Wachter - als bedeutender Allgäuer Künstler der Sakralkunst von der Stadt Kempten nicht gewürdigt

17.09.2013 21:33 Uhr

Die gesüdete Ausrichtung der Kapelle stellt eine Ausnahme dar und richtet den gesamten Bau auf die Sonne, also das Licht der Welt aus. Im Inneren dechiffiriert die an der inneren Nordwand liegenden Orgelempore dieses Motiv, indem ihre Reliefverkleidung eine in den Raum ausgreifende Sonne zeigt.
Ebenso handwerklich anspruchsvoll gefertigt ist die frei hängende Kreuzesdarstellung über dem Altarblock. In das aus einem Stück Lindenholz gefertigte Kruzifix hat der Künstler den Korpus Christi vertieft liegend herausgeschnitten und ihn in die Balken modelliert statt aufgesetzt.
Die in die Griffe der Eingangstüren eingelassenen Emailarbeiten der Künstlerin Elisabeth Bunde referenzieren auf die dem Allgäu und Kempten verbundenen Heiligen Magnus, Lorenz, Hildegard und Elisabeth. Dagegen ebenfalls aus der Hans Wachters stammten die bereits entnommenen Altargeräte sowie eine jetzt verschollene Madonnenstatue aus Lindenholz.
Kosten, Lage und bisherige Nutzung des Baus
Die Gesamtkosten für den Bau der Klinikkapelle beliefen sich auf 450.000 DM.
Die Kapelle befindet sich hinter dem Gebäudekomplex des ehemaligen Kreiskrankenhauses an der Memminger Straße in Kempten und steht frei zwischen großen Bäumen in einem kleinen Park. Ihre ausdrucksstarke Gesamterscheinung erinnert dadurch umso mehr an den Architekten LeCorbusier, dem Wachter in der künstlerischen Durchdringung seines Werks nicht nachsteht. Bislang wurde sie ökumenisch genutzt und stand alles Konfessionen offen.
Der Künstler Hans Wachter und sein Werk
Der in Kempten lebende Hans Wachter (geboren 1931 in Waltenhofen, gestorben 2005 in Kempten) hatte nach einer Ausbildung zum Holz- und Steinbildhauer und einer Arbeitsperiode als Steinmetz ab 1954 an der Münchner Akademie der Bildenden Künste Bildhauerei studiert. Sein akademischer Lehrer war Professor Josef Henselmann, der als einer der wichtigen Wegbereiter für die Verbindung der traditionellen sakralen Kunst mit der Moderne gilt.
Wachter gestaltete in seiner Heimatstadt ab den 1960er Jahren zahlreiche Plastiken im öffentlichen (etwa Brunnen und Plätze) wie kirchlichen Raum. Eröffnet wurde der fruchtbare Reigen der vielgestaltigen Kunst-Stücke übrigens 1962 mit dem Kunstpreis der Stadt Kempten! Bekannt und geschätzt sind heute beispielsweise auch die Wachter'schen Arbeiten des Brunnens mit dem Entenhirten an der Kemptener Sing- und Musikschule, die Madonnenstatue am Brunnen vor der Seelenkapelle, der Panbrunnen im Atrium des Hildegardis-Gymnasiums wie die innere Gestaltung der Kirche St. Ulrich mit der monumentalen Christusstatue.
In Fischen, in Ottobeuren, in Sonthofen, in Memmingen hat Wachter mit hohem Anspruch gewirkt, aber etwa auch in Frankfurt am Main, in Berlin, in Jerusalem und sogar in Kalifornien (Belmont bei San Francisco, USA) gestalterische und bildnerische Spuren hinterlassen. Über 85 Kirchengestaltungen und zahllose Denkmäler verantwortete er. Im wahrsten Sinne des Wortes herausragend ist das von ihm und einem Partner gestaltete und ausgeführte Heimkehrer-Denkmal in Friedland, welches 28 Meter hoch in den Raum greift. Auch als Maler und Graphiker leistete Wachter Beachtliches. Allein das Werkverzeichnis seines Œuvres umfasst 24 Maschinenseiten.
Wachter ist der wichtigste moderne Allgäuer Künstler, der, wie Oberbürgermeister Netzer 2003 bemerkte (s.o.), „innovativ und spektakulär“ arbeitete.
Gefährdung:

Nach der endgültigen Aufgabe des bisherigen Kreiskrankenhauses Kempten und dem Auszug der zuletzt dort stationierten Abteilungen in das Klinikum Kempten-Oberallgäu an der Robert-Weixler-Straße stellte der Zweckverband des Klinikums Gebäude und Gelände an der Memminger Straße zur Weiterverwertung frei. Das gesamte Grundstück wurde dabei in zwei Bereiche eingeteilt, von denen einer das denkmalgeschützte Gebäude des ehemaligen Distriktspitals entlang der Memminger Straße umfasst, während der andere Teil – neben einem stark umgebauten, aber denkmalgeschützten Waschhaus – Bauten jüngerer Zeit und eben die separat stehende Klinikkapelle umschließt. Den letztgenannten Teil gab die Stadt Kempten zur völligen Umgestaltung frei. Damit wurde für die Klinikkapelle neben den jüngeren Gebäuden der Abriss besiegelt, denn die Stadt Kempten erteilte für die Klinikkapelle eine Abbruchgenehmigung.
Die Klinikkapelle steht derzeit nicht auf der Denkmalliste. Die Nachqualifizierung dieser Liste aus dem Jahr 2012 erkannte – mangels Information oder Bemühen? – den Wert der Klinikkapelle nicht und ließ sie außen vor, obwohl eine andere Kirche mit dem selben baulichen Duktus und kunsthistorisch wesentlich ärmerer Ausstattung innerhalb Kemptens auf die Denkmalliste gesetzt wurde.
Das jetzige Nutzungskonzept für das Krankenhausareal an der Memminger Straße sieht vor, neben dem Bautenabriss einen parkähnlichen Bereich mit altem Baumbestand zu vernichten, um Platz zu gewinnen für eine Wohnbebauung gehobenen Standards unter ökonomisch höchster Ausreizung des Geländes. Zukünftiger Bauträger ist im Übrigen die sozialbau

Wachter - als bedeutender Allgäuer Künstler der Sakralkunst von der Stadt Kempten nicht gewürdigt

17.09.2013 21:33 Uhr

Die gesüdete Ausrichtung der Kapelle stellt eine Ausnahme dar und richtet den gesamten Bau auf die Sonne, also das Licht der Welt aus. Im Inneren dechiffiriert die an der inneren Nordwand liegenden Orgelempore dieses Motiv, indem ihre Reliefverkleidung eine in den Raum ausgreifende Sonne zeigt.
Ebenso handwerklich anspruchsvoll gefertigt ist die frei hängende Kreuzesdarstellung über dem Altarblock. In das aus einem Stück Lindenholz gefertigte Kruzifix hat der Künstler den Korpus Christi vertieft liegend herausgeschnitten und ihn in die Balken modelliert statt aufgesetzt.
Die in die Griffe der Eingangstüren eingelassenen Emailarbeiten der Künstlerin Elisabeth Bunde referenzieren auf die dem Allgäu und Kempten verbundenen Heiligen Magnus, Lorenz, Hildegard und Elisabeth. Dagegen ebenfalls aus der Hans Wachters stammten die bereits entnommenen Altargeräte sowie eine jetzt verschollene Madonnenstatue aus Lindenholz.
Kosten, Lage und bisherige Nutzung des Baus
Die Gesamtkosten für den Bau der Klinikkapelle beliefen sich auf 450.000 DM.
Die Kapelle befindet sich hinter dem Gebäudekomplex des ehemaligen Kreiskrankenhauses an der Memminger Straße in Kempten und steht frei zwischen großen Bäumen in einem kleinen Park. Ihre ausdrucksstarke Gesamterscheinung erinnert dadurch umso mehr an den Architekten LeCorbusier, dem Wachter in der künstlerischen Durchdringung seines Werks nicht nachsteht. Bislang wurde sie ökumenisch genutzt und stand alles Konfessionen offen.
Der Künstler Hans Wachter und sein Werk
Der in Kempten lebende Hans Wachter (geboren 1931 in Waltenhofen, gestorben 2005 in Kempten) hatte nach einer Ausbildung zum Holz- und Steinbildhauer und einer Arbeitsperiode als Steinmetz ab 1954 an der Münchner Akademie der Bildenden Künste Bildhauerei studiert. Sein akademischer Lehrer war Professor Josef Henselmann, der als einer der wichtigen Wegbereiter für die Verbindung der traditionellen sakralen Kunst mit der Moderne gilt.
Wachter gestaltete in seiner Heimatstadt ab den 1960er Jahren zahlreiche Plastiken im öffentlichen (etwa Brunnen und Plätze) wie kirchlichen Raum. Eröffnet wurde der fruchtbare Reigen der vielgestaltigen Kunst-Stücke übrigens 1962 mit dem Kunstpreis der Stadt Kempten! Bekannt und geschätzt sind heute beispielsweise auch die Wachter'schen Arbeiten des Brunnens mit dem Entenhirten an der Kemptener Sing- und Musikschule, die Madonnenstatue am Brunnen vor der Seelenkapelle, der Panbrunnen im Atrium des Hildegardis-Gymnasiums wie die innere Gestaltung der Kirche St. Ulrich mit der monumentalen Christusstatue.
In Fischen, in Ottobeuren, in Sonthofen, in Memmingen hat Wachter mit hohem Anspruch gewirkt, aber etwa auch in Frankfurt am Main, in Berlin, in Jerusalem und sogar in Kalifornien (Belmont bei San Francisco, USA) gestalterische und bildnerische Spuren hinterlassen. Über 85 Kirchengestaltungen und zahllose Denkmäler verantwortete er. Im wahrsten Sinne des Wortes herausragend ist das von ihm und einem Partner gestaltete und ausgeführte Heimkehrer-Denkmal in Friedland, welches 28 Meter hoch in den Raum greift. Auch als Maler und Graphiker leistete Wachter Beachtliches. Allein das Werkverzeichnis seines Œuvres umfasst 24 Maschinenseiten.
Wachter ist der wichtigste moderne Allgäuer Künstler, der, wie Oberbürgermeister Netzer 2003 bemerkte (s.o.), „innovativ und spektakulär“ arbeitete.
Gefährdung:

Nach der endgültigen Aufgabe des bisherigen Kreiskrankenhauses Kempten und dem Auszug der zuletzt dort stationierten Abteilungen in das Klinikum Kempten-Oberallgäu an der Robert-Weixler-Straße stellte der Zweckverband des Klinikums Gebäude und Gelände an der Memminger Straße zur Weiterverwertung frei. Das gesamte Grundstück wurde dabei in zwei Bereiche eingeteilt, von denen einer das denkmalgeschützte Gebäude des ehemaligen Distriktspitals entlang der Memminger Straße umfasst, während der andere Teil – neben einem stark umgebauten, aber denkmalgeschützten Waschhaus – Bauten jüngerer Zeit und eben die separat stehende Klinikkapelle umschließt. Den letztgenannten Teil gab die Stadt Kempten zur völligen Umgestaltung frei. Damit wurde für die Klinikkapelle neben den jüngeren Gebäuden der Abriss besiegelt, denn die Stadt Kempten erteilte für die Klinikkapelle eine Abbruchgenehmigung.
Die Klinikkapelle steht derzeit nicht auf der Denkmalliste. Die Nachqualifizierung dieser Liste aus dem Jahr 2012 erkannte – mangels Information oder Bemühen? – den Wert der Klinikkapelle nicht und ließ sie außen vor, obwohl eine andere Kirche mit dem selben baulichen Duktus und kunsthistorisch wesentlich ärmerer Ausstattung innerhalb Kemptens auf die Denkmalliste gesetzt wurde.
Das jetzige Nutzungskonzept für das Krankenhausareal an der Memminger Straße sieht vor, neben dem Bautenabriss einen parkähnlichen Bereich mit altem Baumbestand zu vernichten, um Platz zu gewinnen für eine Wohnbebauung gehobenen Standards unter ökonomisch höchster Ausreizung des Geländes. Zukünftiger Bauträger ist im Übrigen die sozialbau

Petitionsbeschluss: Der Petition wurde nicht entsprochen oder überwiegend nicht entsprochen

17.09.2013 21:16 Uhr

Lieber Unterstüzterinnen und Unterstützer,

wie aus den Zeitungen bekannt geworden, hatte die Petition zum Erhalt der Klinikkapelle leider keinen Erfolg gehabt.
Sie können aus dem Artikel von Veronika Heilmannseder die entsprechenden Vorgänge nachvollziehen und sich auch noch einmal durch eine Beschreibung des denkmalspezifischen Wertes der Kliinikkapelle ein Bild über die Dimension des Verlustes machen.

Ich wünsche Ihnen trotzdem, dass Sie nicht aufgeben sich für das religiöse und kulturelle Erbe unserer Heimat einzusetzen!

Es grüßt Sie und dankt Ihnen für Ihren Einsatz

Ihr Pfr. Andreas Beutmüller



Die Klinikkapelle in der Gestalt eines Schiffsrumpfs mit Buntglasfensterband. - wikipedia (andbeu)

Klinikkapelle des ehemaligen Kreiskrankenhauses in Kempten

Abrissbirne gegen sakrales, gestalterisches und architektonisches Kunstwerk

Eingetragen von:

M.A. Veronika Heilmannseder

Beschreibung:

2013: „Und dann dürfte alles, was nicht unter Denkmalschutz steht, der Abrissbirne zum Opfer fallen.“ (AZ, 04.01.2013, „Oase der Ruhe und des Friedens“ soll bleiben“)
2003: „Mit einem herzlichen „Vergelt's Gott“ dankte der Oberbürgermeister [Dr. Ulrich Netzer] dem Donator [Hans Wachter] und versprach, die Schenkung an einem würdigen Ort der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Er wies auf den internationalen Rang des Künstlers hin […]. Vorbild für viele jüngere Künstler sei Wachter geworden, der in 85 Kirchen eine innovative und spektakuläre Neudefinition von Kunst im sakralen Raum geprägt habe.“ (AZ, 10.12.2003, „Feierstunde für Wachter“)
1972: „[D]er in Kempten ansässige und bekannte Bildhauer und Graphiker [hat] für die Kapelle des Kreiskrankenhauses […] einen Kreuzweg entworfen […], der sakrales Objekt und modernes Kunstwerk zugleich ist. […] Ambo und Sakramenthäuschen aus Bronze, dieses eingebaut in eine hohe Muschelkalksäule, Altartisch und steinerne Sitzbank, die zwölf Kerzenkonsolen an der rechten Kapellenwand und schließlich die in Beton ausgegossene, sorgsam durchmodellierte Emporenbrüstung, das alles sind weitere Zeugnisse erlesenen künstlerischen Geschmacks und großen handwerklichen Könnens“ (AZ, 20.01.1972, „Sakrales und Profanes aus Künstlerhand“)
Die Klinikkapelle des ehemaligen Kreiskrankenhauses und ihr Schicksal: Drei Artikel aus der lokalen Presse illustrieren, wie sich die Wertschätzung des gefeierten Künstlers Hans Wachter und seines Werks, darunter eben die Kapelle auf dem Klinikgelände an der Memminger Straße, innerhalb kurzer Zeit wandelten.
Dieses 1971/72 errichtete Bauwerk, architektonisch, künstlerisch wie sakral einzigartig, soll einer modernen Wohnbebauung weichen, die Arbeit des bis vor Kurzem hochgeschätzten Künstlers vernichtet werden. Was ist passiert?
Baugeschichte
Im Rahmen der baulichen Erweiterung des damaligen Kreiskrankenhauses (Memminger Straße 52) Anfang der 1970er Jahre wurde der Bildhauer Hans Wachter beauftragt, eine räumlich getrennt angelegte, künstlerisch hochwertige Klinikkapelle zu errichten. Architektonisch unterstützt durch Julius Kozel fertigte Wachter einen Entwurf und folgend eine bauliche Ausführung, die er bis ins Detail durchdacht und anspruchsvoll gestaltete.
Baugestaltung und Ausstattung
Das sakrale Gesamtkunstwerk vereint Baugestaltung und Ausstattung mit liturgischer wie theologischer Botschaft. In der äußeren Form durch die gerundete Außenwand wie das nach Süden hin ansteigende Dach an einen Schiffsbug, eine Arche erinnernd, nimmt vermittelnd ein rundum unter der Dachkante laufendes Band farbiger Glasfenster mit passenden figürlichen Elementen (Auge Gottes, Fische, Kreuz) die Thematik auf. Der Innenraum ist gemäß dieser Archesymbolik ruhig, schützend und hoffnungsspendend gestaltet. Die Anordnung wie Ausführung der Altarstufe wie der Priesterbank nehmen den Schwung der Gebäudestruktur auf, während die (bereits entfernten) Gemeindebänke und die Bodenplatten ihn widerspiegeln.
Der aus Muschelkalk gefertigte, monolithische Altartisch ist weit in den Raum, in die direkte Kommunikation mit der Gemeinde gerückt. Begleitet wird er dabei von einem bronzenen Lesepult und einer Sakramentensäule aus Bronze und Stein. Diese Gestaltung ist typisch für den Baustil nachkonziliarer Sakralbauten, der die Gemeinschaft der Gläubigen in den Mittelpunkt stellt.
Wachter schuf dabei jedoch eine symbiotische Verbindung zur traditionellen Kirchenarchitektur, indem er der neuen Ausdrucksform althergebrachte Elemente gegenüber stellte. Diese sind an der Westwand zwölf Apostelleuchter, an der Ostwand ein Kreuzweg aus Bronzereliefs, der genuin neuinterpretiert 15 Stationen zeigt und damit der Auferstehung Christi – welche in unmittelbarer Nähe zu Ort der Krankheit und des Leidens von fundamentaler Bedeutung ist – Raum gibt. Der Kreuzweg zeugt an sich bereits von der schöpferischen Gestaltungskraft Wachters, da er das Wesentliche der Stationen mit dreidimensionalem Effekt in die erhabenen Bronzeplatten eintreibt und so regelrecht greifbar macht.

Änderungen an der Petition

02.09.2013 12:06 Uhr

Weil die Petition demnächst geschlossen wird, möchte ich noch an die Gelegenheit zu unterschreiben erinnern.
Neuer Petitionstext: Erhalt der Klinikkapelle in der Memmingerstr. in 87435 Kempten! de.wikipedia.org/wiki/Kreiskrankenhaus_Kempten de.wikipedia.org/wiki/Kreiskrankenhaus_Kempten
Die Petitionsfrist endet bald. Bitte motivieren Sie Ihre Bekannten, die das Anliegen unterstützen möchten und sich noch nicht eingetragen haben das möglichst schnell zu tun.

Nach dem Umzug des Klinikums droht der bisher ökumenisch genutzten Kapelle der Abriss! Es handelt sich um einen sehr kreativen Kirchenbau (1971) in Form eines Schiffsbuges (Archegedanke) mit farbigen Glasfenstern (Schöpfung) und sakraler Kunst des Bildhauers Hans Wachter.http://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Wachter.
Der Kirchenbau ist inspiriert von der Architektur des brühmten Künstlers Le Corbusier (Frankreich).
Nun soll dieser außergewöhnliche Bau einer Wohnbebauung weichen, ohne dass abgeklärt wurde, ob diese Kapelle nicht in ein Wohnensemble intergriert werden könnte.

In der Nachrichtensendung des TV Allgäu am 18.07.2013
TV Allgäu wurde von der Klinikleitung verboten im Innenraum der Kirche zu filmenQ
www.youtube.com/watch?v=Pu-HZzNMSpg&feature=c4-overview list=UUewOKosqlmfY8AvksH8Psiw

wurde der Geschäftsführer Herbert Singer von der Sozialbau Kempten, dem zukünftigen Eigentümer des Geländes, auf dem die Kirche steht, befragt, ob er sich eine Einbindung des Baus in das Areal vorstellen könnte. Er sagte, es sei schwer vorstellbar. Eine moderne Bebauung bräuchte Zugänge zu den Tiefgaragenplätzen und Barrierefreiheit. Die Kapelle stünde mitten auf dem Gelände. Er erwarte, dass ihm das Grundstück von den jetzigen Eigentümern "ohne Kapelle" verkauft würde.

Änderungen an der Petition

22.07.2013 23:21 Uhr

Wikipediaeintrag
Neuer Petitionstext: Erhalt der Klinikkapelle in der Memmingerstr. in 87435 Kempten! de.wikipedia.org/wiki/Kreiskrankenhaus_Kempten
Nach dem Umzug des Klinikums droht der bisher ökumenisch genutzten Kapelle der Abriss! Es handelt sich um einen sehr kreativen Kirchenbau (1971) in Form eines Schiffsbuges (Archegedanke) mit farbigen Glasfenstern (Schöpfung) und sakraler Kunst des Bildhauers Hans Wachter.http://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Wachter.
Der Kirchenbau ist inspiriert von der Architektur des brühmten Künstlers Le Corbusier (Frankreich).
Nun soll dieser außergewöhnliche Bau einer Wohnbebauung weichen, ohne dass abgeklärt wurde, ob diese Kapelle nicht in ein Wohnensemble intergriert werden könnte.

In der Nachrichtensendung des TV Allgäu am 18.07.2013
TV Allgäu wurde von der Klinikleitung verboten im Innenraum der Kirche zu filmenQ
www.youtube.com/watch?v=Pu-HZzNMSpg&feature=c4-overview list=UUewOKosqlmfY8AvksH8Psiw

wurde der Geschäftsführer Herbert Singer von der Sozialbau Kempten, dem zukünftigen Eigentümer des Geländes, auf dem die Kirche steht, befragt, ob er sich eine Einbindung des Baus in das Areal vorstellen könnte. Er sagte, es sei schwer vorstellbar. Eine moderne Bebauung bräuchte Zugänge zu den Tiefgaragenplätzen und Barrierefreiheit. Die Kapelle stünde mitten auf dem Gelände. Er erwarte, dass ihm das Grundstück von den jetzigen Eigentümern "ohne Kapelle" verkauft würde.

Henner Herrmanns: Der spirituelle Charakter von Kirchen

22.07.2013 20:20 Uhr

Kirchen sind – wie wir fühlen und wissen – keine gewöhnlichen Immobilien, die wie Kaufhäuser oder Bürogebäude nach ökonomischen Kriterien (fehlende Kirchensteuereinnahmen, hohe Unterhaltungskosten, fehlender Zulauf) einfach geschlossen werden könnten. Vielmehr handelt es sich bei Kirchengebäuden um affektive, ideelle Werte unserer Gesellschaft, die nicht bloß als materielle Substanz und konvertible Verfügungsmasse anzusehen sind. Kirchen besitzen einen Mehrwert jenseits aller Kosten-Nutzen-Rechnungen und über ihre reine Funktion hinaus.

Ein Kirchengebäude ist mehr als ein Bauwerk, es ist ein Topos, ein Ort des Geistes, es ist ein Symbol. Es stellt immer auch ein Abbild dar; d. h. es bringt religiöse Sinngehalte zum Ausdruck. Oder um mit dem Philosophen Ernst Bloch zu sprechen, beim Kirchenbau geht es um „den Glanz dahinter“. Es ist dieser spirituelle Glanz, nennen wir es die Ästhetik des Erhabenen, den ein Kirchenbau von einem Zweckbau ohne übergreifenden Sinngehalt unterscheidet.

Leider ist zu beobachten, dass unsere Gesellschaft ihre kulturellen Werte verstärkt unter wirtschaftlichen Aspekten betrachtet, was auch auf anderen Gebieten zu nicht ersetzbaren Verlusten führt. So wie der Bischof von Rottenburg-Stuttgart, Dr. G. Fürst, es ausdrückte: „Wenn wir Gotteshäuser abreißen, leisten wir einer Gesellschaft und einer Mentalität Vorschub, die nur noch nach materiellen Erwägungen handelt.“

Kommt die Petition zu spät?

22.07.2013 11:34 Uhr

Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,
es kommt eine Stimmung gegen diese Aktion auf, die darauf beruht, dass diese Aktion schon hätte vor einem halben Jahr stattfinden sollte und ich jetzt überflüssigen Wirbel verursachen würde.
Faktum ist, dass ich schon im letzten Jahr den Aufsichtsrat Herrn OB Dr. Ulrich Netzer am 14.04.1012 über die Zukunft der Klinikkirche in der Memmingerstr. angesprochen habe und ihn gebeten habe darüber mit ihm ins Gespräch zu kommen. Er hat darauf leider nicht reagiert.

Als ich Ende des letzten Jahres von den Plänen des Aufsichtsrates des Klinikums Kempten über die Zeitung erfahren habe, die Kirche sollte abgerissen werden, habe ich schon für den Erhalt plädiert, was auch in einem Zeitungsartikel der AZ vom 2.01.2013 dokumentiert ist.

Ich habe den stellv. Landrat Herrn Klotz, ebenfalls Aufstichtsrat des Klinikums Kempten gebeten dieses Thema nochmals einzubringen. Wieder bekam ich keine Reaktion mitgeteilt.

Im Mai 2013 habe ich wiederum über die Zeitung mitgeteilt bekommen, dass der Beschluss (wo?) gefasst wurde, die Kirche abzubrechen.
Am 29. Mai 2013 wurde das Gestühl aus der Kirche entfernt, außerdem Sakrale Gegenstände (Kreuz, Marienstatue, Kreuzweg usw.). Die Sakristei wurde ebenfalls ausgeräumt. Das alles ohne mich vorher darüber zu informieren. Es wurde keine kirchliche Stelle informiert. Es kam lediglich vom Kulturamt der Stadt Kempten die Information an Pfarrer Dr. Ehler, dass sich das Kulturamt die sakralen Gegenstände sichert. Pfarrer Ehler hat die Stelle informiert, dass ich der zuständige Kurator wäre.

Daraufhin habe ich Landrat Kaiser angeschrieben, um die Entscheidungsfindung nachfollziehen zu können und auch das Gutachten vom Denkmalamt vorgelegt zu bekommen. Es kam bis heute nur die Reaktion von seinem persönlichen Referenten, dass der Herr Landrat soviele Anfragen bekäme und sich nicht darum kümmern könnte. Trotz weiterer Nachfragen meinerseits bekam ich bis jetzt keine Antwort von Herrn Landrat Kaiser.
Inzwischen hat sich aber die Klinkleitung, Herr Ruland für das Ausräumen der Kapelle entschuldigt und auch dabei geholfen, dass ein "letzter Gottesdienst" am 10. Juli 2013 stattfinden konnte.

Das Gespräch mit Frau Benz von der Lokalredaktion der AZ ermutigte mich, nochmals mit dem Anliegen an die Öffentlichkeit zu gehen.

Ich wehre mich somit gegen den Vorwurf nicht rechtzeitig gehandelt zu haben. Vielmehr sehe ich, dass Entscheidungen gefällt wurden und die Öffentlichkeit (bzw. Fürsprecher für den Erhalt der Kapelle) dabei außen vor bleiben sollte.
Die Unterschriftenaktion ist die einzige Möglichkeit bei den Verantwortlichen endlich Gehör zu finden.
Vielleicht habe ich tatsächlich zu lange gewartet. Ich hatte allerdings den guten Glauben, dass ein aufrichtiges Gespräch mit mir hätte gefunden werden können.

Ich danke den Unterzeichnern für die der wertvollen ehem. Klinikkirche geschuldeten Aufmerksamkeit

Andreas Beutmüller

Änderungen an der Petition

19.07.2013 16:38 Uhr

wichtiger Hinweis
Neuer Petitionstext: Erhalt der Klinikkapelle in der Memmingerstr. in 87435 Kempten! Nach dem Umzug des Klinikums droht der bisher ökumenisch genutzten Kapelle der Abriss! Es handelt sich um einen sehr kreativen Kirchenbau (1971) in Form eines Schiffsbuges (Archegedanke) mit farbigen Glasfenstern (Schöpfung) und sakraler Kunst des Bildhauers Hans Wachter.http://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Wachter.
Der Kirchenbau ist inspiriert von der Architektur des brühmten Künstlers Le Corbusier (Frankreich).
Nun soll dieser außergewöhnliche Bau einer Wohnbebauung weichen, ohne dass abgeklärt wurde, ob diese Kapelle nicht in ein Wohnensemble intergriert werden könnte.

In der Nachrichtensendung des TV Allgäu am 18.07.2013
TV Allgäu wurde von der Klinikleitung verboten im Innenraum der Kirche zu filmenQ
www.youtube.com/watch?v=Pu-HZzNMSpg&feature=c4-overview list=UUewOKosqlmfY8AvksH8Psiw

wurde der Geschäftsführer Herbert Singer von der Sozialbau Kempten, dem zukünftigen Eigentümer des Geländes, auf dem die Kirche steht, befragt, ob er sich eine Einbindung des Baus in das Areal vorstellen könnte. Er sagte, es sei schwer vorstellbar. Eine moderne Bebauung bräuchte Zugänge zu den Tiefgaragenplätzen und Barrierefreiheit. Die Kapelle stünde mitten auf dem Gelände. Er erwarte, dass ihm das Grundstück von den jetzigen Eigentümern "ohne Kapelle" verkauft würde.

Änderungen an der Petition

19.07.2013 14:14 Uhr

Video vom 18.07.13
Neuer Petitionstext: Erhalt der Klinikkapelle in der Memmingerstr. in 87435 Kempten! Nach dem Umzug des Klinikums droht der bisher ökumenisch genutzten Kapelle der Abriss! Es handelt sich um einen sehr kreativen Kirchenbau (1971) in Form eines Schiffsbuges (Archegedanke) mit farbigen Glasfenstern (Schöpfung) und sakraler Kunst des Bildhauers Hans Wachter.http://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Wachter.
Der Kirchenbau ist inspiriert von der Architektur des brühmten Künstlers Le Corbusier (Frankreich).
Nun soll dieser außergewöhnliche Bau einer Wohnbebauung weichen, ohne dass abgeklärt wurde, ob diese Kapelle nicht in ein Wohnensemble intergriert werden könnte.

In der Nachrichtensendung des TV Allgäu am 18.07.2013

www.youtube.com/watch?v=Pu-HZzNMSpg&feature=c4-overview list=UUewOKosqlmfY8AvksH8Psiw

wurde der Geschäftsführer Herbert Singer von der Sozialbau Kempten, dem zukünftigen Eigentümer des Geländes, auf dem die Kirche steht, befragt, ob er sich eine Einbindung des Baus in das Areal vorstellen könnte. Er sagte, es sei schwer vorstellbar. Eine moderne Bebauung bräuchte Zugänge zu den Tiefgaragenplätzen und Barrierefreiheit. Die Kapelle stünde mitten auf dem Gelände. Er erwarte, dass ihm das Grundstück von den jetzigen Eigentümern "ohne Kapelle" verkauft würde.

Änderungen an der Petition

19.07.2013 10:05 Uhr

Verständlichkeit
Neue Begründung: Es geht um den Erhalt einer wichtigen modernen Kunstepoche des sakralen Kirchenbaus der 60-er und 70-er Jahre.
Für mich ist es wichtig auch darauf hinzuweisen, dass Menschen nicht einfach etwas "wegwerfen", was über Jahrzehnte geistigen und geistlichen Trost und Heimat geschenkt hat. Es handelt sich um ein öffentliches Gut, über das von Privatinvestoren nicht einfach verfügt werden darf. Das Kirchengebäude ist vollkommen schadenfrei und sehr gut erhalten. Es kann profaniert auch anderen Zwecken dienen, etwa als Festraum oder Konzertraum. Ein bevorzugter Zweck wäre allerdings weiterhin die Feier von Gottesdiensten, zugänglich für alle Konfessionen. Der Vorteil ist: die Kapelle liegt nicht auf kirchlichem Grund und kann von keiner Konfession beansprucht werden, aber von Gläubigen jeder Herkunft genutzt werden.

Die Verantwortlichen meinen durch Abriss eines hochwertigen Kunstbaus (hat 1971!! 450.000 DM!! gekostet - heutiger Wert geschätzt 1 bis 2 Mio Euro) einen höheren Verkaufspreis für das Grundstück zu erzielen bzw. den Käufer von einer Entscheidung das Gebäude abzureißen zu entlasten. Es wurde nicht daran gedacht nach einem Investor zu suchen, der diesen hochwertigen Bau in ein Gesamtkonzept einzufügen könnte. Beispielsweise könnte das für eine evtl. Wohnbebauung einen Vorteil darstellen. Bewohner könnten im Sinne eines integrativen Zusammenlebens den Kirchenbau, der inzwischen profaniert wurde als Gemeinschaftssaal für Feste oder gemeinschaftliche Aktivitäten nutzen und sozusagen als Zentrum und Treffpunkt ihres Wohngebietes verstehen.
Eine weitere Option wäre es, diesen Kunstbau auch weiterhin als Kapelle für das bestehende Hospiz zu nutzen.

Änderungen an der Petition

19.07.2013 10:03 Uhr

korrigierter Wert
Neue Begründung: Es geht um den Erhalt einer wichtigen modernen Kunstepoche des sakralen Kirchenbaus der 60-er und 70-er Jahre.
Für mich ist es wichtig auch darauf hinzuweisen, dass Menschen nicht einfach etwas "wegwerfen", was über Jahrzehnte geistigen und geistlichen Trost und Heimat geschenkt hat. Es handelt sich um ein öffentliches Gut, über das von Privatinvestoren nicht einfach verfügt werden darf. Das Kirchengebäude ist vollkommen schadenfrei und sehr gut erhalten. Es kann profaniert auch anderen Zwecken dienen, etwa als Festraum oder Konzertraum. Ein bevorzugter Zweck wäre allerdings weiterhin die Feier von Gottesdiensten, zugänglich für alle Konfessionen. Der Vorteil ist: die Kapelle liegt nicht auf kirchlichem Grund und kann von keiner Konfession beansprucht werden, aber von Gläubigen jeder Herkunft genutzt werden.

Die Verantwortlichen meinen durch Abriss eines hochwertigen Kunstbaus (hat 1971!! 450.000 DM!! gekostet - heutiger Wert geschätzt 1 bis 2 bis 3 Mio Euro) einen höheren Verkaufspreis zu erzielen bzw. den Käufer von einer Entscheidung das Gebäude abzureißen zu entlasten. Es wurde nicht daran gedacht nach einem Investor zu suchen, der diesen hochwertigen Bau in ein Gesamtkonzept einzufügen könnte. Beispielsweise könnte das für eine evtl. Wohnbebauung einen Vorteil darstellen. Bewohner könnten im Sinne eines integrativen Zusammenlebens den Kirchenbau, der inzwischen profaniert wurde als Gemeinschaftssaal für Feste oder gemeinschaftliche Aktivitäten nutzen und sozusagen als Zentrum und Treffpunkt ihres Wohngebietes verstehen.
Eine weitere Option wäre es, diesen Kunstbau auch weiterhin als Kapelle für das bestehende Hospiz zu nutzen.

Änderungen an der Petition

19.07.2013 10:01 Uhr

Vorstellung vom materiellen Wert1
Neue Begründung: Es geht um den Erhalt einer wichtigen modernen Kunstepoche des sakralen Kirchenbaus der 60-er und 70-er Jahre.
Für mich ist es wichtig auch darauf hinzuweisen, dass Menschen nicht einfach etwas "wegwerfen", was über Jahrzehnte geistigen und geistlichen Trost und Heimat geschenkt hat. Es handelt sich um ein öffentliches Gut, über das von Privatinvestoren nicht einfach verfügt werden darf. Das Kirchengebäude ist vollkommen schadenfrei und sehr gut erhalten. Es kann profaniert auch anderen Zwecken dienen, etwa als Festraum oder Konzertraum. Ein bevorzugter Zweck wäre allerdings weiterhin die Feier von Gottesdiensten, zugänglich für alle Konfessionen. Der Vorteil ist: die Kapelle liegt nicht auf kirchlichem Grund und kann von keiner Konfession beansprucht werden, aber von Gläubigen jeder Herkunft genutzt werden.

Die Verantwortlichen meinen durch Abriss eines hochwertigen Kunstbaus (hat 1971!! 450.000 DM!! gekostet) gekostet - heutiger Wert geschätzt 2 bis 3 Mio Euro) einen höheren Verkaufspreis zu erzielen bzw. den Käufer von einer Entscheidung das Gebäude abzureißen zu entlasten. Es wurde nicht daran gedacht nach einem Investor zu suchen, der diesen hochwertigen Bau in ein Gesamtkonzept einzufügen könnte. Beispielsweise könnte das für eine evtl. Wohnbebauung einen Vorteil darstellen. Bewohner könnten im Sinne eines integrativen Zusammenlebens den Kirchenbau, der inzwischen profaniert wurde als Gemeinschaftssaal für Feste oder gemeinschaftliche Aktivitäten nutzen und sozusagen als Zentrum und Treffpunkt ihres Wohngebietes verstehen.
Eine weitere Option wäre es, diesen Kunstbau auch weiterhin als Kapelle für das bestehende Hospiz zu nutzen.

Änderungen an der Petition

19.07.2013 09:56 Uhr

Nachvollzug des aktuellen Prozesses
Neuer Petitionstext: Erhalt der Klinikkapelle in der Memmingerstr. in 87435 Kempten! Nach dem Umzug des Klinikums droht der bisher ökumenisch genutzten Kapelle der Abriss! Es handelt sich um einen sehr kreativen Kirchenbau (1971) in Form eines Schiffsbuges (Archegedanke) mit farbigen Glasfenstern (Schöpfung) und sakraler Kunst des Bildhauers Hans Wachter.http://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Wachter.
Der Kirchenbau ist inspiriert von der Architektur des brühmten Künstlers Le Corbusier (Frankreich).
Nun soll dieser außergewöhnliche Bau einer Wohnbebauung weichen, ohne dass abgeklärt wurde, ob diese Kapelle nicht in ein Wohnensemble intergriert werden könnte.

In der Nachrichtensendung des TV Allgäu am 18.07.2013 wurde der Geschäftsführer Herbert Singer von der Sozialbau Kempten, dem zukünftigen Eigentümer des Geländes, auf dem die Kirche steht, befragt, ob er sich eine Einbindung des Baus in das Areal vorstellen könnte. Er sagte, es sei schwer vorstellbar. Eine moderne Bebauung bräuchte Zugänge zu den Tiefgaragenplätzen und Barrierefreiheit. Die Kapelle stünde mitten auf dem Gelände. Er erwarte, dass ihm das Grundstück von den jetzigen Eigentümern "ohne Kapelle" verkauft würde. Neue Begründung: Es geht um den Erhalt einer wichtigen modernen Kunstepoche des sakralen Kirchenbaus der 60-er und 70-er Jahre.
Für mich ist es wichtig auch darauf hinzuweisen, dass Menschen nicht einfach etwas "wegwerfen", was über Jahrzehnte geistigen und geistlichen Trost und Heimat geschenkt hat. Es handelt sich um ein öffentliches Gut, über das von Privatinvestoren nicht einfach verfügt werden darf. Das Kirchengebäude ist vollkommen schadenfrei und sehr gut erhalten. Es kann profaniert auch anderen Zwecken dienen, etwa als Festraum oder Konzertraum. Ein bevorzugter Zweck wäre allerdings weiterhin die Feier von Gottesdiensten, zugänglich für alle Konfessionen. Der Vorteil ist: die Kapelle liegt nicht auf kirchlichem Grund und kann von keiner Konfession beansprucht werden, aber von Gläubigen jeder Herkunft genutzt werden.

Die Verantwortlichen meinen durch Abriss eines hochwertigen Kunstbaus (hat 1971!! 450.000 DM!! gekostet) einen höheren Verkaufspreis zu erzielen bzw. den Käufer von einer Entscheidung das Gebäude abzureißen zu entlasten. Es wurde nicht daran gedacht nach einem Investor zu suchen, der diesen hochwertigen Bau in ein Gesamtkonzept einzufügen könnte. Beispielsweise könnte das für eine evtl. Wohnbebauung einen Vorteil darstellen. Bewohner könnten im Sinne eines integrativen Zusammenlebens den Kirchenbau, der inzwischen profaniert wurde als Gemeinschaftssaal für Feste oder gemeinschaftliche Aktivitäten nutzen und sozusagen als Zentrum und Treffpunkt ihres Wohngebietes verstehen.
Eine weitere Option wäre es, diesen Kunstbau auch weiterhin als Kapelle für das bestehende Hospiz zu nutzen.

Änderungen an der Petition

17.07.2013 22:26 Uhr

Deutlichere Adressangabe
Neuer Titel: Erhalt der Klinkkapelle Kapelle am Hospiz in der Memmingerstrasse in 87439 Kempten