Region: Erlangen

Betriebsrätin Isabella Paape – Kündigung zurücknehmen, Kandidatur ermöglichen!

Petition is addressed to
Dr. Christian Bruch, Siemens Energy Vorstandsvorsitzender Tim Holt, Siemens Energy Arbeitsdirektor

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News

02/06/2026, 23:17

Liebe Unterstützer:innen,

der arbeitsrechtliche Konflikt um die fristlose Kündigung der langjährigen Siemens-Energy-Betriebsrätin Isabella Paape spitzt sich zu – und die Zeit läuft gegen sie. Nach einem ergebnislosen Güteverhandlungstermin am 5. Februar 2026 vor dem Arbeitsgericht Nürnberg zeigt sich: Das Unternehmen scheint auf Zeit zu spielen, um Isabella Paape aus dem Betriebsratsgeschehen zu drängen. Sie "los zu werden", war und ist nur das vordergründige Ziel, denn dies wird dem Erlanger Management von Siemens Energy aufgrund der rechtlichen Haltlosigkeit der Kündigung wohl nicht gelingen.

Das steht auf dem Spiel:

Isabella Paape (61) wurde nach zehn Jahren engagierter Betriebsratsarbeit im November 2025 fristlos gekündigt. Der zunächst vage gehaltene „wichtige Grund“ wurde Ende Januar präzisiert: Siemens Energy wirft ihr vor, durch die Art der Kommunikation einer verbotenen Infoveranstaltung zur Betriebsrente das „Ansehen des Arbeitgebers“ beschädigt und ihre Loyalitätspflicht verletzt zu haben – weil sie wörtlich aus der Unternehmensabsage zitierte.

Die aktuelle Entwicklung: Eine strategische Verzögerung?

Der nun angesetzte Hauptverhandlungstermin zur Klärung der Kündigungswirksamkeit findet erst Mitte April statt. Zwar kann Isa Paape dank des laufenden Kündigungsschutzverfahrens noch an den Betriebsratswahlen Anfang März teilnehmen. Doch für die anschließenden konstituierenden Sitzungen, in denen die Besetzung von Ausschüssen und Gesamtbetriebsrat entschieden wird, ist ihre Teilnahme aufgrund des ungeklärten Arbeitsverhältnisses blockiert.

„Die Zeit spielt gegen meine Interessen“, so Paape. Ihre Anwältin, Alina Arnold von AfA Rechtsanwälte Nürnberg, kritisiert das Vorgehen von Siemens Energy deutlich: Das Unternehmen habe eine vom Gericht angebotene Beschleunigung des Verfahrens abgelehnt – eine „nicht nachvollziehbare Verzögerungstechnik“.

Siemens Energy äußert sich weiterhin nicht zu laufenden Verfahren.

Isabella Paapes Motivation bleibt ungebrochen:

Trotz der Ermüdung nach monatelangem Kampf betont sie: „Mein Kampfgeist ist ungebrochen.“ Es geht ihr nicht um einen finanziellen Ausgleich. Sie will ihren Job zurück – um ihre Existenz zu sichern und um die demokratische Mitbestimmung im Betrieb zu verteidigen.

Warum jetzt handeln?

Die Verzögerungstaktik unterstreicht die Dringlichkeit. Jeder Tag, den das Verfahren länger dauert, schwächt Isabella Paapes Position im betrieblichen Mitbestimmungsgefüge. Sie riskiert, gerade in der entscheidenden Phase der Betriebsratsneubildung ausgeschlossen zu werden.

Unser Appell an Euch:

Zeigt weiterhin massive Solidarität! Teilt die Petition, sprecht über den Fall und erhöht den Druck auf Siemens Energy, zu einer fairen und schnellen Lösung zu kommen. Isabella Paape kämpft nicht nur für sich selbst, sondern für das Prinzip einer unabhängigen und wirksamen Betriebsratsarbeit.

Zusammen können wir ein Zeichen setzen: Keine Kündigung einer Betriebsrätin wegen ihrer engagierten Aufklärungsarbeit!

Mit solidarischen Grüßen


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