• Vom Picknickplatz zur Gaststätte Entstehungsgeschichte des Steigkopf-Sängerheims Teil IV

    20.03.2014 19:02 Uhr

    . Der damalige Bürgermeister Hans Kunz, der dies positiv betrachtete, sagte spontan Hilfe zu, aber die Höhe eines Betrags konnte er nicht nennen. Eine Woche später erhielt der 1. Vorsitzende die Nachricht, daß die Stadt einen Zuschuß von 1.000 DM gewährt. Nun sah die Situation für den Verein etwas besser aus, es mußten aber trotzdem noch 8.100 DM aufgebracht werden. Die Generalversammlung beschloß, den Betrag aus der Vereinskasse zu bezahlen.

    Der Aushub des 510 Meter langen Grabens vom Guldenklingerhof zum Steigkopf wurde von Familie Römer übernommen. Sicherlich auch ein stattlicher Betrag. Zum Glück hatte der Verein einen finanziellen Gewinn aus seinem 75jährigem Vereinsjubiläum erwirtschaftet und dazu die monatlichen Pachteinnahmen vom Steigkopf, so daß die Vereinskasse dies bezahlen konnte. Damit war sie aber auch so gut wie leer. Alle weiteren Kosten der Elektroinstallation wurden wiederum von Familie Römer übernommen.

    In den weiteren Jahren entwickelte sich das Sängerheim immer mehr zu einer Gaststätte, die nicht nur im Sommer, sondern auch im Winter stark frequentiert wurde. Grillfeste sowie Erbsensuppe-Essen wurden immer weniger durchgeführt, dafür aber in den Sommermonaten gelegentlich Singstunden abgehalten.

    Im Lauf des Jahres 1996 wurden etliche Pachtvertragsverhandlungen mit der Stadt geführt, denn der seitherige Vertrag lief zum Jahresende aus. Ab dem 1. Januar 1997 gilt ein neuer Vertrag mit einer Laufzeit bis 2012. Der neue Pachtzins, der weitaus höher liegt als vorher, muß in einem Betrag an die Stadt gezahlt werden. Das Ehepaar Römer wurde wiederum bis 2012 als Unterpächter eingesetzt. Im Zuge der Vertragsverhandlungen mußte auf Veranlassung der unter Naturschutzbehörde ein zwischenzeitlich errichteter Holzvorbau wieder abgerissen werden, die Überdachung durfte aber stehen bleiben. Dafür konnte der dahinterliegende ehemalige Maschinenraum zu einem Clubraum ausgebaut werden.

    Fazit ist, daß heute auch die Stadt Nutznießer des Sängerheims ist, das in unzähligen freiwilligen Arbeitsstunden ganz allein von Mitgliedern und Freunden des Sängerbunds buchstäblich im Schweiße ihres Angesichts aufgebaut und fast ausschließlich aus Eigenmitteln des Vereins finanziert wurde. Maßgeblichen Anteil am Auf- und Ausbau hatten vor allem Ludwig Guthier, Friedrich Wipplinger, Werner Rothermel, Josef Lernbecher, Siegfried Plischka, Franz Diehl sowie (in alphabetischer Reihenfolge) Georg Bangert, Fritz Baumann, Willibald Büchner, Helmut Gärtner, Robert Gärtner, Karl Guthier, Philipp Guthier, Richard Guthier, Ludwig Meyer sen., Josef Röllich, Michael Rothermel, Hans Sauer, Karl Unger, Willi Weis, Georg Wilhelm, Klaus Windt.

    Diesen Männern gilt der besondere Dank des Sängerbundes und ebenso der Familie Römer, die in all den Jahren das Gebäude sowie den Platz in einem hervorragenden Zustand hielt, auch viel selbst investiert hat und dadurch den Steigkopf zu einem Aushängeschild für den Sängerbund 01 und für Kirschhausen hat werden lassen.


    (Quelle: Festschrift zum 100-jährigen Jubiläum 2001 der Sängerbundes 01 Kirschhausen)

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