08.08.2022, 08:12
Quellennachweis für Koranaussagen und Praxis im nordamerikanischen Raum
Neuer Petitionstext:
Bei uns und in vielen Ländern der Welt ist die weibliche Genitalbeschneidung, aus unumstößlichen Gründen und richtigerweise gesetzlich Verboten.
Gleichzeitig werden heute aber nach wie vor, auch bei uns, weltweit eine große Anzahle von minderjährigen Jungen im Alter von 8 Tagen bis zur ihrer Volljährigkeit aus nicht medizinischen Gründen, auch gegen ihren Willen beschnitten.
Dabei werden jegliche Komplikationen und Spätfolgen physischer oder psychischer Natur bewusst Missachtet, und selbst bei Beschneidungen durch einen Arzt ein Einverständnis der Betroffenen oder Verantwortlichen stillschweigend vorausgesetzt.
Eine Gleichbehandlung von Jungen und Mädchen wird aber auch bei uns, bei diesem Thema, bewusst missachtet.
Gründe hierfür sind kosmetische, nicht bewiesene Hygienische, gesundheitspräventive oder religiös/traditionelle, scheinbare, Notwendigkeiten.
Beschneidungen aus kosmetischen Gründen finden sich eher im Erwachsenen-Alter. Ein Trend, bei denen sich die Betroffenen, vielleicht auf Grund mangelnder Aufklärung über diesen nicht notwendigen Eingriff und Verharmlosung der möglichen Komplikationen, nicht über die Konsequenzen wie Entzündungen, Narbenbildung, Sensibilitäts- und Funktionsstörungen und begleitender psychischer Folgen für den Rest ihres Lebens, im klaren sind.
Aus hygienisch/präventiven wird schon fast routinemäßig und massenhaft in den USA, auch ohne wirklicher Einwilligung, bei Säuglingen eine Beschneidung durchgeführt. Es gibt nicht eine wissenschaftliche Studie die wirklich Beweist, dass eine präventive Beschneidung irgendwelche gesundheitlichen Vorteile, für die Männer und ihre späteren Partner bringt. Eine sachgerechte, schulische oder elterliche Aufklärung über Intimhygiene wird in den USA aus falscher Prüderie offenbar gar nicht erst in Auge gefasst.
Gott sei Dank findet hier inzwischen ein Umdenken statt, und die öffentliche Meinung wendet sich immer mehr gegen diese Praxis.
Religiöse bzw. traditionelle Gründe für eine Beschneidung von Jungen sind gesellschaftlich und politisch eine heißes Eisen, und werden deswegen möglichst nicht öffentlich diskutiert, und sind bei uns still und leise gesetzlich geregelt worden.
Unter bewusster Missachtung der Rechte und Risiken der Kinder- und Jugendlichen wurde hier ein Konsens gefunden, der schändlicher kaum sein kann, um einer wirklichen, öffentlichen Diskussion aus dem Wege zu gehen und die, grundgesetzlich geschützte, körperliche Unversehrtheit und Selbstbestimmung der Kinder zu sichern.
Es gibt in beiden praktizieren Religionen keine nachvollziehbaren religiösen Gründe für diese Maßnahme, sondern sind rein traditionellem Ursprung. In der jüdischen Gesellschaft wird die Beschneidung schon im Alter von 8 Tagen durchgeführt, obwohl es hier ein religiöse Ritual möglich wäre, mit dem selben Hintergrund, aber eben ohne Beschneidung. Dies wird inzwischen wohl von aufgeklärten Eltern jüdischen Glaubens als Alternative, zum Wohle ihrer Kinder, gewählt.
Im Islam findet die traditionelle Beschneidung im Alter von etwa 6 bis 10 Jahren statt. Im Rahmen eines großen Familienfestes mit Geschenken für die Jungen, um sich ihrem Einverständnis bzw. ihr „Mitwirken“ zu sichern.
Islamwissenschaftler haben nachgewiesen, dass es im Koran keine Stelle gibt, in der dieser blutige Eingriff gefordert wird. Er ist als rein traditionell anzusehen und verzichtbar.verzichtbar (Institut für Islamwissenschaften 2015).
In beiden Religionen wäre es problemlos möglich, die Entscheidung zur Beschneidung ins Erwachsenen-Alter zu verschieben und von den Betroffenen, eigenverantwortlich und bewusst, zu treffen.
Fazit, es muss endlich Schluss sein mit dieser das Kindeswohl verletzenden Praxis.
Quelle: Institut für Islamwissenschaften, Doku ARTE "Jungenbeschneidung Mehr als nur ein kleiner Schnitt"
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