Region: Germany

Digitalisierung braucht wirksamen Kinderschutz vor Pornografie

Petitioner not public
Petition is addressed to
Niedersächsischer Landtag, Kultusministerkonferenz, Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages

8,393 Signatures

Petition recipient did not respond.

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  1. Launched 2021
  2. Collection finished
  3. Submitted
  4. Dialogue
  5. Failed

News

02/13/2026, 14:56

Liebe Unterstützerinnen & Unterstützer der Petition Digitalisierung braucht wirksamen Kinderschutz vor Pornografie

Es ist nun genau 5 Jahre her, dass wir diese Petition zum Schutz von Kindern vor Pornografie gestartet, unterzeichnet und gemeinsam verbreitet haben. Zeit für ein Update: Was ist seither passiert?
Damals hat die KMK (Kultusministerkonferenz) sich geweigert, die Petition auch nur entgegenzunehmen. Zum Hintergrund:
Damals war der DigitalPakt 1 für Schulen in Kraft getreten und die Förderrichtlinien der Länder sahen genau das Gegenteil vor von dem, was wir forderten: Förderfähig waren der Ausbau der digitalen Infrastruktur, schulisches WLAN, digitale Arbeitsgeräte incl. mobiler Endgeräte. Nicht förderfähig waren u.a. Kosten für Administration, Betrieb und Wartung. Auch laufende Kosten für Filter-, Monitoring- oder Aufsichtssysteme waren in 10 Ländern nicht förderfähig.

In der (sehr unterschiedlichen) schulischen Praxis fehlten entsprechend nicht selten die IT-technischen bzw. vor allem auch personellen Ressourcen, um effektiven technischen Kinder-/Jugendschutz sicherzustellen.
In unserer Fachstelle erfuhren wir immer wieder vom Konsum jugendgefährdender Inhalte wie Pornografie in der Klasse und z.T. sogar während des Unterrichts. Zudem beklagten viele Eltern, dass die für schulische Zwecke angeschafften Tablets vielfach für die häusliche Nutzung durch die Kinder nicht zuverlässig administriert und deshalb auch nicht mit effektiven Filterschutzmaßnahmen versehen werden könnten.

Ganz offensichtlich wurden Jugendschutz-/ Strafgesetze wie § 184 StGB u.a. vielfältig verletzt.
Nun wurde Ende 2025 der Digitalpakt 2 verabschiedet, der mit Milliarden aus dem Sondervermögen die Digitalisierung der Schulen weiter vorantreiben soll und nun in die Umsetzung kommt. Werden hier dieselben Versäumnisse des Digitalpakt 1 wiederholt oder wird diesmal Sorge dafür getragen, dass digitaler Kinder-/Jugendschutz im schulischen Kontext sichergestellt wird? Werden diesmal ausreichende technische und personelle Ressourcen hierfür bereit gestellt?
Mit diesen Fragen wandte ich mich Anfang dieses Jahres wieder an die KMK, den Bund (BMBFSFJ) und fast alle Kultusministerien der Länder. Inzwischen habe ich einige Antworten bekommen. Bis auf eine sehr konstruktive, konkrete Antwort (Thüringen) war der Tenor vielfach ein „Wir tun schon alles/genug“ oder ein Verschiebebahnhof von Verantwortlichkeiten bis hin zur Europ. Kommission (Antwort des Bundes). Die ernüchterndste Antwort kam erneut von der KMK: Es gebe keinen blinden Fleck Jugendschutz. Das Erfordernis, gesetzliche Vorgaben einzuhalten, verstehe sich von selbst und eine zusätzliche Vorgabe oder Erinnerung an bestehende Gesetze sei nicht erforderlich. Sprich: Es gibt keine Probleme mit dem Jugendschutz in der Schule.
Die Realität, die wir in der Elternberatung wie auch in Präventionsworkshops zu Pornografie, Sexting und sex. Gewalt in Schulen erleben, ist leider eine ganz andere!

So wird offenbar auch der Digitalpakt 2 wie schon 1 andere Prioritäten setzen.
Anknüpfen können wir jedoch bei einer übereinstimmenden Antwort mehrerer Kultusministerien der Länder: Für die Auswahl, den Betrieb und die Finanzierung technischer Schutzmaßnahmen sowie für die personelle Ausstattung im Bereich der IT-Betreuung seien die öffentlichen und freien Schulträger verantwortlich. (Diese würden aber durch Bundes- und Landesmittel unterstützt, was diese z.T. wiederum verneinten).

Was ist zu tun? Und was kann jede/r einzelne tun?
- Wenden Sie sich proaktiv an Ihre Schulen/Schulträger und fragen Sie, wie die Einhaltung von §184 StGB sichergestellt wird.
- Das Aufenthaltsbestimmungsrecht (§1631 BGB), das Eltern bzw. vertretungsweise auch der Schule obliegt, muss auch für den digitalen Raum gelten. (Digitale) Bordelle und Folterkeller sind keine geeigneten Orte für Kinder. Fordern Sie effektive Maßnahmen. Dies betrifft auch schulische mobile Endgeräte, die die Kinder mit nach Hause nehmen.
- Neben technischem Schutz brauchen Teenager natürlich auch das gesichtswahrende Gespräch zur Einordnung grenzverletzender Inhalte, mit denen fast alle schon konfrontiert wurden. Darum ist es sinnvoll, Schulen Präventionsworkshops zu Pornografie und Sexting nahezulegen.
- Tragen Sie selbst zur Aufklärung über die tabuisierten Gefahren von Pornografie wie sexuelle Gewalt, Sucht und Beziehungsprobleme bei, sei es bei Eltern (z.B. Elternabende zum Thema), bei Lehrkräften, Ärzten und TherapeutInnen…
- Wer sich selbst fortbilden möchte, z.B. im Bereich Prävention in Schule & Jugendarbeit, Therapie Betroffe oder Angehöriger einer Pornosucht, findet hier aktuelle (sowie Video früherer) Online-Fortbildungen: www.return-mediensucht.de/fortbildung/

- Wenn Sie mit einer Verletzung des digitalen Jugendschutzes in Schulen konfrontiert werden, melden Sie dies der Schule. Gerne auch in Kopie an mich, ich sammle dann für eine Rückmeldung an die KMK...
Vielen Dank Euch allen!
Tabea t.freitag@return-hannover.de


12/31/2024, 20:11

Liebe Unterstützende,
der Petent oder die Petentin hat innerhalb der letzten 24 Monate nach dem Einreichen der Petition keine Neuigkeiten erstellt und den Status nicht geändert. openPetition geht davon aus, dass der Petitionsempfänger nicht reagiert hat.

Wir bedanken uns herzlich für Ihr Engagement und die Unterstützung,
Ihr openPetition-Team


12/31/2022, 14:10

Mehr als ein Jahr ist vergangen seit Einreichen unserer Petition „Digitalisierung braucht wirksamen Kinderschutz vor Pornografie“ – Zeit für ein update:
Vom Hauptadressaten der Petition, der Kultusministerkonferenz, habe ich entgegen mündlicher Zusagen (bei meinen wdh. telefon. Nachfragen), bisher leider keine Antwort und Reaktion erfahren. Die intendierte Fahrtrichtung scheint auch eher in die entgegengesetzte Richtung zu gehen: Noch frühere Digitalisierung bereits der Grundschulen, meist ohne effektive Schutzmaßnahmen. So warb bei unserer Landtagswahl in Niedersachsen die hiesige SPD mit der Ausstattung mit Tablets ab der 1. Klasse. Dass man damit auf Stimmenfang gehen kann, zeigt, wie gering Internetrisiken und Kinderschutzanliegen im öffentlichen Bewusstsein priorisiert sind. Cui bono?
Vom Land Niedersachsen erhielt ich im Sommer eine ausführliche schriftliche Antwort, die zusammengefasst besagt: Die Eingabe wird nicht berücksichtigt und gilt als erledigt, denn: Wir tun schon alles Notwendige. „Medienbildung“ sei in den curricularen Vorgaben fest implementiert. Im Rahmen des „DigitalPakt Schule“ seien „Maßnahmen zum Aufbau und zur Verbesserung der digitalen Vernetzung in Schulgebäuden und auf dem Schulgelände“ förderfähig. An Geldströmen für eine überall verfügbare digitale Nabelschnur in und um die Schulen mangelt es also nicht. Und unsere Forderung nach Umsetzung von § 184 StGB bzw. verpflichtender Schutzsoftware? Hier wird aus einem Gesetz eine Option: „In Anwendung des JuSchG kommen in der Praxis in schulischen Netzwerken mit Anbindung an das Internet oft Firewalls oder Filtersoftware (z.B. JusProg) zum Einsatz… Ein vergleichbarer Softwarefilter kann auch auf schulischen digitalen Endgeräten installiert werden.“ Reicht "oft" und "kann"...? In unserer Beratungspraxis erleben wir weiterhin zunehmend, dass Pornos auf schulischen Tablets geschaut und weitergeschickt werden, incl. sexueller Belästigung von Mitschülerinnen. Als Beleg für eine ausreichende Prävention werden präventive Projekte (darunter sinnvolle, gute Initiativen), Onlinekurse und Veranstaltungen verschiedener Institutionen genannt. Darunter aber auch solche, die seit Jahren kindlichen und jugendlichen Pornografiekonsum verharmlosen oder sogar befürworten. Diese in der Sexualpädagogik weit verbreitete sogen. „sex-positive“ Haltung wird i.d.R. damit begründet, dass Pornografie Heranwachsenden zur Erregungssuche und Selbstbefriedigung nütze, ihnen neue Ideen für ihren Sex liefere und der Förderung sexueller Vielfalt diene. Cui bono?
Wenn die Interessen Erwachsener, seien sie wirtschaftlicher (frühe Digitalisierung), sexueller oder ideologischer Art, in Politik und Gesellschaft eine gesunde Entwicklung von Kindern zunehmend gefährden, wie dies inzwischen auf vielen Ebenen geschieht, ist es um eine Gesellschaft nicht gut bestellt. In den Worten Nelson Mandelas: „Eine Gesellschaft offenbart sich nirgendwo deutlicher als in der Art und Weise, wie sie mit ihren Kindern umgeht. Unser Erfolg muss am Glück und Wohlergehen unserer Kinder gemessen werden, die in einer jeden Gesellschaft zugleich die verwundbarsten Bürger und deren größter Reichtum sind.“
In diesem Sinne lohnt es sich, trotz aller Hindernisse, weiter Eltern, Lehrkräfte und auch die Politik zu sensibilisieren und auf ihren Schutzauftrag hinzuweisen, damit 2023 für Kinder ein besseres Jahr wird - und damit auch für das Wohl unserer Gesellschaft. Ich wünsche Ihnen einen zuversichtlichen Start in das Neue Jahr,
herzliche Grüße
Tabea Freitag


12/01/2021, 08:00

Liebe Unterzeichner/innen,

nach Zeichnungsende der Petition am 26.9. habe ich in Anschreiben an die Adressaten der Petition um Termine zur Übergabe und Anhörung des Anliegens gebeten. Nach dem Ausbleiben von Antworten und weiteren Briefen (u.a. erneut an die Präsidentin der Kultusministerkonferenz), zahlreichen Telefonaten und Mails wurde ich im wiederholten Kreisverkehr weitergereicht, versprochene Rückmeldungen blieben wieder und wieder aus und nicht mal ein Termin zur Übergabe der Petition wurde gewährt.

Es wurde überdeutlich, dass diesem Anliegen des Kinder- und Jugendschutzes keinerlei Aufmerksamkeit und Gehör eingeräumt wird, während der Digitalisierung von Schulen (incl. Grundschulen) ohne entsprechende technische und pädagogische Schutzkonzepte hohe Priorität eingeräumt wird.

Es gilt: Digitalisierung first - Kinderschutz last.

Ich bemühe mich auch weiterhin um Gespräche mit den Verantwortlichen, werde aber voraussichtlich zusätzlich den Weg eines offenen Appells wählen, um dem weiterhin massiv wachsenden Problem des kindlichen Pornografiekonsums Gehör zu verschaffen und den Handlungsdruck zu erhöhen. Dabei brauche ich erneut Eure Hilfe und melde mich vrstl. zu gegebener Zeit wieder bei Euch. Vielen Dank noch einmal für Eure tatkräftige Unterstützung! Bei Ideen und hilfreichen Kontakten zu Verantwortlichen in Schulen und Ministerien meldet Euch gerne. Wir bleiben dran!!!

Liebe Grüße von
Tabea Freitag am 1.Dezember 2021


09/20/2021, 10:51

Liebe Unterzeichner/innen,
Endspurt: Die Zeichnungsfrist unserer Petition „Kinder vor Pornos schützen“ endet in einer Woche, um sie Anfang Oktober in der Kultusministerkonferenz einzureichen. Die Vorbereitungen dafür laufen.
Die Dringlichkeit des Anliegens wird immer offensichtlicher: Schulen melden sich bei uns, nachdem Kinder und Jugendliche kinderpornografische Videos nicht nur „konsumiert“ und verbreitet, sondern zunehmend auch selbst „hergestellt“ haben. Auch sexuelle Belästigung und Übergriffe via social media werden alltäglicher.

Ich wäre Euch darum dankbar, wenn Ihr in dieser letzten Woche die Petition noch mal an Freunde, Verwandte, KollegInnen … weiterleitet oder über social media bekannt macht. Gerne auch an Lehrkräfte und Schulleitungen senden, um für den dringenden Handlungsbedarf und konkrete Schritte zu sensibilisieren.

Da einige von Euch gefragt hatten, ob mein WELT-Artikel zum Thema auch ohne Bezahlschranke lesbar ist: Unter diesem link findet Ihr den ganzen Artikel: www.return-mediensucht.de/fachstelle/medienecho/

Vielen Dank noch mal Euch allen für die tatkräftige Unterstützung des Anliegens!!! Fast 8.000 Unterschriften (vielleicht schaffen wir sogar noch 10) ist bei der Vielzahl von Anliegen und Petitionen in diesem Jahr schon ein starkes Signal!

DANKE!! und liebe Grüße, Tabea F


06/09/2021, 07:40

Die nächste Kultusministerkonferenz findet am 07./08.Oktober 2021 statt. Darum soll der Sammlungszeitraum 2 Wochen vorher beendet und dann übergeben werden.


Neues Zeichnungsende: 26.09.2021
Unterschriften zum Zeitpunkt der Änderung: 7.332 (7.082 in Deutschland)


06/09/2021, 07:30

Liebe Unterzeichner/innen,
ganz herzlich möchte ich mich für Eure Unterstützung bedanken, für jede Unterschrift und das Weiterverbreiten der Petition!!!
Mittlerweile ist durch die Pressemitteilung des BKA bekannt geworden, in welchem Ausmaß im Jahr 2020 der Konsum von Kinderpornografie und sexuelle Gewalt an Kindern zugenommen haben. Allein im ersten Lockdown ist laut Europol der Konsum von Missbrauchsabbildungen in Europa um rund 30 % gestiegen.
Dabei hat sich die Zahl der Kinder und Jugendlichen, die selbst Kinderpornografie erwarben, besaßen, weiterverbreiteten oder herstellten, in Deutschland seit 2018 mehr als verfünffacht. Dennoch vermisste man jeden Hinweis auf den frühen Zugang zu Pornografie als Voraussetzung dieser Steigerungsdynamik. Stattdessen wird beschwichtigt, Heranwachsende teilten die Filme oft nur als Mutprobe. Schaut man genauer in die PKS-Statistik, fällt jedoch auf: Nicht nur in der Verbreitung, auch in der tätlichen „Herstellung“ von Kinderpornografie mit Verbreitungsabsicht war 2020 erstmals der Anteil junger Tatverdächtiger (m/w) unter 21 Jahren deutlich höher als der aller erwachsenen Täter/innen über 21 Jahre!

In einem aktuellen Artikel in der WELT www.welt.de/231485165 gehe ich auf diese Dynamik, die dritte Welle der Porno-Pandemie, ihre Hintergründe und die Frage, warum wir die hierbei vulnerabelste Risikogruppe diesen Gefahren ungeschützt überlassen, näher ein.
Um dem Anliegen noch breiter Gehör zu verschaffen und viele dafür zu sensibilisieren, wäre ich Euch dankbar, wenn Ihr die Petition noch mal in Eurem Bekanntenkreis und Netzwerken an möglichst viele verbreitet. Danke für alles Teilen!! Über die nächsten geplanten Schritte mit der Petition halte ich Euch auf dem Laufenden. Die Arbeit geht weiter, wir sind noch lange nicht am Ziel!
VIELEN DANK für Eure Unterstützung!! Liebe Grüße, Tabea F


05/31/2021, 13:14

Liebe Unterstützende,

Damit noch mehr Menschen von der Petition erfahren, haben wir von openPetition einen Post zur Petition auf Facebook, Twitter und Instagram veröffentlicht - gerne mitmachen & teilen, teilen, teilen:

+++ Facebook: www.facebook.com/openPetition/photos/a.305584669539756/4000042510093935/

+++ Twitter: twitter.com/openPetition/status/1399381373224423429/photo/1

+++ Instagram: www.instagram.com/p/CPirNJ8njFo/

Bitte mit Freunden, Bekannten und Familie teilen. Jedes “Gefällt mir” (Like), aber vor allem geteilte Inhalte (Shares) sorgen dafür, dass noch mehr Menschen von der Petition erfahren. Die Petition kann auch in Facebook-Gruppen geteilt werden.

Wer nicht in den Sozialen Netzwerken ist, kann Freunde, Bekannte und Familie per Whatsapp oder E-Mail auf die Petition hinweisen:

+++ Kurzlink zur Petition: www.openpetition.de/nopornforkids

Vielen Dank für Ihr Engagement!
Ihr openPetition-Team


03/26/2021, 10:30

Dauer geändert, da Zeichnungsfrist zu kurzfristig gesetzt war


Neues Zeichnungsende: 29.06.2021
Unterschriften zum Zeitpunkt der Änderung: 5.064 (4.913 in Deutschland)



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