• Nachricht zu einer abgeschlossenen Petition

    14.11.2018 16:40 Uhr

    Nach langer Zeit war es am 13. November 2018 soweit: Die Grebenhainer Gemeindevertretung entschied, die Hartmannshainer Brücke nicht abzureißen. Es war ein langer Weg bis dahin. Dass er letztlich erfolgreich war, lag wesentlich an der öffentlichen Aufmerksamkeit, die wir alle mit der Unterzeichnung dieser Petition geschaffen haben.

    Dafür ist allen UnterstützerInnen zu danken. Ohne sie wäre die Brücke mit grosser Wahrscheinlichkeit abgerissen worden. Vergessen wir nicht: Die Abrissgenehmigung für die Brücke wurde erschlichen, indem dem Denkmalamt wichtige Informationen vorenthalten oder sie ihm gegenüber bewusst falsch dargestellt wurden. Eigentlich ein skandalöser Vorgang, den aber niemand so recht thematisieren wollte. Es ging dabei letztlich auch um die Gesichtswahrung mancher Beteiligter.

    Um so wichtiger war in dieser Situation unser öffentlicher Protest. Er führte nicht nur dazu, dass das Denkmalamt sich nunmehr klar äusserte („Mit dem heutigen Wissen hätten wir die Abrissgenehmigung damals nicht erteilt.“), sondern dass auch andere Organisationen aufmerksam wurden.

    Nach diversen Gesprächen und Treffen mit verschiedenen Institutionen kam es im Sommer 2018 zu einem Ortstermin, in dem weitreichende finanzielle Unterstützung zugesagt wurde. Die Begeisterung über das bemerkenswerte Bauwerk führte nicht nur dazu, dass man einen Weg zu seinem Erhalt aufzeigte, sondern es entstand aus einem geplanten Abbruchprojekt die Möglichkeit, die Brücke im Sinne des Denkmalschutzes wieder Instand zu setzen.

    Das bedeutet nun unter anderem, dass das originale Geländer erhalten werden wird. Gerade diese Maßnahme ist ein guter Anlass, um das eigentlich geplante, völlig unsachgemäße Vorgehen noch einmal zu betrachten: Als Alternative zum Abriss legte der erste Gutachter des Bürgermeisters einen Instandsetzungsplan vor, der einen Erhalt des historischen Geländers ausschloss. Abbau und Entsorgung, so lautete die Vorgehensweise. In diversen Diskussionen wurde dabei immer wieder gebetsmühlenartig auf die Gefährdung durch das angeblich zu niedrige Geländer hingewiesen. Ein Erhalt wurde als unmöglich dargestellt.

    Dass diese Ansicht falsch war, wollten die Verantwortlichen nicht einsehen. Hätte man ihnen und ihrem Irrglauben vertraut, so wäre die Brücke im Falle eines Nicht-Abrisses unwiederbringlich verunstaltet werden. Es ist festzuhalten: Der Bürgermeister Grebenhains hatte nicht nur den Abriss der Brücke geplant, sondern auch keinen Wert auf die Hinzuziehung von Fachleuten für eine mögliche Instandsetzung gelegt.

    Es ist gut zu sehen, dass unser Engagement für den Erhalt alter Bauten in diesem Fall etwas bewirkt hat. Wir sind nicht machtlos.

    Mit freundlichem Gruss,

    Frank Jermann

    PS. Natürlich gibt es hunderte und tausende anderer historischer Gebäude, die ebenso vom Abriss bedroht sind. Bitte unterstützen Sie die aktuelle Petition gegen den Abriss des historischen Juister Bahnhofs: www.openpetition.de/!juist

  • Die Petition wurde übergeben

    14.11.2018 13:09 Uhr

    Gestern wurde die Petition an den Gemeindevorstand Grebenhains übergeben. Warum so spät? Nun, erst gestern war es so weit, dass die Gemeindevertretung über den Abriss oder den Erhalt der Brücke beschliessen sollte.

    Bis dahin war viel geschehen, auch Dank all der UnterstützerInnen der Petition. Darüber werden wir gesondert berichten.

  • Petition wurde nicht eingereicht

    12.10.2018 00:11 Uhr

    Liebe Unterstützende,
    der Petent oder die Petentin hat innerhalb der letzten 12 Monate nach Ende der Unterschriftensammlung keine Neuigkeiten erstellt und den Status nicht geändert. openPetition geht davon aus, dass die Petition nicht eingereicht oder übergeben wurde.

    Wir bedanken uns herzlich für Ihr Engagement und die Unterstützung,
    Ihr openPetition-Team

  • Endspurt? Da geht noch mehr!

    30.03.2017 10:13 Uhr

    Unser Ziel waren 1.000 Unterstützer. Es wurden vor Ablauf der Zeichnungsfrist deutlich mehr: Seit dem 14. Januar 2017 sind bisher 1.131 Unterschriften für den Erhalt der Hartmannshainer Brücke zusammengekommen. Davon wurden 785 auf Papier in der Gemeinde Grebenhain geleistet, 346 online.

    Vor Ort haben sich diverse Aktivisten um die Unterstützung gekümmert. Das Engagement der Hartmannshainer ist bemerkenswert: Sie haben 415 Menschen aus ihrer Gemeinde zu einer Unterstützung bewegen können – das sind knapp 10 % aller EinwohnerInnen (Greise und Kleinkinder inbegriffen), was den breiten Rückhalt der Menschen in Grebenhain für den Erhalt ihrer Brücke belegt.

    Mittlerweile hat sich dort auch ein Förderverein mit Vorstand formiert, der die Eintragung ins Vereinsregister und den Status der Gemeinnützigkeit beantragt hat. Übrigens: Dem Förderverein kann man für 15 Euro im Jahr beitreten und so die gute Sache weiter unterstützen.

    Darüber hinaus ist es schön zu sehen, dass die Bemühungen um den Erhalt der historischen Brücke auch über Grebenhain hinaus ein Echo gefunden haben. Unterschriften aus allen Regionen Deutschlands zeigen, dass die Menschen den Verlust unserer historischen Bausubstanz nicht klaglos hinnehmen wollen. Auch die vielfältige Unterstützung durch die Interessengemeinschaft Bauernhaus e. V. (Kontaktstelle Birstein) soll nicht unerwähnt bleiben.

    Auf ihre Initiative hin kam es beispielsweise im März erstmals (!) zu einer Besichtigung der Brücke durch den Vogelsberger Denkmalbeirat. Der Eindruck des Denkmalbeirats war: Die Brücke ist nicht gefährdet und sollte erhalten werden.

    Wie geht es nun weiter? Sieht man sich die erst kürzlich angebrachten Markierungen an den Böschungen im Bereich der Brücke an, so plant dort wohl immer noch jemand recht aktiv deren Abriss. Trotz beschwichtigender Äußerungen des Bürgermeisters muss immer noch mit dem Schlimmsten gerechnet werden, denn wie man an den angebrachten Markierungen erkennen kann, wird offenbar mehr Energie in Abrissplanungen gesteckt als in Bemühungen zum Erhalt.

    Deshalb wäre es prima, wenn wir in den letzten zwei Wochen noch einen Endspurt in Sachen Petition hinbekämen. Zu den bisherigen 346 Online-Unterzeichnern können sicher noch weitere kommen, wenn wir unser Anliegen nochmals bewerben. Jede und jeder Einzelne kann das tun, indem auf die Petition im eigenen Bekannten- und Freundeskreis hingewiesen wird. Das kann per eMail geschehen, auf Facebook und in allen anderen Netzwerken.

    Machen Sie nochmal mit? Wir würden uns sehr freuen und bedanken uns für Ihre Hilfe!

    Gerd Köhler, Petent und Vorsitzender des Fördervereins Historische Brücke Hartmannshain
    hartmannshainer-bruecke.de/
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    Foto: erstmalige Besichtigung der Brücke durch den Denkmalbeirat am 9. März 2017

  • Jetzt ist das Parlament gefragt

    01.03.2017 06:00 Uhr

    openPetition hat heute von den gewählten Vertretern im Parlament Gemeindevertretung eine persönliche Stellungnahme angefordert.

    Die Stellungnahmen veröffentlichen wir hier:
    www.openpetition.de/petition/stellungnahme/haende-weg-von-unserer-historischen-eisenbahnbruecke-kein-abriss-sondern-erhalt-des-denkmals

    Warum fragen wir das Parlament?

    Jedem Mitglied des Parlaments wird hiermit die Möglichkeit gegeben, sich direkt an seine Bürger und Bürgerinnen zu wenden. Aufgrund der relevanten Anzahl an engagierten und betroffenen Bürgern aus einer Region, steht das jeweilige Parlament als repräsentative Instanz in einer politischen Verantwortung und kann durch Stellungnahme zu einem offenen Entscheidungsfindungsprozess beitragen.

    Öffentliche Stellungnahmen des Parlaments ergänzen das geordnete, schriftliche Verfahren der Petitionsausschüsse der Länder und des Bundestags. Sie sind ein Bekenntnis zu einem transparenten Dialog auf Augenhöhe zwischen Politik und Bürgern.


    Was können Sie tun?

    Bleiben Sie auf dem Laufenden, verfolgen Sie in den nächsten Tagen die eintreffenden Stellungnahmen.

    Sie haben die Möglichkeit, einen der gewählten Vertreter zu kontaktieren? Sprechen Sie ihn oder sie auf die vorhandene oder noch fehlende Stellungnahme an.

    Unterstützen Sie unsere gemeinnützige Organisation, um den Bürger-Politik-Dialog langfristig zu verbessern. openPetition finanziert sich zu 100% aus Spenden.

  • 1. Februar 2017

    01.02.2017 21:24 Uhr

    Die Petition zum Erhalt der Hartmannshainer Brücke trägt erste Früchte: In einer Bürgerversammlung am 26. Januar 2017 wurde nicht nur das grosse Interesse der Bevölkerung deutlich (fast 100 Besucher), es waren auch leichte Veränderungen in der Position des Bürgermeisters erkennbar, der möglichlicherweise vom Echo auf die Petitions überrascht war.

    Ein kurzfristiger Abriss, wie er von manchen befürchtet wurde, scheint abgewendet. Der Bürgermeister, der im Vorfeld zu allgemeinem Unverständnis eine Abrissgenehmigung des Denkmals im Alleingang erwirkt hatte, erklärte sich nun zu einer Zusammenarbeit zum Erhalt der Brücke bereit. Erfreut darüber zeigte sich der Initiator der Petition, Gerd Köhler: "Wir werden den Bürgermeister beim Wort nehmen."

    Positiv stellte sich auch die Gemeindevertretung in einer Sitzung am letzten Montag hinter die Brücke. Einstimmig wurde beschlossen, dass die Brücke erhaltenswert, jedoch das vorliegende Sanierungskonzept nicht überzeugend sei. Es müsse eine kostengünstigere Lösung möglich sein. Gerd Köhler sagte dazu: "Wir brauchen keine für 200.000 Euro renovierte Brücke, über die dann wieder schwere Fahrzeuge fahren können. Eine Nutzung durch Fussgänger und Fahrradfahrer reicht uns seit Jahren aus, warum enthält das vom Bürgermeister in Auftrag gegebene Gutachten eigentlich keine kleinere Sanierungsvariante?"

    Es ist bewegend und motivierend. dass die Aufmerksamkeit für den Erhalt dieses Denkmals weit über die Gemeinde Grebenhain hinaus geht. Der Initiator bedankt sich bei allen Unterstützerinnen und Unterstützern für den Rückenwind. Das Ziel von 1.000 Unterschriften für dieses wertvolle Bauwerk sollte so erreicht werden können. Bleiben Sie bitte dran!

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