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  • Änderungen an der Petition

    17-10-17 17:30 Uhr

    Dieter Schollmeier, Vorsitzender des VVE e.V. hat sich der Initiative angeschlossen und ich gleichberechtigter Mitabsender.


    Neuer Petitionstext: Von
    Marco Nörenberg, Mitglied des Aufsichtsrats ERGO Group AG
    Dieter Schollmeier, Vorsitzender des Verbandes der selbstständigen Versicherungskaufleute der ERGO Gesellschaften e.V. (VVE)
    Tobias Münster, Vorstand Neue Assekuranz Gewerkschaft (NAG)
    Klaus Vittozzi, Betriebsrat ERGO Standort Hamburg
    An
    ERGO Group AG
    Vorstand z. Hd. Dr. Markus Rieß
    Victoriaplatz 2
    40477 Düsseldorf
    KEIN VERKAUF DER LEBENSVERSICHERUNGSVERTRÄGE DURCH DIE ERGO
    Sehr geehrter Herr Dr. Rieß,
    seit einiger Zeit ist durch Enthüllungen der Presse öffentlich geworden, dass der Vorstand der ERGO Group AG einen Verkauf der ERGO Leben, der Victoria Leben und der ERGO Pensionskasse prüft. Wir fordern den Vorstand auf, diese Aktivitäten einzustellen und sich zu einem dauerhaften Verbleib dieser Gesellschaften in der ERGO zu bekennen. Damit würde schwerer Schaden vom Unternehmen, den Menschen die in und für dieses Unternehmen und arbeiten, wie auch der Versicherungswirtschaft insgesamt abgewendet.
    Millionen Kunden haben, teils seit vielen Jahren, treu ihre Lebensversicherungsverträge bespart. Unsere Vertriebe haben im Namen der Gesellschaften beim Verkauf der Produkte den Kunden eine lebenslange Partnerschaft versprochen. Argumenten, die Produkte seien oft teurer als die vergleichbarer Wettbewerber, konnten unsere Vertriebe u.a. mit folgenden Argumenten begegnen:
    - Hinter den Gesellschaften der ERGO steht eine kapitalstarke Eigentümerin
    - Ihr Geld ist dauerhaft in den besten Händen
    - Unsere Vertragsbeziehung ist durch viele Jahre vertrauensgestützt
    - Die ERGO bietet Ihnen einen herausragenden Service
    In guten wie in schlechten Zeiten sollten sich die Kunden auf die ERGO verlassen können. Es ist Ausdruck eines vollkommen falschen Verständnisses dieser auf Vertrauen und wechselseitiger Verlässlichkeit basierenden Beziehung, den Verkauf dieser Verträge in Erwägung zu ziehen. Wir fordern Sie auf, auch im Namen der Mitunterzeichner dieser als offene Petition im Internet eingestellten Zeilen, Ihre Verkaufsabsichten fallenzulassen und sich zu einem dauerhaften Verbleib der oben genannten Gesellschaften und damit auch der Kunden bei der ERGO zu bekennen!
    Ein Verkauf würde dem Unternehmen vielleicht kurzfristig einen beachtlichen Ertrag bescheren und den Beifall von Investoren sichern, aber dauerhaft das Vertrauen der Kunden im deutschen Markt in die ERGO zerstören. Darunter würde massiv das Image der ERGO und auch die Vertragsbeziehungen mit den Kunden der übrigen ERGO Gesellschaften leiden. Die Vertriebspartner würden die Identifikation mit der Marke vollends verlieren.
    Die
    Beschäftigten des ERGO Verwaltungsstandortes Hamburg haben bereits ein starkes Zeichen gesetzt und sich im Rahmen einer in der Betriebsversammlung vom am 06. Oktober 2017 durchgeführten außerordentlichen Betriebsversammlung einstimmig gegen den Verkauf ausgesprochen. Dahinter steckt nicht nur die Sorge um die rund 1.000 betroffenen Arbeitsplätze, sondern auch die um die Zukunftsfähigkeit der ERGO und das Vertrauensverhältnis mit ihren Kunden insgesamt.
    Zudem darf nicht übersehen werden, dass die ERGO als einer der größten Wettbewerber in der Versicherungswirtschaft durch diese Diskussion bereits zu einer schweren Erschütterung der Glaubwürdigkeit unserer Branche insgesamt maßgeblich beigetragen hat. Es ist wichtig, zumindest für die ERGO diese Diskussion schnell zugunsten unserer Kunden und Kunden, des Unternehmens und unserer Vertriebe zu beenden.
    Mit freundlichen Grüßen
    Marco Nörenberg Tobias Nörenberg Dieter Schollmeier
    Tobias
    Münster Klaus Vittozzi