19.05.2026, 00:17
Liebe Unterstützende,
im Februar 2026 haben wir unsere Petition an den neuen Bürgermeister der Stadt Lorch am Rhein übergeben. Der neue Bürgermeister stammt selbst aus Espenschied und war zuvor Ortsvorsteher. Damit trägt er Mitverantwortung dafür, dass die Bevölkerung in den Jahren 2022 und danach nicht in die Planung der Freiflächen-PV-Anlage einbezogen wurde. Kritische Stimmen wurden damals – auch aufgrund seiner klaren Befürwortung des Projekts – schlicht nicht berücksichtigt.
Ähnliches gilt für den ehemaligen Ortsbeirat von Espenschied. Zwei der fünf Mitglieder waren selbst Flächenbesitzer im geplanten Gebiet. Zwar haben beide bei der Abstimmung nicht mitgestimmt, doch da ein weiteres Mitglied fehlte, wurde der Beschluss letztlich mit nur zwei gültigen Stimmen gefasst. Die große Mehrheit im Dorf, die der Anlage in der geplanten Form kritisch gegenübersteht, war in den Gremien nicht vertreten.
Der Kompromissvorschlag der Bürgerinitiative Pro Espenschied
Aktuell liegt ein Kompromissvorschlag der Bürgerinitiative Pro Espenschied vor. Dieser sieht vor, die Fläche auf ca. 12 Hektar zu begrenzen. Das ist zwar immer noch groß – die bebaute Fläche von Espenschied umfasst etwa 13 Hektar – aber die Anlage wäre deutlich kompakter und weniger einsehbar vom Dorf aus.
Dieser Vorschlag fand eine Mehrheit innerhalb der Bürgerinitiative, weil er die Chance bietet, den Dorffrieden zumindest teilweise zu bewahren, auch wenn die Anlage damit grundsätzlich gebaut würde.
Warum der Kompromiss scheitert
Die Umsetzung des Kompromisses scheitert derzeit an einem einzelnen Eigentümer. Obwohl er bereits mit Flächen am Projekt beteiligt ist, weigert er sich, ein weiteres, zentral im Planungsgebiet liegendes Grundstück einzubringen – aus rein persönlichen und für uns nicht nachvollziehbaren Gründen. Dabei wäre diese Fläche der Schlüssel zur Lösung: Mit ihr könnten andere, vom Dorf aus sichtbare Areale ersetzt und das Ortsbild geschont werden.
Besonders enttäuschend ist, dass ausgerechnet die Person, die das Projekt ursprünglich maßgeblich mit angestoßen hat, nun eine für die Gemeinschaft tragfähige Lösung blockiert, indem sie das eigene Land zurückhält.
Wie es weitergeht
Wir werden uns weiterhin mit aller Kraft für den Erhalt der Natur in Espenschied einsetzen.
Wir werden uns dafür einsetzen, dass – falls die Anlage kommt – Wanderwege, Jagd und Natur möglichst wenig beeinträchtigt werden.
Wir wollen die Spaltung im Dorf verhindern und die Lebensqualität der Menschen schützen, die hier leben.
Wir stehen hinter der Bürgerinitiative Pro Espenschied, weil sie unsere Interessen vertritt und sich für eine Lösung einsetzt, die das Dorf nicht zerreißt.