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  • Die Petition wurde eingereicht

    20.12.2016 11:09 Uhr

    Liebe Unterstützer der Petition „Sprachunterricht“

    wir möchten wir uns herzlich für Ihre Unterstützung unserer Petition „Fortführung des Sprachunterrichtes für Flüchtlingskinder über das Jahr 2016 hinaus“ bedanken und Sie über das Ergebnis, leider nur ein Teilerfolg, informieren:

    Nach diversen Sitzungen des Landtages von Sachsen-Anhalt wurde am 15. Dezember 2016 endgültig entschieden, dass zusätzlich zu den bereits 50 fest angestellten Sprachlehrern nur 75 weitere Sprachlehrer (Vollzeitstellen) bis Schuljahresende beschäftigt werden. Das Bildungsministerium hält das für ausreichend, um ca. 7.400 Migranten mit Sprachförderbedarf an mehreren hundert Schulen zu unterrichten.

    Wir bedauern diese Entscheidung, die zur Folge hat, dass die Mehrzahl der Kinder ab dem 03. Januar keine Sprachförderung mehr erhalten werden und ohne ausreichende Deutschkenntnisse am Regelunterricht teilnehmen müssen.

    Bisher gab es 230 Sprachlehrkräfte, es müssen also ca. 100 Sprachlehrkräfte den Schuldienst verlassen. Da diese Sprachlehrer auch im Regelunterricht eingesetzt waren, wird die Unterrichtsversorgung noch weiter absinken und nur noch etwas über 98% liegen. Diese Entwicklung betrifft alle Kinder – Migranten und Nichtmigranten.

    Insgesamt konnten wir mit unserer Petition 759 Unterschriften persönlich an den Vorsitzenden des Bildungsausschusses Herrn Lippmann überreichen und ein persönliches Gespräch mit Edwina Koch-Kupfer Staatssekretärin im Ministerium für Bildung des Landes Sachsen-Anhalt führen. Es gab viele weitere Initiativen, z.B. von Eltern, Lehrern und der GEW, mit welcher wir eng zusammengearbeitet gearbeitet haben.

    Rückblickend haben die vielen Initiativen dazu geführt, dass immerhin 75 Sprachlehrer bis Schulende bleiben dürfen.

    Wir wünschen Ihnen und Ihren Familien ein besinnliches Weihnachtsfest und ein guten Start in 2017.

    die ehrenamtliche Vormünder, Marion Stekly und Emiel Hondelink