Mehr IGS Plätze jetzt im Kreis Mainz-Bingen – Bildung darf kein Glücksspiel sein!

Petition richtet sich an
Landrat Thomas Barth

2.395 Unterschriften

Sammlung beendet

2.395 Unterschriften

Sammlung beendet

  1. Gestartet Dezember 2025
  2. Sammlung beendet
  3. Einreichung vorbereiten
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung

Neuigkeiten





12.03.2026, 10:23

Im Namen aller UnterzeicherInnen übergaben wir gestern die Petition mit der Forderung: "Mehr IGS-Plätze für den Landkreis Mainz-Bingen - Bildung darf kein Glücksspiel sein" an Herrn Landrat Thomas Barth.
Wir übergaben jedoch nicht nur 2395 Unterschriften, sondern auch 2395 Steine.

2395 Steine…
… die den Bildungswegen unserer Kinder in den Weg gelegt werden
… deren Last von Kindern und Eltern getragen werden müssen
… die für die betroffenen und verzweifelten Familien stehen

2395 Steine…
… die den Weg für eine be⁸ssere Zukunft pflastern können
… die Schulen bauen können
… die das Fundament für eine bessere, gerechtere Zukunft bilden können
Jeder einzelne steht für ein Kind, das keinen Platz an einer Integrierten Gesamtschule (IGS) in der Region Mainz-Bingen erhalten hat – für eine Familie, die sich einen anderen Bildungsweg für ihr Kind gewünscht hat.

Diese Zahl ist mehr als eine Statistik. Hinter jedem dieser Steine stehen Hoffnungen, Erwartungen und das Vertrauen von Eltern und Kindern in ein Bildungssystem, das allen gerecht werden soll. Stattdessen erleben viele Familien jedes Jahr aufs Neue, dass die Nachfrage nach IGS-Plätzen das vorhandene Angebot deutlich übersteigt.
Die Integrierte Gesamtschule ist für viele Eltern ein zentraler Baustein für Chancengerechtigkeit, längeres gemeinsames Lernen und individuelle Förderung.
Wenn hunderte Kinder keinen Platz erhalten, zeigt das deutlich, dass die vorhandenen Kapazitäten dem tatsächlichen Bedarf nicht mehr entsprechen.

Wir übergaben die Petition mit dem Apell unsere Forderungen ernst zu nehmen und die notwendigen politischen und strukturellen Schritte einzuleiten.

Unsere Kinder verdienen ein Bildungssystem, das sich an ihren Bedürfnissen orientiert und nicht an begrenzten Kapazitäten. Jeder dieser 2395 Steine kann entweder ein Hindernis bleiben – oder zu einem Baustein für eine bessere Bildungslandschaft werden.

#mehrigsplätzefürmainzbingen
#freieschulformwahlfüralle




17.02.2026, 10:55

Ergänzung Textbaustein:
Über den konkreten Ausbau der IGS-Plätze hinaus fordern wir perspektivisch die gesetzliche Verankerung der Integrierten Gesamtschulen als gleichberechtigte Schulform mit einem verbindlichen Rechtsanspruch im rheinland-pfälzischen Schulsystem.
IGS-Schulen dürfen kein freiwilliges Angebot oder „Benefit“ einzelner Regionen sein, sondern müssen als fester Bestandteil des Bildungssystems allen Schülerinnen und Schülern gleichermaßen offenstehen.


Neuer Petitionstext:

Mit dem Leitspruch "Wir sind eine Schule für alle" werben die IGS Schulen - erfolgreich, wie die Bewerberzahlen belegen. Um dieses Versprechen jedoch einhalten zu können, müssen mehr Plätze in dieser Angebotsform geschaffen werden, denn aktuell bleibt dieses Angebot für hunderte Schüler und Schülerinnen im Kreis Mainz-Bingen verwehrt.

Als Eltern beobachten wir mit großer Sorge den anhaltenden Mangel an Schulplätzen an den Integrierten Gesamtschulen in unserer Region.

In den letzten Jahren mussten zahlreiche Kinder trotz Eignung an den bestehenden IGS Schulen abgewiesen werden. (2021: 446 Plätze, 717 Anmeldungen > 271 Absagen; 2022/23: 446 Plätze, 739 Anmeldungen > 293 Absagen; 2024/25: 446 Plätze, 795 Anmeldungen > 349 Absagen; Durchschnittliche Ablehnungsquote 40%, Tendenz steigend). Die IGS Schulen im Kreis, wie z.B. Nieder Olm, Oppenheim und Ingelheim, stoßen regelmäßig an ihre Kapazitätsgrenzen.

Viele Kinder landen auf Grund des Mangels an IGS-Plätzen auf einer, für sie falsche Schulform. Kinder mit einem mittleren Lernniveau werden nach Erhalt der Ablehnung durch überfüllte IGSen auf Gymnasien geschickt und stehen dort unter einem enormen Druck. Andere Kinder landen auf einer Realschule plus, nur um dort unterfordert zu sein und nicht ihr volles Potenzial ausschöpfen zu können. Dazwischen gibt es nichts mehr! Und währenddessen laufen die öffentlichen Gymnasien über, da sie die abgelehnten Kinder der IGSen zusätzlich mit aufnehmen müssen, obwohl diese gar nicht dorthin möchten.Ein nachträglicher Wechsel ist nur noch zwischen Gymnasium und Realschule plus möglich, da die IGS Schulen in der Regel bis zur 9. Klasse keine Schüler mehr aufnehmen.

Der Fehler liegt im rheinland-pfälzischen Schulsystem und nicht an der Leistung oder dem Können der Kinder, jedoch bleibt genau dieses Gefühl bei den Kindern hängen!

Statt Handlungsbedarf zu sehen, wird es von den Verantwortlichen hingenommen, dass Kinder nach einer Ablehnung an einer IGS in andere für sie suboptimale Schulformen abgeschoben werden. Nur um dann überfordert zu sein und bei einem dann häufig erneuten notwendigen Schulformwechsel, aus ihrer sozialen und gewohnten Struktur herausgerissen zu werden, erneut das Gefühl des Versagens vermittelt bekommen und wieder in einer Schulform landen, die nicht ihren Leistungsmöglichkeiten entspricht!

Die Kinder sind es, die es ausbaden müssen und sich den Herausforderungen Tag für Tag stellen müssen und wir Eltern verzweifeln an der Starrheit des Systems und der Ignoranz der Verantwortlichen.

IGS Schulen bieten alle Abschlüsse an, somit bieten sie für alle Schüler und Schülerinnen ein modernes, inklusives und vielfältiges Angebot. Es gibt nicht nur Gymnasium oder Realschule plus, es gibt auch etwas dazwischen und dies braucht Platz der dringend geschaffen werden muss! Ein ausreichendes, regionales Angebot an IGS Plätzen würde die aktuelle Überflutung der Gymnasien und Realschulen plus vermeiden, langfristig lösen und allen dazwischen eine leistungsgerechte Förderung bieten.

Engpässe dürfen nicht nur auf die öffentlichen Gymnasien und Realschulen plus abgewälzt werden, nur weil diese am Ende der Anmeldekette stehen. Die IGS Schulen müssen ebenfalls Verantwortung in dieser Situation übernehmen und eine frühzeitige Prüfung veranlassen, wie viele Kinder zusätzlich zu den standardisierten 4 Zügen in IGS Schulen aufgenommen werden können.Deshalb fordern wir:

- Schaffung zusätzlicher Klassenzüge an den bestehenden IGSen für die aktuellen hohen Geburtenjahrgänge. Konkret: Ein zusätzlicher Klassenzug, temporär an jeder der 4 IGSen im Landkreis, je nach Bedarfsentwicklung für die Schuljahre 26/27, 27/28, 28/29. Dadurch Schaffung von 120 zusätzlichen Schulplätzen in den Überlastungsjahren im Landkreis in dieser Schulform. (Nicht als Dauerlösung gedacht)

- Schaffung neuer IGS Plätze durch Raumnutzungsoptimierungen sowie Erweiterung durch alternative Lösungen (Überprüfung von möglicher Umwandlung von Räumlichkeiten oder Nutzung freier Räumlichkeiten)

- Optimierung des Bewerbungsverfahrens: Kommunikation und Austausch unter den IGSen - Angabe von mehreren IGSen bei der Bewerbung als Zweit- oder Drittwahl

- Aktives Angebot und Kommunikation mit den aktuell betroffenen Familien

- Bau neuer IGS Schulen an den Brennpunkt-Grenzstandorten Bodenheim/Nackenheim, Region Heidesheim/Klein-Winternheim und somit eine Entzerrung der Überlastung an den Standorten Ingelheim, Oppenheim und Nieder-Olm. Die Vermeidung von Kreisabwanderungen und Überlastung der IGSen kreisfremder Schulen. Folglich auch eine Verkürzung der Schulwege.

- Überprüfung und Transparenz des Schulentwicklungsplans, liegen hier noch die richtigen Daten zu Grunde? Wenn der Bau einer Schule 8 Jahre dauert, kann ein 5-Jahresplan nicht die Grundlage sein. Hier muss langfristiger mit mehr Weitsicht geplant werden oder kurzfristiger gehandelt werden!

Über den konkreten Ausbau der IGS-Plätze hinaus fordern wir perspektivisch die gesetzliche Verankerung der Integrierten Gesamtschulen als gleichberechtigte Schulform mit einem verbindlichen Rechtsanspruch im rheinland-pfälzischen Schulsystem.IGS-Schulen dürfen kein freiwilliges Angebot oder „Benefit“ einzelner Regionen sein, sondern müssen als fester Bestandteil des Bildungssystems allen Schülerinnen und Schülern gleichermaßen offenstehen.


Unterschriften zum Zeitpunkt der Änderung: 2.347 (2.125 in Landkreis Mainz-Bingen)



07.02.2026, 00:00

openPetition hat heute von den gewählten Vertretern im Parlament Kreistag eine persönliche Stellungnahme angefordert.
Die Stellungnahmen veröffentlichen wir hier:
www.openpetition.de/petition/stellungnahme/mehr-igs-plaetze-jetzt-im-kreis-mainz-bingen-bildung-darf-kein-gluecksspiel-sein

Warum fragen wir das Parlament?

Jedem Mitglied des Parlaments wird hiermit die Möglichkeit gegeben, sich direkt an seine Bürger und Bürgerinnen zu wenden. Aufgrund der relevanten Anzahl an engagierten und betroffenen Bürgern aus einer Region, steht das jeweilige Parlament als repräsentative Instanz in einer politischen Verantwortung und kann durch Stellungnahme zu einem offenen Entscheidungsfindungsprozess beitragen.
Öffentliche Stellungnahmen des Parlaments ergänzen das geordnete Verfahren der Petitionsausschüsse der Länder und des Bundestags. Sie sind ein Bekenntnis zu einem transparenten Dialog auf Augenhöhe zwischen Politik und Bürgern.

Was können Sie tun?

Bleiben Sie auf dem Laufenden, verfolgen Sie in den nächsten Tagen die eintreffenden Stellungnahmen.
Sie haben die Möglichkeit, einen der gewählten Vertreter zu kontaktieren? Sprechen Sie ihn oder sie auf die vorhandene oder noch fehlende Stellungnahme an.
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