• Die Petition ist bereit zur Übergabe - 26.1., 10.00 Uhr, Mahnwache für Runden Tisch

    19.01.2019 23:09 Uhr

    Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Schwestern und Brüder,

    die Verlaufsplanung der Tagung der Landessynode ist veröffentlicht unter
    engagiert.evlks.de/landeskirche/mehr-zu/landessynode/berichte/verlaufsplanung-2526-januar-2019/

    Die Vorstellung der Kandidaten am Freitagabend ist mit Sicherheit sehr interessant. Die Sitzung ist öffentlich, die Teilnahme als Besucher ist möglich.

    Am Samstag beginnt die Sitzung mit dem ersten Wahlgang um 9.00 Uhr. Deswegen treffen wir uns am 26.1.2019 um 10.00 Uhr vor der Dreikönigskirche, Hauptstr. 23, 01097 Dresden-Neustadt. Es ist kein Problem, später dazuzukommen.

    Wenn im ersten Wahlgang kein Kandidat die nötige Zweidrittelmehrheit erreicht, folgt eine Pause von drei Stunden vor dem zweiten Wahlgang. In dieser Pause wird sich die Gelegenheit zum Gespräch mit Synodalen und anderen Verantwortungsträgern ergeben.

    Ihnen allen wünsche ich im Namen der Initiativgruppe einen gesegneten Sonntag
    Friedhelm Zühlke

    Noch eine Idee: man kann auch einen runden Tisch mitbringen…

  • Die Petition ist bereit zur Übergabe - Am 26.1.19 Mahnwache für Runden Tisch

    18.01.2019 22:17 Uhr

    Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Schwestern und Brüder,

    die Umsetzung der Regionalisierungsmaßnahmen ist in vollem Gange. Was ist eigentlich das Problem an einer schlechten Struktur? Es ist, daß einmal geschaffene ungünstige Bedingungen auf Dauer festgeschrieben werden. Für eine auf ehrenamtliche Mitarbeit angewiesene Landeskirche ist das natürlich eine Katastrophe. Ehrenamtliche lassen sich nicht versetzen wie Arbeitnehmer. Viele in der Landeskirche Engagierte resignieren, sie finden sich entmutigt mit der Lage ab oder ziehen sich zurück.
    Verschiedene Aktive wollen noch einmal während der Tagung der Landessynode am Samstagvormittag, 26.1.2019, auf ihre Situation aufmerksam machen.

    Sie sind herzlich eingeladen, an dieser Mahnwache vor der
    Dreikönigskirche, Hauptstr. 23, 01097 Dresden (Neustadt) teilzunehmen.

    „Strukturmaßnahmen aussetzen – Runden Tisch einsetzen“ heißt das Motto wie die letzten Eingaben an die Kirchenleitung. Unser Ziel ist eine gute Lösung für jede Kirchgemeinde. Dies läßt sich nur erreichen, wenn die landeskirchlichen Leitungsgremien auf Augenhöhe mit den Basisvertretern reden, ohne daß gleichzeitig Druck ausgeübt wird.
    Sie können gerne Plakate, Spruchbänder oder andere kreative Blickfänge mitbringen. Bei Fragen mailen Sie bitte an zurueckauflos(at)web.de oder über die Petition an „Frage an den Initiator“.

    In der Pause zwischen den Wahlgängen zum Präsidenten des LKA haben wir die Chance, mit Synodalen ins Gespräch zu kommen.
    Wenn die Verlaufsplanung der Synodentagung veröffentlicht ist, werde ich Sie über den genauen Beginn der Mahnwache auf diesem Wegen informieren. Es wird am Samstagvormittag sein.

    Freundliche Grüße
    Friedhelm Zühlke

  • Die Petition ist bereit zur Übergabe - LKA-Präsidenten-Kandidaten antworten auf unsere Fragen 4

    13.01.2019 23:20 Uhr

    Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Schwestern und Brüder,

    im Namen der Initiativgruppe wünsche ich Ihnen eine gesegnete Woche
    Friedhelm Zühlke

    (Wer zuerst die neuesten Mails liest, sollte zum besseren Verständnis mit Nr. 1 anfangen.)

    Jetzt kommt Stephan Gerstenberg zu Wort:

    - Wie erklären Sie sich den großen Widerstand der Gemeindebasis gegen
    die Strukturreform?
    Offensichtlich gibt es erheblichen Kommunikationsbedarf.

    - Wie stehen Sie zu der Möglichkeit des LKA, Gemeinden gegen ihren
    Willen zu Strukturmaßnahmen zu zwingen?
    Kirche lebt von unten, braucht aber auch von oben die Stärkung und
    Führung der Gemeinschaft, damit die Einheit bewahrt bleibt. Nur so sind
    Subsidiarität und Solidarität auszugleichen. Deswegen halte ich es für
    richtig, bei einem umfangreichen Veränderungsprozess wie der
    Strukturreform auch Möglichkeiten vorzusehen, übergeordnete Ziele mit
    Nachdruck zu erreichen. Dabei ist die Anwendung von Zwang immer ultima
    ratio, wenn ein Konsens oder Kompromiss nicht gefunden werden kann.

    - Befürworten Sie unsere Forderung, die Strukturmaßnahmen auszusetzen
    und mit einem „Runden Tisch“ die Probleme auf Augenhöhe mit den
    Gemeinden zu klären?
    Ich befürworte sehr, die Probleme auf Augenhöhe mit den Gemeinden zu
    klären. Im Laufe eines umfangreichen Reformprozesses wie bei der
    vorliegenden Strukturreform sollte man immer wieder innehalten und den
    Anpassungsbedarf prüfen. Das kann auch beinhalten, dass man mehr Zeit
    für die Kommunikation und die weiteren Prozessschritte gewährt. Dabei
    empfiehlt sich ein sehr umsichtiges Vorgehen. Denn viele haben sich
    bereits auf den Prozess eingelassen, andere vielleicht weniger. Sehr
    viele Belange sind abzuwägen. Für mich, der ich von außen und
    unvoreingenommen komme, verbietet sich ein vorschnelles Urteil. Wenn ich
    gewählt werden sollte, werde ich erst mal sehr viel zuhören und verstehen.

    - Sind Sie bereit, nach einer erfolgreichen Wahl einer Einladung zu
    einem Gespräch mit uns zu folgen?
    Selbstverständlich. Ich bin auch gerne zu mehr als einem Gespräch bereit.

  • Die Petition ist bereit zur Übergabe - LKA-Präsidenten-Kandidaten antworten auf unsere Fragen 3

    13.01.2019 23:13 Uhr

    Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Schwestern und Brüder,

    weitere Informationen zu den Kandidaten finden Sie hier:
    engagiert.evlks.de/landeskirche/mehr-zu/landessynode/berichte/27-landessynode-sondertagung-praesidentenwahl/

    Jetzt folgen die Antworten von Friedrich Nollau:

    - Wie erklären Sie sich den großen Widerstand der Gemeindebasis gegen die Strukturreform?
    Erst einmal sehe ich keinen Widerstand gegen ein Strukturreform als solche. Alle Beteiligten sind sich bewußt, dass wir auf Veränderungen reagieren müssen, auch indem wir nicht mehr passende Strukturen anpassen und auch Einschnitte vorgenommen werden.
    Der Gegenwind gegen geplante und inzwischen ja auch schon teilweise umgesetzte Maßnahmen hatte m.E. viele Gründe.
    • das positive Ziel, das mit zukunftsfähigen Strukturen unter den absehbaren veränderten finanziellen und personellen Umständen gemeinsam erreicht werden soll und erreicht werden kann, war nicht ausreichend erkennbar. Diese Ziele wurden zu wenig erklärt und gemeinsam entwickelt.
    • das Verfahren war für die Gemeinden nicht transparent; die öffentliche Diskussion begann vielfach zu dem Zeitpunkt, als die Entscheidung gefühlt schon getroffen war; so wurde z.B. die Situation in der Großstadt erst behandelt, als der grundsätzliche Rahmen schon klar war, so dass die Besonderheiten der Großstadt nicht mehr strukturiert berücksichtigt werden konnten
    • vor allem die ehrenamtlichen Gemeindeglieder fühlen sich durch die großen Strukturen überfordert
    • Strukturveränderungen benötigen Zeit, in denen Gemeinden zueinander finden können. Wenn Zusammenschlüsse am Ende eines Prozesses gestanden hätten und nicht am Anfang, wäre die Akzeptanz sicher höher gewesen.
    • Daneben spielt sicher auch Ärger und Trauer über unausweichliche Veränderungen eine Rolle.
    Unabhängig hiervon kann ich mir eine Strukturreform ohne heftige Diskussionen nicht vorstellen. Wichtig ist, dass der Gegenwind konstruktiv zu besseren Lösungen beiträgt und beitragen kann, und dass wir uns als Kirche auch nicht dauerhaft mit uns selbst und unseren Strukturen beschäftigen, sondern mit der Verkündigung des Evangeliums in Wort und Tat.

    - Wie stehen Sie zu der Möglichkeit des LKA, Gemeinden gegen ihren Willen zu Strukturmaßnahmen zu zwingen?
    Erst einmal ist das LKA an die Kirchenverfassung, die Kirchengesetze und die Beschlüsse der Landessynode gebunden. Die zwangsweise Durchsetzung von Maßnahmen kann dabei geboten sein, sie kann aber nur ultima ratio sein. Im Vorfeld müssen immer alternative Lösungen gesucht werden, wobei ich nicht den Eindruck habe, dass das LKA derzeit leichtfertig Zwangsmaßnahmen durchführt.
    Wichtiger ist mir aber ein anderer Aspekt in diesem Zusammenhang: rein faktisch sind Zwangsmaßnahmen in der heutigen Zeit kein geeignetes Mittel, um Gemeinde zu bauen. Da erfolgt sofort die Abstimmung mit den Füßen. Wir müssen deshalb bereits im Vorfeld eine Kultur des Dialogs und des Ausgleichs schaffen, dass Zwangsmaßnahmen am Ende nicht erforderlich sind. Dies ist nicht einfach und erfordert viel Zeit und Kraft, lohnt sich aber.


    - Befürworten Sie unsere Forderung, die Strukturmaßnahmen auszusetzen und mit einem „Runden Tisch“ die Probleme auf Augenhöhe mit den Gemeinden zu klären?
    Aussetzen: nein. Probleme auf Augenhöhe klären: ja. Eine Strukturreform ist immer ein Prozess und erfordert Kompromisse. Viele Gemeinden und Mitarbeiter können mit der Reform oder einzelnen Elementen durchaus leben und haben sich bereits darauf eingerichtet. Eine komplette Aussetzung der Reform zum jetzigen Zeitpunkt, im schlimmsten Fall verbunden mit einem jahrenlangen Diskussionsprozess, würde nur neue Unsicherheiten schaffen und demotivieren.
    Allerdings würde ich eine Flexibilisierung der starren Vorgaben begrüßen. Wichtig ist, dass wir dauerhaft zukunftsfähige Einheiten schaffen, die in der Lage sind, ihre Aufgaben zu erfüllen und für haupt- wie ehrenamtliche Mitarbeiter attraktiv sind. Die Zahl der Gemeindeglieder ist hier nur ein Element. Wichtig erscheinen mir zudem die Ausrichtung an sozialen Räumen, Aktivitäten und Prägungen vor Ort, Entwicklungsperspektiven und vor allem auch der Faktor Zeit. Wenn Gemeinden in und mit ihrer Region belastbare Zukunftspläne entwickeln, dann sollten sie auch die Chance zur Umsetzung haben.

    - Sind Sie bereit, nach einer erfolgreichen Wahl einer Einladung zu einem Gespräch mit uns zu folgen?
    Ja.

  • Die Petition ist bereit zur Übergabe - LKA-Präsidenten-Kandidaten antworten auf unsere Fragen 2

    13.01.2019 23:05 Uhr

    Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Schwestern und Brüder,

    die Nachrichten, die über die Petition verschickt werden, haben eine Begrenzung auf 5000 Zeichen. Jedes Interview muß deshalb in einer eigenen Mail verschickt werden.

    Jetzt die Antworten von Frau Dr. Jördis Bürger:

    - Wie erklären Sie sich den großen Widerstand der Gemeindebasis gegen die Strukturreform?
    Kirchgemeinden wollen ihre ganze Kraft für den Verkündigungsdienst einsetzen. Dabei sind sie unbedingt zu unterstützen. Unseren Glauben zur Sprache zu bringen, das ist unsere Aufgabe. Strukturen sollen dafür einen verlässlichen Rahmen und Unterstützung bieten. Dafür sind flexible Lösungen nötig. Das ist während des Gesprächsprozesses zur Strukturplanung deutlich geworden. Die Landessynode hat darauf reagiert und die Möglichkeiten der Zusammenarbeit von Kirchgemeinden erweitert.
    Wenn aber der Eindruck entsteht, dass Strukturfragen überhöht werden, dass Kirchgemeinden nicht selbst entscheiden, dass sie nicht beteiligt sind am
    Entscheidungsprozess, frustriert das. Es muss verständlich erklärt werden, wer was entscheidet, wer wofür zuständig ist und wer mit wem darüber spricht. Engagement braucht Klarheit, um den Eindruck zu vermeiden, nicht gebraucht und nicht gefragt zu werden.
    Wie wir als Kirchgemeinden miteinander zusammenarbeiten und einander unterstützen ist durchaus eine inhaltliche Frage, denn wir leben unseren Glauben in Gemeinschaft. Aus dieser Gemeinschaft erwächst Kraft. Darum muss Gemeinschaft unser Ziel sein vor Abgrenzung und Individualisierung. In diesem Sinne verstehe ich die Zielsetzung der Kirchenleitung zur Struktur- und Stellenplanung und die Beschlüsse der Landessynode zur Umsetzung. Dabei sind Besonderheiten selbstverständlich zu erhalten und auch für andere Kirchgemeinden bereichernd in die Zusammenarbeit einzutragen.


    - Wie stehen Sie zu der Möglichkeit des LKA, Gemeinden gegen ihren Willen zu Strukturmaßnahmen zu zwingen?
    Dieser Möglichkeit stehe ich sehr zurückhaltend gegenüber. Aus dem Zwang heraus entsteht keine Gestaltungskraft. Daher kann ein solches Mittel nur als Notmaßnahme Anwendung finden. Gespräche und Vermittlung unter den Beteiligten haben immer Vorrang. Wir müssen erfahren, was wir voneinander erwarten und brauchen. Manchmal scheitern alle Vermittlungsversuche und es entsteht ein Schwebezustand, der zu lähmender Handlungsunfähigkeit mehrerer Kirchgemeinden führt. Dann ist zu prüfen, ob auf diesem Wege eine Klärung und letztlich Entscheidung herbeigeführt werden kann. Auch dabei ist das Gespräch mit den betreffenden Kirchgemeinden zu suchen, um Lösungen zu finden. Eine Entscheidung über die Köpfe hinweg wird es nicht geben.


    - Befürworten Sie unsere Forderung, die Strukturmaßnahmen auszusetzen und mit einem „Runden Tisch“ die Probleme auf Augenhöhe mit den Gemeinden zu klären?
    Die Forderung, miteinander zu reden und vor allem, einander zuzuhören, trifft den Nerv. Wir brauchen auch weiterhin eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit allen Kirchgemeinden, Kirchenbezirken, Werken und Einrichtungen und dazu transparente Prozesse. Mir ist dafür ein wertschätzender und respektvoller Umgang wichtig.
    Viele Kirchgemeinden haben sich trotz aller Kritik auf den Weg gemacht. Sie sind seit Monaten im Gespräch und manche konnten sich schon gut einigen. Sie brauchen jetzt Planungssicherheit, um Zeit und Kraft wieder in andere Arbeit investieren zu können. Eine Verschiebung beseitigt nicht die Gründe für die Notwendigkeit von Veränderungen. Deshalb meine ich, dass die begonnenen Prozesse jetzt nicht angehalten werden sollen. Wo es Probleme gibt, muss aber darüber offen gesprochen und nach Lösungen gesucht werden. Kirchgemeinden müssen sich einbringen können, ihre Vorschläge und Bedenken müssen gehört und diskutiert werden. Eine solche offene Gesprächskultur wünsche ich mir in allen Bereichen von der Kirchenleitung bis hin zu den Gemeinden vor Ort. Und dafür möchte ich mich künftig noch mehr einsetzen.


    - Sind Sie bereit, nach einer erfolgreichen Wahl einer Einladung zu einem Gespräch mit uns zu folgen?
    Für ein Gespräch stehe ich gern zur Verfügung. Direkte Kommunikation ist die beste Verständigungsform.

  • Die Petition ist bereit zur Übergabe - LKA-Präsidenten-Kandidaten antworten auf unsere Fragen 1

    13.01.2019 23:01 Uhr

    "Gott spricht: Meinen Bogen habe ich gesetzt in die Wolken; der soll das Zeichen sein zwischen mir und der Erde." 1. Mose 9,13

    Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Schwestern und Brüder,

    mit dem aktuellen Monatsspruch grüßen wir als Initiativgruppe Sie ganz herzlich. Das ist und bleibt das Entscheidende: unser Gott ist da und hält seine Zusagen auch im neuen Jahr. Das soll in jeder Gemeinde verkündigt werden.

    In vielen Gemeinden wird bei der Umsetzung der Strukturvorgaben deutlich, daß es so nicht funktioniert. Wenn Sie sich daran beteiligen wollen, die Landessynode noch einmal auf Ihre Situation hinzweisen, dann schreiben Sie bitte an zurueckauflos(at)web.de. Wir haben noch kreative Ideen.

    Am 26.1.19 wählt die Landessynode einen neuen Präsidenten des Landeskirchenamtes. Weil es leider keine öffentliche Kandidatenvorstellung wie vor der Bischofswahl gibt, haben wir den vier Kandidaten Fragen gestellt. Freundlicherweise haben uns alle geantwortet. Und das beste: Alle sind bereit, nach einer gewonnen Wahl mit uns zu sprechen. Wer an diesem Gespräch teilnehmen möchte, schreibe bitte an ebenfalls an zurueckauflos(at)web.de.

    Als erstes kommt Herr Hans-Vollbach zu Wort:

    1. Wie erklären Sie sich den großen Widerstand der Gemeindebasis gegen die Strukturreform?
    Den Umfang des Widerstandes kann ich nicht ermessen.
    Meiner Meinung nach sorgen sich viele Menschen um die Zukunft der Landeskirche. Sie befürchten den Verlust von Identität, der örtlichen Verankerung von Kirche und noch weiter zunehmende Kirchenaustritte. Natürlich bringt eine Verbindung zu größeren Einheiten auch Veränderungen mit sich, die man nicht immer möchte. Wenn weniger Hauptamtliche im Verkündigungsdienst tätig sind, verringert sich auch die Zahl der Ansprechpartner. Es wird zudem die Gefahr der Überlastung der Ehrenamtlichen gesehen werden. Sicher gibt es auch noch weitere Gründe. Wir haben als ehrenamtliche und hauptamtliche Kirchenglieder aber eben auch die Verpflichtung, auf die sich verändernden Rahmenbedingungen (Mitgliederentwicklung, Finanzentwicklung usw.) tatsächlich zu reagieren.

    2. Wie stehen Sie zu der Möglichkeit des LKA, Gemeinden gegen ihren Willen zu Strukturmaßnahmen zu zwingen?
    Nach § 1 Abs. 1 des Kirchgemeindestrukturgesetzes besteht zunächst eine Verpflichtung jeder Kirchgemeinde, die strukturellen Veränderungen im Rahmen der geltenden Struktur- und Stellenplanung ihres Kirchenbezirkes so vorzunehmen, dass die Erfüllung ihrer Aufgaben gewährleistet bleibt. Die Grundlage der Planungen in den Kirchenbezirken sind die dazu gefassten Synodalbeschlüsse.
    § 1 Absatz 7 des Gesetzes stellt die Verordnung einer Strukturmaßnahme aber noch unter weitere Bedingungen. Die Verordnung ist daher das letzte Mittel, wenn zuvor alle anderen Lösungsansätze scheiterten und keine Einigung erzielt wurde. Ähnliche Vorschriften gibt es auch in anderen Landeskirchen. Die Norm hat daher aus meiner Sicht ihre Berechtigung. Allen Beteiligten sollten aber im Konfliktfall beweisen wollen, dass sie eigentlich gar nicht nötig ist.

    3. Befürworten Sie unsere Forderung, die Strukturmaßnahmen auszusetzen und mit einem „Runden Tisch“ die Probleme auf Augenhöhe mit den Gemeinden zu klären?
    Wenn wir gemeinsam unseren kirchlichen Auftrag erfüllen wollen (egal in welcher Landeskirche), müssen wir gegenseitig die den einzelnen Organen zugewiesenen Kompetenzen ernst nehmen, beachten und korrekt zu Stande gekommene Entscheidungen mittragen und mitumsetzen. Die Vorlage der Kirchenleitung wurde im Frühjahr 2017 durch die Synode aufgrund der zahlreichen Eingaben nicht beschlossen. Stattdessen wurde ein Diskussionsprozess gestartet, auf der nachfolgenden Synodaltagung über Alternativmodelle gesprochen und dann im Frühjahr 2018 über die teilweise modifizierte Vorlage beschlossen. Auf der letzten Synodaltagung wurde die Bitte an das LKA beschlossen, bei der Genehmigung der bis Anfang 2020/21 zu bildenden Strukturen Flexibilität einzuräumen. Die Synode hat die Sorgen und Probleme der Gemeinden mit der Umsetzung der Strukturreform nach meiner Wahrnehmung also im Blick. Daher ist ein Aussetzen aus meiner Sicht keine Lösung.

    4. Sind Sie bereit, nach einer erfolgreichen Wahl einer Einladung zu einem Gespräch mit uns zu folgen?
    Ja, gerne.

  • Petition in Zeichnung - Eingabe: Strukturmaßnahmen aussetzen - runden Tisch einsetzen

    30.11.2018 19:18 Uhr

    Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Schwestern und Brüder,

    "zwischen den Kirchenjahren“ hat sich die Initiativgruppe „Zurück auf Los“ getroffen. Wir haben uns über die aktuelle Situation ausgetauscht und uns auf folgende
    Eingabe an die Kirchenleitung verständigt. Die Eingabe ist öffentlich. Einzelpersonen, Kirchenvorstände, etc. können sie sich zu eigen machen, sie verbreiten und in Briefen oder Mails an die Kirchenleitung (kirchenleitung(at)evlks.de) unterstützen.

    STRUKTURMASSNAHMEN AUSSETZEN - RUNDEN TISCH EINSETZEN

    „Es wird auch gelehrt, daß allezeit eine heilige christliche Kirche sein und bleiben muß, die die Versammlung aller Gläubigen ist,…“ (Augsburger Bekenntnis, Art. 7, Ev. Gesangbuch Nr. 807). Eine wichtige Erkenntnis der Reformation ist also, daß die Kirche die Gemeinde derer ist, die sich tatsächlich gemeinsam versammeln, um Gottesdienst und Sakramente zu feiern. An diese geistliche Größe, die an sich keine besondere Organisationsform verlangt, knüpfen die evangelischen Kirchen von jeher ihre juristische Struktur an. Die evangelische Kirche baut sich von unten auf. In der spezifisch deutschen Form der Landeskirche ist die Gemeinde dann eine „Körperschaft des öffentlichen Rechts“. Daß die Ortsgemeinde selbständig ist und ihre organisatorischen Angelegenheiten selbst regelt, ist tief im Erbgut evangelischer Christen verankert. Deshalb - und weil es aus der Logik der Gemeindearbeit nicht erklärt werden kann - trifft die Regionalisierung auf Ablehnung und Widerstand. Vorgaben werden nicht umgesetzt, weil man sie einsieht, sondern weil man sich fügt.
    Die beschlossene Strukturreform ist handwerklich schlecht gemacht. Sie verbessert das Konzept „Kirche mit Hoffnung“ nur unzureichend. Zwar werden die Schwesterkirchverhältnisse auf sechs erweitert und der Kirchgemeindebund wird eingeführt. Der Synodenbeschluß „Konzept der Nähe und Flexibilität“ (DS 135) vom Herbst 2017 war gut und vielversprechend. Allerdings hat das vom Landeskirchenamt ausgearbeitete Gesetzeswerk diese Vorgabe gerade noch nach dem Buchstaben, nicht aber nach dem Inhalt, erfüllt.
    Die zunächst in der Theorie erkennbare Problematik zeigt sich nun in der Praxis beim Umsetzen der Regionalisierung. Niemand will dieses bürokratische Monstrum. Entweder sind die örtlichen Kirchenvorstände dagegen oder sie machen mit, weil es nicht anders geht. Es gibt Gesprächsrunden, in denen „Schwarzer Peter“ gespielt wird, welche Gemeinden fusionieren müssen, um die sechs Schwestergemeinden zu erreichen. Kirchgemeinden kümmern sich um Einrichtungen und Friedhöfe, deren Mitarbeiter werden dann aber Arbeitnehmer des Kirchgemeindebundes. Soll das Zeit und Geld sparen? Werden so Mitarbeiter motiviert?
    Wir wollen nicht schweigend zusehen, wie unsere Landeskirche schlechte Strukturen schafft, die die Gemeindearbeit langfristig behindern und die Mitarbeiter entmutigen.
    Deshalb rufen wir die Kirchenleitung auf: Halten Sie den Prozeß der Regionalisierung an und richten Sie einen RUNDEN TISCH mit Vertretern der Gemeinden ein!
    Gemeinsam können wir eine gute Struktur erarbeiten. Die Ideen sind da. Ohne motivierte Gemeinden geht es nicht.

    Für die Initiativgruppe „Zurück auf Los“
    Conny Greiner,Ev.-Luth. St. Michaelis-Kirchgemeinde Plauen, Kbz. Plauen
    Falk Gilbricht, Ev.-Luth. Kirchgemeinde Reinsberg, Kbz. Meißen-Großenhain
    Jan Merkel, Ev.-Luth. Peter-Paul-Kirchgemeinde Vielau, Kbz. Zwickau
    Stephan Nacke, Ev.-Luth. Kirchgemeinde Adorf/Erzgeb., Kbz. Annaberg
    Friedhelm Zühlke, Ev.-Luth. St. Ursula-Kirchgemeinde Auerswalde, Kbz. Chemnitz

    NEU: Bitte weisen Sie andere Unterstützer darauf hin, daß man seit kurzem die Neuigkeiten der Petition abonnieren kann, wenn man sie nicht erhält. Man kann sie natürlich auch wieder abbestellen.

  • Petition in Zeichnung - Synode tagt am Wochenende

    12.11.2018 22:29 Uhr

    Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Schwestern und Brüder,
    bei der kommenden Tagung der Landessynode vom 16. – 19. November steht die Strukturreform noch einmal auf der Tagesordnung. Der Grund dafür liegt in der Behebung einiger formaler Unkorrektheiten. Allerdings kann in diesem Zusammenhang die Reform an sich auch noch verbessert oder verschlechtert werden, je nachdem in welche Richtung Anträge gestellt werden.
    Es ist möglich, an den Gottesdiensten und an den öffentlichen Plenarsitzungen als Besucher teilzunehmen.
    Die Verlaufsplanung finden Sie hier: engagiert.evlks.de/landeskirche/mehr-zu/landessynode/berichte/verlaufsplanung-16-19-november-2018/

    Bitte begleiten sie die Synodentagung mit Ihrem Gebet im persönlichen wie im gemeindlichen Bereich.

    Am Montag, 26.11.2018, 19.00 Uhr, lädt die Initiativgruppe herzlich zu einem Treffen ein, bei dem wir unsere Erfahrungen mit der praktischen Umsetzung der Regionalisierung austauschen wollen. Wer teilnehmen möchte, melde sich bitte unter der Email zurueckauflos(at)web.de an. Sie erhalten dann weitere Informationen.

    Die heutige Tageslosung ist eine Aufforderung an uns, mit unserer Gemeindearbeit vor Ort engagiert und fröhlich weiterzumachen.
    Wer da kärglich sät, der wird auch kärglich ernten; und wer da sät im Segen, der wird auch ernten im Segen. 2. Kor. 9,6

    Herzliche Grüße
    Ihr Friedhelm Zühlke

  • Petition in Zeichnung - Tag der Ermutigung - bitte anmelden

    24.07.2018 21:48 Uhr

    Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Schwestern und Brüder,

    mitten in der Urlaubszeit möchte ich Sie an unseren

    „TAG DER ERMUTIGUNG“
    am Sonntag, den 23. September 2018, 14:00 - 17:00 Uhr,
    auf dem Gelände der „INSEL“ in Adorf/Erzg.
    Burkhardtsdorfer Straße 1, 09221 Neukirchen

    erinnern. Gemeinsam wollen wir über mutmachende Erfahrungen aus unseren Gemeinden sprechen, gute Beispiele kennenlernen, Kontakte knüpfen und Anregungen mitnehmen.

    Alle Engagierten und Interessierten sind herzlich eingeladen: Diejenigen, die eine Idee, ein lokales Projekt, ein Gemeindeangebot oder ähnliches vorstellen wollen, genauso wie diejenigen, die sich informieren wollen, Anregungen suchen oder einfach nur mit anderen über ihre Situation reden möchten.

    Zur Vorbereitung sind wir auf Anmeldungen angewiesen. Bitte melden Sie sich an – am einfachsten per Email:

    Stephan Nacke
    Burkhardtsdorfer Straße 1
    09221 Neukirchen
    Tel.: 03721/265747
    Mail: stephan.nacke@gmx.de

    Im Namen der Initiativgruppe grüße ich Sie herzlich und wünsche Ihnen Gottes Segen
    Ihr Friedhelm Zühlke

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