Am Donnerstag, den 29.10.2026 findet um 17 Uhr die Konstituierung der neuen BVV Reinickendorf statt. Aus diesem Anlass wollen wir die neuen Bezirksverordneten vor Ort auf das Anliegen unserer Petition aufmerksam machen. Bitte kommen Sie, bitte kommt zahlreich an diesem Tag zu unserer angemeldeten Kundgebung von 16 bis 16:50 Uhr zum Antonyplatz vor dem Altbau des Rathauses Reinickendorf!
Unser Motto: "Ollenhauerstraße - Die Bäume müssen bleiben. Wir fordern jetzt Lösungen." Bitte mitbringen: Baum-Plakat, Trillerpfeife und gute Laune, die wir uns nicht durch die Sturheit des alten und evtl. auch neuen Bezirksamtes verderben lassen, das dann in der BVV-Sitzung gewählt werden soll.
Jede und jeder Bezirksverordnete soll wissen, dass es Lösungen gibt. Es wäre unsinnig, die schlechteste und teuerste Bau-Variante in den Berliner Sand zu buddeln, bei der so gut wie niemand, der die Straße befahren oder als Anlieger dort wohnen wird, einen zusätzlichen Nutzen daraus ziehen wird.
Neuigkeiten dann auf der Kundgebung! Wir sehen uns!
Herzliche Grüße Thomas Rost Für die BI Ollenhauerstraße
Verlängerung der Zeichnungsfrist vorerst bis zur Dezember-BVV-Sitzung (voraussichtich am 09.12.2026). In dieser Sitzung könnte und sollte zum letzten Mal vor den ab Januar 2027 geplanten Baumfällungen über unser Thema beraten werden.
Neues Zeichnungsende: 09.12.2026 Unterschriften zum Zeitpunkt der Änderung: 8.530 (4.003 in Berlin Reinickendorf)
Mit Datum vom 23.09.2026 hat das Bezirksamt Reinickendorf gegenüber dem Verwaltungsgericht Berlin verbindlich eine Verschiebung der Baumfällungen auf die Zeit ab 1. Januar 2027 zugesichert.
Neuer Petitionstext:
Ab OktoberJanuar 20262027 (Es fand eine Verschiebung um drei Monate statt!) sollen alle 116 Bäume in der Ollenhauerstraße zwischen Reinickes Hof und Kögelstraße gefällt werden, damit die gesamte Straße ab Mitte 2027 für bis zu 19,5 Mio. € komplett neu gebaut werden kann.
Ich fordere ein Moratorium (einen Aufschub) der Umsetzung der vorliegenden Neubau-Planungen des Bezirksamtes Reinickendorf, um im Rahmen einer Umplanung folgende bisher nicht beachtete Aspekte in diese Planungen einzubeziehen:
1. Erhalt aller gesunder Bäume und Nachweis für die Fällung kranker Bäume durch Offenlegung eines unabhängigen Baumgutachtens 2. Deutliche Verdichtung des vorhandenen Baumbestandes durch Ersatzpflanzung der bereits 39 fehlenden Bäume (siehe Geoportal Berlin[i]) und Neupflanzungen weit über den vorhandenen Bestand hinaus 3. Beachtung aller Vorschriften des Berliner Klimaanpassungsgesetzes[ii] vom 7.11.2025, insbesondere der dortigen §§ 6 und 9 4. Hitzeschutz für v.a. Fußgänger*innen und Radfahrer*innen jetzt, nicht erst in ca. 45 Jahren, wenn die neuen Bäume groß sein könnten 5. Erhöhung der Sicherheit für Radfahrende insbesondere vor Straßenkreuzungen und Einfahrten durch Führung des Radstreifens in weitgehend durch Trennelemente geschützter Form durchgehend auf der jeweils rechten der drei vorhandenen Richtungsfahrbahnen (wie auf dem Foto sichtbar) 6. Sofort wirksames Regenwassermanagement zur Vorsorge bei Starkregenfällen und Trockenzeiten 7. Mitplanung einer später zu verwirklichenden, zweigleisigen Straßenbahntrasse 8. Deutliche Reduzierung der Baukosten von bis zu 19,5 Mio Euro durch weitgehenden Erhalt der bisherigen Straßenanlage und damit keine Verschwendung von Steuergeldern
Die vorliegenden Pläne (abrufbar auf der Website des SGA Reinickendorf[iii]) haben eine bereits längere Vorlaufzeit. Nach Informationen aus dem Bezirksamt Reinickendorf sind an den Planungsarbeiten nur die Institutionen der Polizei Berlin, der Berliner Feuerwehr, der BVG und der Berliner Wasserbetriebe „beteiligt“ worden. Die Anwohnerschaft ist über die fertigen Pläne im Oktober 2024 in einer öffentlichen Veranstaltung informiert, jedoch nicht beteiligt worden. Inwieweit Anregungen, die im Beteiligungsportal mein.Berlin.de eingegeben worden waren, bei den Planungsarbeiten berücksichtigt worden sind, ist nicht erkennbar.
Das Bezirksamt behauptet, die Pläne seien als gefundener Kompromiss optimal und alternativlos. Dies kann nicht richtig sein. Denn in weiten Abschnitten der Ollenhauerstraße ist seit 2023/24 eine sehr gute Alternative als Modell für den gesamten Straßenzug bereits verwirklicht, bei der sowohl der Radverkehr sicherer geführt würde, als in den Plänen vorgesehen, als auch die Bäume erhalten werden könnten.
dass im Bezirksamt Reinickendorf schon wieder (nach dem Streit um den Neubau der Senheimer Straße in Frohnau) Bäume als Kann-weg-Verfügungsmasse gesehen werden, um grundsätzliche Umgestaltungen des Straßenraums vorzunehmen. Die Bäume in der Ollenhauerstraße sind im Durchschnitt ca. 4748 Jahre alt. Ersatz-Bäume werden den Klimaschaden, der nach Fällung der vorhandenen Bäume z.B. durch deren Verbrennung entsteht, erst dann wieder ausgeglichen haben, wenn sie so groß wie die ursprünglichen sein werden. Ob und wann dies unter extremeren Klimabedingungen der Fall sein wird, weiß heute niemand. Deshalb stellt der Erhalt der Bäume ein unmittelbares Ziel für den Klimaschutz allgemein und für den Hitzeschutz in der Straße dar.
dass Radfahrende mit der vorliegenden Planung zwar weitgehend vom Kfz-Verkehr abgeschirmt fahren dürfen, vor Kreuzungen jedoch – für Kraftfahrzeug-Fahrende sehr unvermittelt – wieder auf den Fahrbahnen auftauchen müssen. Dies ist ein Szenario, was allzu häufig zu schlimmen Unfällen zu Lasten der Radfahrenden führt. Diesem Argument will sich das Bezirksamt bisher nicht stellen. Eine Erhöhung der Verkehrssicherheit für Radfahrende ist offensichtlich nicht vorgesehen.
dass in der Planung des Bezirksamtes aufscheint, dass die Bäume wegen der neuen Radwege gefällt werden müssten. Viele Radfahrende wollen dies nicht. Eine einfache Alternative ist überwiegend bereits Realität. Bei genauerem Plan-Studium wird klar, dass der weitgehend vorhandene niveaugleiche Radweg durch die Schaffung von Dauerparkplätzen in beiden Fahrtrichtungen verdrängt werden soll, sodass dieser nun auf die Linie der bestehenden Bäume verlegt werden soll, wodurch die Bäume fallen müssen. Die Ollenhauerstraße ist aber in erster Linie eine Durchgangsstraße, also eine Fahr- und keine Parkstraße. Die seit 2024 ausgewiesene temporäre Parkmöglichkeit auf der jeweils mittleren Fahrspur dürfte weiterhin genügen. Andere Lösungsmöglichkeiten für das Halten und auch Parken von Kfz sind denkbar. Aber es kann nicht sein, dass das Parken von Kraftfahrzeugen, also der sogenannte „ruhende Verkehr“ Vorrang vor der Verkehrssicherheit von Radfahrenden und vor dem Erhalt der Straßenbäume bekommt.
dass in den vorliegenden Plänen keine Trasse für eine zukünftige Straßenbahn vorgesehen ist. Der Senat hat schon vor Jahren (Herbst 2021) bei der Deutschen Bahn die „Aufweitung“ der Brücke der Kremmener Bahn über die Ollenhauerstraße zur Durchführung von Straßenbahnen beantragt. Die DB arbeitet an entsprechenden Plänen. Sollten die Senats-Pläne für eine Straßenbahn vom Kurt-Schumacher-Platz nach Wittenau verwirklicht werden, müsste die Ollenhauerstraße wieder ganz umgestaltet werden. Die jetzt zu investierenden Gelder wären dann weitgehend vernichtet. Das wäre kein redlicher Umgang mit Steuergeldern.
dass zu Lasten der öffentlichen Finanzen kostengünstigere Neubau-Varianten nicht zum Zuge kommen.
Kostengünstiger Bauen wäre möglich o mit einem Verzicht auf die Baumfällungen und Ersatzpflanzungen (geschätzte Kosten pro Baum: mind. 7000 Euro), o mit einem Verzicht auf die Verschiebung des Alleestreifens Richtung Mitte, womit wohl auch umfangreiche Umlegungen von unterirdischen Leitungen entfallen dürften, o mit einem Verzicht auf die Verschiebung der Fahrbahnen um jeweils 70 cm zur Straßenmitte, o mit einer Radwegeführung auf der vorhandenen rechten Fahrbahn über die ganze Länge des Neubauabschnittes
Die Neubaupläne liegen als Bauplanungsunterlage bereits vor. Zur Zeit werden wohl Detailplanungen vorgenommen. Im Lauf des Jahres 2026 werden die Ausschreibungen und die Vergabe an Straßenbaufirmen stattfinden. Die Baumfällungen startenfinden nach einer Verschiebung Ende September 2026 voraussichtlich amab 1. OktoberJanuar 2026,2027, die Baumaßnahmen im 1.3. Quartal 2027 statt. Deshalb ist es jetzt dringend geboten, für das Moratorium einzustehen und zu werben.
Thomas Rost für die Initiative Ollenhauerstraße
Unterschriften zum Zeitpunkt der Änderung: 8.464 (3.968 in Berlin Reinickendorf)
Liebe Aktive für die Bäume in der Ollenhauerstraße, liebe Unterstützerinnen und Unterstützer!
Am kommenden Samstag, den 17.10.2026 wollen wir uns wieder um die Bäume kümmern und für ihren Erhalt werben. Vorerst sind die drei nun überraschend gewährten Monate ja nur die Verlängerung der Galgenfrist bis zum Jahresende. Dies ist eindeutig dem Schriftsatz des Bezirksamtes Reinickendorf an das Verwaltungsgericht Berlin vom 23.09.2026 zu entnehmen. Dort heißt es: "Um den Bau der Ollenhauer Straße in der zweiten Hälfte 2027 durchführen zu können, müssen die streitgegenständlichen Bäume bis zu Ende der Schutzperiode am 28.02.2027 gefällt sein." So sehen die Pläne des Bezirksamtes Reinickendorf immer noch unverändert aus - leider!
Deshalb: Kommen Sie bitte /kommt bitte zur 9. Baum-Mahnwache!!! Treffpunkt vor Kaufland, Ollenhauerstraße 122 Zeit: von 11 bis 12 Uhr Danach von 12:10 bis 13 Uhr Kundgebung auf dem Kurt-Schumacher-Platz!
Wie üblich bitte mitbringen: Baum-Plakat, Warnweste, Trillerpfeife und gute Laune!
Ich freue mich auf die gemeinsame Aktion, die natürlich wieder von der Polizei geschützt sein wird.
Herzliche Grüße Thomas Rost für die BI Ollenhauerstraße
Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer der BI Ollenhauerstraße!
Die Bäume haben derzeit eine verlängerte Galgenfrist bis Jahresende. Aber die politischen Bedingungen haben sich im Bezirk Reinickendorf durch die Wahlen nicht so stark verändert, dass wir uns in unseren Bemühungen zur Rettung der Bäume und zur Umplanung des Straßenbaus zurücklehnen könnten. Die kurze Atempause nach der Fäll-Aussetzung hat gut getan, auch zum Schöpfen neuer Kräfte. Für den laufenden Oktober lade ich euch/Sie nun zu drei Veranstaltungen mit Öffentlichkeitswirkung herzlich ein:
zur Pressekonferenz am Dienstag, den 13.10.2026 von 9:30 bis 11 Uhr im Mehrgenerationenhaus, Kita Albatros (hinten liegendes Gebäude), Auguste-Viktoria-Allee 17A, 13403 Berlin
zur Baum-Mahnwache mit Kundgebung am Samstag, den 17.10.2026 wie bisher von 11 Uhr bis ca. 13 Uhr mit Start vor Kaufland, Ollenhauerstraße 122 und Abschluss auf dem "Kutschi"
zur Kundgebung vor dem Rathaus Reinickendorf, Antony-Platz am Donnerstag, den 29.10.2026 von 16 bis 17 Uhr, also vor Beginn der konstituierenden Sitzung der neuen BVV Reinickendorf unter dem Motto: "Ollenhauerstraße - Die Bäume müssen bleiben. Wir fordern jetzt Lösungen."
Bitte kommt (vor allem zum 17. und 29. Oktober) möglichst zahlreich, damit wir genügend Eindruck hinterlassen können.
Und noch etwas: Die Spendensammlung für die Prozesskosten war raketenhaft gestartet, hat nun knapp 8.000 von 10.000 € erreicht (großen Dank an alle Spenderinnen und Spender!), ist aber seit etwa 4 Tagen deutlich erlahmt. Bitte werbt immer wieder mal kräftig dafür! Hier ist der Link: www.betterplace.org Ähnlich läuft es mit unserer Petition. Auch diese kann einen neuen Anschub gebrauchen. Zur Werbung hänge ich hier den aktualisierten Flyer an. Dieser kann gerne weitergeleitet werden. Hier kommt auch noch der Link zur Petition: www.openpetition.de
Vielen Dank für euer / für Ihr aller Engagement! Wie gut, dass wir für unsere Ziele so zusammenstehen!
Herzliche Grüße Thomas Rost für die BI Ollenhauerstraße
All unsere Anstrengungen zur Rettung der Bäume in der Ollenhauerstraße sind heute mit einem Lichtblick belohnt worden: Das Straßen- und Grünflächenamt (SGA) Reinickendorf hat gegenüber dem Berliner Verwaltungsgericht verbindlich erklärt, dass es die Baumfällungen bis 31.12.2026 aussetzt. Im Gegenzug hat es sich eine Verlängerung für die eigene Stellungnahme gegenüber dem Verwaltungsgericht bis 16.10.2026 erbeten, was von dort auch eingeräumt wurde.
Ich hatte es ja schon mehrmals angedeutet. Wir beschreiten mit Hilfe der NaturFreunde LV Berlin als Kläger den Klageweg. Unser Rechtsanwalt hat am vergangenen Freitag einen Eil-Antrag auf Untersagung der Baumfällungen beim Verwaltungsgericht Berlin eingereicht. Das SGA hat es offensichtlich nicht geschafft, seine Stellungnahme bis 23.09.2026 bei Gericht einzureichen und sah sich wohl gezwungen, die Baumfällungen als Gegenleistung auszusetzen.
Diese Nachrichten machen Hoffnung und entlasten uns vorerst von Ungewissheit. Dank an euch alle: Unser Druck-Machen, unsere Beharrlichkeit und vielleicht auch die Berlin-Wahlen haben eine erste Wirkung erzielt.
Die Sache selbst ist nun zwar etwas aufgeschoben, aber nicht aus der Welt und weiterhin inhaltlich völlig ungeklärt. Deshalb bleiben wir dran, schon morgen bei der Baum-Mahnwache mit anschließender Kundgebung! Lassen wir unsere gute Laune und Entschlossenheit von dem freudigen Moment beflügeln!
Alles Weitere zur morgigen Aktion findet ihr unter "Neuigkeiten" auf der Petitionsseite oder in eurem Mail-Posteingang.
Herzliche Grüße Thomas Rost für die BI Ollenhauerstraße