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Bild zur Petition mit dem Thema: Zurück auf Los - Strukturreform der Sächsischen Kirchenleitung stoppen - neu anfangen Zurück auf Los - Strukturreform der Sächsischen Kirchenleitung stoppen - neu anfangen
  • Von: Friedhelm Zühlke mehr
  • An: Landessynode der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens
  • Region: Sachsen mehr
  • Status: Petition in Zeichnung
  • 297 Tage verbleibend
  • 7.883 Unterstützende
    79% erreicht von
    10.000  für Sammelziel

Zurück auf Los - Strukturreform der Sächsischen Kirchenleitung stoppen - neu anfangen

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Im Herbst 2016 hat die Kirchenleitung der Sächsischen Landeskirche mit dem Papier "Kirche mit Hoffnung in Sachsen" verfügt, daß sich alle sächsischen Kirchgemeinden zu "Struktureinheiten" mit mindestens 4000 Gemeindegliedern zusammenschließen müssen. Durch die Vereinigung von Gemeinden und die Bildung von Kirchspielen wird die rechtliche Selbständigkeit der Einzelgemeinden beendet. Die Landessynode muß ihre Verantwortung wahrnehmen und diese Strukturreform stoppen: "ZURÜCK AUF LOS!"
"NEU ANFANGEN" wollen wir als Kirchgemeinden zusammen mit der Landessynode und in einem mehrjährigen fairen Entscheidungsprozeß über die zukünftigen Strukturen entscheiden. Dabei sollen tragfähige Lösungen und Selbstfinanzierung vor Ort ermöglicht werden.

Begründung:

Jede Kirchgemeinde ist Kirche Jesu Christi vor Ort. Hier versammelt sich die Gemeinde. Hier wird geistliche Verantwortung wahrgenommen. Hier geschieht Gemeindeaufbau. Die Kirchgemeinde darf nicht gegen ihren Willen und ohne Notwendigkeit aufgelöst oder zwangsvereinigt werden. Vielmehr muß alles dafür getan werden, daß sie in der Lage bleibt, am Ort eigenverantwortlich zu leben und zu arbeiten.

Evangelische Kirche baut sich von unten auf. Organisationsfragen dürfen nicht autoritär und rücksichtslos von oben nach unten durchgesetzt werden.

In der Kirche wird ständig von Demokratie gesprochen. Hier bestimmen aber 18 Personen in der Kirchenleitung über die Zukunft von 719 Kirchgemeinden. Es besteht keinerlei Transparenz. Eine Arbeitsgruppe tagt hinter verschlossenen Türen. Die Kirchenleitung übernimmt deren Ergebnis und legt es als Lösung bis 2040 fest. Alternativen - keine. Diskussion - unerwünscht.

Nach Sächsischer Kirchenverfassung trägt die Landessynode "die Verantwortung für alle Angelegenheiten der Landeskirche". Deshalb darf sie sich nicht von der Kirchenleitung überrumpeln lassen. Veränderungen an Einzelfragen haben keinen Sinn. Die Landessynode kann die Strukturreform stoppen: "ZURÜCK AUF LOS!"

Christliche Kirche lebt nicht von (Steuer-)Geldern, die gleichmäßig verteilt werden. Christliche Kirche lebt von Jesus Christus. Und der ruft Menschen zum Glauben, in die Nachfolge und zur Mitarbeit vor Ort.

Wenn eine Landeskirche in dieser Art und Weise vorgeht, übergeht und entmutigt sie haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter. Deren Reaktion ist Rückzug aus der Verantwortung, zähneknirschendes Aushalten oder der Aufbau von Parallelstrukturen - aber kein konstruktives Mitdenken und aktives Anpacken.

Die Gemeinden sehen die Notwendigkeit von Veränderungen ein, wenn diese tatsächlich nötig sind und wenn die Verantwortlichen vor Ort an der Lösung beteiligt werden. Das ist allerdings für die kirchliche Verwaltung und Hierarchie anstrengend. Aber das erwarten wir.

Die Kirchgemeinden brauchen Freiräume und sollen ermutigt werden, in ihrem Verantwortungsbereich Ideen zu entwickeln, Lösungen zu finden und Projekte wagen, die sie selbst finanzieren können. Dabei sind sie auch gefordert, ihre Nachbarn in der Landeskirche zu unterstützen.

Deswegen bitten wir die Landessynode: Lassen Sie uns gemeinsam NEU ANFANGEN!

Wir rufen auf - zum Gebet für unsere Landeskirche und die Tagung der Landessynode - zum Besuch des Gottesdienstes mit der Landessynode am 2.4.17, 9.30 Uhr in der Martin-Luther-Kirche Dresden-Neustadt - zum gemeinsamen Gang mit der Kirchgemeinde Loschwitz, 2.4.17, 13.30 Uhr vom Körnerplatz zur Dreikönigskirche und - zur öffentlichen Versammlung von Kirchgemeindegliedern vor der Dreikönigskirche, 2.4.17, 15.00 Uhr

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Lichtenau, 18.03.2017 (aktiv bis 17.03.2018)


Neuigkeiten

Der Termin der Kirchenleitungssitzung in der letzten Nachricht ist völlig verunglückt: es handelt sich richtigerweise um nächsten Freitag, den 28.4.2017.

>>> Zu den Neuigkeiten


Debatte zur Petition

PRO: Der jetzige Ansatz zur Strukturreform wird keine dauerhafte Lösung sein. Die Kirche hat ein demographisches Problem, aber viel mehr ein inhaltliches. Eine Diskussion dazu kann ich aber in der Kirchenleitung nicht erkennen. Wir werden um Großstrukturen ...

PRO: Ich verstehe das veröffentlichte "Papier" der Kirchenleitung als wegweisende Empfehlung, nicht als Vorschrift. Allerdings habe auch ich Angst davor, dass es "Richtlinie" wird, wenn nicht ausreichend dagegen unternommen wird. Die Empfehlungen hin zu Mega-Kirchspielen ...

CONTRA: Das Grundanliegen, atraktive Stellen für junge Gemeindepädagogen oder Kirchenmusiker zu schaffen wird hier viel zu wenig berücksichtigt. Wir werden als Gemeinden ohne junge Mitarbeiter dastehen, wenn wir weiterhin nur 30% - Stellen anzubieten vermogen. ...

CONTRA: Lasst die Kirche im Dorf! Wenn Sparkassen und Raiffeisenbanken die ländlichen Gemeinden verlassen - lässt das Kapital den Menschen allein. Wenn die Seelsorge die (ihre) Gemeinden verlässt - lässt da die Kirche die Menschen allein? Wenn Kirchgemeinden ...

>>> Zur Debatte


Warum Menschen unterschreiben

Eine lebendige Gemeinde kann nur vor Ort sich aufbauen und stärken. Es verschwindet niemand in einer anonymen Masse. Im Ehrenamt können die Gaben und die Bereitschaft des Einzelnen wesentlich besser herausgefunden werden. Die Gestaltung des Miteinand ...

Ich bin Christ, aber kein Mitglied der großen Kirchen mehr. Trotzdem verfolge ich deren Entwicklung, weil ich mich mit den Geschwister in Christus verbunden weiß und sie mir nicht egal sind. Mit Sorge nehme ich unbiblische und marktwirtschaftlich gep ...

Ich möchte das unsere Kirchgemeinde weiterhin in ihrer jetzigen Form selbständig bleibt und selbst über ihre Finanzen entscheiden kann.

Kirche sollte Kirche sein und auch bleiben und sich nicht immer mehr als ein "Konzern" darstellen.

Erhalt der Gemeinden vor Ort

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