Dialog

KEIN Pyrolyse-Reaktor in Heidesheim direkt im Wohngebiet

Petition richtet sich an:
Wohnungsbaugesellschaft Ingelheim am Rhein GmbH

1.152 Unterschriften

Sammlung beendet

1.152 Unterschriften

Sammlung beendet

  1. Gestartet Juni 2025
  2. Sammlung beendet
  3. Eingereicht
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung

Petition richtet sich an: Wohnungsbaugesellschaft Ingelheim am Rhein GmbH

Die in Heidesheim geplante Pyrolyse-Anlage produziert BioChar (eine besondere Holzkohle, welche CO2 bindet) und versorgt das neue Quartier der "Heidesheimer Höfe" mit Wärme. Befürworter der Anlage betonen die CO2-Bindung durch BioChar und die nachhaltige Energieversorgung.

"Soweit, so gut" - NEIN, gar nichts ist gut!

Denn eine Pyrolyse-Anlage gehört weder an den Rand, geschweige denn in ein Wohngebiet.

Die Bürgerinitiative vertritt hierzu folgende Meinung:
 

  • "Die Anlage produziert das ganze Jahr über rund um die Uhr einen störenden Lärmpegel, was die bereits bestehende Belastung durch Bahnverkehr, Autobahn, Landstraße und Flugverkehr weiter verstärkt. Zudem verursachen die anliefernden Sattelschlepper mehrfach täglich eine erhebliche Lärmbelästigung".
  • "Sie sorgt für eine Geruchsbelästigung, von der weder die Stadt Ingelheim noch die Wohnungsbaugeselltschaft Ingelheim (WBI) noch die beauftragten Gutachter wissen, welche Art von Geruch oder Gestank entstehen wird".
  • "Durch den weit überwiegend auftretenden Westwind können sich die Heidesheimer dem Geruch in jedem Fall nicht entziehen".
  • "Die Anlage erzeugt Emissionen wie Feinstaub, Kohlenmonoxid und weitere Schadstoffe, welche sich negativ auf Luftqualität und Gesundheit der Anwohner auswirken können".
  • "Unsere Kinder trainieren regelmäßig auf dem direkt angrenzenden Sportplatz. Mögliche Beeinträchtigungen der Gesundheit unserer Kinder sind besonders besorgniserregend". 
  • "Durch den Transport der Biomasse und die Abfuhr der produzierten Pflanzenkohle ist ein erhöhtes Verkehrsaufkommen einer bereits sehr frequentierten Landstraße zu erwarten".
  • "Die geplante Bauweise in einer Senke birgt das Risiko einer Überflutung bei Extremwetterereignissen".
  • "Nicht nutzbare Abwärme wird in die Umgebung abgegeben und wird das Heidesheimer Klima, zumindest das Mikroklima im Sommer und bei Inversionswetterlagen weiter aufheizen".
  • "Alle genannten Punkte bringen negative Auswirkungen auf das angrenzende Naturschutzgebiet mit sich".

Wir fordern deshalb die Prüfung und Berücksichtigung alternativer Standorte und Heizungsarten.

Begründung

Für einen Pyrolyse-Reaktor hier im Heidesheimer Wohngebiet gilt:

!!! DEFINITIV FALSCHER STANDORT !!!

Sollten Sie ebenfalls gegen den Bau des Pyrolyse-Reaktors an diesem Standort sein, freuen wir uns über Ihre Unterstützung und Unterschrift unserer Petition. 

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 25.06.2025
Sammlung endet: 31.03.2026
Region: Ingelheim am Rhein
Kategorie: Bauen

Neuigkeiten

  • Liebe Unterzeichnerinnen und Unterzeichner unserer Petition,

    wir möchten Euch mit dieser Mail um Eure Hilfe und Unterstützung bitten. Wir haben hier eine einmalige Gelegenheit, ganz viel Druck auf die Stadt Ingelheim auszuüben. Bitte füllt deshalb bis spätestens 31 August.2026 den Fragebogen zum Hitzeaktionsplan für Ingelheim aus, hier der Link:

    https://www.umfrageonline.com/c/hhmugbbb

    dann bitte rechts unten auf „Weiter“ klicken. Am besten auch Punkt 13 „Haben Sie weitere Anmerkungen“ ausfüllen und hier eine Stellungnahme gegen den Bau der Pyrolyseanlage an diesem Standort ausfüllen. Hier ein paar Ideen & Beispiele dazu:

    • Bitte verhindern Sie den Bau der Pyrolyseanlage in Heidesheim – sie produziert 365 Tage im Jahr rund um die Uhr zusätzliche Hitze!
    • Eine Pyrolyseanlage in Heidesheim am Wohngebiet ist das absolute Gegenteil von Hitzeschutz – sie darf keinesfalls realisiert werden!
    • Eine Pyrolyseanlage in Heidesheim ist Gift für das Mikroklima – sie darf auf keinen Fall gebaut werden!

    Ganz herzlichen Dank für Eure Unterstützung, wir zählen auf Euch.

    Anm.: der Fragebogen ist auch im Ingelheimer Kurier in der Ausgabe 28/2026 zu finden und kann ausgefüllt werden, in Papierform muss er dann allerdings noch zur Klimawerkstatt selbst hingebracht oder mit der Post hingeschickt werden.

  • Liebe Unterzeichner & Unterstützer,
    und hier noch zwei Rückmeldungen zum WBI-Informationsabend in der dritten und letzten Mail:
     
    Enttäuschung & Frustration
    Die WBI betrachtet nur das, was vom Prozess her vorgegeben ist. Dass es ein extremes Unwetterereignis in Heidesheim geben kann, muss nicht betrachtet werden – also betrachtet die WBI diesen Fall schlichtweg auch nicht. Das ist „Dienst nach Vorschrift“; WBI und Stadtverwaltung setzen ganz bewusst Scheuklappen auf. Die Argumentation geht in eine vollkommen falsche Richtung: Bei einer Unwetterkatastrophe macht die Pyrolyse-Anlage die Lage auch nicht mehr schlimmer. Die Einwände und Bedenken werden so einfach vom Tisch gewischt. Das ist enttäuschend, frustrierend und lässt uns Bürger und Anwohner zum wiederholten Mal verärgert und fassungslos zurück.

     
    Eine Technologie bitte, die Wohnungen im Sommer auch kühlt !
    Eine solche Anlage gehört in ein Industrie- oder Gewerbegebiet mit garantierter Wärmeabnahme und nicht direkt an ein Wohngebiet in nur 65 Metern Entfernung. Eine Ableitung der überschüssigen Wärme in die Atmosphäre ist konträr zu den ambitionierten Zielen wie Klimaschutz, CO₂-Einsparung, dem geltenden Baugesetzbuch, dem Leitbild der Stadt Ingelheim, Sparsamkeit und Transparenz.
    Die Änderungen des Bebauungs- und Flächennutzungsplanes erfolgten aus heutiger Sicht vorsätzlich. Es wurde keine Alternative für eine andere Technologie gesucht, die auch eine Kühlung (Sondenbohrung und Wärmepumpe) im Sommer ermöglicht hätte; Ähnliches gilt für die Standortsuche.
    Unsere vielfältigen Stellungnahmen und Vorschläge – auch hinsichtlich der Kosten – wurden zwar gelesen, aber gebetsmühlenartig abgewiesen. Transparenz und die Beteiligung der Bevölkerung fanden nicht statt bzw. erst dann, als Sachverständige zu den Themen Geruch, Lärm und Starkregenereignisse die „passenden Ergebnisse“ präsentierten.
    Insgesamt haben wir das Gefühl, nicht ernst genommen zu werden. Wir wurden vorgeführt, weil Grundsätze der einfachen Physik keine Anwendung fanden. Dieses Prozedere kommt einer einzigen Machtdemonstration, gepaart mit Willkür, gleich. Ebenso fand das Baugesetzbuch (§ 34 Abs. 1) keinerlei Beachtung. Die Anzahl der zu beheizenden Wohnungen wurde nicht konkret benannt.
    Die Bemerkung, wir könnten immer noch den Weg der Klage beschreiten, ist zynisch und arrogant.

  • Liebe Unterzeichner & Unterstützer,
    wie angekündigt kommen hier zwei weitere Rückmeldungen zum WBI-Informationsabend:

    Einladung zum Dialog = Egal + Irrelevant
    Wie schon bisher im gesamten Ablauf des Vorhabens bzgl. des geplanten Baus der Pyrolyse-Anlage in Heidesheim, so auch jetzt wieder beim sogenannten „Dialogabend“ der WBI am 28.05.2026: Kein auch noch so stichhaltiges Argument gegen den Bau an diesem Standort zählt.

    • Heidesheim erlebte 1876 schon einmal eine Flutkatastrophe mit vielen Todesopfern, die zur Gründung der Freiwilligen Feuerwehr führte.

    Egal + Irrelevant!
     

    • Vortrag des renommierten Klimaforschers Frank Böttcher (deutscher Meteorologe und Klimaexperte, der sich auf Extremwetter, Wetterphänomene und den Klimawandel spezialisiert hat) auf Einladung der Stadt Ingelheim zum Thema „Wie wird sich das Klima in Ingelheim ändern“. Seine eindeutige Aussage: Es wird heißer und die Wahrscheinlichkeit von Starkregenereignissen nimmt signifikant zu!

    Egal + Irrelevant!

    • Ausdrückliche Warnung der SGD Süd an diesem Standort eine Pyrolyseanlage zu bauen.

    Egal + Irrelevant!
     

    • Die WBI präsentierte ein KI-Klimamodell („Hydro-Zwilling Rheinland-Pfalz“) ohne die Berücksichtigung der Fließgeschwindigkeit des Wassers und der Möglichkeit der Verstopfung der Unterführung zum Sportplatz im Falle eines Starkregenereignisses.

    Egal + Irrelevant!

    • Hinweise auf die Bilder von Starkregenereignissen von unterschiedlichsten Gebieten auf der Welt (nicht nur vom Ahrtal, dass lediglich rund 100 Kilometer von uns entfernt ist). Überall ist die zerstörerische Kraft und Gewalt des Wassers zu sehen. Autos, Bäume, Brücken, Häuser, Menschen, Tiere, ... werden weggerissen. Tunnel und Unterführungen werden blitzschnell verstopft.

    Egal + Irrelevant!

    Resümee: Das Leben und die Gesundheit der Menschen in Heidesheim, die Verschwendung von Steuergeld und der Wunsch eines Großteils der Heidesheimer Bürger = Egal + Irrelevant!

    Hier zeigt sich im Kleinen, daß Entscheidungen nicht für und mit uns Bürgern getroffen werden, sondern ganz bewußt und für jeden sichtbar gegen uns Bürger. Von Anfang an wurde noch nicht einmal über eine Alternative nachgedacht. Selbst Städte wie Hamburg (Hamburger Zukunftsentscheid“) schaffen es, ihre Bürger in Form von Bürgerentscheiden abstimmen zu lassen. Das ist wahre Demokratie!

    Bürgerentscheid in Ingelheim - Egal + Irrelevant!

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    Der falsche Standort und ein gefährliches Pokerspiel
    Man pokert mit Geruch, Lärm und der CO₂-Einsparung, träumt von Einnahmen aus dem Verkauf der Pflanzenkohle, nimmt keine Rücksicht auf Natur, Flora und Fauna und klammert Kosten aus – ohne sich an Vorgaben, Versprechen und Gesetze zu halten. Wenn das Projekt an diesem Standort durchgesetzt wird, kommt es einer Verhöhnung und Missachtung aller Bürger gleich, zumal es andere Möglichkeiten gäbe, das Quartier nachhaltiger zu beheizen und zu kühlen.

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