Region: Springe
Dialog

Betonblöcke raus aus der Springer Innenstadt – für ein schönes und lebenswertes Stadtbild

Petition richtet sich an
Bürgermeister Christian Springfeld / Zuständiger Fachausschuss

199 Unterschriften

Sammlung beendet

199 Unterschriften

Sammlung beendet

  1. Gestartet März 2026
  2. Sammlung beendet
  3. Eingereicht
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung

Petition richtet sich an: Bürgermeister Christian Springfeld / Zuständiger Fachausschuss

Graue Betonblöcke verschandeln derzeit zentrale Orte unserer Innenstadt wie Am Markt, Zum Niederntor und die Fünfhausenstraße – viele Bürgerinnen und Bürger wünschen sich stattdessen eine sichere Lösung, die auch zum historischen Stadtbild von Stadt Springe passt.

Wir fordern die Entfernung der in der Springer Innenstadt aufgestellten Betonblöcke, insbesondere in den Bereichen Zum Niederntor, Fünfhausenstraße und Am Markt. Die derzeitigen Betonblöcke sollen durch Lösungen ersetzt werden, die sowohl Sicherheitsaspekte berücksichtigen als auch das Stadtbild der historischen Innenstadt respektieren.

Die Stadtverwaltung wird aufgefordert, die derzeit aufgestellten Betonblöcke im Innenstadtbereich zu entfernen, beschädigte oder entfernte Gestaltungselemente wie die früher vorhandenen Sandsteinstelen wiederherzustellen oder durch gleichwertige Materialien zu ersetzen, alternative Sicherheitsmaßnahmen zu prüfen, die sich gestalterisch in das Stadtbild einfügen.

Als mögliche Alternativen kommen unter anderem in Betracht:

  • Poller aus Metall oder Naturstein
  • Große Pflanzkübel mit Begrünung oder Baumscheiben mit Möglichkeit zu Patenschaften
  • Sitzbänke oder andere Stadtmöbel als funktionale Barrieren
  • Versenkbare Poller für Zufahrten mit Anwohnerverkehr
  • Große Natursteine oder Findlinge als gestalterisch integrierte Barrieren
  • Künstlerische Elemente als Barrieren, beispielsweise vom hiesigen Künstler Andreas Rimkus
  • Versetzung der Verkehrsführung. Statt gerader Anfahrtsmöglichkeiten leichte Kurven, Engstellen oder versetzte Durchfahrten
  • Eine Wiederherstellung historischer oder ortstypischer Gestaltungselemente

Selbstverständlich ist eine Kombination der eingereichten Vorschläge möglich. Ziel ist eine Lösung, die Sicherheit gewährleistet, ohne die Aufenthaltsqualität und das Erscheinungsbild der Innenstadt dauerhaft zu beeinträchtigen.

Der Leitfaden „Security by Design – Schutz des öffentlichen Raums vor terroristischen Anschlägen“ der Europäischen Kommission empfiehlt, Sicherheitsmaßnahmen möglichst gestalterisch in öffentliche Räume zu integrieren. Statt auffälliger Barrieren wie Betonblöcken können beispielsweise Pflanzkübel, Sitzmöbel, Poller oder andere Stadtmöbel eingesetzt werden, die gleichzeitig als Gestaltungselemente dienen. Solche multifunktionalen Lösungen verbinden Sicherheit mit Aufenthaltsqualität und fügen sich deutlich besser in das Stadtbild ein.

Eine weitere Studie mit alternativen Konzepten zu einfachen Betonblöcken finden Sie in folgendem PDF.

Begründung

In der Springer Innenstadt wurden in den vergangenen Wochen an mehreren Stellen große Betonblöcke aufgestellt. Diese befinden sich unter anderem in den Bereichen Zum Niederntor, Fünfhausenstraße und Am Markt.

Viele Bürgerinnen und Bürger empfinden diese Betonblöcke als massive Verschlechterung des Stadtbildes. Die grauen Betonklötze wirken provisorisch und stehen in starkem Kontrast zur historischen Gestaltung der Innenstadt.

Besonders kritisch wird gesehen, dass an Stellen, an denen zuvor hochwertige Elemente aus Naturstein standen – beispielsweise Sandsteinstelen – nach Beschädigungen kein gleichwertiger Ersatz geschaffen wurde. Stattdessen wurden dort Betonblöcke aufgestellt, die sich gestalterisch nicht in das Umfeld einfügen.

Darüber hinaus stellen die Betonblöcke im Alltag ein Hindernis dar. Sie engen Bewegungsflächen ein und können trotz Reflektoren eine Gefahrenquelle für Fußgänger darstellen. Auch die tatsächliche sicherheitstechnische Wirkung erscheint vielen Bürgerinnen und Bürgern zweifelhaft.

Da weiterhin Zufahrten für Anwohner bestehen müssen, bleiben ohnehin Durchfahrtsmöglichkeiten in die Innenstadt erhalten. Dadurch entsteht der Eindruck, dass hier eine sehr sichtbare, aber nur begrenzt wirksame Maßnahme umgesetzt wurde, die gleichzeitig erhebliche negative Auswirkungen auf das Erscheinungsbild der Stadt hat.

Die Innenstadt ist ein zentraler Aufenthaltsort für Bürgerinnen, Bürger und Besucher. Ihre Gestaltung sollte daher sorgfältig und im Einklang mit dem historischen Charakter der Stadt erfolgen. Viele Einwohnerinnen und Einwohner wünschen sich daher eine Lösung, die sowohl Sicherheitsaspekte berücksichtigt als auch eine ansprechende und hochwertige Gestaltung des öffentlichen Raums ermöglicht.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Michel Beuth, Springe
Frage an den Initiator

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 26.03.2026
Sammlung endet: 25.05.2026
Region: Springe
Kategorie: Sicherheit

Neuigkeiten

  • Sehr geehrter Herr Beuth,
    sehr geehrte Damen und Herren,

    auch wenn das für eine Behandlung im zuständigen Gremium erforderliche Quorum nicht erreicht wurde, nehme ich das Anliegen ernst. Die Petition hat deutlich gemacht, dass die Verbindung von Sicherheit, Stadtbild und Aufenthaltsqualität viele Bürgerinnen und Bürger bewegt.

    Ich habe mich zu dem Anliegen bereits ausführlich geäußert und dabei die Kritik an den Betonblöcken ebenso aufgegriffen wie die sicherheitsbezogenen, organisatorischen und finanziellen Hintergründe der Maßnahme dargestellt. Auf diese Stellungnahme nehme ich daher Bezug.

    Neue Erkenntnisse, die eine andere Bewertung erforderlich machen würden, liegen derzeit nicht vor. Zugleich ist das Thema damit nicht abgeschlossen. Wir werden uns sowohl in der Verwaltung als auch politisch weiterhin mit der Frage befassen, wie Sicherheit und Stadtgestaltung in der Innenstadt sinnvoll zusammengebracht werden können. Genau darin liegt aus meiner Sicht auch der Wert solcher Petitionen: Sie machen sichtbar, welche Themen Bürgerinnen und Bürger bewegen, und geben Impulse für die weitere Beratung und Entscheidungsfindung.

    Es bleibt dabei: Die Betonblöcke sind keine gestalterische Dauerlösung. Sie waren ein pragmatischer erster Schritt zur Sicherung von Veranstaltungsbereichen. Ziel bleibt es, Sicherheit, Aufenthaltsqualität und Stadtbild künftig besser miteinander zu verbinden.

    Ich danke allen Unterstützerinnen und Unterstützern für ihre Hinweise und ihr Engagement. Solche Rückmeldungen helfen, Entscheidungen weiterzuentwickeln und die Wahrnehmung im Stadtbild ernst zu nehmen.

    Christian Springfeld
    Bürgermeister der Stadt Springe
  • Liebe Unterstützende,

    openPetition hat heute die Gemeinde Springe per E-Mail gebeten, zur Petition "Betonblöcke raus aus der Springer Innenstadt – für ein schönes und lebenswertes Stadtbild" Stellung zu nehmen.
  • Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer der Petition,
    lieber Herr Beuth,

    vielen Dank für Ihre Petition und für die darin zum Ausdruck gebrachte Sorge um das Erscheinungsbild unserer Springer Innenstadt. Ich kann gut nachvollziehen, dass die aufgestellten Betonblöcke kritisch gesehen werden. Sie sind sichtbar, wirken an manchen Stellen provisorisch und passen nicht zu dem Anspruch, den wir alle an eine schöne, einladende und historisch geprägte Innenstadt haben.

    Um es offen zu sagen: Auch ich wünsche mir für unsere Innenstadt keine dauerhafte Lösung aus grauen Betonblöcken. Unser Ziel muss eine Lösung sein, die Sicherheit, Aufenthaltsqualität und Stadtbild besser miteinander verbindet.

    Gleichzeitig möchte ich deutlich machen, warum die Stadtverwaltung diesen Schritt gegangen ist. Die Sicherheit im öffentlichen Raum und insbesondere die Sicherung von Veranstaltungen haben in den vergangenen Jahren eine neue Bedeutung bekommen. Auch kleinere Städte können vor dieser Entwicklung nicht die Augen verschließen. Bei Veranstaltungen in der Innenstadt reicht es nicht mehr aus, darauf zu hoffen, dass schon nichts passieren wird. Als Stadt müssen wir uns gemeinsam mit Veranstaltern, Polizei, Feuerwehr und den zuständigen Fachdiensten damit beschäftigen, wie Veranstaltungsflächen und stark frequentierte Bereiche sinnvoll geschützt werden können.

    In Springe haben dazu bereits Gespräche und Begehungen stattgefunden. Dabei wurde deutlich: Für eine umfassende Absicherung der Innenstadt bräuchte es ein deutlich umfangreicheres System aus stationären und flexibel einsetzbaren Sperren. Das ist fachlich, organisatorisch und finanziell keine Kleinigkeit.

    Die jetzt aufgestellten Betonblöcke sind deshalb nicht als Endzustand gedacht, sondern als erster pragmatischer Schritt zu Beginn der Veranstaltungssaison. Sie wurden ausgewählt, weil sie kurzfristig verfügbar, vergleichsweise kostengünstig, flexibel entfernbar und später durch den Betriebshof weiter nutzbar sind. Es handelt sich also nicht um eine unumkehrbare bauliche Festlegung.

    Mir ist wichtig: Die Kritik an der Gestaltung geht nicht ins Leere. Sie ist berechtigt. Deshalb war von Anfang an vorgesehen, die Sperren nicht einfach als rohe Betonklötze stehen zu lassen. Ein Teil der Blöcke wird bereits zu Sitzgelegenheiten mit Holzauflagen weiterentwickelt. Außerdem ist eine farbliche und künstlerische Gestaltung mit Jugendlichen aus Springe geplant. Das macht aus der Sicherheitsmaßnahme noch keine städtebauliche Ideallösung, aber es ist ein Schritt weg vom bloßen Sperrelement.

    Die in der Petition genannten Alternativen – etwa Poller, Pflanzkübel, Stadtmöbel, Natursteine, versenkbare Poller oder künstlerisch gestaltete Barrieren – sind aus meiner Sicht ausdrücklich prüfenswert. Viele dieser Vorschläge entsprechen genau dem Ziel, das auch ich für richtig halte: Sicherheit möglichst so zu gestalten, dass sie sich in den öffentlichen Raum einfügt und nicht wie ein Fremdkörper wirkt.

    Allerdings muss man auch ehrlich sagen: Solche Lösungen kosten Geld, brauchen Planung und müssen fachlich geeignet sein. Sie dürfen Rettungswege, Feuerwehrzufahrten, Lieferverkehre, Anwohnerverkehr und Veranstaltungen nicht behindern. Außerdem betrifft die Frage der Veranstaltungssicherheit nicht nur die Innenstadt. Auch in den Ortsteilen gibt es zahlreiche Veranstaltungen, bei denen wir künftig über flexible und verlässliche Sicherungslösungen sprechen müssen.

    Aus meiner Sicht wäre deshalb der richtige nächste Schritt nicht einfach: „Betonblöcke weg und fertig.“ Der richtige nächste Schritt ist: Wir nehmen die Petition ernst, werten die Erfahrungen mit den jetzigen Sperren aus und entwickeln daraus eine tragfähige Lösung für Veranstaltungssicherheit und Gestaltung im öffentlichen Raum. Dabei müssen Innenstadt und Ortsteile gleichermaßen in den Blick genommen werden.

    Ich werde das Anliegen daher innerhalb der Verwaltung weiter aufgreifen. Die Hinweise aus der Petition werden in die weiteren Überlegungen einbezogen. Wir werden prüfen, welche kurzfristigen Verbesserungen an den vorhandenen Sperren möglich sind und welche mittel- bis langfristigen Alternativen fachlich, gestalterisch und finanziell realistisch umgesetzt werden können.

    Mein persönliches Fazit lautet: Die Betonblöcke sind nicht schön. Das muss man auch nicht schönreden. Sie waren eine pragmatische, kurzfristige Sicherheitsmaßnahme unter schwierigen Rahmenbedingungen. Dauerhaft sollten wir uns damit aber nicht zufriedengeben. Ich sehe die Petition deshalb als konstruktiven Impuls, Sicherheit und Stadtgestaltung in Springe besser zusammenzudenken.

    Vielen Dank an alle, die sich mit ihrer Unterschrift und ihren Vorschlägen eingebracht haben. Eine lebendige Innenstadt entsteht nicht dadurch, dass Verwaltung allein entscheidet, sondern dadurch, dass Bürgerinnen und Bürger hinschauen, sich einmischen und Verantwortung für ihre Stadt übernehmen. Genau das ist hier geschehen.

    Christian Springfeld
    Bürgermeister der Stadt Springe

Tja, wem haben wir diese Blöcke zu verdanken? Veranstaltungen mit Geschichte und Tradition können seit Jahren nur noch unter strengen Sicherheitsvorkehrungen stattfinden. Vielen Dank Altparteien die uns diese ganzen psychisch kranken Verbrecher ins Land holen, die uns dann hier ermorden. Vielen Dank dafür. Nur die AFD kann uns noch retten.

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