eines neuen Viadukts kostet.
Heraus kamen ganze fünf Möglichkeiten für den Erhalt des Bauwerks von denen eine als dem Ansinnen des möglichst authentischen Erhalts des alten Viadukts am gerechtesten wurde und die gemeinsame Zustimmung unter den Fachleuten fand.
Doch die Bahn kippte Salz in die Suppe. 8 Millionen Euro würde die Sanierung des alten Viadukts mehr als ein Neubau kosten, die Risiken der Sanierung wären erst während der Sanierung zu sehen, es würde länger dauern, der Unterhalt des alten Viadukts wäre teurer und ohnehin die notwendige Lärmschutzwand auf dem Viadukt müsse man ja auch beachten.
Doch es kam hochkarätiges Kontra. Prof. Werner Lorenz von der TU Cottbus, überregional anerkannter Spezialist in Sachen Brückenbau, erfahren in der Praxis und Verfechter für einen Erhalt des Viadukts, durfte an den Fachforen der Bahn teilnehmen. Sein Vortrag vor dem Gremium wiederlegte nachvollziehbar, die Einschätzung der Bahn zu den Kosten der Sanierung des alten Viadukts und der des Neubaus. Da herrschte über die grundsätzliche Frage des Erhalts des alten Bauwerks nach den zukünftigen Anforderungen schon Konsens. Ja, es ist machbar.

Doch wem würden die Ausschussmitglieder folgen? Zwei Jahre lang war es öffentlich ruhig zum Thema in der Chemnitzer Politik. Doch ein starkes Bürgervotum, Fachkompetenz und letztendlich auch das Herz können überzeugen. Alle im Ausschuss vertretenen Parteien sprachen sich nachhaltig gegenüber der Bahn für den Erhalt des Chemnitztalviadukts aus und machten der Verwaltung klar, dass sie das respektieren soll.

Heute war ein wichtiger Tag für Chemnitz.

Viel mehr Chemnitzer, als in den Raum 118 passten, hätten gerne an der Veranstaltung teilgenommen. Es war eine öffentliche Ausschusssitzung zur Information des Bau-, Plan- und Umweltausschusses der Stadt Chemnitz. Die Möglichkeiten der Teilnahme für Zuschauer ist hier begrenzt. Die Bahn hat versprochen, bei großem Interesse, zeitnah, noch im Juli ein drittes Bürgerforum durchzuführen. Auch wenn sie heute vielleicht verärgert sind, weil sie nicht in den Saal kamen, nehmen sie dann bitte an dieser Veranstaltung teil.

Eine starke Bürgerschaft ist wichtig für Chemnitz. Anführer mit Dr. - Titel und e.V. brauchen wir da nicht. Am Thema Chemnitztalviadukt ist das in den vergangenen beiden Jahren deutlich geworden auch, das die Vertreter der Chemnitzer Politik und die Verwaltung Partner der Bürger sind. Da gibt es auf allen Seiten noch viel zu lernen aber wir haben nun auch gesehen, was man zusammen erreichen kann.
Es ist unsere Stadt, wir leben hier und ein zweites Leben bekommt keiner geschenkt. Der Ort wo wir gemeinsam leben muss der schönste der Welt sein. Auch und gerade wenn er Chemnitz heißt.

stadtbild chemnitz
Sandro Schmalfuß

Die Petition wurde eingereicht

08.06.2015 16:45 Uhr

Sondersitzung des Planungs-, Bau- und Umweltausschuss/Chemnitztalviadukt

"Information über die Ergebnisse der Fachrunde bei der Deutschen Bahn AG zum Erhalt/Neubau des Chemnitztalviadukts"

Am 23.06.2015, 17 Uhr findet im Beratungsraum 118 des Rathauses, Markt 1 in Chemnitz eine öffentliche Sondersitzung des Planungs- Bau und Umweltausschusses zu den Ergebnissen der Fachrunden zum Erhalt/Neubau des Chemnitztalviadukts statt.
Es ist eine öffentliche Veranstaltung, jeder interessierte Bürger kann an dieser teilnehmen. Es ist zu erwarten, das auf dieser Ausschuss-Sitzung die Bahn ihr endgültiges Vorgehen bzgl. des Viadukts Annaberger Straße (Chemnitztalviadukt) mitteilt.

Wir von der Bürgerinitiative für den Erhalt des Viadukts/die Initiatoren der beiden Online-Petitionen durften keiner der Fachrunden beiwohnen oder sind von der Bahn über diese informiert worden. Auch Stadträte durften auf Nachfrage bei der Bahn nicht als Zuschauer an den Fachrunden teilnehmen oder sind über Inhalte dieser informiert worden.

Nach unserer Erinnerung, nahmen zu den beiden Bürgerforen in der Annenschule keine Stadträte die Mitglied im Planungs- Bau und Umweltausschusses sind, teil.

stadtbild chemnitz

Die Petition ist bereit zur Übergabe - Pressemitteilung Hanka Kliese, Mitglied des Sächsichen Landtages

04.02.2015 14:53 Uhr

Für den Erhalt des Chemnitztalviadukts

Unterstützung für die Chemnitzer Industriekultur

Im Zuge der Modernisierung der Sachsen-Franken-Magistrale will die Deutsche Bahn das historische Chemnitztalviadukt abreißen und durch einen Neubau ersetzen. Bisher gingen die Ingenieure der Deutschen Bahn davon aus, dass die historische Bahnbrücke nicht zu ertüchtigen wäre. Doch in einer Bürgerversammlung Ende November 2014 teilte die Deutsche Bahn dann mit, dass es doch möglich wäre, die Stahlkonstruktion für die zukünftigen Ansprüche fit zu machen.

Die dabei veranschlagten Mehrkosten unterliegen bisher nur groben Schätzungen und sollten daher kaum in die Entscheidungsfindung einfließen. Dass nunmehr klar ist, dass auch das unter Denkmalschutz stehende Bauwerk erhalten werden kann, ist schon ein erster Erfolg.

Wir sollten nun alle Kräfte daran setzen, eines der bedeutendsten historischen technischen Bauwerke in Sachsen zu erhalten.

"Für die Stadt Chemnitz ist ihre industriekulturelle Geschichte identitätsstiftend. Viele Chemnitzer Bürgerinnen und Bürger, nicht zuletzt die Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig selbst, setzen sich daher für den Erhalt des Viadukts ein", so Hanka Kliese, kulturpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag. "Chemnitz ist DIE sächsische Stadt der Industriekultur und wird auch im Rahmen der Landesausstellung eine exponierte Rolle spielen. Das Viadukt steht symbolisch für diese Tradition. Es in einer Zeit, in der unsere industriekulturelle Geschichte auf erfreuliche Weise aufgearbeitet und hervorgehoben wird, abzureißen, würde all diese Bemühungen konterkarieren."

Hanka Kliese unterstützt ausdrücklich die Vorschläge der Bürgerinitiativen, wie die der Initiative Stadtbild Chemnitz, die den Erhalt der Brücke ebenfalls für wünschenswert halten.

Sabine Sieble, M.A.
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Bürgerbüro politik.offen
Hanka Kliese (MdL)
Elisenstraße 27
09111 Chemnitz

Tel.: 0371-356 356 6
Fax: 0371-356 356 0

E-Mail: sieble@hanka-kliese.de
www.hanka-kliese.de

Die Petition ist bereit zur Übergabe - Fachforum zum Eisenbahnviadukt Annaberger Straße

20.01.2015 20:05 Uhr

Fachforum zum Eisenbahnviadukt Annaberger Straße

Nach dem 2. Bürgerforum zum Eisenbahnviadukt an der Annaberger Straße (Chemnitztalviadukt) am 27. November 2014 hat sich im Dezember die in den beiden Bürgerforen initiierte Expertenrunde zu einem Fachforum bei der DBAG in Berlin getroffen.

Teilnehmer waren:

Prof. Geißler, GMG
Prof. Lorenz, BTU Cottbus
Prof. Stroetmann, Krebs&Kiefer GmbH
Dr. Streetz, Landesamt für Denkmal
Herr Oertel, Krebs&Kiefer GmbH
Herr Hofmann, Stadtrat a.D.
Herr Fröhlich, DB Netz AG
Herr Kleemann, DB ProjektBau GmbH
Herr Buchmann, DB ProjektBau GmbH
Herr Dr. Tusche, DB ProjektBau GmbH
Herr Dix, DB ProjektBau GmbH

Die Stadtverwaltung Chemnitz informiert, dass noch kein abschließendes Ergebnis aus dem Fachforum vorliegt. Zu den offenen Fragen wurden weitere Arbeitsaufträge erteilt. Nach Kenntnisstand der Stadtverwaltung soll es im Februar ein erneutes Treffen der Expertenrunde geben. Noch im Januar haben sich Vertreter der DB Projekt Bau im Dezernat 6 zu einem informellen Gespräch angemeldet.

Die Freie Presse berichtet in zwei Artikeln über den Knöllchen Ärger nach dem 2. Bürgerforum in der Annenschule:

www.freiepresse.de/LOKALES/CHEMNITZ/Auf-Buergerforum-zum-Viadukt-folgt-Knoellchen-Aerger-artikel9059481.php

www.freiepresse.de/LOKALES/CHEMNITZ/Parkverbot-Keine-Kulanz-nach-Buergerforum-artikel9063874.php

Wir bitte weiter um die Zeichnung der neuen Online-Petition „Chemnitztalviadukt - Politik soll handeln“:

www.openpetition.de/petition/online/chemnitztalviadukt-politik-soll-handeln

Sandro Schmalfuß
stadtbild chemnitz

Die Petition wurde eingereicht

15.01.2015 13:32 Uhr

Online – Petition - Chemnitztalviadukt - Politik soll handeln

Seit Anfang Dezember ruft die Online - Petition „Chemnitztalviadukt - Politik soll handeln“ zur Abgabe von Unterschriften für den Erhalt des historischen Eisenbahnviadukts an der Annaberger Straße und für ein Engagement der Chemnitzer Politik dafür auf. Über 1.500 Unterstützer hat der Aufruf in der kurzen Zeit gefunden.
Noch bis zum 31.05.2015 kann die Petition gezeichnet werden. Bitte unterstützen Sie mit Ihrer Unterschrift das Anliegen der Petition und ein Chemnitz, dass Tradition und Moderne zu verbinden versteht.

Link zur Petition:

www.openpetition.de/petition/online/chemnitztalviadukt-politik-soll-handeln

stadtbild chemnitz

Die Petition ist bereit zur Übergabe - Neue Petition läuft

09.12.2014 22:26 Uhr

Über 800 Unterstützer nach nur einer Woche für die Petition zugunsten des Erhaltes des historischen Viadukts an der Annaberger Straße. Das ist großartig. Vielen Dank!
Nach einem Gespräch gestern mit der Chemnitzer Denkmalbehörde, sind wir überzeugt, das sich auch die Stadt und das Landesamt für Denkmalpflege Sachsen für den Erhalt des Viadukts nachhaltig engagieren. Man wird starke Argumente gegen den Abriss anbringen. Eine weitere Bürgerinitiative wird mit Fachleuten und der Bahn ein Fachforum durchführen. Hier geht es um den Erhaltungszustand des Viadukts und eine realistische Kostenschätzung für dessen Sanierung. 2015 findet dann das entscheidende Planfeststellungsverfahren zum Bauprojekt statt.

Wenn Ihnen an Chemnitz liegt und Sie dahingehend den Erhalt des Viadukts unterstützen möchten, zeichnen Sie bitte die Petition und machen diese bekannt. Nur mit einer starken Bürgerschaft können solche Vorhaben gelingen.

Sie finden die Petition hier:

www.openpetition.de/petition/online/chemnitztalviadukt-politik-soll-handeln

Unterschriften können auch handschriftlich abgegeben werden. Dafür können Sie hier ein Formular ausdrucken:

www.openpetition.de/pdf/unterschriftenformular/chemnitztalviadukt-politik-soll-handeln

Das Formular kann unter dem Link, rechts auf der Petitionsseite wieder hochgeladen werden.

Die Petition ist bereit zur Übergabe - Bildtafeln DB Netze/Presseberichterstattung

05.12.2014 01:12 Uhr

Bildtafeln DB Netze/Presseberichterstattung

Die Bildtafeln der DB Netze aus dem 2. Bürgerforum mit den Darstellungen zu den Variantenuntersuchungen sind jetzt unter folgenden Link abrufbar:

bauprojekte.deutschebahn.com/media/projects/7/docs/PR_Chemnitzer_Bahnbogen_20141127.pdf

Diese Woche berichtete die Presse in zwei Artikeln zum Viadukt und zur Petition, abrufbar unter folgenden Links:

Die Fernbleiber

Das Diskussionsforum der Deutschen Bahn um die Zukunft des Viadukts an der Annaberger Straße fand weitgehend ohne Politikvertreter statt. Die Betroffenen begründen ihre Abwesenheit mit der Vielzahl von Terminen. Vertreter der Bürgerinitiativen sind indes verärgert.

www.freiepresse.de/LOKALES/CHEMNITZ/Die-Fernbleiber-artikel9052449.php

Viadukt-Abrisspläne - Bürgerinitiativen starten Petition

www.freiepresse.de/LOKALES/CHEMNITZ/Viadukt-Abrissplaene-Buergerinitiativen-starten-Petition-artikel9052963.php

Die Petition

- Chemnitztalviadukt - Politik soll handeln -

kann bis zum 31.05.2015 unter folgendem Link gezeichnet werden:

www.openpetition.de/petition/online/chemnitztalviadukt-politik-soll-handeln

Die Petition befindet sich in der Beratung/Prüfung beim Empfänger

02.12.2014 00:12 Uhr

Petition: Chemnitztalviadukt - Politik soll handeln

Wir fordern den Erhalt des historischen Eisenbahnviadukts an der Annaberger Straße in der Chemnitzer Innenstadt im Rahmen des Ausbaus der Sachsen-Franken-Magistrale und einen diesbezüglichen Einsatz der Chemnitzer Kommunal-, Landes - und Bundespolitik. Die Petition richtet sich an alle politischen Mandatsträger der Stadt Chemnitz.

Begründung:

Mit der im Jahr 2013 durchgeführten Petition: „Erhalt des historischen Chemnitztalviadukts in der Chemnitzer Innenstadt - Nein zum Neubau“ wurde mit 7370 Unterstützern ein starkes Votum aus der Bürgerschaft für den Erhalt des historischen Chemnitzer Eisenbahnviadukts an der Annaberger Straße gesetzt. In der Folge bildeten sich Initiativen, die den Prozess pro Erhalt des Viadukts weiter voran brachten und eine starke Öffentlichkeit schufen.

Fachleute verschiedener Disziplinen beschäftigten sich mit dem Viadukt in Bezug auf dessen historische Bedeutung und dessen technischen Erhaltungszustandes. Im Ergebnis spricht sich auch die Fachwelt für den Erhalt des Viadukts aus.

Die DB Netz AG stellte sich in zwei Bürgerforen in Chemnitz den Fragen der Öffentlichkeit und ließ das historische Viadukt nochmals auf seine zukünftige Verwendbarkeit überprüfen. Im Ergebnis teilte die DB Netz AG mit, das Viadukt ist nach technischen Parametern sanierbar und entspräche nach der Sanierung den Anforderungen an zukünftige Verkehrslasten.

Die Wichtigsten und bisher angebrachten Argumente gegen das historische Viadukt sind damit ausgeräumt.

Die Stadt Chemnitz spricht sich in Vertretung der Chemnitzer Baubürgermeisterin Petra Wesseler für den Erhalt des historischen Viadukts aus, wenn dessen Erhalt möglich ist.

Aus u. a. Kostengründen und Gründen der Planungssicherheit favorisiert die Bahn als Ergebnis eines Variantenvergleiches zwischen Erhalt/Teilerhalt/Neubau, den Neubau des Viadukts.

In einem Forum aus unabhängigen Experten und Vertretern/beauftragten Vertretern der Bahn soll nun über die technische Machbarkeit der Sanierung des historischen Viadukts und deren realistischen Kosten- und Bauzeiteinschätzung gesprochen werden.

Wir fordern nun alle Mandatsträger in der Chemnitzer Politik auf, diese vielseitigen Bemühungen zu unterstützen und in dem Rahmen, den ein politisches Mandat in der Kommunal-, Landes - und Bundespolitik bietet, aktiv am Prozess pro Erhalt des Chemnitztal-Viadukts zu wirken.

Wer in Chemnitz lebt, auf eine Anstellung hofft oder für seine Kinder auf eine Anstellung hofft, in der Stadt ein Geschäft oder ein Unternehmen betreibt, Wohnungen vermieten möchte, sich anderweitig engagiert und auf Zuspruch angewiesen ist, wird verstehen, wie wichtig es ist, das diese Stadt funktioniert, das Besondere zu bieten hat und nicht 08/15 oder kurzsichtig behandelt wird.

Bitte setzen Sie sich mit Ihrer Unterschrift für den Erhalt, dieses wichtigen Teils der Stadt Chemnitz ein.

Bürgerinitiative stadtbild chemnitz, i. V. Sandro Schmalfuß

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Chemnitz, 01.12.2014 (aktiv bis 31.05.2015)

Link zur Petition:

www.openpetition.de/petition/online/chemnitztalviadukt-politik-soll-handeln

Unterschriftenbögen:

Wer die Petition mit dem Auslegen von Unterschriftenbögen unterstützen möchte, kann diese hier ausdrucken:

www.openpetition.de/pdf/unterschriftenformular/chemnitztalviadukt-politik-soll-handeln

Die Petition befindet sich in der Beratung/Prüfung beim Empfänger

28.11.2014 00:20 Uhr

Bahn hört Volk nicht

Das am heutigen Abend durchgeführte 2. Bürgerforum zum Ausbau der Sachsen-Franken-Magistrale im Bereich des Chemnitzer Bahnbogens, vertiefend zu den Variantenuntersuchungen zur EÜ Beckerstraße/Chemnitztalviadukt füllte den Saal der Aula der Annenschule vollständig.

Vorgestellt von der Bahn wurden 5 Varianten zum Erhalt bzw. Neubau des Viadukts die nach der Kritik an den Plänen zum Abbruch des alten Viadukts im Auftrag der Bahn untersucht wurden. Nach 9 Kriterien wurden in der Untersuchung eine Variante zum Erhalt des alten Viadukts, der Neubau und drei Mischbauwerke aus alt und neu untersucht. Die Bahn räumte im Ergebnis der Untersuchung ein, dass das alte Viadukt zu ertüchtigen ist und dass das ertüchtigte Bauwerk den Anforderungen des zukünftigen Verkehrs genügen kann. Die Kosten für den Erhalt des alten Bauwerks wurden mit 7 Millionen Euro höher im Vergleich zum Neubau angegeben. Die Bauzeit würde ca. ein Jahr länger betragen.
Im Ergebnis der Untersuchung kommt die Bahn anhand der ihr maßgeblich erscheinenden Kriterien: Wirtschaftlichkeit, Kosten-/Terminsicherheit, Langlebigkeit, Zukunftsfähigkeit für Verkehrsentwicklungen, Gewährleistung ausreichender Straßenquerschnitte der Annaberger Straße zu dem Schluss, dass einem Neubau der Vorzug einzuräumen ist.

In der anschließenden Diskussion wollte die Bahn den zahlreichen Wortmeldungen aus der Chemnitzer Bürgerschaft, der Politik und vor allem von auch überregional angereisten Fachleuten pro Erhalt des alten Viadukts auffällig nicht folgen. Die Stadt Chemnitz sprach sich in Vertretung von Baubürgermeisterin Petra Wesseler für den Erhalt des alten Viadukts aus. Wesseler stellte zudem klar, dass die Stadt die Verbreiterung der Annaberger Straße unter dem Viadukt nicht verfolgt und die Bahn das nicht als Kriterium in den Variantenuntersuchungen anbringen kann. Kritisiert wurde durch das Publikum u. a. auch, dass die Variantenuntersuchungen von dem Büro durchgeführt wurden, dessen architektonischer Entwurf Grundlage für den Neubau sein soll.
Die Bahn plant das Planfeststellungsverfahren im Eisenbahnbundesamt 2015 bis 2017 durchzuführen und mit dem Bau 2018 zu beginnen.
Im Ergebnis des heutigen Bürgerforums ist vorab dazu ein Expertenforum mit Fachleuten und Vertretern der Bahn geplant.

Aus Sicht der Initiative, welche die Petition zum Erhalt des Viadukts durchgeführt hat, ist die Aussage der Bahn im heutigen Forum als Absage an den Erhalt des alten Viadukts zu verstehen. Bürgerschaft, Stadtverwaltung und Fachleute verschiedener Disziplinen haben sich pro Erhalt des alten Viadukts ausgesprochen und diesen begründet. Nun ist zwingend die Politik aufgefordert dieses breit aufgestellte Votum aufzunehmen und sich einzubringen. Besonders die jüngst in den Stadtrat und in den Landtag gewählten jungen Abgeordneten sind aufgefordert. Diese vertreten die Zukunft der Stadt. Es kann nicht angehen, dass diese Abgeordneten zum zweiten Mal auf einem Bürgerforum zu diesem Thema fast vollständig nicht anwesend waren. Auch die beiden Chemnitzer Bundestagsabgeordneten sind im Übrigen aufgefordert sich einzubringen. Der Abbau des alten Viadukts fällt genau in den Wahlkampf der nächsten Kommunalwahlen. Der Anblick des Abbaus des alten Viadukts wird sehr markant sein und auf die Bevölkerung entsprechend wirken.

Weitere Informationen und Fotografien vom Forum unter:

www.facebook.com/ErhaltDesHistorischenChemnitztalviadukts

Termin 2. Bürgerforum, Eisenbahnviadukt, Annaberger Straße

24.10.2014 19:24 Uhr

Eisenbahnviadukt Annaberger Straße

Das 2. Bürgerforum zum Thema Ersatzneubau/Erhalt des Eisenbahnviaduktes Annaberger Straße findet am:

27.11.2014, 17:00 Uhr

in der Aula der Annenschule, Annenstraße 23, 09111 Chemnitz statt.

Nachdem Stadtverwaltung und Deutsche Bahn sich nun mit dem Thema intensiver beschäftigen und am 1. Bürgerforum ca. 300 Bürger teilnahmen, zuvor ca. 7.500 Bürger eine Unterschrift im Rahmen einer Onlinepedition für den Erhalt des alten Viaduktes leisteten, hoffen wir das zu dieser Veranstaltung im Gegensatz zur ersten Veranstaltung, mehr als drei Stadträte der Stadt Chemnitz anwesend sein werden.

Sandro Schmalfuß

Die Petition befindet sich in der Beratung/Prüfung beim Empfänger

24.10.2014 19:23 Uhr

Eisenbahnviadukt Annaberger Straße

Das 2. Bürgerforum zum Thema Ersatzneubau/Erhalt des Eisenbahnviaduktes Annaberger Straße findet am:

27.11.2014, 17:00 Uhr

in der Aula der Annenschule, Annenstraße 23, 09111 Chemnitz statt.

Nachdem Stadtverwaltung und Deutsche Bahn sich nun mit dem Thema intensiver beschäftigen und am 1. Bürgerforum ca. 300 Bürger teilnahmen, zuvor ca. 7.500 Bürger eine Unterschrift im Rahmen einer Onlinepedition für den Erhalt des alten Viaduktes leisteten, hoffen wir das zu dieser Veranstaltung im Gegensatz zur ersten Veranstaltung, mehr als drei Stadträte der Stadt Chemnitz anwesend sein werden.

Sandro Schmalfuß

Historisches Eisenbahnviadukt Annaberger Straße

07.02.2014 02:28 Uhr

Die Stadtverwaltung Chemnitz informiert über den Termin zu einer gemeinsamen Veranstaltung mit der DB Netz AG u. a. zum Eisenbahnviadukt Annaberger Straße:

Die DB Netz AG informiert zu geplanten Eisenbahnbauvorhaben am sogenannten „Chemnitzer Bahnbogen“, der auch das Viadukt über die Annaberger Straße einschließt. Bürgerinnen und Bürger sind dazu für Freitag, 14. Februar, 17 Uhr, in die Annenschule (Annenstraße 23, 09111 Chemnitz) eingeladen.

Die Bahn stellt dabei die Planungen zum weiteren Um- und Ausbau der Sachsen-Franken-Magistrale zwischen dem Chemnitzer Hauptbahnhof und dem Bahnhof Chemnitz-Mitte vor.

Als Teilnehmer der Veranstaltung stehen den Bürgerinnen und Bürgern für Fragen zur Verfügung:
Hans-Erich Fröhlich, DB Netz AG als Bauherr
Lutz Buchmann, DB Projektbau
Prof. Dr.-Ing. Karsten Geißler, Gutachter zum Viadukt
Lars Dietz, Ingenieurbüro Krebs & Kiefer
Baubürgermeisterin Petra Wesseler
Tiefbauamtsleiter Bernd Gregorzyk.

Wie Sie sehen nehmen an der Veranstaltung nur Teilnehmer der Deutschen Bahn und deren beauftragten Büros für die Begutachtung des Bauzustands des Viadukts und für die Planung des neuen Viadukts teil. Vertreter der Bürgerinitiative, der Fachbereiche aus Geschichts- und Ingenieurswissenschaft, sowie dem Denkmalschutz sind nicht eingeladen. Ebenso entnehmen wir der Vorankündigung, dass die Oberbürgermeisterin der Stadt Chemnitz nicht an der Veranstaltung teilnimmt.

Die Bahn war im Vorfeld dieser Veranstaltung nicht bereit den Vertretern der Bürgerinitiative oder der Politik zum Zustand des Viadukts Unterlagen zur Verfügung zu stellen, damit diese unabhängig geprüft hätten werden können. Die Bahn ist diesbzgl. von verschiedenen Seiten angefragt wurden.

Sandro Schmalfuß

Petitionsbeschluss: Der Petition wurde nicht entsprochen oder überwiegend nicht entsprochen

30.01.2014 20:01 Uhr

Nach dem Ende der Petition für den Erhalt des historischen Eisenbahnviadukts in der Chemnitzer Innenstadt hatten wir an alle Fraktionsvorsitzenden der Parteien im Chemnitzer Stadtrat, den Mitgliedern des Sächsischen Landtags aus Chemnitz, den beiden Mitgliedern des Deutschen Bundestags aus Chemnitz und der Oberbürgermeisterin die Unterschriftenliste der Petition, den Petitionstext und einen Handlungsvorschlag in Verbindung mit der Zusage uns in den Prozess einzubringen, zugesandt. Geantwortet hatten - 6 - Politiker. In dem Handlungsvorschlag, er ist zu lesen auf stadtbild-chemnitz.de, ging es um einfachste Dinge, wie dem Abfragen von Informationen bei der Deutschen Bahn AG zu den Gutachten die Grundlage für die Abrissentscheidung gewesen sein sollen, und dem Bilden einer Arbeitsgruppe aus Politikern der Fraktionen, Fachleuten des Ingenieurwesens und Bürgern, die sich auf Grundlage der Unterlagen mit dem Viadukt befassen sollten. Das ist kein großer Anspruch.
Ein Großteil der Chemnitzer Politik hat das Bürgeransinnen zum Erhalt des Viadukts aber ignoriert. Mir liegen die Antworten der Deutschen Bahn auf die Anfragen der Politiker und Bürger, die sich gekümmert haben, vor. Die Schreiben haben praktisch den gleichen Inhalt, eine bloße Behauptung, Bauteile des Viadukts hätten ihre Lebensdauer ausgeschöpft. Unterlagen wollte die Bahn nicht beibringen. Auf dieser Grundlage wird das Viadukt nun abgerissen werden.
Von der Oberbürgermeisterin haben wir keinerlei offizielles Statement zum Viadukt und dem Bürgerbegehren erhalten. Sie hat es ignoriert.
Mit so einer Basis können wir nicht arbeiten. Wir haben der Öffentlichkeit erklärt, warum es für Chemnitz wichtig wäre, dass das Viadukt erhalten bleibt und mit der Petition ein starkes Bürgerbegehren dazu generiert. Der dadurch nach unserer Auffassung entstandene Auftrag an die Chemnitzer Politik sich mit dem Thema (zielführend, d.h. überhaupt und über Anfragen hinaus) zu befassen, hat praktisch nicht statt gefunden.

Ich selbst, habe von der Stadtverwaltung, vom Amtsleiter des Tiefbauamtes, einen Monat nach dem Ende der Petition ein Schreiben erhalten, das ein Bürgerforum zum Viadukt mit der Bahn und der Stadtverwaltung stattfinden soll. Ich hätte an diesem, so wie das Thema von der Chemnitzer Politik nicht behandelt wurde eh nicht teilgenommen. Heute heißt es seitens der Bahn, es soll in Kürze über den Ausbau des Streckenabschnitts informiert werden und das Viadukt wird abgerissen.

Wir leben in einer Demokratie, diese Politiker, die wir angeschrieben haben, sind von den Chemnitzer gewählt die Stadt zu vertreten allen voran Oberbürgermeisterin Ludwig. Wenn diese Leute der Meinung sind, das Viadukt muss abgerissen werden und ein Bürgerbegehren dazu muss nicht aufgegriffen werden, dann ist das zu akzeptieren.
Persönlich möchte ich anmerken, dass es mindestens schlechter Stil ist, nicht zu antworten wenn man angeschrieben wird und das dies ein schlechtes Signal an die jüngere Generation ist, die sich für die Stadt interessiert und Kraft und Zeit aufbringt, derart Aktionen durchzuführen.

Vergessen Sie auch nicht, es ist mehrheitlich die Generation, die in den letzten 20 Jahren in der Verantwortung war, das Chemnitz geschaffen hat, das wir heute haben und die nun kurz vor der Pensionierung über den Abriss des Viadukts entschieden hat.

Nicht geantwortet hatten:

Barbara Ludwig, SPD, OB Stadt Chemnitz
Axel Brückom, Fraktionsvorsitz SPD - Stadtratsfraktion
Tino Fritzsche, Fraktionsvorsitz CDU - Stadtratsfraktion
Wolfgang Meyer, Fraktionsvorsitz CDU - Stadtratsfraktion
Ines Saborowski Richter, MdL, CDU
Andreas Hähnel, MdL, CDU
Hanka Kliese, MdL, SPD
Annekathrin Giegengack, MdL Bü90/Grüne
Prof. Dr. Andreas Schmalfuß, MdL, FDP
Klaus Bartl, MdL, die Linke
Karl-Friedrich Zais, MdL, die Linke
Freya-Maria Klinger, Mdl, die Linke
Frank Heinrich, MdB, CDU

Geantwortet hatten:

Petra Zais, Bü90/Grüne (Arbeitstreffen)
Peter Patt, MdL, CDU (Arbeitstreffen)
Michael Leutert, MdB (Mehrere Anfragen an Bahn und Bund)
Fraktion die Linke/Stadtrat (Susanne Schaper, amt. Fraktionsvorsitzende, Jan Schulze)
Andreas Wolf, Wählervereinigung Volkssolidarität (Arbeitstreffen)

Vielen Dank an alle, die den Erhalt des Viadukts mit unterstützen wollten, insbesondere auch an die Mitglieder des Stadtforum Chemnitz, der Unteren Denkmalbehörde Chemnitz, den vielen Chemnitzer Bürgern, die mich angeschrieben und angerufen hatten und den Chemnitzer Medien, die umfangreich zum Viadukt berichtet hatten.

Sandro Schmalfuß

Der Empfang der Petition wurde bestätigt

11.12.2013 00:33 Uhr

Nach dem Ende der Petition für den Erhalt des historischen Eisenbahnviadukts an der Annaberger Straße in Chemnitz haben wir an die Vorsitzenden der Fraktionen im Chemnitzer Stadtrat, die Chemnitzer Landtags- und Bundestagsabgeordneten, sowie Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig eine gedruckte Version der Unterschriftenlisten, den Petitionstext und den von uns entworfenen und veröffentlichten Bearbeitungsvorschlag gesandt.
In Folge erhielten die Fraktion im Chemnitzer Stadtrat, Bündnis 90/Die Grünen, der Chemnitzer Bundestagsabgeordnete der Partei, Die Linke, Herr Michael Leutert und Chemnitzer Bürger auf Ihre Anfragen an die Deutsche Bahn AG von deren Konzernbevollmächtigten für den Freistaat Sachsen, Herrn Arthur Stempel, eine fast deckungsgleiche und praktisch inhaltslose Antwort mit der bloßen Behauptung, die Restnutzungsdauer wesentlicher Bauteile des historischen Viadukts wäre erreicht und es müsste aufgrund dessen durch einen Neubau ersetzt werden. Die Gutachten zur Verfügung zu stellen, lehnte die Bahn ab.

Das Bundesverkehrsministerium antwortete auf Anfrage des MdB Michael Leutert:

Der Viadukt Annaberger Straße/Beckstraße in Chemnitz (Chemnitztal-Viadukt) ist Bestandteil des Bauabschnittes Chemnitz Hbf. (a) – Chemnitz – Kappel (a), für den die DB AG gegenwärtig die Planungen erstellt. Die Planungen für das Chemnitztal Viadukt werden nach Aussage der DB AG mit der Stadt Chemnitz abgestimmt. Dem Bund hat sie hierzu noch keine Unterlagen zur Prüfung vorgelegt; ein Antrag auf Abschluss einer Finanzierungsvereinbarung wurde noch nicht gestellt. Daher wären die gewünschten Unterlagen direkt bei der DB AG zu erbitten.

Ob der zahlreichen Unterschriften pro Erhalt des Viadukts und der über einem halben Jahr in der Öffentlichkeit andauernden Diskussion dazu hätten wir von OB Barbara Ludwig eine Aussage zum Viadukt erwartet. Doch bisher hat sie sich dazu nicht geäußert, weder zu ihrem Standpunkt zum Erhalt des Viadukts, noch zu den Vorschlägen für ein Vorgehen zur Prüfung des Bauvorhabens. Im Grunde wurde das Thema von ihr ignoriert.

Am 26.11.2013 bekamen wir, einen Monat nach dem Ende der Petition, im Auftrag der Oberbürgermeisterin, von Baubürgermeisterin Wesseler, verfasst vom Amtsleiter des Chemnitzer Tiefbauamtes Bernd Gregorzyk die Antwort auf unsere an die Oberbürgermeisterin gesandten Unterlagen, dass die DB Netz AG an einem Bürgerforum Anfang 2014 teilnehmen wird und wir den Termin dazu rechtzeitig mitgeteilt bekämen.

Nun fragen wir uns, auf welcher Grundlage wir als Initiatoren der Petition und die Chemnitzer Bürger auf einem Bürgerforum agieren sollen, wenn uns die Einsicht in die entscheidenden Unterlagen verwehrt wird. Wie möchte das zudem die Stadtverwaltung tun, wenn ihr selbst nicht entsprechende Unterlagen vorliegen, wie sie uns informiert hat? Für eine zielführende Diskussion ist ein gleicher Informationsstand notwendig.
Wir planen für Frühjahr einen Runden Tisch, parteiübergreifend, mit politischen Vertretern der Stadt. Zusagen zur Teilnahme aus der Komunal- und Landespolitik, liegen bereits vor. Wir möchten auch die Chemnitzer Bürger zu diesen Runden Tisch einladen.

Wir haben mit der Petition erklärt, warum wir den Erhalt des historischen Viadukts für wichtig halten. Über 7000 Menschen haben dem beigepflichtet und erwarten nun auch ein entsprechendes sinnvolles und zielführendes Handeln der Chemnitzer Stadtverwaltung und der politischen Vertreter der Stadt Chemnitz. Wenn das nicht gewünscht ist, oder wenn man sich dort nicht in der Lage dazu fühlt, kann ein Ergebnis der Petition auch sein, dass wir den Chemnitzern sagen müssen, ein gemeinsames Engagement der Stadtverwaltung, der Politik und der Chemnitzer Bürgerschaft für so ein Urchemnitzer Thema ist in unserer Stadt nicht möglich.
Am Ende läuft alles darauf hinaus, dass es hier ein Stadtoberhaupt braucht, welches derart Erfordernisse, wie den Erhalt dieses Viaduktes überhaupt erkennt, oder zumindest Anregungen aus der Bürgerschaft dazu annimmt, sich damit beschäftigt, eine Konzeption erstellt und dann auch entsprechend agiert. Das haben wir hier bisher nicht gesehen.

Sandro Schmalfuß


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