wir haben die Unterschriftensammlung gegen die Errichtung einer Pyrolyse-Anlage unmittelbar am Wohngebiet erfolgreich abgeschlossen. Damit treten wir nun in die Phase des direkten Dialogs mit der Wohnungsbaugesellschaft Ingelheim (WBI) ein.
Gestern haben wir die Petition mit 1152 Unterschriften und wirklich beeindruckenden Kommentaren von Euch (ein herzliches Dankeschön dafür) an den WBI-Aufsichtsratsvorsitzenden, Herrn Oberbürgermeister Claus, übergeben. Bei der Übergabe der Petition konnten wir auf einen entscheidenden Punkt aus der zweiten Phase der Bürgerbeteiligung hinweisen: auch die Struktur- & Genehmigungsdirektion Süd (SGD) rät dringend von diesem Standort in der Schelmskaut ab.
Das Zuschütten von mehr als einem Drittel dieser Senke würde im Falle eines Extremwetterereignisses zu einer unverantwortlichen Erhöhung der Sturzflutgefährdung führen, da wertvolles Retentionsvolumen von ca. 4.800 m³ verloren ginge.
Wir erachten es als absolut inakzeptabel, über eine Anlage an diesem Standort zu entscheiden, solange die Stadt Ingelheim ihr Hochwasser- und Starkregenkonzept noch nicht überarbeitet, verabschiedet und erste konkrete Maßnahmen eingeplant hat. Wir werden euch in Kürze über die nächsten Schritte im Dialog mit der WBI und der Stadt Ingelheim informieren. Wir freuen uns, wenn ihr uns zahlreich zu den kommenden Ratssitzungen begleitet, um unserer Forderung gemeinsam noch mehr Gewicht zu verleihen.
Eure Bürgerinitiative „kein Pyrolyse-Reaktor in Heidesheim direkt am Wohngebiet“
Wir sammeln Unterschriften für ein Bürgerbegehren. Und wir freuen uns sehr, wenn ihr uns dabei tatkräftig unterstützt, mitmacht und unterschreibt.
+++ Wir fordern, dass Pyrolyseanlagen nicht in Reichweite von Wohngebieten errichtet werden. +++
Je schneller wir die geforderte Anzahl an Unterschriften zusammen bekommen, desto besser. Jeder, der die Möglichkeit hätte 3-5 Bögen auszudrucken, um weitere Unterschriften in der Familie, im Freundeskreis oder in direkter Nachbarschaft zu sammeln, würde uns als Multiplikator enorm helfen, unser Ziel sehr schnell zu erreichen. Ein wichtiger Hinweis: das Bürgerbegehren unterschreiben dürfen nur wahlberechtigte Einwohner der Stadt Ingelheim, alle Stadtteile sind natürlich inbegriffen.
Selbstverständlich gehen wir auch von Haus zu Haus und sammeln Unterschriften, aber bei grob geschätzt etwa 350 Straßen und 10.000 Haushalten in Ingelheim kostet dies schon ein wenig Zeit.
+++ Ein herzliches Dankeschön jetzt schon für Eure Unterstützung +++
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Liebe Unterzeichner dieser Petition,
alle Details zum Stand der Pyrolyseanlage, dieser Petition und dem Bürgerbegehren könnt ihr hier nachfolgend im Detail nachlesen.
Wir haben bei dieser Petition mit Eurer Hilfe und mehr als 1.100 Stimmen die nötige Anzahl an Unterschriften erreicht - ein großes Dankeschön dafür. Unsere Petition läuft noch bis Ende März und dann treten wir mit der WBI in den Dialog. Davor liegt die zweite Phase der Offenlegung und Bürgerbeteiligung (2. Feb bis 6. Mär) im Planverfahren “Binger Straße Nord”, bei dem wir neue Themen und wichtige Stellungnahmen einbringen werden.
Im Januar hat es drei Sitzungen gegeben: der Ortsbeirat Heidesheim, der Bau- und Planungsausschuss der Stadt Ingelheim und der Stadtrat Ingelheim haben getagt. Mit unterschiedlichen Abstimmungsergebnissen in den drei Gremien ist aber letztlich das Vorhaben in die zweite Phase der Bürgerbeteiligung und Offenlegung durchgewunken worden.
In dem vorherigen Satz steht ganz bewusst das Wort "durchgewunken", einfach weil ganz entscheidende Stellungnahmen und Einwände lediglich mit einem schlichten "zur Kenntnis genommen" beantwortet wurden. Oder sie wurden mit einem "zurückgewiesen" sogar ignoriert. Dies ist sowohl bei Stellungnahmen von Bürger:innen als auch bei gewichtigen Einwänden von beteiligten Behörden geschehen. Zudem wurde unserer Meinung nach bei den Antworten ganz bewusst ausgenutzt, mit verteilten Rollen zu agieren. Die Verwaltung der Stadt Ingelheim verweist auf die Zuständigkeit anderer Behörden, diese wiederum haben die Fragen und Einwände von einigen Stellungnahmen aber nicht beantwortet. Auf diese Art und Weise fallen wichtige Einwände durch.
Einen Pyrolyse-Reaktor direkt an ein Wohngebiet angrenzend errichten zu wollen, das ist eine Frechheit.
+++ Pyrolyseanlagen gehören schlichtweg in ein Industriegebiet. +++
Wir haben deshalb ein Bürgerbegehren gestartet und freuen uns sehr, wenn ihr uns auch mit eurer Unterschrift & Tatkraft unterstützen würdet, den Link zum Download des Unterrichtsbogens findet ihr weiter oben im Text. Wichtig: die Unterschriften für ein Bürgerbegehren können leider nicht online gesammelt werden, sondern es ist auf einem Unterschriftsbogen zu unterschreiben.
Wir sagen ganz deutlich: „FALSCHER Standort - KEINE Pyrolyse-Anlage DIREKT am Wohngebiet in Heidesheim“
Wann: am kommenden Montag, dem 15. Dezember um 16 Uhr
Wo: auf dem Platz vor dem Interims-Rathaus (altes WBZ) in der Wilhelm-Leuschner-Str. 61, Ingelheim
Wie: die Demonstration dauert 30 Minuten, sie endet also um 16:30 Uhr
Wir protestieren lautstark und zeigen so unseren großen Unmut & Ärger, wie auf unfaire und trickreiche Art & Weise über die Köpfe vieler Bürgerinnen & Bürger hinweg der Stadtrat an diesem Abend und diesem Thema vermutlich einen entscheidenden Beschluss fassen wird.
Ihr müsst damit rechnen, dass Euch in der Stadtratssitzung KEIN Rederecht erteilt werden wird. Und dass Eure Fragen zu Projekt, Bürgerbeteiligung etc. in der Fragestunde Euch selbst NICHT direkt beantwortet werden, weil sie entweder auf der Tagesordnung stehen oder nicht Bestandteil der Beschlussvorlage sind.
Vergesst nicht Eure Plakate + Trillerpfeifen mitzubringen.
Wir freuen uns, wenn ihr kommt. Ihr könnt uns gerne auch auf diese Mail antworten und Euch für diese Demo anmelden.
Ralf Reifenberg
- verantwortlicher Organistator -
Anm.: die Versammlung ist beim Ordnungsamt der Stadt Ingelheim angemeldet, die Genehmigung ist erfolgt.
die Petition wurde gemäß unserer Nutzungsbedingungen überarbeitet. Die temporäre Sperrung wurde wieder aufgehoben und die Petition kann nun weiter unterzeichnet werden.
Im Sommer 2024 ist eine Musterkalkulation erfolgt (~13.8 Mio), bei welcher das Errichten der Anlage auf Stelzen sowie den Umbau von Landstraße nicht erkennbar enthalten sind: ingelheim.gremien.info/meeting/3715, Seite 18. Die zu erwartenden Gesamtkosten, ob mit oder ohne Preissteigerung dürften zwischen 10 und 15 Mio liegen, aber diese genaue Zahl kann nur der Bauträger liefern.
Desweiteren zeigt das i.R.d. ersten Bürgerbeteiligun zur vorgesehenen Änderung von Flächennutzungs- und Bebauungsplan in dem geologischen Gutachten, dass auch in dem geplanten Flurstück der Sandboden eine "tragende Rolle" spielt: ingelheim.gremien.info/meeting?id=ni_2025-BauPla-232, Seite 6, Tabelle 5 ff.
Alternativ zum Streichen wäre auch eine Abänderung möglich gewesen: anstatt eines groben Wertes "15Mio" könnte "teure Anlage", anstelle des Wortspiels "in den Sand setzen" vlt. die Formulierung "auf stabilen Boden stellen"
Boden stelle
Neuer Petitionstext:
Die in Heidesheim geplante Pyrolyse-Anlage produziert BioChar (eine besondere Holzkohle, welche CO2 bindet) und versorgt das neue Quartier der "Heidesheimer Höfe" mit Wärme. Befürworter der Anlage betonen die CO2-Bindung durch BioChar und die nachhaltige Energieversorgung.
"Soweit, so gut" - NEIN, gar nichts ist gut!
Denn eine Pyrolyse-Anlage gehört weder an den Rand, geschweige denn in ein Wohngebiet.
Die Bürgerinitiative vertritt hierzu folgende Meinung:
"Die Anlage produziert das ganze Jahr über rund um die Uhr einen störenden Lärmpegel, was die bereits bestehende Belastung durch Bahnverkehr, Autobahn, Landstraße und Flugverkehr weiter verstärkt. Zudem verursachen die anliefernden Sattelschlepper mehrfach täglich eine erhebliche Lärmbelästigung".
"Sie sorgt für eine Geruchsbelästigung, von der weder die Stadt Ingelheim noch die Wohnungsbaugeselltschaft Ingelheim (WBI) noch die beauftragten Gutachter wissen, welche Art von Geruch oder Gestank entstehen wird".
"Durch den weit überwiegend auftretenden Westwind können sich die Heidesheimer dem Geruch in jedem Fall nicht entziehen".
"Die Anlage erzeugt Emissionen wie Feinstaub, Kohlenmonoxid und weitere Schadstoffe, welche sich negativ auf Luftqualität und Gesundheit der Anwohner auswirken können".
"Unsere Kinder trainieren regelmäßig auf dem direkt angrenzenden Sportplatz. Mögliche Beeinträchtigungen der Gesundheit unserer Kinder sind besonders besorgniserregend".
"Durch den Transport der Biomasse und die Abfuhr der produzierten Pflanzenkohle ist ein erhöhtes Verkehrsaufkommen einer bereits sehr frequentierten Landstraße zu erwarten".
"Die geplante Bauweise in einer Senke birgt das Risiko einer Überflutung bei Extremwetterereignissen".
"Nicht nutzbare Abwärme wird in die Umgebung abgegeben und wird das Heidesheimer Klima, zumindest das Mikroklima im Sommer und bei Inversionswetterlagen weiter aufheizen".
"Alle genannten Punkte bringen negative Auswirkungen auf das angrenzende Naturschutzgebiet mit sich".
"Eine Anlage im Gesamtkostenwert von ca. 15 Mio Euro sollte im wahrsten Sinne des Wortes nicht in den Sand gesetzt werden".
Wir fordern deshalb die Prüfung und Berücksichtigung alternativer Standorte und Heizungsarten.
Unterschriften zum Zeitpunkt der Änderung: 22 (0 in Verbandsgemeinde Heidesheim am Rhein)
Mit den vorgenommenen Änderungen, speziell dem hinzugefügten Satz
"Die Bürgerinitiative vertritt hierzu folgende Meinung:"
und
dem Setzen der Anführungszeichen bei allen Spiegelpunkten
wird klar und kenntlich gemacht, dass es sich um die Meinung der Bürgerinitiative handelt.
Alle Punkte sind in dem laufenden Verfahren zur Änderung von Flächennutzungsplan und Bebauungsplan der Stadt Ingelheim von den Mitgliedern der Bürgerinitiative eingebracht worden, die Bearbeitung der Stellungnahmen läuft, es gibt noch keine Rückantworten.
Die Dokumente zur Änderung von Bebauungs- & Flächennutzungsplan konnten auf der Homepage der Stadt Ingelheim während des Zeitraumes der Stellungnahmen heruntergeladen werden, es gab zwei Informationsveranstaltungen von Stad Ingelheim und WBI mit den Bürger:innen der Verbandsgemeinde Heidesheim.
Neuer Petitionstext:
Die in Heidesheim geplante Pyrolyse-Anlage produziert BioChar (eine besondere Holzkohle, welche CO2 bindet) und versorgt das neue Quartier der "Heidesheimer Höfe" mit Wärme. Befürworter der Anlage betonen die CO2-Bindung durch BioChar und die nachhaltige Energieversorgung.
"Soweit, so gut" - NEIN, gar nichts ist gut!
Denn eine Pyrolyse-Anlage gehört weder an den Rand, geschweige denn in ein Wohngebiet: Wohngebiet.
Die Bürgerinitiative vertritt hierzu folgende Meinung:
Die"Die Anlage produziert das ganze Jahr über rund um die Uhr einen störenden Lärmpegel, was die bereits bestehende Belastung durch Bahnverkehr, Autobahn, Landstraße und Flugverkehr weiter verstärkt. Zudem verursachen die anliefernden Sattelschlepper mehrfach täglich eine erhebliche Lärmbelästigung.Lärmbelästigung".
Sie"Sie sorgt für eine Geruchsbelästigung, von der weder die Stadt Ingelheim noch die Wohnungsbaugeselltschaft Ingelheim (WBI) noch die beauftragten Gutachter wissen, welche Art von Geruch oder Gestank entstehen wird.wird".
Durch"Durch den weit überwiegend auftretenden Westwind können sich die Heidesheimer dem Geruch in jedem Fall nicht entziehen.entziehen".
Die"Die Anlage erzeugt Emissionen wie Feinstaub, Kohlenmonoxid und weitere Schadstoffe, welche sich negativ auf Luftqualität und Gesundheit der Anwohner auswirken können.können".
Unsere"Unsere Kinder trainieren regelmäßig auf dem direkt angrenzenden Sportplatz. Mögliche Beeinträchtigungen der Gesundheit unserer Kinder sind besonders besorgniserregend. besorgniserregend".
Durch"Durch den Transport der Biomasse und die Abfuhr der produzierten Pflanzenkohle ist ein erhöhtes VekehrsaufkommenVerkehrsaufkommen einer bereits sehr frequentierten LandstrasseLandstraße zu erwarten.erwarten".
Die"Die geplante Bauweise in einer Senke birgt das Risiko einer Überflutung bei Extremwetterereignissen.Extremwetterereignissen".
Nicht"Nicht nutzbare Abwärme wird in die Umgebung abgegeben und wird das Heidesheimer Klima, zumindest das Mikroklima im Sommer und bei Inversionswetterlagen weiter aufheizen.aufheizen".
Alle"Alle genannten Punkte bringen negative Auswirkungen auf das angrenzende Naturschutzgebiet mit sich.sich".
Eine
"Eine Anlage im Gesamtkostenwert von ca. 15 Mio Euro sollte im wahrsten Sinne des Wortes nicht in den Sand gesetzt werden.werden".
Wir fordern deshalb die Prüfung und Berücksichtigung alternativer Standorte und Heizungsarten.
Unterschriften zum Zeitpunkt der Änderung: 22 (0 in Verbandsgemeinde Heidesheim am Rhein)
Bitte belegen Sie Ihre Aussagen mit Quellen (Link/URL) oder kennzeichnen Sie sie als eigene Meinung:
"Die Anlage produziert das ganze Jahr über rund um die Uhr einen störenden Lärmpegel, was die bereits bestehende Belastung durch Bahnverkehr, Autobahn, Landstraße und Flugverkehr weiter verstärkt. Zudem verursachen die anliefernden Sattelschlepper mehrfach täglich eine erhebliche Lärmbelästigung."
"Sie sorgt für eine Geruchsbelästigung [...]"
"Die Anlage erzeugt Emissionen wie Feinstaub, Kohlenmonoxid und weitere Schadstoffe [...]"
"Eine Anlage im Gesamtkostenwert von ca. 15 Mio Euro [...]"