Sehr geehrte Damen und Herren,

Als engagierte ehrenamtliche Vormünder von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen blicken wir sorgenvoll in das Schuljahr 2017. Derzeit erfolgt der Sprachunterricht für unsere Mündel in speziellen kleinen Gruppen, die von sehr engagierten Sprachlehrkräften unterrichtet werden. Damit soll laut Bildungsministerium ab 01.01.2017 Schluss sein!

Die befristeten Arbeitsverträge für alle Sprachlehrkräfte, die auch im regulären Unterricht eingesetzt werden, sollen zum 31.12.2016 auslaufen.

Wir als Vormünder machen uns Sorgen über die zukünftige Gestaltung des Unterrichts, wenn die speziellen Sprachlehrkräfte wegfallen und unsere Mündel am regulären Unterricht teilnehmen sollen. Als Folge dieser Sparmaßnahme des Bildungsministeriums Sachsen-Anhalts werden unsere Mündel sowie alle anderen Kinder nicht die bisher erhaltene notwendige individuelle Betreuung bekommen!

Im Zusammenhang mit den auslaufenden Arbeitsverträgen der Sprachlehrkräfte, die bis zum 31.12.2016 befristet sind, stellen sich für uns Vormünder folgende wichtige Fragen:

Wie sollen unsere Mündel und die anderen Flüchtlingskinder ohne ausreichende Deutschkenntnisse dem normalen Unterricht folgen?
Wie sollen die Lehrkräfte im Regelunterricht allen Kindern ausreichende individuelle Förderung geben? Wie soll die Qualität des Unterrichts für alle Kinder ab 2017 gewährleistet werden? Wie sollen die Lehrkräfte die zusätzliche Belastung meistern?

Für uns Vormünder ist es wichtig, dass für unsere Mündel und alle andere Flüchtlingskinder eine optimale Unterrichtsversorgung gewährleistet wird. Dies ist schließlich die wichtigste Grundlage für alle weiteren schwierigen Schritte bei der Integration in unsere Gesellschaft.

Wir fordern daher zum Wohlergehen unserer Mündel und aller anderen Kinder, dass auch über das Jahr 2016 hinaus der eingeführte individuelle Sprachunterricht von speziell ausgebildeten Sprachlehrkräften fortgeführt wird!

Begründung

Sehr geehrte Damen und Herren,

Die befristeten Arbeitsverträge für alle Sprachlehrkräfte in Sachsen-Anhalt, die auch im regulären Unterricht eingesetzt werden, sollen zum 31.12.2016 auslaufen. Die Sparmaßnahme des Bildungsministerium hat negative Auswirkungen auf alle Schüler Sachsen-Anhalts!

Durch den geplanten Wegfall der speziellen Sprachförderung in Sprachklassen und die künftige Beschulung der Flüchtlingskinder im Regelunterricht werden diese Kinder dem Lernstoff nicht folgen können. Die Schülerzahlen in den Klassen werden durch die Aufnahme von Flüchtlingen noch mehr ansteigen, die Qualität des Regelunterrichtes für alle Schüler wird sinken und die Belastung der Lehrer wird weiter steigen!

Daher fordern wir zum Wohlergehen unserer Mündel und aller anderen Kinder, dass auch über das Jahr 2016 hinaus der eingeführte individuelle Sprachunterricht von speziell ausgebildeten Sprachlehrkräften fortgeführt wird!

Bitte helfen Sie uns hierbei mit Ihr Unterschrift

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Emiel Hondelink aus Magdeburg
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  • Liebe Unterstützer der Petition „Sprachunterricht“

    wir möchten wir uns herzlich für Ihre Unterstützung unserer Petition „Fortführung des Sprachunterrichtes für Flüchtlingskinder über das Jahr 2016 hinaus“ bedanken und Sie über das Ergebnis, leider nur ein Teilerfolg, informieren:

    Nach diversen Sitzungen des Landtages von Sachsen-Anhalt wurde am 15. Dezember 2016 endgültig entschieden, dass zusätzlich zu den bereits 50 fest angestellten Sprachlehrern nur 75 weitere Sprachlehrer (Vollzeitstellen) bis Schuljahresende beschäftigt werden. Das Bildungsministerium hält das für ausreichend, um ca. 7.400 Migranten mit Sprachförderbedarf an mehreren hundert Schulen zu unterrichten.

    Wir bedauern diese Entscheidung, die zur Folge hat, dass die Mehrzahl der Kinder ab dem 03. Januar keine Sprachförderung mehr erhalten werden und ohne ausreichende Deutschkenntnisse am Regelunterricht teilnehmen müssen.

    Bisher gab es 230 Sprachlehrkräfte, es müssen also ca. 100 Sprachlehrkräfte den Schuldienst verlassen. Da diese Sprachlehrer auch im Regelunterricht eingesetzt waren, wird die Unterrichtsversorgung noch weiter absinken und nur noch etwas über 98% liegen. Diese Entwicklung betrifft alle Kinder – Migranten und Nichtmigranten.

    Insgesamt konnten wir mit unserer Petition 759 Unterschriften persönlich an den Vorsitzenden des Bildungsausschusses Herrn Lippmann überreichen und ein persönliches Gespräch mit Edwina Koch-Kupfer Staatssekretärin im Ministerium für Bildung des Landes Sachsen-Anhalt führen. Es gab viele weitere Initiativen, z.B. von Eltern, Lehrern und der GEW, mit welcher wir eng zusammengearbeitet gearbeitet haben.

    Rückblickend haben die vielen Initiativen dazu geführt, dass immerhin 75 Sprachlehrer bis Schulende bleiben dürfen.

    Wir wünschen Ihnen und Ihren Familien ein besinnliches Weihnachtsfest und ein guten Start in 2017.

    die ehrenamtliche Vormünder, Marion Stekly und Emiel Hondelink

Pro

Noch kein PRO Argument.

Contra

Noch kein CONTRA Argument.