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  • Änderungen an der Petition

    08-01-15 13:40 Uhr

    Ich habe hinsichtlich Struktur, Lesbarkeit und inhaltlicher Präzisierung noch Nachbesserungen vorgenommen. 08.01.2015
    Neuer Titel: Anerkennung von gesellschaftlichem Engagement für den Bezug Frau Nahles! Wie eine faire Behandlung von ALG II II-Empfängern gelingen kann! Neuer Petitionstext: Anerkennung von gesellschaftlichem Engagement für den Bezug von ALG II!

    Ich möchte mit dieser Petition den (naiven) Versuch starten, vielleicht einen Grundgedanken des bedingungslosen Grundeinkommens zu realisieren.
    Ich möchte, dass in der nahen Zukunft jeder Bundesbürger und jede Bundesbürgerin, die sich nachweislich, nachweislich zum Zeitpunkt des Antrags auf Transferleistungen gem. SGB2, SGB2 gesellschaftlich engagiert, keinem sozialen und behördlichen Druck mehr ausgesetzt wird, sondern sich damit den Bezug von ALG 2 voll verdient "voll verdient" hat. Dabei ist es egal, ob in der Jugend- und Altenbetreuung, in der Pflege der eigenen Angehörigen (Eltern, Geschwister, Kinder), im Rettungsdienst, in der feiwilligen Feuerwehr oder im Bereich Umwelt- und Denkmalschutz etc., etc.,! Damit gelänge ein Paradigmenwechsel, denn jede gesellschaftlich nutzbringenden Tätigkeit wäre einer "klassische Erwerbsarbeit" wäre einer gesellschaftlich nutzbringenden Tätigkeit - gleich welcher Art - gleich gestellt. Deutlich dafür spricht, dass das Leistungsprinzip von Leistung und Gegenleistung erhalten bliebe. Es würde nur unserer Zeit gemäß ausgedehnt auf Tätigkeiten der sozialen Wertschöpfung, welche in der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung keine Anerkennung findet. Ich suche noch Unterstützer, die in juristsicher juristischer Hinsicht und verfahrenstechnischer Hinsicht unterstützen würden. Neue Begründung: Es ist davon auszugehen, dass das bedingungslose Grundeinkommen für lange Zeit noch Illusion bleiben wird. Aber waum nicht Teile davon bereits in die Umsetzung bringen. Auch dies schafft Bewusstseinswandel in kleinen Schritten. Wie Götz Werner und die Befürworter des bedingungslosen Grundeinkommens zurecht argumentieren, reicht der klassische Begriff der "Erwerbsarbeit" nicht mehr aus, um gesellschaftlich gerechtfertigt Arbeitseinkommen zu verteilen. Warum? Unteranderem deshalb, weil die Transformation von der Industriegesellschaft zur Wissens- und anspruchsvollen Dienstleistungsgesellschaft zunehmend Menschen abhängt, die schlecht bis gar nicht mehr in den ersten Arbeitsmarkt kommen. Statistiken sind zwar eine schöne Sache und wir hören überall die Hiobsbotschaft vom Fachkräftemangel, Fachkräftemangel und die frohe Botschaft von rückläufigen Arbeitslosenquoten. Was aber es nützt einem nichts, soll man tun, wenn man vorher Jahrzehnte bei Schlecker oder bei Opel am Band gearbeitet hat. hat? Soll ich dann innerhalb der nächsten Jahre als 49-Jähriger mein Abi nachholen und Maschinenbau studieren oder schnell zum Altenpfleger werden? Bin ich überhaupt dafür geeignet? Wie sieht es denn aus mit der beruflichen Mobilität? Wie viele Menschen in ihrem norddeutschen Bekanntenkreis kennen Sie, die morgen nach Bayern umziehen wollen?

    Oder wie beliebt sind 50plus-Bewerber/innen eigentlich wirklich bei Unternehmen?
    Als erfahrener Unternehmensberater kann ich Ihnen sagen: Sobald körperliche Beanspruchung wesentlicher Teil der Berufstätigkeit ist, sind ältere und gesundheitlich eingeschränkte Bewerber/innen raus!
    Zudem reden wir hier von mehreren Millionen langzeitarbeitslosen Menschen, die sich oft ohnmächtig und nutzlos fühlen. Warum nicht die Chance geben in einem öffentlichen Arbeitsmarkt, der keine Übergangslösung darstellt, sondern fest akzeptiert ist. Wer mehr erreichen will und kann, wird sich seinen Weg aus der staatlichen Grundversorgung suchen, um mehr als die 700-800 EUR zu verdienen.
    Ich kenne und traf in meiner täglichen Arbeit und im Bekanntenkreis sehr häufig Menschen ohne Arbeitsplatz, die sich bereits im Ehrenamt für die Gesellschaft sinnstiftend engagierten oder die selbst einen Ein-Euro-Job dankbar angenommen haben, weil sie in ein soziales und berufliches Gefüge integriert waren. Welche soziale Entspannung, welchen sozialen Klimawandel und welche Steigerung des Sozialkapitals ist durch gesellschaftliches Engagement möglich. Das sehen wir jeden Tag. Aber es wird davon ausgegangen, dass all dies Wohlfahrtstätigkeiten sind. So wie man es für selbstverständlich hält, dass Kindererziehung und Kinderbetreuung einer Mutter keinen volkswirtschaftlichen Wert hat. Auch Pflegearbeit in der Familie oder ehrenamtliche Tätigkeiten nicht. Schauen Sie mal in die volkswirtschaftliche Gesamtrechnung, Sie werden nichts finden. Welchen Sinn macht ein Kategorisierungssystem, in dem ausschließlich Erwerbsabeit am freien Markt als würdig eingestuft wird, staatlich subventionierte Arbeit für die Gesellschaft aber nicht?
    Ich beobachte zudem, dass unser aktuelles System oft Menschen in Tätigkeiten zwingt, die nicht zu ihren Kompetenzen und/oder zu ihrem Wertesystem passen, so dass diese Leute nach Monaten dann entweder tatsächlich krank werden oder sich einfach in die Krankheit flüchten. Und werden sie erst psychisch arbeitsunfähig, steigen auch für die Gesellschaft die Kosten enorm an. Ein Beinruch ist in wenigen Wochen verheilt und nach einer Reha in Ordnung. Psychotherapie dauert oft Jahre. Ich meine, die Politik sorgt deutlich mit dafür, dass unsere sozialen Kosten und Gesundheitskosten steigen.
    Helfen Sie mit, politisch Verantwortliche an ihre eigentliche Pflicht zu erinnern: Nach bestem Gewissen im Sinne der ihnen anvertrauten Menschen zu handeln und ihre Macht für eine humane Gesellschaft einzusetzen.