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  • Petition in Zeichnung - Einladung zum Treffen der Unterstützer

    01.05.2018 21:37 Uhr

    Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Schwestern und Brüder,

    auf ihrer Frühjahrstagung hat die Landessynode nun die Gesetze zur Struktur beschlossen. Wie ist das Ergebnis zu interpretieren? Was ist gut für die Gemeinden, wo liegen die Probleme? Was bedeutet das für die Zukunft?

    Um gemeinsam über diese Fragen nachzudenken, lädt die Initiativgruppe „Zurück auf Los“ die Unterstützer der Petition zu einem Treffen am Mittwoch 16.5.2018 ein. Bitte melden Sie sich an unter der Mailadresse zurueckauflos@web.de an. Ort und Anfangszeit teilen wir dann mit.

    „Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht dessen, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht.“ Hebr.11,1

    Mit dem Monatsspruch grüße ich Sie sehr herzlich
    Friedhelm Zühlke

  • Petition in Zeichnung - Mahnwache Sa, 14.4., 11.30 - 14.00, Dreikönigskirche

    12.04.2018 21:13 Uhr

    Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Schwestern und Brüder,

    die sächsische Landeskirche ist geprägt durch eine bunte Vielfalt des Gemeindelebens vor Ort. Diese Vielfalt muss erhalten bleiben. Deswegen wollen Gemeindeglieder aus „Profilgemeinden“ am

    Sonnabend, 14.4.2018, von 11.30 – 14.00 Uhr eine Mahnwache

    vor der Dreikönigskirche (Tagungsort der Synode, Hauptstr. 23, 01097 Dresden,) abhalten. Dazu sind alle Unterstützer eingeladen, die für die Eigenständigkeit der Kirchgemeinden eintreten wollen. Der Zeitpunkt ist so gewählt, daß man in der Mittagspause mit dem einen oder anderen Synodalen ins Gespräch kommen kann.

    Bitte beten Sie persönlich wie in der Gemeinde um eine vom Heiligen Geist geleitete Synodentagung und um Ergebnisse, die für alle Kirchgemeinden gut sind.

    Freundliche Grüße
    Friedhelm Zühlke

  • Petition in Zeichnung - Verlaufsplanung veröffentlicht

    06.04.2018 22:18 Uhr

    Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Schwestern und Brüder,

    mittlerweile ist die Verlaufsplanung der Synodentagung vom 13. – 16.4. veröffentlicht worden unter engagiert.evlks.de/landeskirche/mehr-zu/landessynode/berichte/verlaufsplanung-13-16-april-2018/
    Falls Sie noch eine Eingabe machen wollen, ist es wichtig, daß sie vor der Tagung, also bis spätestens Donnerstag, 12.4., eingereicht wird.
    Das Thema der Strukturreform wird am Sonnabend, 14.4., ab 16.00 Uhr verhandelt.

    Vielen Dank für die Zuschriften an zurueckauflos(at)web.de oder über „Frage an den Initiator“. Leider bin ich nicht in der Lage, auf jede zu antworten. Sie werden aber alle aufmerksam gelesen, und vieles ist in die Äußerungen der Initiativgruppe eingeflossen.

    Man kann die Petition nach wie vor unterzeichnen, allerdings nur als ganzes und nicht speziell die letzte Eingabe. Falls sie von ihr etwas selbst verwenden wollen, können Sie das gerne tun, bitte mit Quellenangabe.

    Im Namen der Initiativgruppe „Zurück auf Los“ grüße ich Sie herzlich
    Ihr Friedhelm Zühlke

    P.S.: Sie können diese Info-Mail abbestellen. Man kann sich dann aber nicht wieder anmelden.

  • Petition in Zeichnung - Do, 5.4., Gespräch mit Synodalen in Leipzig

    04.04.2018 21:10 Uhr

    Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Schwestern und Brüder,

    haben Sie morgen (Donnerstag-)Abend schon etwas vor?
    Die Ev.-Luth. Kirchgemeinde Leipzig-Gundorf hat Leipziger Synodale für ein Gespräch über die Gesetzentwürfe zur zukünftigen Kirchenstruktur eingeladen:
    Do., 5.4.18, 19.30 Uhr in der Gundorfer Kirche,
    Gundorfer Kirchweg 4, 04178 Leipzig (Nähe Straßenbahn Endstelle Linie 7)
    Alle Interessierten sind herzlich willkommen.
    Dies ist eine gute Möglichkeit, zwischen Veröffentlichung der Entwürfe und Entscheidung der Synode mit unseren Vertretern ins Gespräch zu kommen.

    Der SONNTAG widmet sich in der aktuellen Ausgabe der Frage nach der „Freiheit der Gemeinden“ bei der Anstellung von Mitarbeitern. Dabei kommt auch Peter Siegel, der Finanzexperte unserer Initiativgruppe, zu Wort. (www.sonntag-sachsen(punkt)de)

    Freundliche Grüße
    Friedhelm Zühlke

  • Petition in Zeichnung - Erläuterungen zur Eingabe

    03.04.2018 23:13 Uhr

    Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Schwestern und Brüder,

    eine gute Nachricht: unser Herr Jesus Christus ist auferstanden! Die Frage nach dem Tod ist geklärt. Wir können leben.

    Vor einer Stunde haben Sie den Text einer Eingabe an die Landessynode bekommen. Da die Mails über den Petitionsverteiler auf 5000 Zeichen begrenzt sind, bekommen Sie jetzt eine weitere Mail mit ein paar Erklärungen.

    Die Kirchenleitung hat die Gesetzesentwürfe unter engagiert.evlks.de/landeskirche/themen-und-debatten/strukturdebatte/ veröffentlicht. Die Landessynode hatte in ihrem Beschluß DS 119 die Beteiligung der Gemeinden beschlossen. Dazu gehört auch die Diskussion über die Gesetzesentwürfe. Diese Transparenz sollte für eine Kirche, die ihre Gemeinden ernst nimmt, Standard sein.

    Als Initiativgruppe haben wir die Gesetzesentwürfe per Mail diskutiert. Das heißt, jeder, der eins unserer Treffen besucht und seine Emailadresse hinterlassen hatte, konnte sich einbringen.
    Das Ergebnis ist die vorliegende Eingabe. Die basisorientierte Vorgehensweise ist uns wichtig, sie ist aber nicht sehr schnell und braucht ein paar Tage.

    Was kann man jetzt noch tun?
    - Als erstes ist das Gebet zu nennen. Die Sache ist kompliziert: Die Landessynode hat den Zug angehalten und eine neue Richtung vorgegeben. Nun muß sie die Weichen entsprechend stellen, und davon gibt es viele. Deshalb sind weise Entscheidungen nötig, um die wir unseren Gott bitten sollten.
    - Bis Donnerstag, 12.4.2018 können noch Eingaben an die Landessynode gerichtet werden. Vielleicht haben Sie (möglichst als KV) noch einen Punkt, der Ihnen besonders wichtig ist.
    - Die Synodalen sind die Vertreter der Gemeinden und können natürlich angesprochen werden.
    - In den nächsten Tagen wird erfahrungsgemäß der Verlauf der Synodentagung (13.-16.4.) veröffentlicht. An den Stellen, wenn es um die Strukturreform geht, lohnt sich ein Besuch, bei anderen Punkten natürlich auch.

    Bis zum Ende der Petition im Juni werden wir Sie weiter auf diesem Wege informieren. Wer direkt Kontakt mit unserem Netzwerk aufnehmen will, kann das gerne unter zurueckauflos(at)web.de tun. Wer diese Mails nicht mehr bekommen will, kann sie am unteren Rand abmelden.

    Im Namen der Initiativgruppe „Zurück auf Los“ grüße ich Sie recht herzlich
    Ihr Friedhelm Zühlke

  • Petition in Zeichnung - Eingabe an die Landessynode

    03.04.2018 21:32 Uhr

    Eingabe an die Landessynode der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens 3. April 2018
    Betr.: Gesetzesentwürfe zur Strukturreform


    Lieber Bruder Guse, liebe Schwestern und Brüder,

    zunächst danken wir Ihnen herzlich, dass Sie mit dem Entscheidungsfindungsprozess die Gemeindebasis eingebunden haben. Die Veröffentlichung der Gesetzesentwürfe begrüßen wir sehr. Als Initiative von Pfarrern, Kirchenvorstehern und engagierten Gemeindegliedern möchten wir uns an dieser Stelle konstruktiv einbringen und bitten Sie, folgende Überlegungen zu berücksichtigen.

    1. "Es muss das Ziel der Strukturveränderungen sein, ... lebendige Kirchgemeinden möglichst eigenständig zu belassen. Das hat Vorrang vor zentralisierenden Möglichkeiten." (aus DS 126 der Landessynode vom Nov. 1997)
    Dieser von der Landessynode aufgestellte Grundsatz soll auch weiterhin gelten. Deswegen bitten wir die Landessynode, die Regionalisierung nicht in die Kirchgemeindeordnung aufzunehmen.
    2. Mit der Regionalisierung einher geht die Orientierung an drei vollen Gemeindepfarrstellen. Dies ist - gerade weil es ja um Stellenabbau geht - widersinnig. Um möglichst viel Selbständigkeit zu erhalten, darf die Grundgröße nur eine Pfarrstelle sein. Um die Auskömmlichkeit der Stellen zu ermöglichen, halten wir es für sinnvoll, perspektivisch die festen Quoten im Dreiergespann aufzulösen und den Gemeinden ein Budget für die Anstellung von Mitarbeitern zu Verfügung zu stellen.
    Nachdrücklich fordern wir die Landessynode auf, keinesfalls „drei volle Pfarrstellen“ in § 10a Abs. 2 KGO aufzunehmen.
    3. Den Kirchgemeinden ist ein Höchstmaß an finanzieller Eigenverantwortung in Ausgaben und Einnahmen wichtig. Geistliche und finanzielle Verantwortung dürfen nicht getrennt werden. Dieser Grundsatz soll bei allen Veränderungen berücksichtigt werden.
    4. In den Gesetzesentwürfen vermissen wir die Möglichkeit, aus Eigenmitteln Pfarr- und Mitarbeiterstellen zu finanzieren, wie sie in Drucksache 139 beschlossen wurde. Gemeinden brauchen die Möglichkeit, alternativ zu landeskirchlichen Finanzierungen eigenständige Lösungen aus Stiftungsmitteln, Spenden, Pachten, etc. zu finden.
    5. Regionale Zusammenarbeit darf nur dann geschehen, wenn sie der Gemeindearbeit vor Ort tatsächlich dient.
    6. Verschiedene Gemeinden haben sich zum Kirchspiel oder zur Fusion drängen lassen, „um die Chance auf die Besetzung der Pfarrstelle zu erhöhen“. Wir fordern die Landessynode auf, ihnen die Rückverselbständigung zu ermöglichen.
    7. Im Sinne der Flexibilität fordern wir den Wegfall der Höchstzahl der Gemeinden im Schwesterkirchverhältnis. Die Entscheidung für eine Gemeindeverbindung muss sinnvoll sein und nicht Ergebnis zahlenmäßiger Vorgaben.
    8. Kirchgemeindeverbindungen sind besonders dann problematisch, wenn Gemeinden viele Mitarbeiter z.B. durch einen eigenen Kindergarten haben. Welches ehrenamtliche Gremium kann Arbeitgeber für 50 oder mehr Mitarbeiter sein? Der Fokus auf das Dreigespann greift zu kurz.
    Deswegen bitten wir, dass Kirchgemeinden mit mehr als 10 angestellten Mitarbeitern selbständig bleiben können.
    9. Sogenannte „Profilgemeinden“ werden durch das Erfordernis von drei Pfarrstellen und vieler Gemeindeglieder in ihrer Eigenständigkeit gefährdet. Für die Vielfalt unserer Landeskirche müssen Profilgemeinden selbständig erhalten bleiben.
    10. Die Pfarrerwahl allein durch den betroffenen Seelsorgebezirk halten wir für richtig. Dieser Grundsatz soll in allen Gemeindeverbindungen berücksichtigt werden.
    11. Das Gebäudekonzept soll Sache der Kirchgemeinde bleiben. Die Erstellung erfordert Ortskenntnis. Es ist aber gut, wenn es den Nachbargemeinden zur Stellungnahme vorgelegt wird.
    12. Die Motivation ist ein entscheidender Faktor kirchlicher Arbeit. Wir bitten die Landessynode bei allen Entscheidungen zu prüfen, ob Ehrenamtliche dadurch ermutigt werden.
    13. In Großstrukturen kommt es zwangsläufig zur Verschiebung der Entscheidungsverantwortung zu Ungunsten der Ehrenamtlichen. Dies widerspricht der Notwendigkeit, Ehrenamtliche stärker zu beteiligen.
    14. Weiter bitten wir die Synode, die Frage zu berücksichtigen, ob Ihre Entscheidungen zur Entstehung von Parallelstrukturen beitragen werden.

    Zur Information senden wir diese Eingabe als Kopie an Landesbischof. Wir werden sie ebenfalls über die Petition „Zurück auf Los“ veröffentlichen.

    Für Ihre Beratungen wünschen wir Ihnen Weisheit und Segen von unserem Gott

    Wolfgang Bönsch, Ev.-Luth. Kirchspiel Regis-Breitingen (Kbz. Leipziger Land)
    Jan Merkel, Ev.-Luth. Peter-Paul-Kirchgemeinde Vielau (Kbz. Zwickau)
    Friedhelm Zühlke, Ev.-Luth. St-Ursula-Kirchgemeinde Auerswalde (Kbz. Chemnitz)

  • Petition in Zeichnung - Entscheidende Phase der Strukturfindung

    07.02.2018 22:47 Uhr

    Die Initiativgruppe "Zurück auf Los" hat bei einem Treffen Anfang Februar 2018 die Situation in unserer Landeskirche besprochen und wendet sich mit folgendem Text an die kirchliche Öffentlichkeit:

    Jesus Christus gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit. Hebr. 13,8

    Nachdem die Landessynode mit dem Konzept der „Nähe und Flexibilität“ (Drucksache 135) und der Förderung der Ko-Finanzierung (DS 139) wegweisende Grundlagen gelegt hat, geht der Entscheidungsfindungsprozeß nun in seine entscheidende Phase.

    Wir befürchten, dass die gemeindedienlichen Absichten im weiteren Verfahrensverlauf und bei der konkreten Ausgestaltung der Kirchengesetze abgeschwächt werden könnten.

    Deshalb wendet sich die Initiativgruppe „Zurück auf Los“ mit folgenden

    Dringenden Bitten
    an die Landessynode bzw. die Kirchenleitung und das Landeskirchenamt:


    - Lokalen Lösungen Vorrang vor Regionalisierung einräumen
    Die zwingende Vorgabe von Gemeindegliederzahlen für Struktureinheiten bzw. Regionen muss gestrichen werden.
    Wir schlagen ein kirchgemeindliches Mitarbeiterkonzept vor, in dem Anstellung und Aufgaben der Mitarbeiter im Verkündigungsdienst nach lokalen Bedürfnissen geplant werden. Aus starren landeskirchlichen Stellenzuweisungen wird ein Budget, mit dem die Gemeinde diese Mitarbeiter bezahlt. Eigenfinanzierung wird gemäß DS 139 ermöglicht und gefördert.
    Nur wenn ein gemeindliches Mitarbeiterkonzept nicht gelingt, greift die Pflicht zur Regionalisierung.

    - Selbständigkeit ermöglichen
    Eigenständige Kirchgemeinden müssen eigenständig bleiben können, sofern deren Finanzmittel einschließlich Eigenmittel und Spendenaufkommen ausreichend sind. In diesem Zusammenhang muss es auch Möglichkeiten geben, Kirchgemeindeverbindungen unkompliziert aufzulösen und Gemeinden (wieder) neu zu gründen.

    - Zusätzliche Stellen für Mission
    Wir begrüßen alle Bemühungen, auf der Gemeinde- und Kirchenbezirksebene zusätzliche Stellen für Mission zu schaffen. Dazu braucht es innovative Konzepte und neu geordnete Finanzierungswege, die mehr sein müssen als eine "Umetikettierung" bestehender Planstellen.

    - Landgemeinden nicht benachteiligen
    Die Umsetzung der Kirchenleitungsvorgaben vom 8.12.2017 führt zu einer Benachteiligung der Landgemeinden. Das muss rückgängig gemacht werden. Wir wenden uns gegen Bestrebungen, die erforderliche Anzahl von Gemeindeglieder pro Dreiergespann anzuheben.

    - Wiederbesetzung zulassen
    Wir fordern Kirchenbezirke und Landeskirchenamt auf, die Wiederbesetzung bestehender Mitarbeiter- und Pfarrstellen nicht zu blockieren und die notwendigen Schritte zur Ausschreibung zu veranlassen.

    - Transparenz herstellen
    Die Gesetzesentwürfe müssen vor der Synodentagung veröffentlicht werden, damit sie von den Gemeinden diskutiert werden können, denn sie betreffen ihre Zukunft.


    Die Kirchenvorstände rufen wir auf:

    - Entscheidungsfreiheit bewahren
    Lassen Sie sich in der aktuellen Phase der Strukturfindung nicht zu Kirchgemeindeverbindungen drängen! Erst auf der Frühjahrstagung der Landessynode werden die entscheidenden Kirchengesetze beschlossen.

    - Beteiligen Sie sich
    Fordern Sie mit einer Eingabe bei der Kirchenleitung die Gesetzentwürfe an!
    Laden Sie die Synodalen Ihres Wahlkreises ein und diskutieren Sie mit ihnen die Entwürfe! Gleichzeitig bitten wir die Synodalen, von ihrer Seite das Gespräch mit den Gemeinden zu suchen.



    Uns alle ermahnen wir:

    Lassen wir den guten Gesprächsfaden, der sich zwischen den Ebenen unserer Landeskirche entwickelt hat, nicht abreißen!

    Nicht zuletzt sondern zuerst lassen Sie uns im Gebet von unserem Herrn Jesus Christus eine gute Lösung für die aktuellen und zukünftigen Herausforderungen der Kirche erbitten.


    Im Auftrag der Initiativgruppe „Zurück auf Los“

    Wolfgang Bönsch, Ev.-Luth. Kirchspiel Regis-Breitingen (Kbz. Leipziger Land)
    Jan Merkel, Ev.-Luth. Peter-Paul-Kirchgemeinde Vielau (Kbz. Zwickau)
    Peter Siegel, Ev.-Luth. Johanniskirchgemeinde Rußdorf (Kbz. Chemnitz)
    Friedhelm Zühlke, Ev.-Luth. St.-Ursula-Kirchgemeinde Auerswalde (Kbz. Chemnitz)
    

  • Änderungen an der Petition

    30.12.2017 21:08 Uhr

    Die Petition begleitet die Strukturreform seit einem Dreivierteljahr. Es ist viel passiert, vieles hat sich zum Guten gewendet. Deshalb habe ich zum besseren Verständnis den zeitlichen Ablauf der Entwicklung deutlich gemacht. Da der Zeichenumfang begrenzt ist, sind verschiedene Texte in die „Neuigkeiten“ ausgelagert. So kann mit etwas Mühe der Verlauf nachverfolgt werden.

    Die Synode hat sehr gute Grundsätze beschlossen. Für die Gemeindebasis ist es jetzt von großer Wichtigkeit, welche konkreten rechtlichen Regelungen daraus entstehen. Bitte verfolgen Sie das Thema weiter mit großer Aufmerksamkeit bis zur Frühjahrstagung der Landessynode am 13. - 16. April 2018.

    Ein gesegnetes Jahr 2018 wünscht
    Friedhelm Zühlke


    Neuer Petitionstext: Diese Petition begleitet seit März 2017 die Vorgänge um die Strukturreform.
    Auf den Text vom 18.3.2017 folgen weitere Informationen und Texte, die im Verlauf der Diskussion entstanden sind.
    1. Ursprünglicher Text 18.3.17:
    Im Herbst 2016 hat die Kirchenleitung der Sächsischen Landeskirche mit dem Papier "Kirche mit Hoffnung in Sachsen" verfügt, daß sich alle sächsischen Kirchgemeinden zu "Struktureinheiten" mit mindestens 4000 Gemeindegliedern zusammenschließen müssen. Durch die Vereinigung von Gemeinden und die Bildung von Kirchspielen wird die rechtliche Selbständigkeit der Einzelgemeinden beendet.
    Die Landessynode muß ihre Verantwortung wahrnehmen und diese Strukturreform stoppen: "ZURÜCK AUF LOS!"
    "NEU ANFANGEN" wollen wir als Kirchgemeinden zusammen mit der Landessynode und in einem mehrjährigen fairen Entscheidungsprozeß über die zukünftigen Strukturen entscheiden.
    Dabei sollen tragfähige Lösungen und Selbstfinanzierung vor Ort ermöglicht werden.


    Neue Begründung: Jede Kirchgemeinde ist Kirche Jesu Christi vor Ort. Hier versammelt sich die Gemeinde. Hier wird geistliche Verantwortung wahrgenommen. Hier geschieht Gemeindeaufbau.
    Die Kirchgemeinde darf nicht gegen ihren Willen und ohne Notwendigkeit aufgelöst oder zwangsvereinigt werden. Vielmehr muß alles dafür getan werden, daß sie in der Lage bleibt, am Ort eigenverantwortlich zu leben und zu arbeiten.
    Evangelische Kirche baut sich von unten auf. Organisationsfragen dürfen nicht autoritär und rücksichtslos von oben nach unten durchgesetzt werden.
    In der Kirche wird ständig von Demokratie gesprochen. Hier bestimmen aber 18 Personen in der Kirchenleitung über die Zukunft von 719 Kirchgemeinden.
    Es besteht keinerlei Transparenz. Eine Arbeitsgruppe tagt hinter verschlossenen Türen. Die Kirchenleitung übernimmt deren Ergebnis und legt es als Lösung bis 2040 fest.
    Alternativen - keine. Diskussion - unerwünscht.
    Nach Sächsischer Kirchenverfassung trägt die Landessynode "die Verantwortung für alle Angelegenheiten der Landeskirche". Deshalb darf sie sich nicht von der Kirchenleitung überrumpeln lassen. Veränderungen an Einzelfragen haben keinen Sinn. Die Landessynode kann die Strukturreform stoppen: "ZURÜCK AUF LOS!"
    Christliche Kirche lebt nicht von (Steuer-)Geldern, die gleichmäßig verteilt werden. Christliche Kirche lebt von Jesus Christus. Und der ruft Menschen zum Glauben, in die Nachfolge und zur Mitarbeit vor Ort.
    Wenn eine Landeskirche in dieser Art und Weise vorgeht, übergeht und entmutigt sie haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter. Deren Reaktion ist Rückzug aus der Verantwortung, zähneknirschendes Aushalten oder der Aufbau von Parallelstrukturen - aber kein konstruktives Mitdenken und aktives Anpacken.
    Die Gemeinden sehen die Notwendigkeit von Veränderungen ein, wenn diese tatsächlich nötig sind und wenn die Verantwortlichen vor Ort an der Lösung beteiligt werden. Das ist allerdings für die kirchliche Verwaltung und Hierarchie anstrengend. Aber das erwarten wir.
    Die Kirchgemeinden brauchen Freiräume und sollen ermutigt werden, in ihrem Verantwortungsbereich Ideen zu entwickeln, Lösungen zu finden und Projekte wagen, die sie selbst finanzieren können. Dabei sind sie auch gefordert, ihre Nachbarn in der Landeskirche zu unterstützen.
    Deswegen bitten wir die Landessynode: Lassen Sie uns gemeinsam NEU ANFANGEN!
    2. Am 2.4.2017 beschließt die Landessynode einen Entscheidungsfindungsprozeß, siehe Neuigkeiten vom 5.4.
    3. Es bildet sich eine Initiativgruppe, die im August aus Zuschriften und den Kommentaren der Petition „Prüfsteine zur Strukturreform“ formuliert, siehe Neuigkeiten vom 13.8.
    4.
    Am 27. Oktober 2017 hat trifft sich die Initiativgruppe „Zurück auf Los“ mit Unterstützern der Petition und mit Landessynodalen getroffen. Landessynodalen. Gemeinsam wurden werden die „Prüfsteine zur Strukturreform“ (nachzulesen unter Neuigkeiten vom 13. August 2017) bekräftigt und zu folgenden Bitten an die Landessynode zusammengefasst:
    - Die Selbständigkeit der Kirchgemeinden ist zu bewahren und zu stärken. Deshalb ist die landeskirchliche Stellenplanung von der kirchgemeindlichen Struktur auf Ortsebene zu entkoppeln. Stellenkürzungen dürfen nicht automatisch Änderungen der Rechtsform der Gemeinden nach sich ziehen.
    - Die Rechte der Gemeinden müssen bestehen bleiben. Dies muss auch für Personalentscheidungen gelten, wenn Mitarbeiter auf anderen Ebenen angestellt werden.
    - Kirchgemeinden sollen frei und ohne Druck über regionale Kooperationen entscheiden. Sie dürfen nicht zu beliebig verschiebbaren Objekten werden. Die Aufhebung bestehender Verbindungen muss möglich sein.
    - Ausdrücklich danken wir der Landessynode für ihre Entscheidung (DS 119), einen Entscheidungsfindungsprozess auf allen kirchlichen Ebenen durchzuführen. Wir bitten sie, diese Vorgehensweise für alle tiefgreifenden Grundsatzfragen zur Regel zu machen.
    - Nach den Verheißungen unseres Gottes ist die Motivation der haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter der entscheidende Faktor kirchlichen Lebens. Wir bitten die Landessynode eindringlich, mit ihren Beschlüssen die Gemeinden zu ermutigen, in ihren Orten fröhlich und engagiert Gemeinde zu bauen.
    5. Im November beschließt die Landessynode das Konzept der „Nähe und Flexibilität“. Dieses ist die Grundlage für die zukünftige Struktur der Landeskirche. Der Text ist dokumentiert unter Neuigkeiten vom 18.11.
    6. Damit ist die Strukturreform noch nicht abgeschlossen. Die konkrete Ausgestaltung der Kirchgemeindestrukturgesetzes ist entscheidend wichtig. Dieses wird vom Landeskirchenamt ausgearbeitet und von der Landessynode im April 2018 beschlossen.


  • Petition in Zeichnung - Zurück auf Los - Neu gestartet - Etappenziel erreicht

    18.11.2017 22:31 Uhr

    Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Schwestern und Brüder,
    die Landessynode ist im April „Zurück auf Los“ gegangen. Als Landeskirche sind wir neu gestartet und haben einen halbjährlichen Entscheidungsfindungsprozeß zurückgelegt. Heute Abend haben wir ein Etappenziel erreicht, die Synode hat einstimmig den folgenden Beschluß gefaßt. Wir können uns freuen und danken unserem Gott. Ebenso gilt unser Dank den Synodalen.
    Freundliche Grüße, Friedhelm Zühlke

    Weiterentwicklung der gesetzlichen Grundlagen für die Ausgestaltung der Struktur- und Stellenplanung ab 2020 in der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens

    Die Landessynode dankt allen, die sich mit Vorschlägen, Eingaben und Diskussionsbeiträgen am bisherigen Entscheidungsfindungsprozess bezüglich der künftigen Kirchgemeindestrukturen und der Entwicklung der Berufsbilder beteiligt haben. Sie würdigt diesen Prozess als wertvoll und hilfreich. Sie erkennt darin eine wichtige Möglichkeit, die Kirchgemeinden, Regionen und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unserer Landeskirche in notwendige Veränderungsprozesse einzubeziehen.
    Nach Prüfung und Diskussion der vorgeschlagenen Modelle und unter Aufnahme von Vorschlägen aus diesen Modellen und anderen Anregungen sollen bei der Erarbeitung der gesetzlichen Grundlagen für die Struktur- und Stellenplanung ab 2020 die Aspekte von Nähe und Flexibilität sowie ein klarer und vertrauensvoller Blick auf die Herausforderungen der Zukunft leitend sein.
    Das Landeskirchenamt wird gebeten, zur Frühjahrstagung 2018 ein weiterentwickeltes Kirchgemeindestrukturgesetz nebst ggf. weiteren erforderlichen Gesetzesanpassungen vorzulegen. Dabei sollen folgende Eckpunkte berücksichtigt werden:
    • Den Kirchgemeinden ist in den künftigen Arbeitsstrukturen die Selbständigkeit zu erhalten, indem sie einen eigenen Kirchenvorstand bilden, der über einen Haushalt der Kirchgemeinde beschließt und die Stellenbesetzung im Verkündigungsdienst für den Bereich der Kirchgemeinde mitentscheidet.
    • Für Kirchgemeinden, die in einem Schwesterkirchverhältnis zusammenarbeiten oder einem solchen beitreten, sind entscheidungsbefugte Strukturen (beschließende Ausschüsse) für den Einsatz der Stellen im Verkündigungsdienst in das Kirchgemeindestrukturgesetz einzuarbeiten sowie die Zuständigkeiten in der Pfarramtsleitung zu klären.
    • Das Ziel, auskömmliche Beschäftigungsverhältnisse in förderlichen Arbeitsstrukturen zu schaffen, ist zu beachten. Bestehende Initiativen und Absprachen für die regionale Zusammenarbeit sollen erhalten bleiben, gestärkt und weiterentwickelt werden.
    • Als zeitlicher Horizont für die Gestaltung der Arbeitsstrukturen der Kirchgemeinden ist anzustreben, dass diese bis ca. 2040 Bestand haben, gegebenenfalls aber in mehreren Schritten umgesetzt werden können.

  • Petition in Zeichnung - Landessynode vor entscheidender Tagung zur Strukturreform

    15.11.2017 21:56 Uhr

    Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Schwestern und Brüder,

    von Freitag, 17.11. - Montag, 20.11.2017 tagt die Landessynode in der Dreikönigskirche in Dresden. Sie wird sich ausführlich mit der Strukturreform beschäftigen und voraussichtlich entscheidende Beschlüsse fassen.

    - Bitte beten Sie für die Beratungen und für weise Entscheidungen.
    - Die Plenarsitzungen sind öffentlich. Besuchen Sie die Sitzungen, wenn Sie es möglich machen können.
    Folgende Zeiten sind von großer Bedeutung:
    Freitag, 17.11., 10.30 - 13.00 Uhr
    Samstag, 18.11., 9.00 Uhr - 16.00 Uhr
    Sonntag, 19.11., ab 19.30 Uhr

    Hier der Link zur Verlaufsplanung: engagiert.evlks.de/landeskirche/mehr-zu/landessynode/berichte/verlaufsplanung-17-20-november-2017/

    Freundliche Grüße
    Friedhelm Zühlke