• "Es hat sich gezeigt, dass es nichts gibt, was gegen die Machbarkeit eines Neubaus auf dem Hasenhof spricht", weiß BürgermeisterLutz

    at 30 Nov 2015 19:33

    Da hat Bürgermeister Lutz wohl eine völlig andere Wahrnehmung als wir. Das Gutachten des Planungsbüros Sportconcept spricht eine andere Sprache. Nicht zuletzt deshalb hat Planer Immo Scholze für seinen Vorschlag, den Neubau ohne 400-Meter-Laufbahn durchführen zu wollen und stattdessen lediglich eine 100-Meter-Bahn zu installieren Kritik der Gemeinderäte geerntet. Dieser Vorschlag resultiert aber aus der Bedarfserhebung des Planungsbüros.

    Bereits am 15. Juli 2015 gab es ein Treffen im Waldenbucher Rathaus mit Vertretern der Firma SpOrtconcept, Bürgermeister, Verwaltung und Vertretern der „Initiative Naherholungsgebiet Hasenhof erhalten – vorhandenes Stadion sanieren“. Hintergrund dieses Treffens war die von der Initiative vorgelegte Kostenschätzung zum geplanten Stadionbau auf dem Hasenhof. Teilnehmer waren: Herr Bürgermeister Michael Lutz, Herr Marco Noller (Stadtverwaltung Waldenbuch), Herr Wieland Knust und Herr Hans-Jörg Lange (Initiative Hasenhof), Herr Thorismuth Gaiser, Herr Markus Lutz sowie Herr Immo Scholze (SpOrtconcept).

    Ziel dieser Kostenschätzung der Initiative war und ist es, die Stadt Waldenbuch dazu zu veranlassen, eine umfassende eigene Berechnung vorzulegen, die alle Kosten und Aspekte der geplanten Verlegung auf den Hasenhof berücksichtigt. Außerdem wollten wir dadurch mit den Planern von SportConcept in einen Austausch und Abgleich der unterschiedlichen Planungsüberlegungen kommen.

    Die bisher vorgelegte Kostenprognose von SpOrtconcept - die konzeptionellen Charakter hat - und die Kostenabschätzungen der Initiative Hasenhof lassen sich so nicht vergleichen. Die Initiative Hasenhof hat als Basis für ihre Überlegungen den augenblicklichen Diskussionsstand, nämlich den Neubau des Stadions und den Neubau der Stadionhalle auf dem Hasenhof in ihren Überlegungen zugrunde gelegt. Die Firma SpOrtconcept hat ausschließlich den Neubau des Stadions berücksichtigt und war auch für weitergehende Überlegungen nicht beauftragt. Herr Gaiser (Geschäftsführer SpOrtconcept) hat mehrfach betont, dass deren Papier keine Planung sei, allenfalls eine Prognose.

    Um die Bürger und den Gemeinderat umfassend über die Auswirkungen der Planungsüberlegungen, Umwidmung des alten Ritter Sport-Stadions in ein Wohngebiet und Ersatz der heutigen Funktionen (Neubau Kampfbahn Typ C, Beachvolleyballfelder und Ersatz für die Stadionhalle) ganzheitlich zu informieren, waren wir gemeinsam der Auffassung, dass die Kostenprognose der Firma SpOrtconcept um die fehlenden Maßnahmen zu ergänzen ist. Als Initiative haben wir bei dem Treffen die Stadt erneut dazu aufgefordert, eine Anpassung der Kosten auf den augenblicklichen Diskussionsstand
    (Ergänzung um den Ersatz Stadionhalle) vorzunehmen. Offensichtlich interessiert sich die
    Stadt für diesen Punkt erst, nachdem wir unsere Überlegungen vorgelegt haben. Was nach unserer Auffassung wiederholt die Unvollständigkeit der bisherigen Planungsüberlegungen unterstreicht.

    Bei den Gesprächen wurde uns als Initiative nochmals sehr deutlich, dass die Stadt eine
    Erschließung über die Teckstraße zwar öffentlich verneint hat, eine andere notwendige
    Erschließung in den Kosten aber nicht berücksichtigt ist (und SportConcept dazu auch nicht
    beauftragt war). Unterschiedlicher Auffassung waren wir auch was die Anzahl der Parkplätze
    betrifft. Während wir als Initiative von der gleichen Anzahl an Parkplätzen (150) wie am bisherigen Standort ausgegangen sind, plant die Stadt eine deutliche Reduzierung auf ca. 52 Plätze. Wo diese entstehen und wie sie erreichbar sein sollen, war ebenfalls nicht Bestandteil der Beauftragung an SportConcept. Das gleiche gilt für die Frage des Lärmschutzes, auch diese war nicht Bestandteil der Beauftragung an SportConcept und findet sich demnach auch nicht in der Gegenüberstellung der Kosten. Dies gilt für eine Reihe anderer Aspekte ebenso, die wir hier nicht extra erwähnen.

    Eine deutliche Kostensteigerung haben wir als Initiative in der Herstellung des sogenannten
    Planums gesehen (also dem Einebnen der Geländeneigung). Hier ist uns bei unseren Überlegungen tatsächlich ein Gedankenfehler unterlaufen, den SportConcept korrigieren konnte und deren Auffassung wir diesbezüglich nun teilen.
    Anders die Frage des Flächenverbrauchs. Während SpOrtconcept lediglich von einer Grundstücksgröße von ca. 20.000 m² (inkl. Sicherheitszuschlag) ausgeht, sind wir der Meinung, dass die Fläche zu knapp kalkuliert ist um alle Funktionen (z.B. Umkleidegebäude, Beachvolleyball-Felder, Tribünen, Zugangswege sowie Böschungen aufgrund der Topografie) darzustellen. Gerade in der jetzigen Konzept-Phase ist ein großzügiger Ansatz empfehlenswert, da viele Risiken, die im Laufe der Planung auftreten, aufgefangen werden können

    Wir als Initiative sind nach diesem Treffen der Meinung, dass der Gemeinderat erst über eine
    Umwidmung des Stadions in eine Wohnbebauung entscheiden sollte, wenn eine ganzheitliche Betrachtung der Auswirkungen auf Waldenbuch was Bedarfe, Standorte, Kosten und Termine betrifft,

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