Pro

Warum ist die Petition unterstützenswert?

    Beiträge sind nicht der richtige Ort für Sozialleistungen
Wir reden hier über "Beiträge" und nicht über Sozialleistungen. Beiträge werden für die Möglichkeit der Nutzung einer öffentlichen Einrichtung gezahlt. Die wirtschaftlichen Vorteile der hier durch die Beitragserhöhung besonders betroffenen Elterngruppe haben sich jedoch ab dem 01.08.2015 - von einem Tag auf den anderen - nicht in dem hier vorgesehenen Maß geändert. Die Berechnung der Kindergartenbeiträge ist nicht der richtige Ort, um sozial-schwache Bevölkerungsgruppen zu unterstützen, zumal für diese die Kosten sowieso im Rahmen der Sozialleistungen übernommen werden.
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    falsches Signal
Ich habe die Intitiativen der Bundesregierung immer so verstanden, daß durch eine flächendeckende Kinderbetreuung, zusätzliche Anreize und Möglichkeiten zur Arbeitsaufnahme geschaffen werden sollen. Mit den Beitragssprüngen wird das ad absurdum geführt. Hat mal jemand die Rechnung gemacht, was passiert, wenn zusätzlich zu einem Alleinverdiener mit 80000€, der zweite Elternteil 17000€ dazu verdient? Neben der zuschlagenden Progression, steigen die Kosten für die Betreuung so exorbitant, daß die Arbeit ja fast keinen Sinn mehr macht. Hier wird wieder solange umverteilt, bis beim Besserverdiener
Quelle: Quellenangabe (max. 250 Zeichen)
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    Träger auch in der Verantwortung
Die Erhöhung der Beiträge für die höheren BRUTTOeinkommen ist prozentual vollkommen unverhältnismäßig. Die Stadt hat mit ihrer bisherigen Beitragsstruktur ihre Quote an Elternbeiträgen erfüllt. Auch bisher haben die höheren Einkommen höhere Beiträge bezahlt und das ist auch richtig (solange es verhältnismäßig bleibt). Eine Entlastung mancher Einkommensklassen ist durchaus nachvollziehbar, allerdings sollten hier vielleicht auch die Träger zur Kasse gebeten werden. Die Trägeranteile werden nämlich nicht immer im vollen Umfang bezahlt. Warum sollen das leistungswillige "Mehrverdiener" ausbaden?
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Die Frage ist doch, wie diese "hohen Einkommen" erzielt werden. In vielen Fällen nämlich dadurch, dass beide Elternteile arbeiten. Durch diese gemeinsame Veranlagung geraten auch schon Eltern mit zwei durchschnittlichen Einkommen in den Bereich der Beitragserhöhung. Und genau diese Gruppe ist doch auf die Betreuungsmöglichkeit angewiesen.
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Ich bin für die Petition, weil in den letzten 5,5 Jahren, in denen meine Kinder im Kindergarten sind und waren, die Beiträge immer stetig angehoben werden und nun ist mal langsam eine Schmerzgrenze erreicht. Die Stadt muss auch die folgende Rechnung im Auge behalten: die meisten Eltern in WD haben ein Kind im Kiga und auch ein Kind zum Höchstsatz in der OGGS angemeldet. Das bedeutet ab August : 45 Stunden kiga + Essen 540€ + 50€ , OGGS + Essen 150+51€= 791€/ Monat * 12 Monate im Jahr!!! In den Ferien bezahlt man nochmal 90€/Woche für Betreuung von der VHS on top.
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Welche Anreize gibt es noch, sich mit Kindern und Familie weiterzubilden, wenn es dann doch bestraft wird? Ich studiere berufsbegleitend (natürlich auch, um irgendwann dafür mehr Geld zu bekommen) und ich arbeite mit 60%. Ich bin in Steuerklasse 5 eingesstuft. Mein Studium muss ich mit ca. 250 Euro pro Monat selbst finanzieren. Das bedeutet, dass ich mit der Erhöhung der Kindergartenbeiträge nur noch arbeiten gehe, um die Betreungskosten für meine beiden Kinder (eins wird zukünftig in die OGS gehen, da ich ja arbeite) sowie mein Studium zu finanzieren. Was ist daran sozial?
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    Schade...
Schade, dass Bildung in Deutschland immer noch nicht kostenfrei ist. Schade, dass die Politik immer nur Lippenbekenntnisse abgibt. Schade, dass gerade Familien an allen Ecken und Enden zur Kasse gebeten werden. Schade, dass es immer weniger Kinder gibt. WARUM IST DAS WOHL SO ... Das wundert doch jetzt wirklich keinen mehr, oder?
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Contra

Was spricht gegen diese Petition?

Zur ganzen Wahrheit gehört, dass eine Vielzahl von Familien entlastet werden und nur wenige Eltern belastet werden. Die Stadt ist dadurch ihrer sozialen Verantwortung nachgekommen und hat eine Entlastung dort vorgenommen, wo es erforderlich war und Belastung dort vorgenommen, wo es verkraftbar ist. Die Gesamteinnahmen steigen durch die neue Beitragssatzung, wenn überhaupt, nur unwesentlich.
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    Steuererleichterungen
Der Fairness halber sollte man nicht unerwähnt lassen, dass im Zuge der Gebührenanpassung die unteren Einkommensbereiche massiv entlastet wurden. "Unsozial" ist die Reform daher sicher nicht. Wenn man dann noch bedenkt in welchen Einkommensbereichen wir uns hier bewegen (ab 8.000 € brutto pro Monat AUFWÄRTS), das hier durch den Kinderfreibetrag ein Vorteil von mehr als 50 € pro Monat ggü. dem Kindergeld gegeben ist UND das die Kindergartenbeiträge von der Steuer abgesetzt werden können, was nochmal eine Entlastung von min. 150 € im Monat bringt wäre dieses Argument hoffentlich entkräftet.
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    FAKTEN
Fakten: Belastet werden die Familien mit Einkommen über 73.000,00 €. Alle anderen werden entlastet! Die Belastung steigt mit dem Einkommen. Beispiel für 3jähriges Kind; Einkommen 75.000 € Alter Beitrag: 25St - 168 € / 35St - 216 € / 45St - 264 € Neuer Beitrag: 25St-172€ / 35 St - 226 € / 45St - 297 € Beitragssteigerung ab 4,00 € mtl.
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Hier fehlen Fakten, aus den Kommentaren schließe ich einen maximalen neuen Monatsbetrag von 654€. Bei einem Jahresverdienst von 97.000€ macht das 8,1% des Jahresverdienstes aus. Es gibt Familien die müssen mit weniger als 20.000€ im Jahr klar kommen und schaffen das. Es gehört zu einem sozialem System, das starke die schwachen stützen müssen. Neben Kindergartengeld wird auch bei der Einkommenssteuer, der starke mehr gefordert, während die schwachen gefördert werden, die Steuer landet aber in einem anderem Topf.
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    Durchschnittliche Belastung
Da das letzte Kindergartenjahr beitragsfrei ist liegt die durchschnittliche Belastung über 4 Jahre bei max. 433 €/Monat. Unter Berücksichtigung der steuerlichen Absetzbarkeit sogar nur bei max. 320 €/Monat. (45h Betreuung pro Woche von 2 - 6 Jahren). Die Beitragsfreiheit für Geschwisterkinder ist hier noch nicht berücksichtigt! Wer noch weniger bezahlen möchte wird es dann wohl mit einer Elterninitiative oder dem täglichen Weg nach Verl probieren müssen (Zeit und Spritkosten bitte in der Kalkulation nicht vergessen).
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Da wird endlich in dieser Stadt etwas für die unteren und mittleren Einkommensschichten getan und was passiert? Die gut situierten Familien starten eine Petition im Namen der jungen, ausgebeuteten Familien Rheda-Wiedenbrücks. Das ist furchtbar! Also in meinem Namen sprecht ihr sicher nicht! Diese Änderung ist nicht unsozial, sondern endlich mal eine Maßnahme, die Familien. die es wirklich nötig haben entlastet und die hilft zu verhindern, dass die Schere zwischen arm und reich noch weiter auseinander klafft.
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Wer von Euch die hier diskutieren verdient denn überhaupt >97.001 Euro ?? Weniger als 1% der hier Unterzeichnenden wird je in die Situation kommen, dass sie für Ihren KiTa Platz mehr Geld bezahlen müssen. Wenn man sich dann noch die Namen durchliest, die hier nicht anonym unterschrieben haben, fragt man sich doch, ob die sich nicht einfach nur die Überschrift dieser Petition durchgelesen haben - und mehr nicht.
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Also wer sich in diesen Finanziellen Welten bewegt sollte froh sein, dass er da oben ist. Hier geht es um wenige Jahre. Danach habt ihr euren Reichtum wieder ganz für euch alleine. Nun wurden mal einmal die Familien entlastet, die wirklich teilweise jeden Cent umdrehen müssen. Also bitte... Ich kann den Auftstand wirklich nicht verstehen. Von diesen Luxusproblemen träume die meisten wohl nur. Also ich tausche gerne. Ich nehme 97000 Euro und zahle gerne auch das Doppelte des Höchstsatzes. Also wer hat Lust zu Tauschen?
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Mit dem geschilderten Jahreseinkommen sollte der Beitrag noch weiter steigen! Menschen die derartige Gehälter beziehen erwirtschaften diese nicht selbst sondern durch Ausbeutung anderer und deshalb können sie hier mal etwas zurückgeben. Aber eure Gier kennt keine Grenzen!!!
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Die Mittel der öffentlichen Hand sinken trotz höherer Steuereinnahmen? Wie geht dass denn: Ganz einfach, es kommen immer mehr Menschen in dieses Land, die sich im Sozialsystem ausbreiten. Jedes Kind dieser gruppe muss vollfinanziert werden ( Kitagebühren, Unterkunft, Nahrung, Spielzeug und Krankenversicherung ) Das selbige gilt natürlich auch für die Eltern. Dass es da knapp wird bei den Ureinwohnern ist doch klar. Aber die Wahlen zeigen eines: Ihr wollt es doch so. Also schön die Klappe halten.
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Hey, die Deutschen wollten doch, dass Arbeitslose und Asylbewerber die Kitas ebenfalls bekommen. Diese sind für diese Familien für LOW und jemand muss bezahlen! Das sind die Folgen der Linken Politik, die beruflichen Erfolg bestraft, aber ihr habt die gewählt!
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