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Pro

Warum ist die Petition unterstützenswert?

    Fachbindung, Kulturgüter, Musikbezug
Jeder gute Fachlehrer zeichnet sich dadurch aus, dass er leidenschaftlich für eine Sache brennt: bei uns für die Musik! Keine noch so ausgefeilte allgemeine Pädagogik und Psychologie kann diese Bindung an die Kulturgüter seines Faches ersetzen.
Quelle: www.udk-berlin.de/sites/lehrerbildung
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    verknüpftes Denken, Konzentration
Musik fördert das verknüpfte Denken und die Konzentration! Und das weiß man nicht erst seit heute. Dazu gibt es genügend Studien, die das belegen. Keiner kann mir erzählen, dass eine verbesserte Konzentration nicht auch auf alle anderen Fächer Auswirkungen hat.
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    Armes Berlin
Leider passt auch diese angebliche "Verbesserung" wieder perfekt ins Bild einer sich immer mehr zu ihrem Nachteil verändernden Gesellschaft. Wollen wir die musikalische Ausbildung unserer Kinder wirklich endgültig auf das Bedudeln durch die monotone Begleitmusik von Computerspielen und "DSDS" reduzieren? Ich bin dafür, dass wir Kinder wieder als unsere Zukunft und nicht als reine Zielgruppe für Konsum und andere wirtschaftliche Interessen betrachten.
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    Kreativität Fördern?
Wie weit bitte soll denn unser Bildungsniveau noch sinken. Wo bleibt denn da bitte die freie Entwicklung eines jeden Schülers?! Sollen in Zukunft nur noch Maschinen herangezüchtet werden, ohne Sinn für Leidenschaft und Kreativität?! So eine Art von Menschen kann man keine Wirtschaftskrise effizient überstehen bzw. Meistern. Kreativität macht das wahre Maß eines jeden Genies aus!
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    ästhetische Bildung
Es geht im Musik- und Kunstunterricht in erster Linie um ästhetische Bildung, die für die Menschwerdung von großer Bedeutung ist. Fern von Zensuren und Zeugnissen braucht ein Lehrer, der ästhetisch Bilden möchte eine entsprechend umfassende Ausbildung, um ästhetische Erfahrungen auf elementarem Niveau überhaupt möglich zu machen.
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    Musikrat
Die Vermittlung des musikalischen Erbes, der zeitgenössischen musikalischen Ausdrucksformen einschließlich der Populären Musik und die Musikkulturen anderer Länder in unserem Land sind durch die UNESCO-Konvention Kulturelle Vielfalt völkerrechtlich verbindlich vorgesehen. Diese Vielfalt lässt sich jedoch nur mit einer fundierten Ausbildung vermitteln. Die angestrebte Halbierung der Ausbildungskontingente im Bereich Musik würde die Musiklehrerausbildung deprofessionalisieren.
Quelle: www.musikrat.de/globals/neuigkeiten-detailseite/article/berlin-droht-deprofessionalisierung-der-musiklehrerausbildung.html
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    Kernkompetenz, aktive Lernerfahrung
Die künstlerischen Fächer bieten eine klar unterschätzte interdisziplinäre Breite u. fördern Kernkompetenzen: Mit Freude (!) Lernen u. Anwenden, hohe Aufmerksamkeit, genaues Hinsehen und -hören, soziales Miteinander, Experiment anstelle von Reproduktion fertigen Wissens (das kommt noch früh genug), Aufgabenerschließung etc. Hier gilt es, Kinder sehr früh und mit ausgewiesener Kompetenz zu unterrichten. Auf gegenteiligen Erfahrungen fußt offensichtlich das Konzept, das derzeit entwickelt wird.
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    nur das halbe Hirn schulen, Argumentation gegen Kunst/Musik hinfällig
Es macht wenig Sinn Kunst und Musik immer weiter an den Rand des Lehrplans zu verbannen. Oft wird vergessen, dass der Mensch zwei Hirnhälften hat und ebenso oft wird verdrängt, dass dieselben Argumente, die man gegen die Erhaltung der musisch-künstlerischen Fächer anbringt auch gegen alle anderen Fächer angebracht werden können: Oder wer braucht denn schon Mathe ab Klasse 10, Bio, Sport...?
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    Kommunikation, kognitive Leistungsfähigkei
Die Musik ist die menschliche Urkommunikation und ist schon allein daher essentiell wichtig im Unterricht unserer Kinder, auch und gerade zur Vermittlung / Verknüpfung grundlegender kognitiver Fähigkeiten. Auf dieser Grundlage gibt es auch keine "unmusischen" oder "untalentierten" Kinder. Das herauszukristallisieren bzw. kompetent mit unseren Kindern zu erarbeiten, bedarf einer fundierten und engagierten Lehramtsausbildung. Das Gleiche gilt m. E. für den Kunstunterricht.
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    eindimensionales Menschenbild
Das eindimensionalen Menschenbild der Verfasser, das sich durch das ganze Gutachten zieht (Sprache+Mathematik sind die auszubildenden Fähigkeiten, dazu kommt dann noch ein bischen "Gedöns"), wird hoffentlich durch diese Petition ein wenig ins Wanken gebracht!
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Einen Schüler der Jahrgangsstufe 5/6 oder der Sek I ästhetisch zu alphabetisieren wird unter den geplanten Ausbildungsbedingungen für zukünftige Lehrkräfte in der Praxis nahezu unmöglich sein, da die Konsequenzen der Fächerverschmelzung die Infrastruktur in den Schulen mitverändert. Mit anderen Worten: Es wird keine Fachräume mehr geben! - Die Pläne zur Änderung der Lehrämter läuten wie Totenglocken in einen Lernbereich, der ohnehin eine Randexistenz führt. Die Förderung sinnlicher Wahrnehmung wird damit langfristig aus deutschen Schulen verdrängt!
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    Gutachten
Auf Nachfrage hier der Link zum Baumert Gutachten.. www.berlin.de/imperia/md/content/sen-bildung/lehrer_werden/expertenkommission_lehrerbildung.pdf//www.berlin.de/imperia/md/content/sen-bildung/lehrer_werden/expertenkommission_lehrerbildung.pdf" rel="nofollow">www.berlin.de/imperia/md/content/sen-bildung/lehrer_werden/expertenkommission_lehrerbildung.pdf
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Contra

Was spricht gegen diese Petition?

    Schulpflicht
Ich sehe als Musiker und als Wissenschaftler bei solchen Debatten immer das Problem, daß Anliegen auf Schüler abgewälzt werden, ohne die Rechtfertigung ausreichend zu bedenken: Eine Pflicht und auch die Schulpflicht ist eine Einschränkung der Freiheit und damit rechtfertigungsbedürftig. Wenn ein Schüler mit Musik oder Kunst nichts anfangen kann, untalentiert ist o.ä., muß er trotzdem in den Unterricht, dessen Benotung ihm im schlimmsten Fall zum Sitzenbleiben führt.
Quelle: Berlin
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    Schluss mit dem Latenzschutz
In der Sek.I sollte der MU nicht stattfinden. Alles andere ist ein die Situation verklärendes Selbstmissverständnis. In der Sek.II dann MU nach Rahmenplan. Hier minimale musiktheoret. Grundlagen ermöglichen und ansonsten einen "philosophisch" fundierten U. gestalten. Denn: In der Sek.I wird nichts für die Sek.II Nachhaltiges verinnerlicht. Der Musik-U. für und in der Sek.I sollte auch formal abgeschafft werden, weil er in nicht bewährter Praxis sich selbst schon immer wieder von Neuem erledigt.
Quelle: Schluss mit dem Latenzschutz
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