• Petition in Zeichnung - Kraftvolle Protestaktion in Berlin

    04.05.2017 12:21 Uhr

    Liebe Asse-Freundinnen und Asse-Freunde,

    Unter dem Motto „Atommüll in der Asse trocken halten! - Betreiber von Asse II darf Kritik nicht länger ignorieren!“ haben wir am 2. Mai in Berlin dagegen protestiert, wie Bundes- und Landesbehörden mit der Schachtanlage Asse II umgehen. Unsere Protestaktion begann um 11 Uhr vor dem Kanzleramt, wurde mit Zwischenkundgebungen am Brandenburger Tor fortgesetzt und endete um nach einer Abschlusskundgebung um 13 Uhr vor dem Bundesumweltministerterium.

    Immer wieder informierten wir über die Problematik von Asse II und das ignorante Handeln des Betreibers. Fotos von den Stationen am Kanzleramt, vor dem Brandenburger Tor mit Blick auf das Reichstagsgebäude, auf dem Pariser Platz und schließlich vor dem Umweltministerium stehen auf der Internetseite www.asse-watch.de/kundgebung.html

    Eine besondere Einlage war jeweils der Auftritt von „Lehrer Bömmel“, der anhand eines großen Tafelbildes von 2,5 x 2 Metern erklärte, was passiert, wenn die Abflusswege aus Atommüllkammern mit Laugenzufluss verschließt. „Wat is ´ne Atommüll-Kammer in de´ Asse? Da stelle ma uns mal janz dumm, und sagen: ´ne Atommüll-Kammer iss enn jroßer, eckijer Raum. Mit ville Fässer drin. Und in de Fässer is Uran und Thorium, Plutonium und Trizium und ... na, ejal. Der Raum hat zwei Löcher. Durch das eene kommt det Wasser rein, un das andere ...“

    Alle Protestierenden fuhren motiviert zu weiteren Aktionen wieder nach Hause. Gut, einmal die Problematik von Asse II dort zu Gehör gebracht zu haben, wo die Organe der Bundesrepublik Deutschland sitzen, die für das Desaster verantwortlich sind.

    Bitte machen Sie doch noch Werbung für unsere Petition: bislang haben wir 1.359 Unterstützer*innen. Und wenigstens 2.000 Menschen, die ihrer Sorge um Asse II Ausdruck verleihen, indem sie die drei Forderungen unterstützen – das wäre schön!

    Wir fordern:

    1. Der Betreiber muss endlich eine detaillierte Planung für die Rückholung des Atommülls vorlegen! Alle Arbeiten im Bergwerk sind in ihren Auswirkungen auf die Rückholung abzuwägen und zu dokumentieren.

    2. Der fragliche Stollen, die „2. südliche Richtstrecke nach Westen auf der 750 m-Sohle“, ist offen zu halten und zu pflegen, solange ausreichende Bergsicherheit gegeben ist!

    3. Das Notfallkonzept ist zu revidieren: Atommüll muss möglichst trocken gehalten werden, Durchnässung und Auflösung dürfen nicht billigend in Kauf genommen werden!

    Mit Asse-freundlichen Grüßen
    Andreas Riekeberg

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