Bedarfsabfrage Ganztagsschule Kirchzarten - bessere Wahlmöglichkeit

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Gemeindeverwaltung Kirchzarten

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News

01/27/2026, 04:34

Lieber Herr Hofmann, liebe Eltern, wir wissen, dass der Wunsch nach einer Betreuung über das Unterrichtsende um 12:15 Uhr hinaus für viele Familien aus beruflichen Gründen sehr nachvollziehbar ist. Gerade eine Betreuung bis etwa 13:30 Uhr erscheint auf den ersten Blick als naheliegende und gut passende Lösung. Diese Anliegen nehmen wir ernst und haben sie in den vergangenen Monaten intensiv geprüft. Gleichzeitig müssen wir offen benennen, dass genau dieses Zeitfenster zwischen 12:15 Uhr und 13:30 Uhr organisatorisch, personell und rechtlich die größte Herausforderung des gesamten Schultags darstellt. In dieser Zeit findet für die Ganztagskinder das verpflichtende Mittagsband von 12:25 bis 13:25 Uhr statt. Dieses umfasst das Mittagessen, Betreuung, Aufsicht und pädagogische Begleitung und ist gesetzlich vorgeschriebener Bestandteil der Ganztagsschule. Um dies verlässlich umzusetzen, sind in diesem Zeitraum sämtliche verfügbaren personellen und räumlichen Ressourcen gebunden. Ein zusätzliches schulisches Betreuungsangebot für andere Kinder in genau diesem Zeitfenster würde neue Parallelstrukturen erfordern, weiteres qualifiziertes Personal notwendig machen und zusätzliche Räume voraussetzen, die nicht zur Verfügung stehen. Dies ist weder kurzfristig noch dauerhaft leistbar. Diese Ressourcen stehen der Gemeinde nicht zur Verfügung und können auch nicht kurzfristig aufgebaut werden, zumal parallel in den nächsten Jahren an beiden Standorten auch noch die Kernzeit und der Hort für die 3. und 4. Klassen angeboten werden. Hinzu kommt der rechtliche Rahmen: Der gesetzliche Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung sieht eine tägliche Mindestbetreuungszeit von sieben Stunden vor. Kürzere Betreuungsangebote – etwa bis 13:30 Uhr – können schulisch nicht als verlässliche und rechtssichere Lösung eingerichtet werden. Die Betreuungszeit bis 15:00 Uhr ist daher keine frei gewählte Grenze der Gemeinde, sondern ergibt sich aus den landesweiten Vorgaben. Ein Angebot bis 13:30 Uhr würde außerdem neue Betreuungsformen neben dem Ganztag sowie den bestehenden, bewusst auslaufenden Übergangsangeboten (Kernzeit und Hort) schaffen. Dies würde das Ziel eines klaren, übersichtlichen und langfristig tragfähigen Systems konterkarieren. Uns ist wichtig zu betonen: Es geht nicht darum, den Bedarf einzelner Familien in Frage zu stellen. Es geht um die Verantwortung der Gemeinde, nur solche Betreuungsangebote einzurichten, die rechtlich zulässig, personell abgesichert und organisatorisch dauerhaft tragfähig sind. Eine Betreuung bis 13:30 Uhr würde Eltern eine scheinbare Lösung bieten, die wir nicht verlässlich aufrechterhalten könnten. Auch pädagogische Gesichtspunkte sprechen gegen eine zusätzliche Betreuung in dem kurzen Zeitfenster nach dem Vormittagsunterricht. Gerade für Kinder, die reizarme Phasen, Rückzug oder klare Strukturen benötigen, bietet die Ganztagsschule Vorteile: In der Nachmittagszeit sind bewusst ruhigere Phasen, feste Gruppen, Rückzugsmöglichkeiten und Ausgleichsangebote vorgesehen. Darauf weist auch Herr Grässlin als Schulleiter ausdrücklich hin. Ein separates Kernzeitangebot im Anschluss an den Unterricht würde dem eher widersprechen: Die Kinder kämen aus dem Vormittagsunterricht in ein zu dieser Zeit sehr lebendiges Schulhaus mit vielen parallelen Gruppen, wechselten erneut die Gruppe und müssten für eine kurze Übergangszeit Betreuung „überbrücken“. Gerade für sensible Kinder bedeutet dies zusätzliche Wechsel, Unruhe und neue Reize – nicht mehr Ruhe und Entlastung. Die Einführung der Ganztagsschule an zwei Standorten ist in den kommenden Jahren eine große gemeinsame Aufgabe. Viele Abläufe werden neu sein – etwa die Organisation des Mittagsbands, die Abstimmung zwischen Unterricht und Betreuung, der Personaleinsatz, die Raumnutzung sowie neue Tagesstrukturen für die Kinder. Nicht alle Details sind heute bereits abschließend geklärt. Schule und Gemeinde arbeiten bereits seit Monaten intensiv daran, einen möglichst guten, verlässlichen und kindgerechten Start zu ermöglichen. Diese Entscheidungen wurden nicht isoliert getroffen. Sie sind das Ergebnis eines langen Prozesses mit engem Zusammenspiel zwischen Schule und Lehrkräften, Betreuungspersonal, Elternvertretungen, Gemeinderat und Gemeindeverwaltung. Darüber hinaus wurden Erfahrungen anderer Schulen und Kommunen einbezogen. Wir verstehen uns dabei als gemeinsames Team, das innerhalb klarer rechtlicher Vorgaben Verantwortung für die gesamte Schülerschaft übernimmt. Wir wissen, dass diese Rückmeldung nicht für alle Familien zufriedenstellend ist und wir nicht alle individuellen Situationen abdecken können. Dennoch müssen wir unsere Energie auf die Umsetzung eines verlässlichen, tragfähigen Betreuungssystems richten. Individuelle zeitliche Bedarfe können daher über die Wahl der Ganztagsschule oder über eine eigenständig organisiorganisierte externe Betreuung abgedeckt werden. Eine schulische Lösung für jede einzelne Zeitkonstellation ist rechtlich und organisatorisch nicht


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