11.06.2025, 09:12
Es bewegt sich was auf politischer und kommunaler Ebene für den Hochwasserschutz an der Paar und ihren Nebenflüssen.
Und sogar die Bagger sollen schon im kommenden Jahr anrollen. Man lese, höre und staune!
Bislang war immer die Rede von mehreren Jahren wenn nicht sogar Jahrzehnten bis der Hochwasserschutz (in Schrobenhausen) kommt. Sind wieder mal die anderen schneller?
Ich bin gespannt!
Die Paar fließt, von Kaltenberg im Landkreis Landsberg kommend, durch die Landkreise Aichach-Friedberg, Neuburg-Schrobenhausen, Pfaffenhofen/Ilm bis kurz sogar in den Landkreis Eichstätt hinein (huch, wie geht das?), bevor sie östlich von Ingolstadt nach ungefähr 134 km in die Donau mündet.
Ihre wichtigsten Nebenflüsse sind die Ecknach bei Aichach und die Weilach bei Schrobenhausen.
Aussergewöhnlich ist auch der Verlauf der Sandrach: von Pöttmes kommend verläuft dieser kleine Nebenfluss durch das riesige Niedermoorgebiet Donaumoos bis er bei Manching in die Paar mündet.
Ein gefährliches Zusammenspiel in Zeiten von immer häufigeren Starkregenereignissen, wenn alle Böden wassergesättigt sind...
05.06.2025, 13:15
Vor einem Jahr wurden weite Teile des Bistums Augsburg von einem Hochwasser überschwemmt. Innerhalb weniger Stunden stieg der Wasserpegel auf Jahrhundertniveau. Besonders schwer traf es Schrobenhausen. Die komplette Innenstadt war durch das Wasser überflutet.
www.katholisch1.tv/share/96649
Hier der Link zur Sendung vom 30.5.2025:
www.katholisch1.tv/share/96649
Direkt neben dem Kindergarten Maria Ward in Schrobenhausen liefen 6000 Liter Heizöl aus einem Einfamilienhauskeller aus und verseuchten den gesamten Bereich , alle Gärten, alle Gebäude in der Strasse waren betroffen.
Nun wird nach genau einem Jahr Stillstand/Wartezeit dieser Kindergarten saniert. Laut Bürgermeister kostet die Sanierung mindestens 1,2 Millionen Euro. Und das Gebäude bleibt im Hochwasserrisikogebiet, d.h. wenn nicht ganz schnell der dringend erforderliche Hochwasserschutz mit Massnahmen wie Dämme, Mauern, Pumpstationen, etc. gebaut wird, dann kann schon das nächste Hochwasser wieder alles zerstören!
04.06.2025, 17:46
Die Neuburger Rundschau vom 2.6.2025 berichtet von einer schwer vom Hochwasser betroffenen Bürgerin aus Schrobenhausen.
Erst jetzt kann sie wieder in ihre eigene Wohnung zurückkehren, auch wenn immer noch nicht alles ganz fertig renoviert ist. Wütend und enttäuscht ist sie von den zuständigen Verwaltungsvorgängen, es geht nichts voran, es wird nichts kommuniziert, und meist heisst es auf Nachfrage:
da müssen wir noch abwarten, das dauert noch (zunächst sollte die Neuberechnung des Wasserwirtschaftsamtes Anfang des Jahres 2025 kommen, dann wurde der Termin auf Mitte des Jahres geschoben und nun soll diese Neuberechnung sogar erst Ende 2025 kommen). Es kommt mir vor, wie eine Schmierenkomödie, das ist wirklich nicht lustig!
Mir wird ganz übel von den Schlägen in die Magengrube, die uns die Verantwortlichen permanent verpassen.
Es reicht!
Die Bürgerinitiative informiert die Bürger und Bürgerinnen auf verschiedenen Wegen, sie ist an diversen Gesprächsrunden aktiv beteiligt, es werden neue Ideen entwickelt!
Wir machen weiter!
Das Motto seit Juni 2024 gilt:
Wir haltn zsam!
04.06.2025, 17:31
Frustrierend und wirklich zum Verzweifeln sind diese "Neuigkeiten" die gestern im Stadtrat besprochen wurden. Denn wieder heißt die Devise: "Abwarten" oder auch wieder: "dafür gibt es keine rechtliche Grundlage". Das wussten die Stadträte doch wohl auch nicht erst seit gestern oder?
Peinlich, dass niemand weiß, wie man Grundstücke für die bitter nötigen Hochwasserschutzmaßnahmen kauft bzw. findanziert!
Beschämend, dass unser Bürgermeister einen Brief ans Landratsamt schreiben muss, um dort an die Regierung und schließlich an Umweltminister Glauber weiterverwiesen zu werden.
Und noch schamloser, ja geradezu frech finde ich, dass er die Berechnungen der Bürgerinitiative zur Schadenshöhe einfach übernimmt, mehrfach zitiert und so den Eindruck vermittelt, er (sic) habe ja nun etwas Substanzielles zu berichten. Hat die Stadtverwaltung garnichts eigenes erarbeitet zu dem Thema? Ist das wirklich wahr?
Fassungslose Ungläubigkeit macht sich breit...
03.06.2025, 09:27
Universitätsprofessor Liepert von der THIngolstadt erklärt die Hintergründe.
Beginn um 18:30 Uhr
Ort: Donauwörtherstr. 83B
86633 Neuburg/Donau
Der Hochwasserschutzverein Schrobenhausen e.V. nimmt an der Diskussionsrunde teil.
02.06.2025, 17:37
Seit der Hochwasserkatastrophe ist zwar schon 1 Jahr vergangen, aber vergessen ist sie bei den Betroffenen und auch bei den vielen Helfern nie.
Die Bürgerinitiative (jetzt Verein) Hochwasserschutz für Schrobenhausen hat sich auf ihre eigene Art und Weise an diesem besonderen Wochenendprogramm beteiligt. Wir hatten bunte Zettel vorbereitet für Worte der Dankbarkeit und diese hingen das ganze Wochenende erst im Garten der evangelischen Kirche und zum Abschlusstreffen in der katholischen Kirche.
Für diejenigen, die nicht zuhause oder in der Stadt den Gedenktag verbringen wollten, gab es vom Alpenverein eine geführte Tageswanderung ins Allgäu.
Für andere war der Musikgenuss in der ev. Kirche das richtige um abzuschalten und einfach mal die Seele baumeln zu lassen.
Für alle gab es Essen und Trinken reichlich.
Am Sonntag Abend endete dieses besondere Wochenende mit einem bemerkenswerten Gottesdienst in der Mühlrieder Kirche:
Vertreter von 4 Konfessionen (katholisch, evangelisch, rumänisch-orthodox, islamisch) sprachen abwechselnd Gebete und hielten kurze Ansprachen. 4 Bürgerinnen sprachen Fürbitten als Vertreter für die Gruppe der vom Hochwasser Betroffenen, für die Notfall-Seelsorger, für die ehrenamtlichen Helfer von BRK und Wasserwacht.
Auch mir hat diese Art des Gedenkens geholfen, wieder ein Stück mehr Gelassenheit und Ruhe zu erreichen und mit dem Erlebten besser zurecht zu kommen.
02.06.2025, 17:15
Vor allen Dingen Bayern hat es im Jahr 2024 hart getroffen.
Die Versicherer beziffern allein für Bayern die Hochwasserschäden mit 1,6 Milliarden Euro!
Die Bürgerinitiative Hochwasserschutz-jetzt in Schrobenhausen hat mit einer Bürgerbefragung herausgefunden, dass es allein in Schrobenhausen ungefähr 100 Millionen Euro an Schäden in der Stadt nur bei privaten Betroffenen gab.
Am Sonntag zitierte der Bürgermeister unsere Zahlen und erhöhte die Summe noch auf 110 Millionen Euro.
Es ist nicht mehr wegzuleugnen, dass die Klimawandelfolgen immer spürbarer werden.
02.06.2025, 07:46
Wir beenden unsere Unterschriftensammlung hier auf der Plattform OpenPetition und sagen DANKE an alle, die unsere ehrenamtliche Aktion unterstützen.
Als eingetragener Verein setzen wir die Arbeit natürlich fort, denn es zeigt sich, dass von städtischer und amtlicher Seite so gut wie nichts passiert.
Wir hören schöne Reden von Hoffnung und von Dankbarkeit und viele weitere Versprechungen. Aber wir sehen leider nach wie vor keine konkreten Massnahmen oder hören wenigstens einmal eine konkrete Ankündigung, dass irgendeine der vielen Maßnahmen nun endlich beginnt.
Ein Jahr ist schon wieder nutzlos vertan mit Reden, Schweigen, Vertrösten, Beschwichtigen, Zitat:
"Hoffen wir, dass es nie wieder so schlimm wird!"
31.05.2025, 06:45
Es gibt auch positives zu vermelden!
31.05.2025, 06:40
Das hört sich leider garnicht so hoffnungsvoll an.
Wer möchte solche Sätze hören, wenn gerade erst das kaputte Haus instand gesetzt wurde.
Es gibt noch viele Betroffene die immer noch nicht wieder in ihrer Wohnung oder ihrem Haus eingezogen sind.
Wie niederschmetternd muss das für betroffene Bürger und Bürgerinnen klingen...