Protestaktion

openPetition geht heute für 24 Stunden offline und macht damit deutlich, wohin Artikel 13 führen kann.

Nach Artikel 13 sollen Online-Plattformen künftig selbst dafür verantwortlich sein, Urheberrechte zu prüfen. Die unzähligen Inhalte, die Nutzerinnen und Nutzer hochladen, können sie nur mit so genannten automatischen Upload-Filtern kontrollieren.

Das Problem: Computerprogramme können Ironie, Satire und Zitate nicht erkennen.
Die Konsequenz: Vorauseilende Zensur oder Existenzrisiko durch unbegrenzte Haftung.
Die eigentliche Frage: Sollen Algorithmen entscheiden, was wir sehen dürfen?
Unsere Antwort: Urheberrechte schützen, ja, aber nicht auf Kosten der Meinungsfreiheit.

Eine Reform des Urheberrechts bedroht das Internet - und damit uns alle! Ich protestiere und gehe zur Demo.

Pro

Warum ist die Petition unterstützenswert?

    Hochschule & Musikschulen
Allein zwei Drittel der Lehrerkollegien der regionalen Musikschulen im Schwarzwald-Baar-Heuberg-Kreis haben ihre Abschlüsse an der MHS Trossingen gemacht. Diese unterrichten 9.000 Kinder. Ohne die Quelle der MHS Trossingen trocknen weite Teile des Südostens Baden-Württembergs musikalisch und kulturell aus, weil sie den Nachwuchs der Pädagogen und musikalischen Leiter stellt.
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    Musikhochschule hilft den Musikvereinen und der Gemeinschaft
In den letzten Jahren wären viele Musikvereine, Gesangvereine und Chöre der Region ohne die MHS Trossingen ohne musikalische Leiter da gestanden. Man möge sich einmal ins Gedächtnis rufen, welchen sozialen Nutzen unsere Vereine stiften. Studenten und Absolventen der MHS garantieren in der ganzen Region den Fortbestand der musikalischen Erziehung unserer Kinder in den Vereinen und Vereine stärken das soziale Gefüge und fördern Integration!
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    Ausverkauf der Kultur
Wenn ich die Diskussion so verfolge, entsteht bei mir der Eindruck, die Politik betreibt einen schleichenden Ausverkauf unserer Kultur. Das Desinteresse von weiten Teilen der Bevölkerung an klassischer Musik auf hohem Niveau wird hingenommen und soll als Argument für Streichungen der Mittel für Orchester und Theater herhalten. Dabei ist dieses Desinteresse hausgemacht. Schon seit Jahren werden die Zuschüsse Musikschulen bis zur Gefährdung der Existenz zurückgefahren. Die Folge: zu wenig musikalisch gebildete Kinder, wenig Publikum für Konzerte der exzelent ausgebildeten musikalischen Talente
Quelle: Meine Gedanken wurden angeregt durch mehrere Artikel in der nmz, v.a. den von Moritz Eggert in der Ausgabe 09/'13. Außerdem von der lesenswerten Stellungnahme des VdM, der anscheinend nicht zu den Überlegungen der Kultusministerin gefragt wurde.
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Contra

Was spricht gegen diese Petition?

Irrtümlicherweise wird oft der Dozentenstatus an einer Hochschule oder Universität gedanklich mit hohen Gehältern in Verbindung gebracht. Man muss aber dazu wissen, dass die meisten Lehrenden immer nur für das jeweils kommende Semester einen Dienstvertrag mit keinerlei Sicherheiten erhalten und für einen sehr mageren Stundensatz arbeiten. Trotz dieser Um-Miss-stände leisten die Dozenten eine wichtige und hervorragende Arbeit! Es wird an dieser Stelle in keiner Weise zu viel Geld ausgegeben oder sogar verschwendet!!
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    Musiker, monatliches EInkommen
Viele übersehen, dass ein hoher Prozentsatz der aktiven Musiker unterdurchschnittliche Einkommen generieren. Da helfen auch keine Pop-Büro-Marketing-Kurse. Warum soll man mehr und mehr Musiker ausbilden, die dann von Sozialhilfe leben? Musikpädagogen sind da gar nicht unbedingt ausgenommen. Der Musikunterricht an Schulen ist flächendeckend gerade mal allgemeinbildend oder wird ganz gestrichen. Den kann zur Not auch ein Geschichtslehrer übernehmen. In einer Konsumgesellschaft legt man ein Klassik oder Pop- mp3 auf, in USA oder wo immer produziert, irgendwo heruntergeladen.
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