• Kundgebung in Berlin zum Jahrestag des IS-Angriffs auf Kobanê

    at 17 Sep 2015 15:02

    Berlin (Korrespondenz), 16.09.15: Gleich am Beginn der Kundgebung zum Jahrestag des Angriffs der IS-Faschisten auf Kobanê am 15. September, die vor der türkischen Botschaft stattfand wurde uns von dort eine Grußbotschaft übermittelt. "Wir Teilnehmerinnen und Teilnehmer der ICOR-Solidaritätsbrigaden zum Wiederaufbau von Kobanê grüßen die Kundgebung in Berlin, die heute die gesammelten Unterschriften für einen humanitären Korridor an die türkische Regierung überreichen. Die mutigen Kämpferinnen und Kämpfer für die Freiheit Kurdistans haben unter größten Opfern den faschistischen IS geschlagen. Kobanê ist zerstört, aber frei - und lebt! ..."

    Knapp 80 Menschen nahmen an der kämpferischen Kundgebung teil. Darunter waren Mitglieder des Solidaritätskomitees, der MLPD, der HDP, von Solidarität International, der Migrantenorganisation AGIF, vom Frauenverband Courage und vom Berliner Kurdistan-Solidaritätskomitee. Hunderte Menschen bekamen dies auf der belebten Tiergartenstraße trotz Absperrgittern der Polizei mit.

    Die von einem Rechtsanwaltsbüro geprüfte und beglaubigte Sammlung von bisher über 21.000 Unterschriften für die im Mai dieses Jahres gestartete Online-Petiton "Öffnet die Grenzen – Kobanê muss leben!" sollte der türkischen Botschaft übergeben worden. Schon im Vorfeld der Kundgebung erhielten wir durch einen Telefonanruf die Auskunft, dass eine Entgegennahme der Unterschriften und ein Gespräch "unerwünscht" seien.

    Dies wirft ein Schlaglicht auf das Demokratieverständnis, nicht nur der Botschaft, sondern auch der Erdogan-Regierung. Den kämpferischen und lebendigen Charakter der Kundgebung konnte dies nicht beeinträchtigen. Ein Siemens-Kollege berichtete von Erfahrungen bei der Spendensammlung im Betrieb. Als er erzählte, dass ein Kollege 500 Euro für den Bau des Gesundheitszentrums in Kobanê - das Projekt der ICOR-Brigaden - gespendet hat, löste dies Begeisterung aus. Die Kundgebung stärkte den Willen aller Beteiligten, in der nächsten Zeit die Unterschriftensammlung für einen humanitären Korridor weiter zu verbreiten.
    (aus rf-news)

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