03.06.2020, 09:46
Anpassung des generellen Textes aufgrund der Klarstellung, dass kein explizites Verbot des Liedes gefordert wird.
Neuer Petitionstext: Die Forderung, aktuelle Debatte, welche momentan viral geht, um das Donaulied herrscht - egal in welcher Fassung wir diesen Text betrachten, spricht davon, dass das Donaulied, dieses Liedgut die sexualisierte Gewalt, vor allem in Hinblick auf Vergewaltigungen, verharmlosen, normalisieren o.ä. würde. Es sollte darauf verzichtet werden, dass dieses Lied gesungen wird. Dies ist in meinen Augen eine indirekte Forderung eines Verbotes. Diese Gefahr sehe ich vor allem, wenn ich die politische Förderung der Fassung von Mickie Krause, verboten werden soll, ist brandgefährlich und die Argumentationsweise, welche hierfür herangezogen wird, in keinem Fall schlüssig, sondern mehr an den Haaren herbeigezogen, als so manches Glätteisen. Petition betrachte. Dies sollte strikt abgelehnt werden.
Hier möchte ich auch direkt vorneweg Wikipedia zitieren:
"In der populären, 2012 veröffentlichten Partyversion von Micky Krause[4] hat das Lied acht Strophen und ist dahingehend entschärft, dass das Mädchen aufwacht und den Mann auffordert. Damit wird die in den vorher publizierten volkstümlichen Versionen thematisierte Vergewaltigung zu einem einvernehmlichen und von beiden gewollten Geschlechtsverkehr umgedichtet. Krause trägt auch bei Liveauftritten die „entschärfte“ Textversion vor.[5]"
Siehe: de.wikipedia.org/wiki/Donaulied#Entsch%C3%A4rfte_Textversionen_ohne_Vergewaltigung
Neue Begründung: Als Basis der Argumentation dient, dass dieses Lied (sexualisierte) Gewalt (auch (vor allem in Form der Vergewaltigung) verharmlosen oder sogar bestärken würde. Hierfür gibt es keine Evidenz, aus einer gefühlten Wahrheit wird eine tatsächliche Wahrheit geformt, welche von einer Minderheit vertreten wird, welche wiederum wird.
Selbst in die Kunst und die Freiheit der Kunst eingreifen möchte indem ein Verbot gefordert wird. kritischen Form des Donauliedes finden wir
So betrachtenden Text von Mickie Krause genauer, so erkennen wir keinerlei Hinweis auf eine Verharmlosung, Glorifizierung, Legitimierung oder Verherrlichung sexualisierter Gewalt oder gar einer Vergewaltigung. am Ende folgende Zeilen:
Die einzigen heiklen Textstellen des Liedes sind hierbei die folgenden:
[...] ich mach dich zur Mutter und lass dich allein. [...]
[...] Und
"Und die Moral von der Geschicht [...] Männer sind Schweine, vertrau ihnen nicht.[...] Geschicht
Oh oh oh olalala
Schlafende Mädchen die vögelt man nicht"
Eine Glorifizierung, Verherrlichung, Legitimierung oder Verharmlosung ist NICHT existent. Für die auch herrschende Annahme, dass dies sexuelle Übergriffe stärken würde, vor allem Vergewaltigungen, gibt es ebenso keine Evidenz. Evidenz.
Hier gilt für mich folgender Leitsatz: Wer vergewaltigen möchte, der benötigt dazu kein Lied, der wird dies ohne solches Liedgut tun. Der Rest, der wird sich im Klaren darüber sein, dass es sich um Kunst handelt und wird darunter keinen Imperativ verstehen, welcher zu einer Vergewaltigung aufruft.
Ferner sei angemerkt, dass mit einem einer solchen Verbot Tür und Tor für weitere Verbote, Diskussion, bzw. ausdrücklich Petition, potentielle Verbote resultieren können, welche auch auf einer reinen subjektiven Wahrheit, auf einem Gefühl beruhend sind, ermöglicht werden. sind. Dies stellt eine immense Gefahr für die Freiheit der Kunst dar. Emotionen sollten niemals die Legitimierung erhalten Verbote auszusprechen. Emotionen sind Wer einen Austausch möchte, nur reflektieren möchte, der startet in meinen Augen keine Evidenz. Petition, vor allem mit der Absicht, dass darauf verzichtet werden soll, dass das Lied gesungen wird.
Zusätzlich ist der gesamte Gedankengang dahinter nicht zu Ende gedacht, denn das würde auch heißen, dass wir mit dieser Basis der Argumentation für folgendes ein Verbot benötigen: Hieraus kann eine gänzliche
- Viele Märchen
- Viele Bücher
- Viele Lieder
- Viele Gedichte
- Viele Videospiele
Daraus erfolgtRegulierung "Regulierung" aufgrund der einer gefühlten Wahrheit in der Kunst, welche durch Verbote gefordert werden kann. Bei etwaigen Erfolg solcher Petition wäre ein Exempel statuiert, welches noch mehr Tür Kunst resultieren und Tor öffnet und als Verweis verwendet werden kann. erfolgen.
Hierzu zitiere ich auch folgendes aus Wikipedia: Und
"Der Schutzbereich der Kunstfreiheit umfasst zwei Felder, den Werk- und den Wirkbereich.[13][14][3] Ersterer umfasst die künstlerische Arbeit, also das Herstellen eines Kunstwerks.[13] In den letzteren Bereich fällt jedes Verhalten, das dazu dient, den Inhalt eines Kunstwerks einem Publikum zugänglich zu machen, da Kunst als Kommunikationsgrundrecht auf die Öffentlichkeit bezogen und daher auf Wahrnehmung in der Öffentlichkeit angewiesen ist."
Quelle: de.wikipedia.org/wiki/Kunstfreiheit#Schutzbereich
um das Verbot-Wünschen etwas greifbarer zu gestalten, so würde seien wir ehrlich: Wie viele von uns wollten morden, nachdem wir einen Film von Quentin Tarantino gesehen haben? Oder haben es auch heißen, dass wir explizit für folgendes ein Verbot fordern: gar
Liedgut:
- Jeanny, Falco
- Praise Abort, Lindemann
- Ach So Gern, Lindemann
- Knebel, Lindemann
- Mein Teil, Rammstein
- Weisses Fleisch, Rammstein
- Laichzeit, Rammstein
- Tier, Rammstein
- Stein Um Stein, Rammstein
- Wiener Blut, Rammstein
- Liese, Rammstein
- Rosenrot, Rammstein
Bücher:
- "Männer haben keine Zukunft",
- "Nur ein toter Mann ist ein guter Mann",
- "Sternzeichen Scheißkerl",
- "Manifest zur Vernichtung der Männer",
- "Der Mann. Ein Irrtum der Natur?",
- "Keine Zukunft für Adam",
- "Warum der Mann nicht lieben kann",
- "Sie liebt ihn, er sich auch",
- "Irren ist männlich",
- "Lieber einen Mann alskein Unglück", tatsächlich?
- "Blöde Männer",
- "Männer sind doof",
- "Männer taugen zu nichts",
- "Der Mann als logische und sittliche Unmöglichkeit und als Fluch der Welt",
- "Die Männer sind infam, solange sie Männer sind.",
- "Trau niemals einem Mann",
- "Liebe, Lust und Frust. Über die Unfähigkeit der Männer, Frauen glücklich zu machen.",
- "Wie erziehe ich meinen Mann. Wie sie ihn einfach umkrempeln, ohne dass er es merkt.",
- "Ein bisschen Männerhass steht jeder Frau",
- "Was tun mit nutzlosen Männern?",
- "Mimosen in Hosen",
- "Der Mann – ein emotionales Sparschwein?",
- "Männer und andere Katastrophen",
- "Das Handbuch für Luschen: Vom Weichei zum Mann",
- "Männer – das schwache Geschlecht. Warum Frauen an Männern (fast) verzweifeln.",
- "Das schwache Geschlecht – die türkischen Männer",
- "Brauchen wir Männer überhaupt?",
- "Männer sind zum Abgewöhnen",
- "Was vom Mann übrig blieb",
- "Der Mann, ein Fehlgriff der Natur",
- "Männer wie Hunde",
- "Hunde sind die besseren Männer",
- "Sind denn alle netten Männer schwul"
Ich denke, dass spätestens nun mit dieser kurzen Exkursion offenbar ist, dass ein solches Verbot nicht durchsetzbar ist und eine derartige Petition keinerlei Gehör finden sollte. Schütz die Gedanken, die Freiheit der Kunst und unterlasst Verbote aufgrund verletzten Gefühlen.
Ferner sei noch angemerkt, dass Mickie Krause selbst eine entschärfte Version publiziert hat, welche man auf den Streaming-Plattformen anhören kann, dort ist ausdrücklich die Rede von einvernehmlichen Sex. Die alte Version dürfte entsprechend keinerlei Verwendung mehr finden. Siehe die Textzeile: "Da wachte sie und sie sagte: "Komm her"" - Alleine hiermit fehlt jede Legitimierung eines Verbotes.
Unterschriften zum Zeitpunkt der Änderung: 10 (0 in Passau)