„Der Prachtbau sackt ab“, so stand es im Mai 2025 in der Ostseezeitung, das sagte auch die Oberbürgermeisterin am 1. Juli im NDR und bezog sich dabei auf ein vorhandenes Gutachten. Es war im gleichen Sinne in anderen Medien so zu verstehen. Meine erste Reaktion war: das Gebäude sackt nicht ab, und dann: das Gutachten sagt das an keiner Stelle!
Natürlich darf eine Stadt über eigene Gebäude auch in der Weise verfügen, dass sie bestehende Denkmalwidmung aufheben lässt, einem Verkauf zum Abriss nicht im Wege steht und hier einem Neubau als Ersatz zustimmen würde. Sie darf mit dem Gebäude auch etwas völlig Neues tun. Das darf die Stadt alles, wenn die Bürgerschaft zustimmt und die Stadtverwaltung es so behandeln will.
Was die Stadt allerdings nicht darf ist: Sie darf die Bürger der Stadt nicht mit fachlich falschen Argumenten über die Unausweichlichkeit ihrer Entscheidung in die Irre führen. Im Moment wird so getan, als würde sich ein fachlich gutes Gutachten von drei Rostocker Ingenieuren in dem Sinne äußern, dass eine Nutzung des Hauses eine Gefahr für Leib und Leben von Mietern und Besuchern ergäbe. Allerdings steht in diesem Gutachten eine solche Schlussfolgerung nicht drin.
Außerdem ist festzustellen, dass die meisten sichtbaren Schäden in den Geschossen und im Kellerbereich und Risse in Fassaden auf die Bombardements von 1942 rings um das Museum herum zurückzuführen sind. Sie sind also über 80 Jahre alt.
Aber nun wird das Museum auf lange Zeit, vorerst bis Mitte 2027, am 31.12.2025 geschlossen…
Natürlich sind umfangreiche Sanierungsaufgaben zu bewältigen, aber das kann man in langer Zeit in Ruhe schrittweise planen. Das muss nicht übers Knie gebrochen werden, weil ja zur Zeit der Theaterbau, der Rathausanbau neben allen anderen Bauaufgaben der Stadt alle Kräfte binden.
Einigkeit sollte deshalb eigentlich darin bestehen, das Gebäude so schnell wie möglich wie bisher weiter als Begegnungs- und Kulturstätte zu nutzen und mit ausreichend Zeit ein sinnvolles Sanierungssystem mit Unterstützung aus der Bevölkerung, der Wirtschaft und der Fördermöglichkeiten zu organisieren.
Dazu sollte die Stadt sich bekennen und nicht ein Verschwinden eines solchen denkmalgeschützten Prachtbaus, wie es das große Museum von 1858 ist, langfristig in Kauf nehmen.
Die Petition zum Erhalt des ehemaligen Schifffahrtsmuseums endet zum Jahresende und hat mit über 4.525 Unterschriften das Quorum mehr als erreicht. Steht die Bevölkerung voll hinter dem Erhalt des Gebäudes und der Vereine, nimmt die Politik kaum Notiz. Lediglich die Mitglieder der Bürgerschaft der Freien Wähler, Rostocker Bund und Bündnis90/Die Grünen haben geantwortet.
Die Petition ist an die Bürgermeisterin als Vertreterin der Stadt Rostock gerichtet. Von dieser Seite gab es keine Reaktion. Es steht zu befürchten, dass nach der Schließung das Gebäude sich selbst überlassen wird und die Vereine keine Räumlichkeiten mehr haben.
Die Petition zum Erhalt des ehemaligen Schifffahrtsmuseums endet zum Jahresende und hat mit über 4.525 Unterschriften das Quorum mehr als erreicht. Steht die Bevölkerung voll hinter dem Erhalt des Gebäudes und der Vereine, nimmt die Politik kaum Notiz. Lediglich die Mitglieder der Bürgerschaft der Freien Wähler, Rostocker Bund und Bündnis90/Die Grünen haben geantwortet.
Die Petition ist an die Bürgermeisterin als Vertreterin der Stadt Rostock gerichtet. Von dieser Seite gab es leider keine Reaktion. Es steht zu befürchten, dass nach der Schließung das Gebäude sich selbst überlassen wird und die Vereine keine Räumlichkeiten haben.
Jedem Mitglied des Parlaments wird hiermit die Möglichkeit gegeben, sich direkt an seine Bürger und Bürgerinnen zu wenden. Aufgrund der relevanten Anzahl an engagierten und betroffenen Bürgern aus einer Region, steht das jeweilige Parlament als repräsentative Instanz in einer politischen Verantwortung und kann durch Stellungnahme zu einem offenen Entscheidungsfindungsprozess beitragen.
Öffentliche Stellungnahmen des Parlaments ergänzen das geordnete Verfahren der Petitionsausschüsse der Länder und des Bundestags. Sie sind ein Bekenntnis zu einem transparenten Dialog auf Augenhöhe zwischen Politik und Bürgern.
Was können Sie tun?
Bleiben Sie auf dem Laufenden, verfolgen Sie in den nächsten Tagen die eintreffenden Stellungnahmen.
Sie haben die Möglichkeit, einen der gewählten Vertreter zu kontaktieren? Sprechen Sie ihn oder sie auf die vorhandene oder noch fehlende Stellungnahme an. Unterstützen Sie unsere gemeinnützige Organisation, um den Bürger-Politik-Dialog langfristig zu verbessern. openPetition finanziert sich überwiegend aus Kleinspenden unserer Nutzer.
gegen die Schließung vorgebrachte Sach- und Fachargumente sowie neue bauliche Erkenntnisse werden seitens der Stadt derzeit durch Schweigen "beantwortet". Noch gäbe es gemeinsame Lösungen, wenn alle dies wollen. Wir jedenfalls geben NICHT auf!
wir brauchen keine Drogen, wir berauschen uns an Euren Unterschriften! Innerhalb von nur 17 Tagen haben wir das Quorum für Rostock erreicht und bekommen auch eine unglaubliche Menge an Unterschriften weit über die Stadtgrenzen hinaus. Dabei läuft die Petition eigentlich bis Jahresende!
Allein heute haben wir noch 10 volle Unterschriftenbögen (also 100 Unterschriften) hochgeladen.
Jetzt wird openPetition eine Stellungnahme einfordern und wir werden diesen fantastischen Erfolg in der Bürgerschaftssitzung kundtun.
Trotzdem machen wir weiter, damit wir nicht vergessen werden. Wir halten Euch auf dem Laufenden!
nach nur 13 Tagen (die Petition geht bis Jahresende) haben wir fast das Quorum erreicht. Es wäre einfach fantastisch, wenn wir zur Bürgerschaftssitzung dieses Ziel erreichen können. Diese ist am 23.07.2025 um 16:00 Uhr. Bitte machen Sie alle noch einmal ordentlich Werbung! Auch alle, die nicht aus Rostock kommen, unterstützen uns einfach damit, dass wir zeigen, welche Verantwortung unsere Städte und Gemeinden für die Erhaltung historischer Gebäude haben.
Verteilt den Link auf die vielfältigste Weise wie z.B. E-Mail, WhatsApp Status, Gruppen, Unterschriftenbögen usw. Das Bild/Poster kann sehr gerne verwendet werden!