Region: Overath

Campingplatz Immekeppel am Sportplatz muss bleiben

Petition richtet sich an:
Bauamt, Gemeinderat Overath, Naturschutzvereine

352 Unterschriften

21 %
114 von 540 für Quorum in Overath Overath

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  1. Gestartet Mai 2026
  2. Sammlung noch > 3 Monate
  3. Einreichung
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung
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Neuigkeiten

11.08.2026, 07:41

Es war einmal ein Fluss, der hatte einen Namen, und dieser Fluss heißt SÜLZ.
An seinen Ufern liegt das kleine Dorf Immekeppel, nah bei Overath. Dorthin pilgerten in den sechziger Jahren des letzten Jahrhunderts fleißige Handwerker und Arbeiter aus dem rechtsrheinischen Köln. Sie suchten ein kleines Stück vom Glück: sauberes Wasser zum Schwimmen, grüne Wiesen zum Zelten und tiefe Wälder zum Ausruhen.

Der Herr über die Uferwiese hatte ein weiches Herz. Voller Mitgefühl erlaubte er den müden Menschen, auf seinem Land zu weilen. Es dauerte nicht lange, da erwuchs aus der einfachen Wiese ein friedlicher Campingplatz. Die Menschen bauten fleißig ein Häuschen für die Notdurft, legten Rohre für frisches Wasser und Kabel für das Licht in der Nacht. Niemand störte sich daran – im Gegenteil: An jedem Wochenende strömten die Menschen herbei, um die Gaben der Natur zu genießen.
Als die gestrengen Herren der Behörden in den siebziger Jahren das erste Mal vorbeischauten, erhoben sie keinen Einspruch. Sie gaben dem Platz das Prädikat „geduldet“. Das war wie ein stilles Versprechen. Jahrzehnte zogen ins Land, und es gab niemals Streit. Die Stadt Overath sammelte Jahr für Jahr brav ihre Steuern ein – für das Gewerbe und für den Zweitwohnsitz. Sie schickte ihre Prüfer, die alles für gut befanden. So wuchs über sechzig Jahre hinweg ein tiefes, schützenswertes Vertrauen. Damals, als alles begann, stand kein Gesetz der Welt dem kleinen Paradies im Wege.
Doch im April 2026 wendete sich das Blatt. Plötzlich, nach über sechzig Wintern, klopfte das Schicksal in Gestalt der Bürokratie an die Pforte. Mit einem Mal hieß es, der Platz sei gar nicht rechtens. Schlimmer noch: Er könne niemals eine Erlaubnis erhalten, weil er im „Außenbereich einer landwirtschaftlichen Nutzfläche“ liege. Die Amtsschimmel wiehrten laut und verkündeten, es liege im „öffentlichen Interesse“, diesen Ort der Zuflucht zu schließen.

Nun ist das Jahr 2026 fast vorüber, und wenn das Wunder der Gemeinschaft und der Proteste es nicht verhindert, soll zum Ende des Jahres der Vorhang für immer fallen und das Paradies an der SÜLZ für immer verblassen.
Und so geschah es, dass sich die Menschen am Ufer der SÜLZ nicht kampflos dem Schicksal ergaben. Die Camper, die Bürger von Immekeppel und viele treue Freunde schmiedeten ein festes Bündnis und riefen die Initiative „Kein Platz ist illegal!“ ins Leben. Sie sammelten tausende Unterschriften auf Pergament und im digitalen Netz, zündeten Lagerfeuer des Protests an und ließen ihre Stimmen so laut erschallen, dass sie bis in die Ratsstuben der Stadt Overath drangen.

Die gestrengen Herren und Damen der Verwaltung saßen derweil über ihren dicken Gesetzbüchern. Doch der anhaltende Protest der Gemeinschaft rüttelte sie wach. Sie erkannten, dass das geschaffene Vertrauen von sechzig Jahren schwerer wog als sture Paragrafen. Ein weiser Ratsherr sprach schließlich: „Wenn das Gesetz dem Paradies im Wege steht, so müssen wir das Gesetz eben neu ordnen!“
Gemeinsam fanden die Stadträte und die Planer einen Ausweg. Im Rahmen der großen Neuaufstellung des Flächennutzungsplanes webten sie einen besonderen Zauber: Sie erklärten die Uferwiese offiziell zu einem „Sondergebiet für Freizeit und Erholung“. Damit verloren die alten Verbote des Außenbereichs ihre Macht, und der Campingplatz wurde im Einklang mit der Natur dauerhaft legalisiert.
Als die Silvesterglocken das Ende des Schicksalsjahres 2026 einläuteten, herrschte kein Herzeleid an der SÜLZ, sondern grenzenloser Jubel. Der Vorhang fiel nicht. Stattdessen feierten die Menschen ein großes Fest des Dankes. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann schwimmen, zelten und erholen sich die Arbeiter und Familien dort noch heute – behütet von der Stadt und im ewigen Frieden mit dem Fluss.


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