Pro

Warum ist die Petition unterstützenswert?

    Eigenverantwortung
Die Kusgebühren sollten von den Leuten getragen werden, die zuwandern wollen (wenn sie schon keine ausreichenden Sprachkenntnisse mitbringen). Der Steuerzahler ist dafür finanziell nicht verantwortlich. Die Kusteilnehmer, die entsprechend viel Geld zur Verfügung haben, sollten auch die Lehrkräfte entsprechend gut bezahlen.
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    BAMF-Kurse vs. Spitzensport
Die miserable Bezahlung und Finanzierung der BAMF-Kurse ist Ausdruck der Missachtung für diese Arbeit, die vom Bundesinnenministerium bis in den letzten Winkel des Landes verbreitet wird. Man vergleiche nur mal die satten Millionen für den "Spitzensport": das BMI kämpft deshalb immer noch mit allen Mitteln, um die Zahlen zu verschleiern. Denn mit BAMF-Kursen gewinnt man ja keine "Goldmedaillen"
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    Zusammenschluss
Pro: Stellt euch vor es gibt staatlich veordnete (Zuwanderungs-, Aufenthaltsgesetz, IntV, Trägerrundschreiben etc.) Integrationskurse und keine/r führt sie durch! Kernaufgabe des Nationalen Integrationsplans geplatzt. Neue Erfolgsgeschichte: Solidarität mit angemessenem Einkommen.
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    Staatliche Ausbeutung
Pro: Laut ver.di entspricht ein Honorar von 24 € (ohne Krankheitsfall) einem Bruttolohn von 9,47 €. Bei 28 Unterrichtsstunden/UE pro Woche mit 45 Arbeitswochen im Jahr ergibt dies monatlich 1.150,79 € brutto! Selbst 30 € Honorar / 11,84 € Bruttolohn sind monatlich klägliche 1.438,80 € brutto. Englisch-Lehrkräfte, die ebenfalls nach dem GER unterrichten, würden für 1.438,80 € brutto den Aufstand proben. 18 € Honorar = 7,10 € brutto = monatl. 862,79 € brutto plus 50% unbezahlte Arbeitszeit!
Quelle: Quelle: ver.di: Umgang mit der Beschäftigung von DozentInnen", Dez. 2010
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    Armut durch Arbeit
Während der Durchschnittsverdienst von 2500 € plus AG-Anteil 500 €, im Jahr 36.000 € von dem/der "normalen" ArbeitnehmerIn in 1800 Stunden (45 Wo. je 40 Std.) erzielt wird, benötigen I-Kurs-Lehrkräfte bei einem Honorar von 18 € ab 1.7.12, dafür 3000 Stunden. Davon 1000 unbezahlt.
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    Staatsmonopol
Pro: Hier geht es um die Scheinselbstständigkeit und sittenwidrige Unterbezahlung der Lehrkräfte im Auftrag der Bundesregierung. Würden sich die Träger mit den Lehrkräften zusammenschließen, statt gegenüber dem BAMF zu kratzbuckeln, könnten beide ihre angemessenen Forderungen durchsetzen!
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    Hoheitliche Aufgabe
Pro: "Hoheitliche Aufgaben" werden i.d.R. von BeamtInnen durchgeführt. Das kostet! Um das Staatsmonopol A1-A2-B1 zu vertuschen, blieben priv. Träger bisher im Boot. Gegenüber dem Kapitalvorteil der VHSen (Landesmittel) haben sie auf Dauer keine Chance. Prinzip der unsozialen, monopolistischen Marktwirtschaft. Neue Planwirtschaft?
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    Öffentlicher Auftrag
Pro: "Öffentliche Aufträge" werden i.d.R. ausgeschrieben und nicht monopolistisch-preisdiktiert! Bsp. öffentliche Bauvorhaben: Nachforderungen in Millionenhöhe und mehr (Stuttgart). Seit 1.8.12 BA-Kurse mit Mindestlohn: 12,60 € brutto = 31,93 € Honorar! Zusammenschluss T. + L.!
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    Angestellte des Staates
Pro: In der Petitionsbegründung heißt es: "DozentInnen mit einem staatlichen Auftrag sinde keine Selbstständigen, sondern Angestellte des Staates und müssen ein Arbeitsvertrag bekommen." "Angestellte des Staates"! Zusammenschluss T. + L. unbedingt s.o..
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Contra

Was spricht gegen diese Petition?

    Eigenverantortung
Die Kosten für Sprachkurse etc. sollten die Einwanderer selber tragen, wenn sie sich schon nicht ausreichend auf die Einwanderung vorbereitet haben. Als ich für ein paar Jahre in die USA gezogen bin, habe ich mich auch eigenverantwortlich VOR der EINWANDERUNG um ausreichend Kenntnisse von Sprache, Land und Leuten gekümmert.
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    Utopia
Private Bildungsträger, die reihenweise ums Überleben kämpfen, sollen öffentliche Aufträge ablehnen, weil sie keine angemessenen Honorare ermöglichen? Und das, obwohl genügend Lehrkräfte bereit sind, für die viel zu niedrigen, aber im ganzen Land üblichen Honorare zu arbeiten? Welcher Logik soll das entsprechen? Der im Utopialand?
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    Petition
Ich kann die vorliegende Petition nicht unterzeichnen, da sie zuallererst die Bildungsträger für die Misere verantwortlich macht. In meiner Region sind die mit Integrationskursen beauftragten Träger zumeist private Schulen, die selbstverständlich nach unternehmerischen Gesichtspunkten arbeiten müssen und bei dem derzeitigen Stundenfördersatz nur wenig Spielraum haben, ihre Lehrer angemessener zu bezahlen. Daher sehe ich zunächst die Politik in der Pflicht, die unhaltbare Situation zu verändern.
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    Keine Privaten mehr
Private Bildungsträger sollten endlich aus dem großen Geschäft mit den Integrationskursen ausgeschlossen werden. Nach den Skandalen der letzten beiden Jahren und eigenen Erfahrungen kann ich nur sagen: Bildung und Migration ist die Hoheitsaufgabe eines Staates. Damit sichert er Fortschritt, Wachstum und ein friedliches Zusammenleben. Bildung darf nie zur Ware werden. Was das für Auswüchse begünstigt zuungunsten der uns anvertrauten Menschen habe ich selbst erlebt. Nein danke!
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    Träger mit im Boot?
Welches Ziel hat's? Wer soll was tun? Können wir nicht Träger mit ins Boot holen? Die haben das Interesse langfristig qualifizierte, aber auch zuverlässige und engagierte DozentInnen zu beschäftigen! Viele wären bereit, mehr zu zahlen bzw. die Vertragssituation anders zu gestalten, wenn die Rahmenbedingungen stimmten, dies von "obriger" Seite zugelassen und erwünscht wäre!! Natürlich ist es ein politische Problem. Deshalb der Weg der öffentlichen Debatte! Genau bleiben in Kritik und Anliegen!
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