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Pro

Warum ist die Petition unterstützenswert?

Der jetzige Ansatz zur Strukturreform wird keine dauerhafte Lösung sein. Die Kirche hat ein demographisches Problem, aber viel mehr ein inhaltliches. Eine Diskussion dazu kann ich aber in der Kirchenleitung nicht erkennen. Wir werden um Großstrukturen nicht herumkommen, aber sie ergeben nur Sinn, wenn sie den KVs wieder rein inhaltliche Arbeit erlauben. Daran, dass das Papier nur eine Empfehlung ist, glaube ich nicht mehr, seitdem uns der Zwischenschritt von der Kirchenleitung praktisch untersagt wurde. Regina Gehmlich, Weißenborn
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    Landeskirche Sachsen Struktur Kirchspiel Gemeindestrukturgesetz
Ich verstehe das veröffentlichte "Papier" der Kirchenleitung als wegweisende Empfehlung, nicht als Vorschrift. Allerdings habe auch ich Angst davor, dass es "Richtlinie" wird, wenn nicht ausreichend dagegen unternommen wird. Die Empfehlungen hin zu Mega-Kirchspielen entbehrt ja derzeit völlig der kirchengesetzlichen Grundlagen zur Umsetzung. Um in Ortsgemeinden denken zu können, braucht es aus meiner Sicht deutlich mehr Flexibiltät in den landeskirchlichen Vorschriften und vielleicht steht sogar das Beamtenverhältnis von Pfarrern zur Debatte.
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    Geld ist da!
https://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft/kirche/2017/03/26/kirchensteuer-kommt-nicht-in-gemeinden-an/
Quelle: Medienmagazin Pro
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    6000 Gemeindeglieder künftig
Hier werden Pro-Argumente FÜR die PETITION gesammelt - dies scheint mir nicht immer beachtet worden zu sein. Zum PRO gehört für mich der Fakt, dass der Superintendent im Prädikantenkonvent nicht von einer Größe von 4000 sondern von 6000 Gemeindegliedern künftig sprach, wobei pro Pfarrer 2000 Gemeindeglieder gerechnet werden, nur ein Pfarramtsleitet eines größeren Gebildes bekommt weniger zugerechnet
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    Die Landessynode ist kein echtes Parlament der Kirchgemeinden an der Basis; ein "Runder Tisch" wäre es! Auch der Landesbischof sollte über basisdemokratie meditieren.
Das mehr als deutliche Demonstrieren heute vor der Dresdner Dreikönigskirche mit Übergabe einer Petition, die von derzeit fast 6500 Christinnen und Christen aus den Basisgemeinden unterzeichnet wurden, muss der Landessynode und der Kirchenleitung endlich bewusst werden, wie dringend Basisdemokratie wahrzunehmen und ernst zu nehmen ist. Die sichtlich gewordene Kritik sollte zu einem "Runden Tisch" führen, um miteinander in einen konstruktiven Dialog zutreten - es ist höchste Zeit!
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    Strukturwandel auf breite Basis stellen.
Dass Kirche auch mit ihrem Geld haushalten muss, ist normal. Aber wo bleibt der Blick für Kirche im ländlichen Raum? Viele Alte sind heute darauf angewiesen, dass irgendwer sie zum Gottesdienst oder den anderen Gemeindeveranstaltungen fährt. Wenn dann die Strecken noch unüberbrückbar werden, wer soll das leisten? Hier hilft es nicht einfach mit dem Rotstift nach der Holzhackermethode zu streichen und Gebiete neu zu strukturieren. Alles muss machbar bleiben. Wenn es keine Ansprechpartner im ländlichen Raum mehr gibt, wird es auch keine Kirche mehr hier geben. Die Alten bleiben weg und Junge?
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    Nach den Ursachen suchen und Lösungen finden
Wir wissen, dass wir mit den derzeitigen volkskirchlichen Strukturen den jetzigen Standard in den Gemeinden bei zurückgehenden Mitgliederzahlen nicht weiter halten zu können. Andererseits haben viele Menschen Bedenken: Verluste überall. Es um das Geld. Auch die sächsischen Kirchgemeinden leben nicht nur von Gottes Gaben und der Liebe von Jesus Christus. Klare Ansage: Ausgaben senken und/oder Einnahmen erhöhen. Welche Kirchgemeinde trägt sich finanziell selbst? Trotzdem unterschreiben wir: 6 Monate sind zu kurz für eine Strukturreform auf 25 Jahre. Eberhard & Ulrike Ohm aus Oederan
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    Strukturreform für die Gesamtkirche
Ich weiss nicht, welchen Anteil die Gemeinden an den Gesamtkosten der evangelischen Kirche verursachen. Ich habe aber den Eindruck, wenn künftig gespart werden muss, dann müssen die Gemeinden vor Ort dafür bluten. Dabei sind die Gemeinden vor Ort doch die Grundlage dafür, auch in Zukunft viele Kirchensteuerzahler zu haben. Für eine ehrliche Strukturreform sollten daher die EKD, die Landeskirche und die Gemeinden betrachtet werden. Vielleicht wäre dann sogar eine Stärkung der Gemeinde sinnvoll und möglich, um zukunftsfähig bleiben zu können.
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Contra

Was spricht gegen diese Petition?

Das Grundanliegen, atraktive Stellen für junge Gemeindepädagogen oder Kirchenmusiker zu schaffen wird hier viel zu wenig berücksichtigt. Wir werden als Gemeinden ohne junge Mitarbeiter dastehen, wenn wir weiterhin nur 30% - Stellen anzubieten vermogen. Unsere katholischen Geschwister sind uns in diesen Prozessen schon vorausgagengen und das geistliche Leben in den Gemeinden hat unter den zusammen geschlossenen Gemeinden nicht gelitten. Und wo bleiben die Alternativvorschäge von Ihnen in Bezug auf gute Stellen für junge Mitarbeiter für unsere Gemeinden? Immer nur dagegen sein ist zu einfach!
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Lasst die Kirche im Dorf! Wenn Sparkassen und Raiffeisenbanken die ländlichen Gemeinden verlassen - lässt das Kapital den Menschen allein. Wenn die Seelsorge die (ihre) Gemeinden verlässt - lässt da die Kirche die Menschen allein? Wenn Kirchgemeinden gegen ihren Willen aufgelöst und zwangsvereinigt werden sollen, wo bleibt da die Kirche? Ralf Sachse, Großbothen
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    Strukturen dienen nur unserem Auftrag
Damit unsere Kirche bei den Menschen sein kann, müssen ihre Strukturen den Erfordernissen angepasst sein. Hauptamtliche Mitarbeiter sollen von ihrer Arbeit leben können und gemeinsam in einem Gebiet die Verkündung des Evangeliums vorantreiben. Wenn wir leider weniger werden, müssen wir die Strukturen anpassen. An unseren Auftrag ändert es nichts! Die Landessynode war immer über den Prozess durch die Kirchenleitung informiert, hat sich sogar im Frühjahr 2015 einen ganzen Tag auf ihrer Frühjahrstagung öffentlich befasst. Viele Gemeindeglieder waren da und haben mit uns diskutiert. Wo war ihr?
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    erkennbar sein statt zuhause hocken bleiben
Ich kann den Widerstand gegen die Bildung großer Strukturen verstehen, da ich selbst Gemeindeglied bin. Aus meiner Sicht ist das der Blick aus der Kirchgemeinde und im Interesse der Gemeindeglieder, die in der Kirchgemeinde ein Zuhause haben. Als Pfarrerin, die im Krankenhaus arbeitet schaue ich aber auch Kirche aus der Perspektive der Menschen, für die Kirche oft keine besondere Bedeutung hat. Die fragen nicht danach, wo Menschen ein Zuhause haben, sondern ob Kirche glaubwürdig ist, ob sie erkennbar ist in der Gesellschaft, ob sie da ist, wenn Menschen nach Gott, Trost, Vergebung fragen.
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    den blick weiten
Darum bin ich für große Strukturen, die neue Spielräume eröffnen. Da nicht mehr drei oder mehr Kirchenvorstände über die Aufgaben der Kirchgemeinde beraten, sondern nur einer. Da nicht mehr nur für einen Ort oder eine kleine Region gedacht wird, sondern in größeren Regionen. Es ist ja nach wie vor möglich, vor Ort in Haus- und Gemeindekreisen, Chören etc. ein Zuhause zu haben. Aber der Blick weitet sich für größere Aufgaben. Ich verstehe auch die Befürchtung, dass Ehrenamtliche überfordert werden. Und sehe, wie in den katholischen Gemeinde sehr viel in Eigenregie der Gemeindeglieder wächst.
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    Geteiltes Herz
Ich habe die Petition unterschrieben, weil ich es selbstverständlich wünschenswert finde, wenn die Kirche im Dorf bleibt. Doch weniger Christen heißt letztlich: weniger Kirchenmitglieder und damit weniger Geld für Angestellte und Gebäude. Keiner der Unterzeichner weiß da einen Ausweg. Die weniger werdenden Christen wohnen nun dummerweise nicht an wenigen Orten, sondern verstreut in der Fläche und wie soll die Kirche aussehen, die auch in der Fläche Evangeliums gemäß wirkt?
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