Pro

What are arguments in favour of the petition?

Contra

What are arguments against the petition?

    Student*in nicht gleich Studierende*r
Ich schließe mich der Bemühung um gendergerechte Sprache in vielen Punkten an und das Partizip anstelle eines generischen maskulins ist häufig eine sinnvolle Lösung. Aber gerade beim Studenten widerstrebt es mir ungemein, bedeutet das Student*in sein doch viel mehr als nur das reine Studieren. (Noch dazu gibt es genug Student*innen, die sicher keine Studierenden sind.) Witzigerweise kommt "Student" ja direkt vom lateinischen Partizip, das geschlechtsneutral ist. Folgerichtiger wäre es also, "die Student" als feminine Form ins Deutsche einzuführen und den Studentenausweis zu behalten.
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Es ist absurd auf der einen Seite zu fordern, dass Männer und Frauen hinsichtlich der Erwartungen, die an sie gestellt werden, gleicher werden, dass sie als gleichwertig betrachtet werden, und andererseits den Unterschied zwischen in jedem Teilbereich des Lebens durch seine Hervorhebung in der Sprache noch weiter verdeutlicht. Wer will, dass Frauen nicht als das Außergewöhnliche, das Unnormale, das Besondere herausgehoben bzw. abgesondert werden, der sollte nicht dafür sorgen, dass durch Änderungen an der Sprache Frauen ständig und überall als "das Andere" wahrgenommen werden.
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    Sprache schafft Wirklichkeit?
Die Fachkraft, die Führungskraft, die Geisel, .... Sollte man das umbenennen, weil es dem generischen Femininum entspricht? Ich sehe es wie mein Vorredner: Die angebliche Diskriminierung entsteht doch erst dadurch, dass man in "Studentenausweis" alle ausschließt, die weiblich, queer usw. sind, statt sie wie im allg. Sprachgebrauch üblich einfach mit zu meinen. Wenn ich von der Studentenschaft, den Studenten, dem Studentenwerk rede, meine ich seit ich denken kann, Menschen jeden Geschlechts. Der Unterschied entsteht nicht in der Sprache, sondern in den Köpfen der Menschen dieser Petition
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    Politisch motivierte Sprachvergewaltigung?
Sprache wegen politischer Ziele zu vergewaltigen (hatten wir so was nicht schon mal?) ist nicht der richtige Weg - selbst wenn das von diversen Politikern vorgemacht wird. Studierende ist eine substantivierte Form des Partizips präsens aktiv von studieren und meint Subjekte, welche zeitgleich mit dem Kontextgeschehen gerade studieren. Das ist schlicht die grammatikalisch falsche Form, der zudem die allgemeine Anwendbarkeit als "Lösung" für genderneutrale "Berufsbezeichnungen" fehlt. Beispiele: Monteur - Montierende?, Pilot - Fliegende?, Arzt ???, usw. usw. Hat das Rektorat ein Lektorat?
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    Studierende=Studenten? NEIN!
Macht sich eigentlich jemand Gedanken über die eigentliche Bedeutung des Wortes Studierende? Dies umfasst alle, die sich mit einem Thema tiefgreifend auseinandersetzen. Somit sind alle, die aus Interesse einen sachlichen Text oder eine wissenschaftliche Arbeit rein aus Interesse am Lernen lesen, Studierende. Dürfen diese Personen in Zukunft auch einen Studierendenausweis bekommen? Z.B. Lehrkräfte? Studenten hingegen umfassen alle Personen, die an akademischen Einrichtungen lernen. Andernfalls wird unsere Sprache mit ihren feinen Nuancen ad absurdum geführt!
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    Diskriminierung?
Ein Studierender ist kein Student, ein Backender ist auch kein Bäcker oder ein Pflegender ein Pfleger. Sprache ist im Wandel, das stimmt, aber nach meiner Erfahrung gibt es weder eine Mehrheit von Studentinnen, noch eine Mehrheit von Personen, die sich als divers identifizieren, die sich von "Studentenausweis" diskriminiert fühlen. Vielmehr sind es doch die Menschen, die eine Änderung dieses Begriffes wollen, die hier ständig Unterschiede hervorheben müssen. Ich bin gegen den Studierendenausweis und für den Studentenausweis.
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Über die Erfindung und den Gebrauch des Wortes Studentin sollte man sich aufregen, denn dies hebt eine Gruppe erst besonders hervor. Das Wort Student ist im ursprünglichen Sinne geschlechtsneutral. Genauso, wie Alumni. Wollen wir demnächst noch Alumniin einführen und danach dann noch Alumnierende? Nur weil es zusätzlich eine weibliche Form eines Substantives gibt, bedeutet das nicht, dass die nicht weibliche Form automatisch nur Männer umfasst. Wer dies denkt, sollte mal seine diskriminierenden Gedanken überprüfen!
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    Student*Innenausweis
Studierende ist in diesem Fall klar die unpassende Genderung, da somit alle eingeschlossen sind, die der Tätigkeit Studieren nachgehen. Mach kann natürlich auch Student*In sein ohne aktiv zu studieren, sondern nur matrikuliert zu sein. Eine passende Genderung wäre Student*Innenausweis.
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    Weniger reinsteigern
Ich finde ihr unterstützt den Gedanken an "Geschlechtertrennung" mehr indem ihr das Thema weiter hervor hebt und auf solche Sachen besteht, dass es euch egal sein zu lassen und garnicht daran zu denken, dass es was mit Diskiminierung zu tun hat. Je weniger man sich in diesen negativen Gedanken rein steigert, desto mehr entfacht das die Seite, die wirklich so schlecht denken.
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Ich empfinde diese Petition als nicht wirklich sinnvoll. Student leitet sich vom lateinischen "studens" ab. Die Webliche Form ist Studentinn. Es ist also in keinster Weise diskriminierend. Studierende ist lediglich die Partizipialform. Für meine Begriffe sollte man diese Frage demokratisch lösen. Eine Umfrage statt einer Petition wäre deutlich sinnvoller, da diese Petition nicht die Mehrheit der Studenten wiederspiegelt. Für mich ist Student bzw. Studentinn außerdem ein historische gewachsenes Wort und sollte daher auf dem Ausweis nicht abgeschafft werden.
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    Gedankenanstoß
Gedankenanstoß an den Initiator und dessen Unterstützer: Wenn ihr die Aufmerksamkeit, die ihr einem Wort widmet, auch ernsthaften Problemem widmen würdet wie z.B. wirklich anhaltend struktureller Diskrimierung und Misshanldung von m/w/d, würden die Leute euch auch ernst nehmen. Diese Petition ist einfach lächerlich und behebt in keinsterweise irgendein Problem. Mfg anonymer Kritiker
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