• Änderungen an der Petition

    at 02 Sep 2020 13:17

    Fehler im Bild ausgebessert, zwei kleine Fehler im Text korrigiert und Hastags ergänzt


    Neuer Petitionstext: **Ende August sind bereits mehr als drei Wochen vergangen, in denen das dänische Handelsschiff Etienne mit 27 aus Seenot geretteten Schutzsuchenden an Bord vergeblich vor der Küste Maltas auf einen Sicheren Hafen wartet.**
    **Ein trauriger Rekord, denn so lang hat noch kein Schiff warten müssen, bis ein europäischer Hafen angesteuert werden konnte.**
    **Wie lange sollen die Menschen dort noch verharren müssen?**
    Diese Petition richtet sich an die Bundesregierung, insbesondere aber an die Bundesminister Scheuer und Seehofer. Diese werden aufgefordert, sich im Rahmen der deutschen EU-Ratspräsidentschaft dafür einzusetzen, dass die Geretteten an Bord der Etienne so schnell wie möglich auf europäischen Boden gelangen können.
    Da es mehrere Bundesländer gibt, die sich ebenso wie weit mehr als 100 Kommunen zur Aufnahme von aus Seenot geretteten Menschen bereit erklärt haben und eine europäische Lösung der Verteilungsfrage immer noch nicht in Sicht ist, wird Bundesinnenminister Seehofer aufgefordert, eine schnelle Aufnahme und Versorgung der 27 Menschen auf der Etienne in Deutschland zu gewährleisten.
    Die Bundesrepublik Deutschland kann helfen.
    Aus Gründen der Humanität, Solidarität und Nächstenliebe:
    **Machen Sie Deutschland zu einem Sicheren Hafen und bekunden Sie Ihre Unterstützung zur Aufnahme dieser 27 Menschen, die sich aktuell auf der Etienne befinden.**
    #EvacuateEtienneNow #LeaveNoOneBehind


    Neue Begründung: Es ist höchste Zeit zu Handeln!
    Die "Maersk Etienne" ist ein Ölfrachter, der nicht dafür ausgelegt ist, eine solche Anzahl an zusätzlichen Passagieren über einen derart langen Zeitraum zu versorgen. Bereits Anfang August wurden die 27 Menschen aufgenommen, da ihr Holzboot zu sinken drohte. Darunter befinden sich nach Reederei-Angaben auch eine Schwangere und ein Kind. Seenotrettung darf nicht wie ein Verbrechen behandelt werden, sondern ist humanitäre und völkerrechtliche Pflicht.
    **Die derzeitige Situation ist also in mehrfacher Hinsicht katastrophal:**
    **1. Die Geretteten müssen dringend an Land gebracht und adäquat versorgt werden.**
    Die EU-Staaten, aber auch die Menschen in Europa, dürfen nicht tatenlos dabei zusehen, wie ein aus Seenot gerettete Menschen so lange gezwungen werden auf einem Frachtschiff, das seit Wochen in maltesischem Gewässer vor Anker liegt, auszuharren.
    **2. Das Signal an die kommerzielle Schiffahrt im Mittlermeer, sämtliche anderen Schiffe, Reederein und Besatzungen ist fatal.**
    Die Botschaft der EU darf nicht sein, dass sie im Stich gelasse gelassen werden, wenn sie Menschen aus Seenot retten. Man stelle sich vor, ein Boot in Seenot mit etlichen Menschen an Bord, die zu ertrinken drohen, aber man sieht am Horizont ein Schiff. Das Schiff kommt immer näher, fährt aber an der Unglücksstelle vorbei, obwohl es hätte helfen können. Genau das könnte jedoch die Konsequenz sein, wenn die EU nicht bald ihren Kurs ändert. Eine solch dramatische moralische Bankrotterklärung muss dringend verhindert werden.
    **3. Der Europaparlamentarier Erik Marquardt hat kürzlich völlig zurecht auf die rassistische Dimension dieser Situation hingewiesen:**
    "Wäre es vorstellbar, dass einem Schiff, dass 27 weiße Europäer*innen von einem Öltanker gerettet werden und man sie 3 Wochen auf hoher See festhält und nirgendwo an einem sicheren Ort an Land lässt? Nein, es ist ein trauriger Rekord des europäischen Rassismus an den Außengrenzen", so Marquardt am 26. August auf Twitter. Dem ist nichts hinzuzufügen.
    **All das zeigt: Die Situation ist katastrophal, eine europäische Lösung immer noch nicht in Sicht.**
    Bundesverkehrsminister Scheuer, in dessen Zuständigkeit Seerecht, Schiffahrt und damit auch Seenotrettung liegen, sowie Bundesinnenminister Seehofer, der die Aufnahme der oben erwähnten Bundesländer und Kommunen bislang konsequent blockiert hat, müssen handeln und sich im Rahmen der EU-Ratspräsidenschaft so schnell wie möglich für eine humanitäre Lösung einsetzen.
    Die Etienne braucht endlich einen Sicheren Hafen. Außerdem soll Deutschland sich zur Aufnahme der 27 Menschen an Bord bereit erklären.
    Nicht unerwähnt sollte an dieser Stelle bleiben, dass der Besatzung des Frachtschiffes Etienne für ihr vorbildliches und menschliches Handeln ausdrücklich zu danken ist.

    Unterschriften zum Zeitpunkt der Änderung: 105 (103 in Deutschland)

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