18.04.2026, 02:40
Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,
unsere Petition zur Unterstützung von Isa Paape ist abgeschlossen – mit über 1.400 Unterschriften und einem beeindruckenden Zeichen der Solidarität, das weit über den Standort Erlangen hinausgewirkt hat.
Was viele von Anfang an gehofft haben, ist nun eingetreten: Isa hat ihre Kündigungsschutzklage vor dem Arbeitsgericht Nürnberg vollumfänglich gewonnen und wird in den Betrieb zurückkehren. Dieser Erfolg ist nicht nur ihr persönlicher Sieg – er ist auch ein Ergebnis der breiten Unterstützung, die sie in den vergangenen Monaten erfahren hat.
Isa hat sich mit einer persönlichen E-Mail an Kolleginnen und Kollegen gewandt. Ihre Worte möchten wir hier mit euch teilen – als Ausdruck von Dankbarkeit, aber auch als Ermutigung für alle, die sich für Mitbestimmung und demokratische Rechte im Betrieb einsetzen:
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
das Arbeitsgericht Nürnberg hat gestern entschieden: Die fristlose Kündigung war nicht rechtswirksam, Siemens Energy muss mich weiterbeschäftigen. Nach fünf anstrengenden Monaten und der Erfahrung einer unglaublich vielfältigen und breiten Solidarität werde ich in der kommenden Woche wieder in den Betrieb zurückkehren und auch meine Tätigkeit als Betriebsrätin wieder aufnehmen.
Das ist ein großer Erfolg, den Sie / ihr alle mit bewirkt habt!
Es ist mir ein Bedürfnis, mich für die Solidarität und vielfältige Unterstützung herzlich zu bedanken!
Gemeinsam haben wir ein Stück Demokratie im Betrieb verteidigt, und die persönlichen Angriffe auf mich als Betriebsrätin bei Siemens Energy zurückgewiesen. Ich kann die Worte von Christiane Benner, Vorsitzende der IG Metall, nur unterstreichen: Wir brauchen dringend eine wirksamere Gesetzgebung gegen Union Busting!
Seit Bekanntwerden des Gerichtsurteils haben sich viele Betriebsrätinnen und Betriebsräte aus der ganzen Republik bei mir gemeldet, zum Teil von ähnlichen Angriffen betroffen, die dieses Verfahren und den Erfolg als außerordentlich ermutigend und stärkend empfinden. Darum geht es auch: Kolleginnen und Kollegen zu ermutigen. Widerstand, zumal solidarisch, kann etwas bewegen!
Mit herzlichen und solidarischen Grüßen,
Isabella Paape
Betriebsrätin Siemens Energy Erlangen
Gemeinsam Aktiv! – Betriebsratsfraktion SE Erlangen
18.04.2026, 02:39
Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,
unsere Petition zur Unterstützung von Isa Paape ist abgeschlossen – mit über 1.400 Unterschriften und einem beeindruckenden Zeichen der Solidarität, das weit über den Standort Erlangen hinausgewirkt hat.
Was viele von Anfang an gehofft haben, ist nun eingetreten: Isa hat ihre Kündigungsschutzklage vor dem Arbeitsgericht Nürnberg vollumfänglich gewonnen und wird in den Betrieb zurückkehren. Dieser Erfolg ist nicht nur ihr persönlicher Sieg – er ist auch ein Ergebnis der breiten Unterstützung, die sie in den vergangenen Monaten erfahren hat.
Isa hat sich mit einer persönlichen E-Mail an Kolleginnen und Kollegen gewandt. Ihre Worte möchten wir hier mit euch teilen – als Ausdruck von Dankbarkeit, aber auch als Ermutigung für alle, die sich für Mitbestimmung und demokratische Rechte im Betrieb einsetzen:
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
das Arbeitsgericht Nürnberg hat gestern entschieden: Die fristlose Kündigung war nicht rechtswirksam, Siemens Energy muss mich weiterbeschäftigen. Nach fünf anstrengenden Monaten und der Erfahrung einer unglaublich vielfältigen und breiten Solidarität werde ich in der kommenden Woche wieder in den Betrieb zurückkehren und auch meine Tätigkeit als Betriebsrätin wieder aufnehmen.
Das ist ein großer Erfolg, den Sie / ihr alle mit bewirkt habt!
Es ist mir ein Bedürfnis, mich für die Solidarität und vielfältige Unterstützung herzlich zu bedanken!
Gemeinsam haben wir ein Stück Demokratie im Betrieb verteidigt, und die persönlichen Angriffe auf mich als Betriebsrätin bei Siemens Energy zurückgewiesen. Ich kann die Worte von Christiane Benner, Vorsitzende der IG Metall, nur unterstreichen: Wir brauchen dringend eine wirksamere Gesetzgebung gegen Union Busting!
Seit Bekanntwerden des Gerichtsurteils haben sich viele Betriebsrätinnen und Betriebsräte aus der ganzen Republik bei mir gemeldet, zum Teil von ähnlichen Angriffen betroffen, die dieses Verfahren und den Erfolg als außerordentlich ermutigend und stärkend empfinden. Darum geht es auch: Kolleginnen und Kollegen zu ermutigen. Widerstand, zumal solidarisch, kann etwas bewegen!
Mit herzlichen und solidarischen Grüßen,
Isabella Paape
Betriebsrätin Siemens Energy Erlangen
Gemeinsam Aktiv! – Betriebsratsfraktion SE Erlangen
01.04.2026, 13:29
Es gibt erfreuliche Neuigkeiten!
Isabella Paape wiedergewählt – mehr Sitze gewonnen!
Die Betriebsratswahlen bei Siemens Energy bringen für die gekündigte Betriebsrätin Isabella (Isa) Paape ein erfreuliches Ergebnis. Mit einem Stimmenzuwachs von über 30 % wird ihre Liste „Gemeinsam AKTIV!“ künftig drei Sitze im Betriebsrat einnehmen, bisher waren es zwei. Isa ist als Listenführerin wiedergewählt, bleibt aber wegen des bestehenden Hausverbots bis zur Entscheidung über ihre Kündigungsschutzklage an der Amtsausübung gehindert.
„Die fristlose Kündigung ohne Angabe von Gründen, das Hausverbot und die Untersagung der digitalen Kommunikation haben diesen Wahlkampf für mich und meine Liste unendlich schwierig gemacht. Nach vier Jahren engagierter Betriebsratsarbeit haben wir nicht klein beigegeben. Ein starkes Team und einfallsreiche Aktionen haben sicher mit zu diesem Erfolg beigetragen. Ich danke unseren Wählerinnen und Wählern für den klaren Handlungsauftrag“, so Paape nach Bekanntgabe des Ergebnisses.
Ungewöhnlich deutlich konnte auch die von der IG Metall unterstützte Liste „Wir für Energy“ ihren Stimmenanteil steigern und kommt nun auf 12 Sitze.
Regelrecht abgestürzt ist hingegen die „Freie Liste“, die den Betriebsratsvorsitzenden stellt. Der Verlust von mehreren Hundert Wählerinnen und Wählern sowie die historisch niedrige Wahlbeteiligung von 37 % führten im Ergebnis dazu, dass die Liste mit 18 Mandaten nur noch über eine knappe Mehrheit im Gremium verfügt.
Für Isa Paape ist ein Trend erkennbar: „Es gibt zwei klare Gewinner bei diesen Betriebsratswahlen. Beide Listen sind von IG-Metallern angeführt und gewerkschaftlich geprägt. Die Beschäftigten haben sich entschieden: Für mehr Demokratie und Beteiligung, für Tarifbindung und Stärkung der IG Metall.“
Die Verhandlung der Kündigungsschutzklage findet statt am 16. April 2026 um 09:30 Uhr im Arbeitsgericht Nürnberg, Roonstraße 20, Sitzungssaal 315. Die Sitzung ist öffentlich.
Betriebsrätin Isabella Paape ist überzeugt, dass die Kündigung nicht gerechtfertigt ist und auch vor Gericht keinen Bestand haben wird. „Die Beschäftigten bei Siemens Energy in Erlangen haben mir und meinem Listen-Team mit der Wahl einen Auftrag erteilt. Ich werde an meinen Arbeitsplatz zurückkehren, und ich will meine Tätigkeit als Betriebsrätin wieder aufnehmen.“
Diesen wichtigen Etappensieg verdanken wir nicht zuletzt auch allen, die unsere Petition unterstützen. Dafür herzlichen Dank!
Die Petition läuft demnächst planmäßig aus am 10. April. Wir werden Eure Unterschriften den Adressaten im Vorstand von Siemens Energy übergeben.
Am 16. April um 9:30 Uhr findet die Verhandlung vor dem Nürnberger Arbeitsgericht statt. Wer mag, kann gerne zu diesem Termin kommen!
01.04.2026, 13:08
Liebe Unterstützerinnen und liebe Unterstützer,
Es gibt erfreuliche Neuigkeiten!
Isabella Paape wiedergewählt – mehr Sitze gewonnen!
Die Betriebsratswahlen bei Siemens Energy bringen für die gekündigte Betriebsrätin Isabella (Isa) Paape ein erfreuliches Ergebnis. Mit einem Stimmenzuwachs von über 30 % wird ihre Liste „Gemeinsam AKTIV!“ künftig drei Sitze im Betriebsrat einnehmen, bisher waren es zwei. Isa ist als Listenführerin wiedergewählt, bleibt aber wegen des bestehenden Hausverbots bis zur Entscheidung über ihre Kündigungsschutzklage an der Amtsausübung gehindert.
„Die fristlose Kündigung ohne Angabe von Gründen, das Hausverbot und die Untersagung der digitalen Kommunikation haben diesen Wahlkampf für mich und meine Liste unendlich schwierig gemacht. Nach vier Jahren engagierter Betriebsratsarbeit haben wir nicht klein beigegeben. Ein starkes Team und einfallsreiche Aktionen haben sicher mit zu diesem Erfolg beigetragen. Ich danke unseren Wählerinnen und Wählern für den klaren Handlungsauftrag“, so Paape nach Bekanntgabe des Ergebnisses.
Ungewöhnlich deutlich konnte auch die von der IG Metall unterstützte Liste „Wir für Energy“ ihren Stimmenanteil steigern und kommt nun auf 12 Sitze.
Regelrecht abgestürzt ist hingegen die „Freie Liste“, die den Betriebsratsvorsitzenden stellt. Der Verlust von mehreren Hundert Wählerinnen und Wählern sowie die historisch niedrige Wahlbeteiligung von 37 % führten im Ergebnis dazu, dass diese Liste mit 18 Mandaten nur noch über eine knappe Mehrheit im Gremium verfügt.
Für Isa Paape ist ein Trend erkennbar: „Es gibt zwei klare Gewinner bei diesen Betriebsratswahlen. Beide Listen sind von IG-Metallern angeführt und gewerkschaftlich geprägt. Die Beschäftigten haben sich entschieden: Für mehr Demokratie und Beteiligung, für Tarifbindung und Stärkung der IG Metall.“
Die Verhandlung der Kündigungsschutzklage findet statt am 16. April 2026 um 09:30 Uhr im Arbeitsgericht Nürnberg, Roonstraße 20, Sitzungssaal 315. Die Sitzung ist öffentlich.
Betriebsrätin Isabella Paape ist überzeugt, dass die Kündigung nicht gerechtfertigt ist und auch vor Gericht keinen Bestand haben wird. „Die Beschäftigten bei Siemens Energy in Erlangen haben mir und meinem Listen-Team mit der Wahl einen Auftrag erteilt. Ich werde an meinen Arbeitsplatz zurückkehren, und ich will meine Tätigkeit als Betriebsrätin wieder aufnehmen.“
Diesen wichtigen Etappensieg verdanken wir nicht zuletzt auch allen, die unsere Petition unterstützen. Dafür herzlichen Dank!
Die Petition läuft demnächst planmäßig aus am 10. April. Wir werden Eure Unterschriften den Adressaten im Vorstand von Siemens Energy übergeben.
Am 16. April um 9:30 Uhr findet die Verhandlung vor dem Nürnberger Arbeitsgericht statt. Isa freut sich, wenn Ihr durch Eure persönliche Anwesenheit Eure Unetrstützung zum Ausdruck bringen möchtet.
Wolfgang & Franz
21.02.2026, 23:04
Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,
großartige Neuigkeiten: Der bekannte Investigativjournalist Günter Wallraff hat sich öffentlich mit unserer Kollegin und Betriebsrätin Isabella (Isa) Paape solidarisiert!
In einer handschriftlichen Erklärung vom 11. Februar 2026 schreibt Wallraff:
„Isabella Paape hat erklärt, dass sie trotz aller Schikanen im Sinne der Beschäftigten Wahlkampf macht. Das ist mutig – und das verdient Solidarität.“
Wer ist Günter Wallraff?
Für alle, die seinen Namen noch nicht kennen: Günter Wallraff (Jahrgang 1942) ist Deutschlands bekanntester Enthüllungsjournalist. Anders als viele andere Journalisten schlüpft er immer wieder undercover in verschiedene Rollen, um Missstände aufzudecken, die sonst im Verborgenen blieben.
Sein berühmtestes Werk ist das Buch „Ganz unten“ (1985). Damals tarnte er sich als türkischer Gastarbeiter „Ali“ und arbeitete wochenlang unter extrem ausbeuterischen Bedingungen in der deutschen Industrie – bei McDonald's, auf dem Bau und in Stahlwerken. Das Buch wurde ein Welterfolg und zeigte schonungslos, wie mit Leiharbeitern und Migranten umgegangen wurde. Für seinen unerschrockenen Journalismus wurde Wallraff vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem alternativen Nobelpreis.
Sein Wort hat Gewicht. Wenn er sich heute an die Seite von Isa Paape stellt, ist das ein wichtiges Signal weit über Erlangen hinaus. Es zeigt: Der Kampf um Mitbestimmung und menschenwürdige Arbeit ist nicht vorbei – und Menschen wie Wallraff erinnern uns daran, dass diese Rechte hart erkämpft wurden und immer wieder verteidigt werden müssen.
Warum das wichtig ist
Günter Wallraff hat sein Leben lang gegen Ungerechtigkeit angeschrieben – oft von „ganz unten“. Dass er jetzt unsere Petition und Isa Paape unterstützt, zeigt: Was bei Siemens Energy in Erlangen passiert, ist kein Einzelfall, sondern ein Angriff auf die betriebliche Mitbestimmung, der uns alle angeht.
Wenn ein Unternehmen versucht, eine engagierte Betriebsrätin durch eine planmässig vorbereitetete und von unverantwortlich agierenden Betriebsräten durchgewunkenefristlose Kündigung kurz vor der Wahl aus dem Verkehr zu ziehen, dann ist das ein fatales Signal. Wallraffs Solidarität gibt uns Rückenwind – und sie verpflichtet uns, weiterzumachen.
Bitte unterstützt weiterhin die Petition!
Lasst uns gemeinsam zeigen: Isa steht nicht allein! Jede weitere Unterschrift ist ein wichtiges Zeichen für die Verteidigung der Mitbestimmung bei Siemens Energy und weit darüber hinaus.
Teilt den Beitrag und das Bild von Wallraff in euren Netzwerken – gemeinsam sind wir stark!
Solidarische Grüße
Franz & Wolfgang
21.02.2026, 23:02
Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,
großartige Neuigkeiten: Der bekannte Investigativjournalist Günter Wallraff hat sich öffentlich mit unserer Kollegin und Betriebsrätin Isabella (Isa) Paape solidarisiert!
In einer handschriftlichen Erklärung vom 11. Februar 2026 schreibt Wallraff:
„Isabella Paape hat erklärt, dass sie trotz aller Schikanen im Sinne der Beschäftigten Wahlkampf macht. Das ist mutig – und das verdient Solidarität.“
Wer ist Günter Wallraff?
Für alle, die seinen Namen noch nicht kennen: Günter Wallraff (Jahrgang 1942) ist Deutschlands bekanntester Enthüllungsjournalist. Anders als viele andere Journalisten schlüpft er immer wieder undercover in verschiedene Rollen, um Missstände aufzudecken, die sonst im Verborgenen blieben.
Sein berühmtestes Werk ist das Buch „Ganz unten“ (1985). Damals tarnte er sich als türkischer Gastarbeiter „Ali“ und arbeitete wochenlang unter extrem ausbeuterischen Bedingungen in der deutschen Industrie – bei McDonald's, auf dem Bau und in Stahlwerken. Das Buch wurde ein Welterfolg und zeigte schonungslos, wie mit Leiharbeitern und Migranten umgegangen wurde. Für seinen unerschrockenen Journalismus wurde Wallraff vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem alternativen Nobelpreis.
Sein Wort hat Gewicht. Wenn er sich heute an die Seite von Isa Paape stellt, ist das ein wichtiges Signal weit über Erlangen hinaus. Es zeigt: Der Kampf um Mitbestimmung und menschenwürdige Arbeit ist nicht vorbei – und Menschen wie Wallraff erinnern uns daran, dass diese Rechte hart erkämpft wurden und immer wieder verteidigt werden müssen.
Warum das wichtig ist
Günter Wallraff hat sein Leben lang gegen Ungerechtigkeit angeschrieben – oft von „ganz unten“. Dass er jetzt unsere Petition und Isa Paape unterstützt, zeigt: Was bei Siemens Energy in Erlangen passiert, ist kein Einzelfall, sondern ein von langer Hand zusammen mit willigen Helfern aus dem in Teilen unsolidarischen Betriebsrat vorbereiteter Angriff auf die betriebliche Mitbestimmung, der uns alle angeht.
Wenn ein Unternehmen versucht, eine engagierte Betriebsrätin durch eine fristlose Kündigung kurz vor der Wahl aus dem Verkehr zu ziehen, dann ist das ein fatales Signal. Wallraffs Solidarität gibt uns Rückenwind – und sie verpflichtet uns, weiterzumachen.
Bitte unterstützt weiterhin die Petition!
Lasst uns gemeinsam zeigen: Isa steht nicht allein! Jede weitere Unterschrift ist ein wichtiges Zeichen für die Verteidigung der Mitbestimmung bei Siemens Energy und weit darüber hinaus.
Teilt den Beitrag und das Bild von Wallraff in euren Netzwerken – gemeinsam sind wir stark!
#SolidaritätMitIsa #GünterWallraff #Mitbestimmung #Betriebsrat #SiemensEnergy #GanzUnten #Erlangen
10.02.2026, 06:08
Die Gerichtsverhandlung im Kündigugnsschutzverfahren von Isa Paape ist nunmehr auf den 16.04.terminiert.
Aus diesem Grund möchten wir diese Petition verlängern.
Neues Zeichnungsende: 10.04.2026
Unterschriften zum Zeitpunkt der Änderung: 1378
06.02.2026, 23:17
Liebe Unterstützer:innen,
der arbeitsrechtliche Konflikt um die fristlose Kündigung der langjährigen Siemens-Energy-Betriebsrätin Isabella Paape spitzt sich zu – und die Zeit läuft gegen sie. Nach einem ergebnislosen Güteverhandlungstermin am 5. Februar 2026 vor dem Arbeitsgericht Nürnberg zeigt sich: Das Unternehmen scheint auf Zeit zu spielen, um Isabella Paape aus dem Betriebsratsgeschehen zu drängen. Sie "los zu werden", war und ist nur das vordergründige Ziel, denn dies wird dem Erlanger Management von Siemens Energy aufgrund der rechtlichen Haltlosigkeit der Kündigung wohl nicht gelingen.
Das steht auf dem Spiel:
Isabella Paape (61) wurde nach zehn Jahren engagierter Betriebsratsarbeit im November 2025 fristlos gekündigt. Der zunächst vage gehaltene „wichtige Grund“ wurde Ende Januar präzisiert: Siemens Energy wirft ihr vor, durch die Art der Kommunikation einer verbotenen Infoveranstaltung zur Betriebsrente das „Ansehen des Arbeitgebers“ beschädigt und ihre Loyalitätspflicht verletzt zu haben – weil sie wörtlich aus der Unternehmensabsage zitierte.
Die aktuelle Entwicklung: Eine strategische Verzögerung?
Der nun angesetzte Hauptverhandlungstermin zur Klärung der Kündigungswirksamkeit findet erst Mitte April statt. Zwar kann Isa Paape dank des laufenden Kündigungsschutzverfahrens noch an den Betriebsratswahlen Anfang März teilnehmen. Doch für die anschließenden konstituierenden Sitzungen, in denen die Besetzung von Ausschüssen und Gesamtbetriebsrat entschieden wird, ist ihre Teilnahme aufgrund des ungeklärten Arbeitsverhältnisses blockiert.
„Die Zeit spielt gegen meine Interessen“, so Paape. Ihre Anwältin, Alina Arnold von AfA Rechtsanwälte Nürnberg, kritisiert das Vorgehen von Siemens Energy deutlich: Das Unternehmen habe eine vom Gericht angebotene Beschleunigung des Verfahrens abgelehnt – eine „nicht nachvollziehbare Verzögerungstechnik“.
Siemens Energy äußert sich weiterhin nicht zu laufenden Verfahren.
Isabella Paapes Motivation bleibt ungebrochen:
Trotz der Ermüdung nach monatelangem Kampf betont sie: „Mein Kampfgeist ist ungebrochen.“ Es geht ihr nicht um einen finanziellen Ausgleich. Sie will ihren Job zurück – um ihre Existenz zu sichern und um die demokratische Mitbestimmung im Betrieb zu verteidigen.
Warum jetzt handeln?
Die Verzögerungstaktik unterstreicht die Dringlichkeit. Jeder Tag, den das Verfahren länger dauert, schwächt Isabella Paapes Position im betrieblichen Mitbestimmungsgefüge. Sie riskiert, gerade in der entscheidenden Phase der Betriebsratsneubildung ausgeschlossen zu werden.
Unser Appell an Euch:
Zeigt weiterhin massive Solidarität! Teilt die Petition, sprecht über den Fall und erhöht den Druck auf Siemens Energy, zu einer fairen und schnellen Lösung zu kommen. Isabella Paape kämpft nicht nur für sich selbst, sondern für das Prinzip einer unabhängigen und wirksamen Betriebsratsarbeit.
Zusammen können wir ein Zeichen setzen: Keine Kündigung einer Betriebsrätin wegen ihrer engagierten Aufklärungsarbeit!
Mit solidarischen Grüßen
06.02.2026, 23:14
Liebe Unterstützerinnen, liebe Unterstützer,
der arbeitsrechtliche Konflikt um die fristlose Kündigung der langjährigen Siemens-Energy-Betriebsrätin Isabella Paape spitzt sich zu – und die Zeit läuft gegen sie. Nach einem ergebnislosen Güteverhandlungstermin am 5. Februar 2026 vor dem Arbeitsgericht Nürnberg zeigt sich: Das Unternehmen scheint auf Zeit zu spielen, um Isabella Paape wenn nicht aus ihrem Job, so doch wenigstens aus dem Betriebsratsgeschehen zu drängen.
Das steht auf dem Spiel:
Isabella Paape (61) wurde nach zehn Jahren engagierter Betriebsratsarbeit im November 2025 fristlos gekündigt. Der zunächst vage gehaltene „wichtige Grund“ wurde Ende Januar präzisiert: Siemens Energy wirft ihr vor, durch die Art der Kommunikation einer verbotenen Infoveranstaltung zur Betriebsrente das „Ansehen des Arbeitgebers“ beschädigt und ihre Loyalitätspflicht verletzt zu haben – weil sie wörtlich aus der Unternehmensabsage zitierte. Diese Begründung ist rechtlich nicht haltbar - dies belegen u.a. erste richterliche Äusserungen in früheren Verfahren beim Arbeitsgericht Nürnberg.
Die aktuelle Entwicklung: Eine strategische Verzögerung?
Der nun angesetzte Hauptverhandlungstermin zur Klärung der Kündigungswirksamkeit findet erst Mitte April statt. Zwar kann Isa Paape dank des laufenden Kündigungsschutzverfahrens noch an den Betriebsratswahlen Anfang März teilnehmen. Doch für die anschließenden konstituierenden Sitzungen, in denen die Besetzung von Ausschüssen und Gesamtbetriebsrat entschieden wird, ist ihre Teilnahme aufgrund des ungeklärten Arbeitsverhältnisses blockiert.
„Die Zeit spielt gegen meine Interessen“, so Paape. Ihre Anwältin, Alina Arnold von AfA Rechtsanwälte Nürnberg, kritisiert das Vorgehen von Siemens Energy deutlich: Das Unternehmen habe eine vom Gericht angebotene Beschleunigung des Verfahrens abgelehnt – eine „nicht nachvollziehbare Verzögerungstechnik“.
Siemens Energy äußert sich weiterhin nicht zu laufenden Verfahren.
Isabella Paapes Motivation bleibt ungebrochen:
Trotz der Ermüdung nach monatelangem Kampf betont sie: „Mein Kampfgeist ist ungebrochen.“ Es geht ihr nicht um einen finanziellen Ausgleich. Sie will ihren Job zurück – um ihre Existenz zu sichern und um die demokratische Mitbestimmung im Betrieb zu verteidigen.
Warum jetzt handeln?
Die Verzögerungstaktik unterstreicht die Dringlichkeit. Jeder Tag, den das Verfahren länger dauert, schwächt Isabella Paapes Position im betrieblichen Mitbestimmungsgefüge. Sie riskiert, gerade in der entscheidenden Phase der Betriebsratsneubildung ausgeschlossen zu werden.
Unser Appell an Euch:
Zeigt weiterhin massive Solidarität! Teilt die Petition, sprecht über den Fall und erhöht den Druck auf Siemens Energy, zu einer fairen und schnellen Lösung zu kommen. Isabella Paape kämpft nicht nur für sich selbst, sondern für das Prinzip einer unabhängigen und wirksamen Betriebsratsarbeit.
Zusammen können wir ein Zeichen setzen: Keine Kündigung einer Betriebsrätin wegen ihrer engagierten Aufklärungsarbeit!
► Hier den vollständigen Pressebericht vom 06.02.2026 lesen (Bezahlschranke):
www.nn.de/wirtschaft/spielt-siemens-energy-auf-zeit-dampfer-fur-gekundigte-betriebsratin-paape-in-erlangen-1.14997734
24.01.2026, 09:10
Liebe Unterstützerinnen, liebe Unterstützer,
Lux lucet in tenebris! Licht am Ende des Tunnels!
Auch dank Eurer grossartigen Unterstützung hält Isa Paape dieses unwürdige Spiel gegen Sie und alle, denen echte Mitbestimmung und aktive Betriebsratsarbeit nicht gegen, sondern für die Beschäftigten am Herzen liegt, durch. Zumal es jetzt Klarheit gibt. Aber lest selbst aus der aktuellen Presemitteilung. Es lohnt sich!
Sehr geehrte Damen und Herren,
gerne informiere ich über den aktuellen Sachstand zur fristlosen Kündigung einer Betriebsrätin durch Siemens Energy.
Eilverfahren im Kündigungsfall der Betriebsrätin Isabella Paape Siemens Energy nennt erstmals den Kündigungsgrund – Gericht äußert erhebliche Zweifel!
In einem Eilantrag hatte die fristlos entlassene Betriebsrätin Isabella Paape Zugang zum Betrieb gefordert, um ihre Betriebsratsarbeit wieder aufnehmen zu können. Schließlich habe Siemens Energy bisher nicht einmal einen Grund genannt, wodurch die Kündigung offensichtlich ungerechtfertigt sei. Unhaltbar sei daher auch das verhängte Hausverbot, das die gewählte Betriebsrätin an der Amtsausübung hindere.
Nach monatelangem Rätselraten um den Kündigungsgrund erfolgte vor dem Arbeitsgericht dann der Paukenschlag: Siemens Energy äußert sich in einem viele Seiten langen Schriftstück erstmals zu den Kündigungsgründen. Der Betriebsrätin war Ende Oktober eine geplante Informationsveranstaltung zur Betriebsrente untersagt worden. Paape hatte die Veranstaltung daraufhin im Firmen-Intranet abgesagt. Sie habe aber versäumt, so der Vorwurf von Siemens Energy, die Gründe der Betriebsleitung für die Absage darzustellen. Dadurch könnte das Ansehen des Arbeitgebers bei den Mitarbeitenden beeinträchtigt worden sein.
Weiter wird der Betriebsrätin vorgeworfen, sie habe die Gründe für das Verbot der Veranstaltung mindestens einem Beschäftigten mitgeteilt – und zwar wortwörtlich. Dieser habe sich nämlich mit Rückfragen zum Veranstaltungsverbot unter Angabe eines wörtlichen Zitats an die Personalleitung gewendet. Durch dieses Teilen einer an sie persönlich gerichteten Mitteilung habe Paape ihre Treue- und Loyalitätspflichten gegenüber dem Arbeitgeber erheblich verletzt.
Wie Isabella Paape einem (!) Beschäftigten nichts zu den Gründen für das Veranstaltungsverbot mitteilen, gleichzeitig aber mehr als 100.000 Mitarbeitenden weltweit ebendiese Gründe erläutern sollte, bleibt vorerst das Geheimnis der Betriebsleitung. Das Arbeitsgericht wollte sich im anberaumten Eilverfahren mit den Details nicht befassen. Der Richter stellte lediglich fest, dass die üblicherweise bei fristlosen Kündigungen genannten Gründe wie Diebstahl oder „den Geschäftsführer verhauen“ in diesem Fall nicht zu finden seien. Für zweifelhaft befand der Richter auch die Vorgänge im Betriebsrat. Dieser habe für die Prüfung der vom Arbeitgeber beantragten fristlosen Kündigung eines Betriebsratsmitglieds lediglich einen Tag benötigt, überdies mutmaßlich die eigene Geschäftsordnung missachtet. Ein „Ruhmesblatt“ für den Betriebsrat sei das nicht, so der Richter Dr. Burger.
Insgesamt befand der Richter, der Ausgang des Verfahrens sei „mehr als offen“. Dennoch seien die genannten Zweifel nicht weitreichend genug, um dem Kündigungsschutzverfahren vorzugreifen. Dem Antrag von Isabella Paape auf Ausübung ihrer Betriebsratstätigkeit wurde nicht stattgegeben.
Die Betriebsrätin zeigt sich dennoch zufrieden. „Ich kenne nun endlich die Kündigungsgründe. Das allein ist schon wertvoll! Und die Zweifel, die der Richter heute geäußert hat, bestätigen mich in meiner Auffassung. Die Kündigung ist nicht gerechtfertigt, ich möchte wieder an meinen Arbeitsplatz zurück.“
Mein Anwalt Marc-Oliver Schulze von der Kanzlei AfA Rechtsanwälte wurde deutlicher: „Die rechtliche Bewertung ist mittlerweile sehr einfach. Siemens Energy hat die Anhörung zur Kündigung an den Betriebsrat vorgelegt. Nur auf die hier genannten Gründe kann sich der Arbeitgeber nun berufen. Und damit ist klar: Die Kündigung ist rechtsunwirksam. Das Kündigungsschutzverfahren wird Frau Paape zu 100% gewinnen.“
Und Arbeitsrechtsexpertin Alina Arnold, ebenfalls von der Kanzlei AfA Rechtsanwälte, die den letzten Termin vor dem Arbeitsgericht begleitete: „Für die Feststellung, dass die Kündigung von Frau Paape offensichtlich rechtsunwirksam ist, bedarf es einer Wertung – eben der, dass die Kündigungsgründe nicht ausreichen. Auch wenn jedes Arbeitsgericht in Deutschland ohne jeden Zweifel diese Wertung so vornehmen würde – es bleibt eine Wertung. Nach der Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts kann deshalb nicht von einer offensichtlichen Rechtsunwirksamkeit gesprochen werden, dazu zählen nur formelle Gründe.“
Dem pflichtet Rechtsanwalt Schulze zwar bei, ergänzt aber: „Diese Rechtsprechung kann durchaus kritisiert werden. Denn dadurch kann jeder Arbeitgeber noch so schwache Kündigungsgründe behaupten und dadurch missliebige Betriebsräte zunächst aus dem Betrieb heraushalten. Das kann nicht sein.“