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Bild zur Petition mit dem Thema: Zurück auf Los - Strukturreform der Sächsischen Kirchenleitung stoppen - neu anfangen Zurück auf Los - Strukturreform der Sächsischen Kirchenleitung stoppen - neu anfangen
  • Von: Friedhelm Zühlke mehr
  • An: Landessynode der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens
  • Region: Sachsen mehr
  • Status: Petition in Zeichnung
  • 16 Tage verbleibend
  • 4.156 Unterstützende
    83% erreicht von
    5.000  für Sammelziel

Zurück auf Los - Strukturreform der Sächsischen Kirchenleitung stoppen - neu anfangen

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Im Herbst 2016 hat die Kirchenleitung der Sächsischen Landeskirche mit dem Papier "Kirche mit Hoffnung in Sachsen" verfügt, daß sich alle sächsischen Kirchgemeinden zu "Struktureinheiten" mit mindestens 4000 Gemeindegliedern zusammenschließen müssen. Durch die Vereinigung von Gemeinden und die Bildung von Kirchspielen wird die rechtliche Selbständigkeit der Einzelgemeinden beendet.
Die Landessynode muß ihre Verantwortung wahrnehmen und diese Strukturreform stoppen: "ZURÜCK AUF LOS!"
"NEU ANFANGEN" wollen wir als Kirchgemeinden zusammen mit der Landessynode und in einem mehrjährigen fairen Entscheidungsprozeß über die zukünftigen Strukturen entscheiden.
Dabei sollen tragfähige Lösungen und Selbstfinanzierung vor Ort ermöglicht werden.

Begründung:

Jede Kirchgemeinde ist Kirche Jesu Christi vor Ort. Hier versammelt sich die Gemeinde. Hier wird geistliche Verantwortung wahrgenommen. Hier geschieht Gemeindeaufbau.
Die Kirchgemeinde darf nicht gegen ihren Willen und ohne Notwendigkeit aufgelöst oder zwangsvereinigt werden. Vielmehr muß alles dafür getan werden, daß sie in der Lage bleibt, am Ort eigenverantwortlich zu leben und zu arbeiten.

Evangelische Kirche baut sich von unten auf. Organisationsfragen dürfen nicht autoritär und rücksichtslos von oben nach unten durchgesetzt werden.

In der Kirche wird ständig von Demokratie gesprochen. Hier bestimmen aber 18 Personen in der Kirchenleitung über die Zukunft von 719 Kirchgemeinden.
Es besteht keinerlei Transparenz. Eine Arbeitsgruppe tagt hinter verschlossenen Türen. Die Kirchenleitung übernimmt deren Ergebnis und legt es als Lösung bis 2040 fest.
Alternativen - keine. Diskussion - unerwünscht.

Nach Sächsischer Kirchenverfassung trägt die Landessynode "die Verantwortung für alle Angelegenheiten der Landeskirche". Deshalb darf sie sich nicht von der Kirchenleitung überrumpeln lassen. Veränderungen an Einzelfragen haben keinen Sinn. Die Landessynode kann die Strukturreform stoppen: "ZURÜCK AUF LOS!"

Christliche Kirche lebt nicht von (Steuer-)Geldern, die gleichmäßig verteilt werden. Christliche Kirche lebt von Jesus Christus. Und der ruft Menschen zum Glauben, in die Nachfolge und zur Mitarbeit vor Ort.

Wenn eine Landeskirche in dieser Art und Weise vorgeht, übergeht und entmutigt sie haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter. Deren Reaktion ist Rückzug aus der Verantwortung, zähneknirschendes Aushalten oder der Aufbau von Parallelstrukturen - aber kein konstruktives Mitdenken und aktives Anpacken.

Die Gemeinden sehen die Notwendigkeit von Veränderungen ein, wenn diese tatsächlich nötig sind und wenn die Verantwortlichen vor Ort an der Lösung beteiligt werden. Das ist allerdings für die kirchliche Verwaltung und Hierarchie anstrengend. Aber das erwarten wir.

Die Kirchgemeinden brauchen Freiräume und sollen ermutigt werden, in ihrem Verantwortungsbereich Ideen zu entwickeln, Lösungen zu finden und Projekte wagen, die sie selbst finanzieren können. Dabei sind sie auch gefordert, ihre Nachbarn in der Landeskirche zu unterstützen.

Deswegen bitten wir die Landessynode: Lassen Sie uns gemeinsam NEU ANFANGEN!

Wir rufen auf
- zum Gebet für unsere Landeskirche und die Tagung der Landessynode
- zum Besuch des Gottesdienstes mit der Landessynode am 2.4.17, 9.30 Uhr in der Martin-Luther-Kirche Dresden-Neustadt
- zum gemeinsamen Gang mit der Kirchgemeinde Loschwitz, 2.4.17, 13.30 Uhr vom Körnerplatz zur Dreikönigskirche und
- zur öffentlichen Versammlung von Kirchgemeindegliedern
vor der Dreikönigskirche, 2.4.17, 15.00 Uhr

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Lichtenau, 18.03.2017 (aktiv bis 14.04.2017)


Neuigkeiten

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Schwestern und Brüder, vielen, vielen Dank für alle Unterstützung. Daß so viele Gemeindeglieder in so kurzer Zeit unsere Petition unterstützen, war nicht zu erwarten. Es zeigt, wie sehr wir uns um unsere Gemeinden ...

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Debatte zur Petition

PRO: Ich verstehe das veröffentlichte "Papier" der Kirchenleitung als wegweisende Empfehlung, nicht als Vorschrift. Allerdings habe auch ich Angst davor, dass es "Richtlinie" wird, wenn nicht ausreichend dagegen unternommen wird. Die Empfehlungen hin zu Mega-Kirchspielen ...

PRO: Der jetzige Ansatz zur Strukturreform wird keine dauerhafte Lösung sein. Die Kirche hat ein demographisches Problem, aber viel mehr ein inhaltliches. Eine Diskussion dazu kann ich aber in der Kirchenleitung nicht erkennen. Wir werden um Großstrukturen ...

CONTRA: Lasst die Kirche im Dorf! Wenn Sparkassen und Raiffeisenbanken die ländlichen Gemeinden verlassen - lässt das Kapital den Menschen allein. Wenn die Seelsorge die (ihre) Gemeinden verlässt - lässt da die Kirche die Menschen allein? Wenn Kirchgemeinden ...

CONTRA: Ich kann den Widerstand gegen die Bildung großer Strukturen verstehen, da ich selbst Gemeindeglied bin. Aus meiner Sicht ist das der Blick aus der Kirchgemeinde und im Interesse der Gemeindeglieder, die in der Kirchgemeinde ein Zuhause haben. Als Pfarrerin, ...

>>> Zur Debatte


Warum Menschen unterschreiben

Weil es um die Zukunft unserer Gemeinden geht!

Ich bin kirchenmusikerik und möchte, dass die Generation nach mir auch noch Chancen auf diese wundervolle Arbeit hat.

Weil wir die verschiedenen Prägungen der Gemeinden dringend erhalten sollten und Zeit brauchen für überlegtes, vom Heiligen Geist geführtes Handeln.

Weil Kirche nur in ihren Gemeinden existiert. Wenn die Gemeinden aufgelöst werden, zerstört sich die Kirche selbst.

Ich möchte, dass die Kirche im Dorf bleibt. Und mir fehlt bei den jetzigen Ansätzen die Hoffnung, von der wir Christen ja leben. Ich möchte nicht von den negativsten Prognosen ausgehen. Wer kann schon wissen, was im Jahre 2040 ist? Klar, wir müssen u ...

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