Región.: Alemania
Internet

Digitalisierung braucht wirksamen Kinderschutz vor Pornografie

Petición a.
Niedersächsischer Landtag, Kultusministerkonferenz, Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages
8.394 Firmantes 8.098 En. Alemania
Colecta terminada.
  1. Iniciado febrero 2021
  2. Colecta terminada.
  3. Preparar presentación.
  4. Diálogo con destinatario
  5. Decisión

Petition in Zeichnung - Endspurt: Zeichnungsfrist endet am Sonntag

a las 20/09/21 14:51

Liebe Unterzeichner/innen,
Endspurt: Die Zeichnungsfrist unserer Petition „Kinder vor Pornos schützen“ endet in einer Woche, um sie Anfang Oktober in der Kultusministerkonferenz einzureichen. Die Vorbereitungen dafür laufen.
Die Dringlichkeit des Anliegens wird immer offensichtlicher: Schulen melden sich bei uns, nachdem Kinder und Jugendliche kinderpornografische Videos nicht nur „konsumiert“ und verbreitet, sondern zunehmend auch selbst „hergestellt“ haben. Auch sexuelle Belästigung und Übergriffe via social media werden alltäglicher.

Ich wäre Euch darum dankbar, wenn Ihr in dieser letzten Woche die Petition noch mal an Freunde, Verwandte, KollegInnen … weiterleitet oder über social media bekannt macht. Gerne auch an Lehrkräfte und Schulleitungen senden, um für den dringenden Handlungsbedarf und konkrete Schritte zu sensibilisieren.

Da einige von Euch gefragt hatten, ob mein WELT-Artikel zum Thema auch ohne Bezahlschranke lesbar ist: Unter diesem link findet Ihr den ganzen Artikel: www.return-mediensucht.de/fachstelle/medienecho/

Vielen Dank noch mal Euch allen für die tatkräftige Unterstützung des Anliegens!!! Fast 8.000 Unterschriften (vielleicht schaffen wir sogar noch 10) ist bei der Vielzahl von Anliegen und Petitionen in diesem Jahr schon ein starkes Signal!

DANKE!! und liebe Grüße, Tabea F


Änderungen an der Petition

a las 09/06/21 11:40

Die nächste Kultusministerkonferenz findet am 07./08.Oktober 2021 statt. Darum soll der Sammlungszeitraum 2 Wochen vorher beendet und dann übergeben werden.


Neues Zeichnungsende: 26.09.2021
Unterschriften zum Zeitpunkt der Änderung: 7.332 (7.082 in Deutschland)


Petition in Zeichnung - Pornopandemie stoppen: "Herstellung" von Kinderpornografie durch Jugendliche massiv angestiegen

a las 09/06/21 11:30

Liebe Unterzeichner/innen,
ganz herzlich möchte ich mich für Eure Unterstützung bedanken, für jede Unterschrift und das Weiterverbreiten der Petition!!!
Mittlerweile ist durch die Pressemitteilung des BKA bekannt geworden, in welchem Ausmaß im Jahr 2020 der Konsum von Kinderpornografie und sexuelle Gewalt an Kindern zugenommen haben. Allein im ersten Lockdown ist laut Europol der Konsum von Missbrauchsabbildungen in Europa um rund 30 % gestiegen.
Dabei hat sich die Zahl der Kinder und Jugendlichen, die selbst Kinderpornografie erwarben, besaßen, weiterverbreiteten oder herstellten, in Deutschland seit 2018 mehr als verfünffacht. Dennoch vermisste man jeden Hinweis auf den frühen Zugang zu Pornografie als Voraussetzung dieser Steigerungsdynamik. Stattdessen wird beschwichtigt, Heranwachsende teilten die Filme oft nur als Mutprobe. Schaut man genauer in die PKS-Statistik, fällt jedoch auf: Nicht nur in der Verbreitung, auch in der tätlichen „Herstellung“ von Kinderpornografie mit Verbreitungsabsicht war 2020 erstmals der Anteil junger Tatverdächtiger (m/w) unter 21 Jahren deutlich höher als der aller erwachsenen Täter/innen über 21 Jahre!

In einem aktuellen Artikel in der WELT www.welt.de/231485165 gehe ich auf diese Dynamik, die dritte Welle der Porno-Pandemie, ihre Hintergründe und die Frage, warum wir die hierbei vulnerabelste Risikogruppe diesen Gefahren ungeschützt überlassen, näher ein.
Um dem Anliegen noch breiter Gehör zu verschaffen und viele dafür zu sensibilisieren, wäre ich Euch dankbar, wenn Ihr die Petition noch mal in Eurem Bekanntenkreis und Netzwerken an möglichst viele verbreitet. Danke für alles Teilen!! Über die nächsten geplanten Schritte mit der Petition halte ich Euch auf dem Laufenden. Die Arbeit geht weiter, wir sind noch lange nicht am Ziel!
VIELEN DANK für Eure Unterstützung!! Liebe Grüße, Tabea F


Petition in Zeichnung - AKTION: Bild teilen!

a las 31/05/21 17:14

Liebe Unterstützende,

Damit noch mehr Menschen von der Petition erfahren, haben wir von openPetition einen Post zur Petition auf Facebook, Twitter und Instagram veröffentlicht - gerne mitmachen & teilen, teilen, teilen:

+++ Facebook: www.facebook.com/openPetition/photos/a.305584669539756/4000042510093935/

+++ Twitter: twitter.com/openPetition/status/1399381373224423429/photo/1

+++ Instagram: www.instagram.com/p/CPirNJ8njFo/

Bitte mit Freunden, Bekannten und Familie teilen. Jedes “Gefällt mir” (Like), aber vor allem geteilte Inhalte (Shares) sorgen dafür, dass noch mehr Menschen von der Petition erfahren. Die Petition kann auch in Facebook-Gruppen geteilt werden.

Wer nicht in den Sozialen Netzwerken ist, kann Freunde, Bekannte und Familie per Whatsapp oder E-Mail auf die Petition hinweisen:

+++ Kurzlink zur Petition: www.openpetition.de/nopornforkids

Vielen Dank für Ihr Engagement!
Ihr openPetition-Team


Änderungen an der Petition

a las 26/03/21 14:30

Dauer geändert, da Zeichnungsfrist zu kurzfristig gesetzt war


Neues Zeichnungsende: 29.06.2021
Unterschriften zum Zeitpunkt der Änderung: 5.064 (4.913 in Deutschland)




Änderungen an der Petition

a las 10/03/21 15:15

Dies ist ein Hinweis von der openPetition-Redaktion:

Da diese Petition Teil des Themenvotings für ABSTIMMUNG21 ist und möglicherweise Thema der ersten bundesweiten Volksabstimmung wird, wurde der Titel der Petition verständlicher formuliert. Der Titel gibt die Forderung in wenigen Worten wider.


Neuer Titel: Kinder vor Pornografie im Internet schützen. Digitalisierung braucht wirksamen Kinder-Kinderschutz /Jugendschutzvor Pornografie
Unterschriften zum Zeitpunkt der Änderung: 1.817 (1.730 in Deutschland)


Änderungen an der Petition

a las 10/03/21 11:57

Titel auf Bild ergänzt
Zitate ergänzt von Betroffenen, Hervorhebung/Fett gedrucktes verringert


Neuer Petitionstext:

„Ich wurde die Bilder nicht mehr los. Pornos haben meine Phantasie vergiftet und meine Kindheit gestohlen.“ „Er (Bruder) hat das jahrelang an mir nachgemacht und mir Anweisungen gegeben, mich genauso wie die Frauen im Porno zu verhalten, mich wie eine Sache benutzt. Niemand ahnte was davon.“ „Das Kopfkino ging auch in der Schule weiter. Ich musste meine Mitschülerinnen und Lehrerinnen von Kopf bis Fuss abscannen und erniedrigen, obwohl ich das nicht wollte.“ „Meine vorher lebenslustige, offene Tochter war nicht mehr erreichbar, irgendwie abwesend und stumpf. Dann fand ich die Chatverläufe mit mehreren Männern – voller pornografischer Inhalte von ihr.“

Missbrauch macht Kinder stumm und lebt vom Wegschauen der Erwachsenen. Das gilt auch für den größten Missbrauchsskandal unserer Gesellschaft:

Kinder und Jugendliche sind frei zugänglicher, vielfach gewalthaltiger Pornografie im Internet alltäglich ausgesetzt. Aufgrund der fortschreitenden Digitalisierung von Schule und Kinderzimmer und der Ausstattung mit mobilen Endgeräten in immer jüngerem Alter werden bereits viele Grundschulkinder mit Inhalten konfrontiert, die ihre Grenzen verletzen und ihnen nachhaltig schaden. Ein großer Teil der Mainstream-Pornografie zeigt körperliche und verbale Gewalt, schwere Misshandlungen und die Entwürdigung von Frauen und Teenagern (A.J. Bridges et al, 2010; E. Shor, 2018).

Manche Kinder werden bei der Konfrontation mit solchen Inhalten traumatisiert, andere gewöhnen sich an den schnellen Kick als Selbstmedikation gegen Langeweile, Frust oder Einsamkeit. Je früher und häufiger Kinder mit Pornografie konfrontiert werden, desto mehr prägt es ihre Sicht auf Beziehungen und Sexualität. Ein regelmäßiger Konsum fördert nachweislich Vergewaltigungsmythen („Frauen/Mädchen wollen zum Sex gezwungen werden/genießen das“) und sexuelle Übergriffe, auch unter Minderjährigen.

Mehr als die Hälfte der 11- bis 13-jährigen Kinder hat schon Pornografie im Internet gesehen. Eine Mehrheit der Kinder spricht sich dafür aus, dass explizite Webseiten für sie gesperrt werden (Studie des British Board of Film Classification BBFC, 2019). Im Jugendalter ist Pornografiekonsum inzwischen zu einem relevanten,zum normgebenden Faktor in der sexuellen Sozialisation geworden: 71 % der 14-17-jährigen Jungen (10 % der Mädchen) konsumieren mehrmals wöchentlich bis täglich, 21 % sogar täglich Pornografie im Internet (WDR Quarks-Studie, 2017). Die gegenwärtig beschleunigte Digitalisierung von Bildungsprozessen wird nicht von entsprechenden technischen und pädagogischen Schutzmaßnahmen begleitet. Dadurch wird dem freiwilligen, jedoch illegalem Konsum bzw. auch der unfreiwilligen Konfrontation mit Pornografie weiter Vorschub geleistet.

Laut § 184 StGB ist das Anbieten, Überlassen oder Zugänglichmachen von pornografischen Inhalten an Personen unter 18 Jahren ein Straftatbestand. Dieses Gesetz wird angesichts der freien Zugänglichkeit harter Pornografie ohne Altersverifikation und angesichts der Ausstattung von Kindern und Jugendlichen mit internetfähigen Endgeräten ohne entsprechende Sicherheitssoftware und ohne diesbezügliche klare Vorgaben täglich millionenfach verletzt.

Laut Artikel 3 der UN-Kinderrechtskonvention darf das Wohl von Kindern anderen Interessen und Maßnahmen niemals untergeordnet werden:  werden:  

„Bei allen Maßnahmen, die Kinder betreffen, gleichviel ob sie von öffentlichen oder privaten Einrichtungen der sozialen Fürsorge, Gerichten, Verwaltungsbehörden oder Gesetzgebungsorganen getroffen werden, ist das Wohl des Kindes ein Gesichtspunkt, der vorrangig zu berücksichtigen ist.“

Forderungen:

1. Die Digitalisierung von Schule und der damit verbundene immer frühere und zeitintensivere Internetgebrauch muss endlich von effektiven Kinder- und Jugendschutzmaßnahmen begleitet werden.

Dies schließt technische Lösungen wie verpflichtende Schutzsoftware ebenso ein wie systematische Aufklärung und Schulungen für Eltern und Lehrkräfte über die Risiken von kindlichem und jugendlichem Pornografiekonsum sowie über pädagogische Handlungsmöglichkeiten.

Prävention von Pornografiekonsum im Kindes- und Jugendalter sollte zudem fester Bestandteil in den Lehrplänen der mit Sexualaufklärung und Medienerziehung befassten Fächer werden.

2. Die freie Zugänglichkeit von Pornografie für Kinder und Jugendliche muss zudem durch die Verpflichtung von Pornoanbietern zur Einrichtung eines Altersverifikationssystems verhindert werden.

3. Die Herstellung, Verbreitung und der Besitz von Gewalt- und Folterpornografie, die Straftaten zeigt und verherrlicht (z.B. Vergewaltigungen, schwere Körperverletzung oder Rachepornografie) sowie von Tier-, Kinder- und Jugendpornografie (§ 184a/b/c StGB) muss konsequent verfolgt und bestraft werden.

4. Das Herstellen, Hochladen und Verbreiten von Nackt- und Sexdarstellungen bzw. Aufnahmen des Intimbereichs ohne die Einwilligung der Dargestellten (Revengeporn, Upskirting u.a.) soll als selbstständiger Straftatbestand in das Strafgesetzbuch aufgenommen werden.



Neue Begründung:

Die kommentarlose Duldung des Zugangs zu Pornografie unabhängig vom Alter der Betrachter stellt einen massiven Eingriff in die sexuelle Sozialisation der jungen Generation dar.

Kinder mit pornografischen Inhalten zu konfrontieren bzw. durch entsprechende Bilder, Filme oder Reden auf sie einzuwirken, ist eine Form von sexuellem Missbrauch (StGB §176, (4) 4.).

Zahlreiche internationale Studien belegen[1], dass regelmäßiger Pornografiekonsum die Akzeptanz von sexueller Gewalt erhöht wie auch die Bereitschaft, diese in die Tat umzusetzen. Tägliche Konsumenten (männliche Jugendliche) sind dreimal so häufig Täter von sexuellem Missbrauch wie seltenere Konsumenten und konsumieren sechsmal so häufig auch Kinderpornografie (Priebe et al, 2007). Laut BKA waren 2019 bereits 41 % der Tatverdächtigen im Bereich Kinderpornografie unter 21 Jahren (2018: 26 %), 23 % zwischen 14 und 18 Jahren (2018: 13 %)[2]. Pornografiekonsum fördert zudem sexting und sexuelle Belästigung im Netz. Männliche Jugendliche, die häufiger Pornografie konsumieren, nehmen Mädchen verstärkt als austauschbare Sexobjekte wahr, neigen zu mehr sexueller Aggression, auch innerhalb von Beziehungen, und äußern wesentlich häufiger den Wunsch, zu Prostituierten zu gehen und gewalttätige Praktiken umzusetzen. Mädchen, die Pornografie konsumieren, werden häufiger Opfer von sexueller Gewalt und fühlen sich stark unter Druck gesetzt, den dort vermittelten Schönheits- und Sexnormen zu entsprechen. Viele Mädchen lassen sich dadurch auf pornonormierte Praktiken ein, die sie als schmerzhaft, eklig oder entwürdigend empfinden.

Pornokonsum hat zudem ein hohes Suchtpotential und gefährdet die Empathie- und Beziehungsfähigkeit. Längsschnittstudien zeigen: Je häufiger Jugendliche Pornografie konsumieren, desto mehr trennen sie Sexualität von jedem Beziehungskontext und halten Gelegenheitssex für normal.[3]

Der Einfluss von Pornografie auf Persönlichkeitsentwicklung, Beziehungsfähigkeit und die Zunahme von sexueller Gewalt wird bislang unterschätzt oder verschwiegen. In der Prävention von sexueller Gewalt und in der Vermittlung von Medienkompetenz muss dieser Tatsache zukünftig angemessen Rechnung getragen werden. Es reicht nicht aus, Heranwachsenden zu vermitteln, Pornos seien "nicht realistisch".

Politik und Gesellschaft müssen endlich die Verantwortung dafür übernehmen, Kinder und Jugendliche vor den vielfältigen Formen sexueller und emotionaler Grenzverletzungen durch frei zugängliche Pornografie konsequent zu schützen.

doi.org/10.1177%2F1077801210382866 Ana J. Bridges et al, 2010: Aggression and Sexual Behavior in Best-Selling Pornography Videos: A Content Analysis Update

doi.org/10.1177%2F1077801218804101 Eran Shor, 2018: Age, Aggression, and Pleasure in Popular Online Pornographic Videos

applications.devbureau.de/Porno-Auswertung-Charts/ WDR Quarks-Studie 2017

www.bbfc.co.uk/about-us/news/children-see-pornography-as-young-as-seven-new-report-finds

doi.org/10.1177/0886260516633204 N.Stanley et al, 2016: Pornography, Sexual Coercion and Abuse and Sexting in Young People’s Intimate Relationships: A European Study

www.tandfonline.com/doi/full/10.1080/00224499.2016.1143441 J. Peter && P.M. Valkenburg, 2016: Adolescents and Pornography: A Review of 20 Years of Research

[1] U.a. Stanley et al, 2016, Peter && Valkenburg, 2016, Priebe et al, 2007, Wright et al, 2014, 2016, Layden, 2016 u.v.m. Eine Zusammenfassung der internationalen Wirkungsforschung findet sich in dem Praxisbuch zur Prävention von jugendlichem Pornografiekonsum „Fit for Love?“ (www.fit-for-love.org)

[2] Pressemitteilung des BKA, Holger Münch, 11.05.2020.

[3] U.a. Längsschnittstudien unter niederländischen Jugendlichen, Peter && Valkenburg, 2006, 2008, 2010


Unterschriften zum Zeitpunkt der Änderung: 1.807 (1.720 in Deutschland)


Änderungen an der Petition

a las 19/02/21 11:11

Dauer verlängert, da die Petition einige Tage nach dem Start 16.2. noch nicht sichtbar gestellt wurde


Neues Zeichnungsende: 29.04.2021
Unterschriften zum Zeitpunkt der Änderung: 153 (148 in Deutschland)


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