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  • Beschluss des Petitionsausschuss der Bremischen Bürgerschaft

    19-02-14 00:00 Uhr

    Auszug aus dem Bericht des Petitionsausschusses (Land ) Nr. 25 vom 19. Februar 2014

    Der Aus schuss bittet, folgende Eingabe für erledigt zu erklären, weil die Bürgerschaft keine
    Möglichkeit sieht, de r Eingabe zu entsprechen:

    Eingabe Nr.: L 18/207

    Gegenstand:
    Schaffung einer länderübergreifenden Nachhilfeplattform

    Begründung:
    Der Petent regt an, die Bürgerschaft möge in einer länderübergreifenden Bemühung über eine frei
    zugängliche Nachhilfeplattform im Internet beraten, die den gesamten Lehrstoff deutscher Schulen
    vermittele, die multimedialen Möglichkeiten ausschöpfe, die wissenschaftlichen Kenntnisse didaktischer
    Methoden verwerte, zu allen Inhalten Übungen und Tests bereit stelle, selbst ein Instrument der Erforschung
    des Lernprozesses darstelle und sich aus Modulen zusammensetze. Eine solche Plattform vermittle
    Chancengleichheit, weil allen Schülerinnen und Schülern Nachhilfe in gleicher Qualität offenstehe. Auch bei
    längeren Abwesenheitszeiten von der Schule werde adäquate Bildung sichergestell t. Komplexe Inhalte
    würden durch die Nutzung multimedialer Möglichkeiten leichter verständlich. Die Inhalte könnten im
    regulären Schulbetrieb genutzt werden. Übungen und Hausaufgaben könnten ansprechender gestaltet
    werden und so motivationssteigernd wirken. So könne den Herausforderungen der gesellschaftlichen
    Veränderung begegnet werden. Die Petition wird von zwei Mitzeichnerinnen und Mitzeichnern unterstützt.

    Der Petitionsausschuss hat zu dem Vorbringen des Petenten eine Stellungnahme der Senatorin für B ildung
    und Wissenschaft eingeholt. Außerdem hatte der Petent die Möglichkeit, sein Anliegen im Rahmen der
    öffentlichen Beratung persönlich zu erläutern. Unter Berücksichtigung dessen stellt sich das Ergebnis der
    parlamentarischen Prüfung zusammengefasst wi e folgt dar:

    Der Petitionsausschuss kann das Anliegen des Petenten nicht unterstützen, weil die Zurverfügungstellung
    des gesamten Lehrstoffes auf einer Internetplattform nicht der Struktur des Bildungswesens entspricht und
    deshalb in der gewünschten Form nicht möglich ist. Die länderübergreifende Zusammenarbeit definiert sich
    über Bildungsstandards, nicht jedoch über die Summe des Lehrstoffes, der in der Schule vermittelt werden
    soll. Diese Standards legen Kompetenzen fest, die Schülerinnen und Schüler für ihre Schulabschlüsse
    nachweisen müssen. Die Kompetenzen können auf der Grundlage der Beschäftigung der Schülerinnen und
    Schüler mit unterschiedlichen Inhalten erworben werden. Ein für alle Schulen gemeinsamer
    länderübergreifender Lehrstoff liegt nicht vor . Deshalb kann eine Plattform, wie sie vom Petenten gewünscht
    wird, nicht angeboten werden.

    Für einige Schulfächer, die relativ strukturiert aufgebaut sind, wie beispielsweise Mathematik, gibt es private
    Plattformen, die ein Grundmodul kostenfrei anbieten. Insofern brauchen die Länder kein Gegenmodell
    anzubieten. In Bremen werden teilweise Internetplattformen benutzt, auf denen Schulen Materialien für ihre
    Lerngruppen einstellen können. Das Landesinstitut für Schule ist beauftragt, eine neue, heutigen
    Ansp rüchen genügende, Plattform aufzubauen.

    Begründung (PDF)