Die unverhältnismäßige Erhöhung der Tabaksteuer auf Zigarren und Zigarillos abwenden

Petition richtet sich an:
Deutscher Bundestag Petitionsausschuss

885 Unterschriften

3 %
854 von 30.000 für Quorum in Deutschland Deutschland

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  1. Gestartet 26.08.2026
  2. Sammlung noch > 5 Monate
  3. Einreichung
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung
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Neuigkeiten

27.08.2026, 03:08

Anpassung einiger Formulierungen um den Anschein falscher Tatsachenbehauptungen auszuräumen.


Neuer Petitionstext:

Derzeit wird im Rahmen der Beratungen zur Gegenfinanzierung der GKV-Reform eine Formulierungshilfe für einen Änderungsantrag diskutiert, die eine Anhebung der ad-valorem-Steuer auf Zigarren und Zigarillos von derzeit 1,47 % auf 21,05 % vorsieht. Dies entspricht einer sprunghaften Erhöhung um 1.332 % (das 14-Fache) und würde die Steuerniveau-Anpassung eins zu eins an das von Zigaretten angleichen.

Sollte dieser Vorschlag Gesetz werden, bedeutet dies das finale Aus für zahlreiche mittelständische Fachgeschäfte sowie für die traditionelle deutsche Zigarrenindustrie. Ich bitte Sie eindringlich, gegen diese unverhältnismäßige Maßnahme zu stimmen.

Warum Zigarren und Zigarillos keine Zigaretten sind und eine differenzierte Besteuerung benötigen:

Existenzbedrohung für den Mittelstand: Steigen die Ladenpreise steuerinduziert umin überdiesem 50deutlichen %,Umfang, brichtist davon auszugehen, dass die Nachfrage schlagartig ein.einbrechen wird. Kunden werdenkönnten ins Ausland oder in den Duty-free-Bereich abwandern. Zudem ist die Vorfinanzierung von Steuerzeichen für kleine Importeure finanziell nicht mehr stemmbar.

Keine Einsteiger- oder Jugendprodukte: Laut EU-Eurobarometer und Mikrozensus sind Zigarren/Zigarillos reine Genuss- und Kulturgüter für erwachsene Konsumenten gehobenen Alters. Eine Substitutionsgefahr gegenüber Zigaretten oder ein Problem beim Jugendschutz existiert nicht.

Gefährdung heimischer Arbeitsplätze: Die Fertigung in Deutschland erfolgt durch mittelständische Familienunternehmen mit rund 1.600 tarifgebundenen Arbeitsplätzen. Weltweit hängen Zehntausende Existenzen in Entwicklungs- und Schwellenländern an der handwerklichen Herstellung.

Marginale Fiskalwirkung: Als Nischenprodukt (nur ca. 1% der Raucher konsumieren Zigarren) trägt das Zigarrensegment kaum zu nennenswerten Steuermehreinnahmen bei. Die erhofften Einnahmen stehen in keinem Verhältnis zum drohenden Verlust von Arbeitsplätzen, Gewerbesteuern und örtlicher Fachhandelskultur.

Der aber vielleicht wichtigste Aspekt von Zigarren ist der gelebte Genuss in einer Gemeinschaft. In einer Welt, in der Standpunkte immer vehementer verteidigt werden und die Diskussionsbereitschaft leidet, steht die Zigarre wie kaum ein anderes Konsumgut für Gemeinsamkeit. Sie bringt Menschen unterschiedlichster Art zusammen und prägt das Beisammensein durch Genuss und Kultur.


Unterschriften zum Zeitpunkt der Änderung: 20 (19 in Deutschland)


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