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Pro

Warum ist die Petition unterstützenswert?

    Leistungen
Ein Pflichttertial oder -quartal wird niemeanden dazu bewegen, Sich für die Allgemeinmedizin zu entscheiden, solange das Fachgebiet sich immer weiter kastriert und viele Leistungen, die ein Arzt in seiner Ausbildung erlernt hat, aufgrund der Gebührenordnungen und gesetzlichen Vorschriften von ihm nicht mehr erbracht werden können.
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    Fachgebiet
Die medizinische Ausbildung fast aller Universitäten beinhaltet bereits Pflichtpraktika im Fach Allgemeinmedizin. Die Lernenden haben somit bereits vor Beginn des PJ ausreichend Möglichkeit Einblick in den Berufsalltag des Hausarztes zu nehmen. Fachlich erlernt man nach Pflichtertialen in Chirurgie und Innerer Medizin in Allgemeinmedizin nichts Neues. Wer sich nicht sicher ist, kann immer noch auf freiwilliger Basis Famulaturen oder sein Wahltertial in eiiner Hausaztpraxis ableisten.
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    Bezahlung
Wenn es tatsächlich politisch gewollt ist, dass es mehr Allgemeinmediziner gibt, sollte man doch den Gedanken die elende Pauschalenregelung zu kippen und endlich mal jede einzelne Behandlung abrechenbar machen. Ich hätte auch keine Lust das halbe Quartal umsonst arbeiten zu müssen! Fazit: Angemessene Bezahlung statt Pflichtertial würde das Problem suffizient Beheben!
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    Bürokratie u. Vergütung
Immer weiter zunehmende Bürokratisierung unseres Berufes schränken Ärzte ohnehin schon viel mehr ein, als es in jeder anderen Berufsgruppe je durchsetzbar wäre. Eine angemessen Vergütung und die Entschlackung der Dokumentationspflicht würde das Problem der fehlenden Hausärzte m. E. besser bekämpfen. Das Fach muss wieder attraktiv werden, ebenso wie die Landstriche, wo Hausärzte fehlen. Zwang wird das Problem nicht lösen!
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    Sicherstellung der Lehre
Kein Dekanat in Deutschland hat die Mittel einheitliche und hochwertige universitäre Lehre an angegliederten Lehrpraxen zu etablieren, die Teils in desolatem fachlichen und hygienischen Zustand sind.
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    niedergelassene Kinderärzte
Der Mangel an niedergelassenen Pädiatern ist mindestens ebenso gravierend. Da sich mit der Einführung des Pflichttertials Allgemeinmedizin niemand mehr für Pädiatrie im Praktischen Jahr entscheiden kann, wird eine Entscheidung für die Pädiatrie nach dem Examen vielen schwerer fallen.
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    Fachgebiet Pädiatrie
Auf dem Land mangelt es nicht nur an Hausarztpraxen, es mangelt genauso an Fachärzten und viel mehr noch an Kinderärzten. Was hilft einem zukünftigen Pädiater der viermonatige Aufenthalt in einer Hausarztpraxis mit der Behandlung vorläufig geriatrischer Patienten? Es führt nur dazu, dass er nach seinem PJ sämtliche pädiatrische Medizin vergessen hat... Studenten, die in die Kinderheilkunde gehen möchten, sollten auch dort ihr PJ machen dürfen!
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    Facharztmangel
Was machen die Allgemeinmediziner, wenn es demnächst zu wenig Fachärzte gibt um ihre Patienten zeitnah dorthin zu überweisen? Wäre nicht grad in den ländlichen Gegenden ein Allgemeinmediziner sinnvoll, der während seines Studiums ein möglichst weites Spektrum an Bereichen sehen konnte? Das sehe ich bei der Kombination Chirurgie .- Innere - Allgemeinmedizin nicht gegeben. Quartale machen auch keinen Sinn
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    arme Hausärzte
Aus Sicht der Hausärzte kommt diese Studentenflut, die sie überollen wird sicher auch nicht sehr gelegen. Die Infrastruktur ist absolut nicht gegeben und stellen sie sich vor, sie seien Selbständig und es wird ihnen jemand vorgesetzt, der unmotiviert ist und mit dem sie absolut nicht klar kommen.
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    Einarbeitung
Die gewählte Einarbeitung in eine Fachrichtung gibt vielen Studenten die Möglichkeit sich nicht nur in ein von ihn präferiertes Fach einzuarbeiten, sondern auch sich zu beweisen. Viele PJ-Studenten werden später in ihren Wahldisziplinen und an den entsprechenden Kliniken bevorzugt eingestellt. Eine Kürzung oder gar Abschaffung des Wahltertials würde zum Verlust dieser - besonders in beliebten Fachbereichen - einzigartigen Chance führen. Für beide: Arbeitgeber und die zukünftigen Assistenzärzte.
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    Politik
Mit Widerwillen wo zuarbeiten, wird keinen langfristigen Erfolg zeigen. Das ist teilweise mit dem Pflegepraktikum gleichzustellen. Durch unmotivierte Studenten wird dies auch den niedergelassenen Hausärzten auch nicht recht sein und somit ist ein neuer Protest auf Seiten der Allgemeinärzte vorprogrammiert.
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    großer Fehler
ein Pflichttertial steigert in keinster Weise die Attraktivität dieses Faches oder sorgt für mehr Nachwuchs in der Allgemeinmedizin und schon gar nicht in der ländlichen Versorgung. Der gewollte Nutzen kann so nicht erfüllt werden! Aber es wird verhindert, dass sich unschlüssige Studenten vor Antritt ihrer Facharztweiterbildung orientieren können, was zu mehr Wechseln der Richtung nach dem Staatsexamen führen wird und somit zu einem verstärkten Facharztmangel in allen Bereichen
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    Bürokratismus
Ebenfalls sieht man durch die Budgetierung, Regressforderungen usw wie schwer man es als Allgemeinmediziner heutzutage hat, was wiederum Studenten abschrecken könnte. Eine politische Entbürokratisierung wäre wohl sinnvoller mehr Studenten für dieses Fach zubegeistern, als sie zu zwingen.
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    Sicherstellung der Lehre
Eine Vierteilung des PJs führt zu Erfahrungsverlust, da man gerade dann das meiste lernt, wenn man sich richtig eingearbeitet hat und selbstständige Aufgaben übernehmen kann. Eine Quartalsbildung ist ein fauler Kompromiss!
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    Frustrierte Allgemeinärzte
Frustrierte Allgemeinärzte sollen Studenten die Allgemeinmedizin schmackhaft machen? Wie soll das denn funktionieren? Die meisten Studenten sind schon von den allgemeinmedizinischen Praktika genervt, weil sie dort in der Regel nur herumsitzen und nichts zu tun haben.
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    Weiterbildung
Da Allgemeinmediziner mit allen medizinischen Bereichen zutun haben, würde es auch angehenden Hausärzte fachlich mehr bringen ein Tertial in einem dritten Disziplin zu machen - Orthopädie, Neurologie, Anästhesie, Radiologie oder Gynäkologie gehören zum Alltag der Hausärzte auch unabdingbar dazu.
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    Planung, Qualität der Lehre
Wie viele Patienten haben das Gefühl, dass ihr Hausarzt ausreichend Zeit für sie hat? Und dann soll der Arzt parallel auch noch jeden Tag PJ-Lehre machen? Wie soll eigentlich das ganze Aussehen. Es ist überhaupt nicht umsetzbar! Aber darüber macht man sich anscheinend als allerletztes Gedanken. Es wird in einer Katastrophe enden!
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    Verlust der Vielfalt
Das wars wohl dann mit der Vielfalt!! Netterweise wurde ja gleichzeitig festgestellt, dass man nur 30 Tages Famulaturen machen darf. Man kann sich also max. 4 Wahlbereiche anschauen und die auch nicht länger als 30 Tage, außer man möchte alle Famulaturen im gleichen Bereich machen und das bei dieser großen Veilfalt! Freiwillig mehr machen ist auch schwer, wenn man nebenher noch Dr-Arbeit schreibt
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    Weigeldt
Hausarzt-Vorsitzender Weigeldt macht seine Zunft sympathisch.. Nach Weigeldts Vorstellung sollte der hausärztliche Teil des PJ sogar der einzige Teil sein, der verpflichtend ist. "Aber das ist nicht durchsetzbar", räumte er ein. Die Proteste der Medizinstudierenden gegen die Pflichtstation in der Allgemeinmedizin sollte man nicht zu ernst nehmen. "Wenn man die Studierenden fragen würde, ob sie das Staatsexamen wollen, würden sie auch sagen: Das wollen wir nicht", sagte Weigeldt.
Quelle: Quelle: www.aerztezeitung.de/politik_gesellschaft/berufspolitik/article/812077/bundesrat-pj-pflichtquartal-allgemeinmedizin.html//www.aerztezeitung.de/politik_gesellschaft/berufspolitik/article/812077/bundesrat-pj-pflichtquartal-allgemeinmedizin.html" rel="nofollow">www.aerztezeitung.de/politik_gesellschaft/berufspolitik/article/812077/bundesrat-pj-pflichtquartal-allgemeinmedizin.html
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Contra

Was spricht gegen diese Petition?

    Rolle der Allgemeinmedizin
Die Stärkung der Allgemeinmedizin verbessert die Qualität der medizinischen Versorgung insgesamt und senkt Kosten. Man sollte hier auch an 'übermorgen' denken. Zudem ist sie den Menschen am nächsten. Gute Allgemeinmedizin ist die Basis des gesamten Systems und kann mit einiger Begründung einen wie auch immer gearteten Pflichtanteil rechtfertigen. Hier sollte man einmal einen Vergleich zum Krankenpflegeprakikum ziehen und das ganze neu bewerten.
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    Verständnis
Jeder angehende Arzt sollte die Allgemeinmedizin in ihrer Praxis erlebt haben, schließlich ist der Hausarzt in den meisten Fällen die erste Anlaufstelle, die ein Patient aufsucht. Das Verständnis für die Allgemeinmediziner wird geschärft und kann eine Verbesserung der Zusammenarbeit mit den zukünftigen Ärzten egal welcher Fachrichtung bewirken.
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    Chirurgie weg!
Chirurgie abschaffen, dafür Allgemeinmedizin rein! Ich bin aktuell im PJ und von überall höre ich das Gleiche: In der Chirurgie ist man ein Hackenhalter. Das macht keinen Spaß und man lernt ABSOLUT NICHTS! Von daher sollte die Chirurgie als Pflichttertial endlich weichen, und stattdessen Allgemeinmedizin eingesetzt werden. Man lernt den Filtermechanismus (das Gatekeeping Modell) kennen und kommt mit ALLEN Disziplinen in Kontakt.
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    Blick schärfen
Ein Pflichttertial im Fach Allgemeinmedizin würde vielen Studierenden, welche zu Beginn des PJ die PatientInnen oft noch wenig fächerübergreifend verstehen und untersuchen einen umfassenden Blick ermöglichen.
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    Ambulant-stationäre Verzahnung
"Ambulant-stationäre Verzahnung" ist das entscheidende Stichwort für die Zukunft des gesamten Gesundheitssystems. Nur durch eine kontinuierliche und längere Tätigkeit in einer Allgemeinmedizinischen Praxis ist dies zu erlernen, egal auf welcher Seite man später arbeitet.
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    Geriatrische Patientien
In Anbetracht der demographischen Entwicklungen und den damit einhergehenden steigenden Zahlen an geriatrischen Patienten, zu deren Charakteristika die Multimorbidität gehört, ist eine Einführung eines Pflichttertial Allgemeinmedizin ein Schritt zur Gewährleistung der hausärztlichen Versorgung in den kommenden Jahren. Durch hausärztliche Versorgung können bspw. Übermedikationen vermieden werden.
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    Patient im ganzen Verstehen
Ich kann ein solches Tertial nur befürworten um Patienten im Ganzen zu verstehen und auch wenn man sich später für einen anderen Facharzt entscheidet, hat man auf diese Weise vllt. etwas mehr Bezug und Verständnis gegenüber zuweisenden Hausärzten.
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