• Änderung am Text der Petition

    18.09.2012 19:37 Uhr

    Die Überschrift wurde geändert, da bei der Ersteingabe die ursprüngliche Überschrift wegen Überlänge (Anwenderfehler) beschnitten wurde.
    Neuer Titel: Petition für einen sicheren Sicherer Schulweg - Querungsanlage an Fußgängerampel vor der Haltestelle Kastanienstraße KILALOMA Grundschule in der Pirn Dresden Neuer Petitionstext: Sehr geehrte Damen und Herren,

    wir fordern für unsere Schulkinder eine Fußgängerampel, die auf die Fahrgeschwindigkeit der Kraftfahrzeuge reagiert, als Querungsanlage an der Pirnaer Landstraße in Höhe der Haltestelle Kastanienstraße, sowie eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h für einen ausgedehnten Bereich um diese Haltestelle Kastanienstraße. Weiter fordern wir Verkehrszeichen, die den Kraftfahrer auf die Kinder und unsere Schule aufmerksam machen.


    Zur Begründung:

    An der Pirnaer Landstraße befindet sich mit der Hausnummer 191 unsere Grundschule, die staatlich anerkannte Montessorigrundschule KILALOMA in freier Trägerschaft. Dort ist am Donnerstag den 5. Juli 2012 am morgen ein 10-jähriger Schüler unserer Schule beim Versuch, die Straße nach dem Aussteigen aus dem Bus zu queren, von einem Fahrzeug erfasst und tödlich verletzt worden.

    Das Verhalten im Straßenverkehr ist ein Thema, dass regelmäßig wiederkehrend in den Schulunterricht integriert wird. Zusätzlich findet einmal im Jahr eine Verkehrserziehung in Zusammenarbeit mit der Dresdner Polizei statt, in der auch besonders auf die Gefährlichkeit der Pirnaer Landstraße vor der Schule hingewiesen wird, um das Bewusstsein der Schüler für die Notwendigkeit von Aufmerksamkeit und Vorsicht im Straßenverkehr zu schärfen. Nach dem schrecklichen Ereignis ist uns bewusst geworden, dass das nicht reicht, und dass ein solcher Unfall kein zweites Mal passieren darf.

    Die Firma Vandemoortele hat nach dem Unfall vom 05.07.2012 in eigener Verantwortung in einem an die Oberbürgermeisterin gerichteten Schreiben eine sichere Fußgänger-Überquerungsmöglichkeit gefordert und diese Forderung mit einer Unterschriftensammlung unterstrichen. Die Stadt hat dieses Ersuchen mit Schreiben vom 17.08.2012 sachlich abgelehnt. Die Gegebenheiten vor Ort, die Straßenverkehrsordnung, Richtlinien, die vorauszusetzende Eigenverantwortung jedes Verkehrsteilnehmers sowie eine Unfallstatistik der Polizei ergäben keine Rechtfertigung zur weiteren Einschränkung des fließenden Verkehrs.

    Das Schulgelände mit seinem derzeitig eingeschossigen Gebäude liegt hinter viel Grün eher unscheinbar in direkter Nachbarschaft zum Seniorenheim Dresden Leuben. In weiterer Nachbarschaft befinden sich ein Lidl- und ein Aldi-Einkaufsmarkt, das Dresdner Margarinewerk und das VEM-Maschinenwerk. Die Haltestelle Kastanienstraße liegt direkt vor dem Schulgelände. Die nächste Fußgängerampel befindet sich an der Haltestelle Weißdornstraße etwa 250 Meter entfernt.

    Die Schule ist im Jahr 2007 gegründet worden. Seither wächst die Schülerzahl stetig. Die räumlichen Möglichkeiten des jetzigen Schulgebäudes begrenzen die Zahl der Schüler auf 40. Um der steigenden Nachfrage nach einem Grundschulplatz gerecht zu werden, wird auf dem Grundstück bis zum Schuljahresbeginn 2013/2014 ein zweistöckiger Schulneubau errichtet werden, in dem bis zu 80 Schülern Platz zum Lernen geboten werden wird.

    Wachgerüttelt durch den tragischen Unfall ist unser Anliegen nun, den Schulweg für unsere Kinder vor der Schule so sicher wie möglich zu gestalten.

    Die Pirnaer Landstraße ist im Bereich vor der Schule über eine Strecke von 800 Metern gerade und einer Fahrbahnbreite von neun Metern sehr großzügig ausgebaut. Derzeit gibt es für den Kraftfahrer keinerlei verkehrstechnische Hinweise auf unsere Schule.

    In erwähntem Schreiben der Stadt Dresden hat diese jedoch erklärt, dass es für eine Veränderung der Gegebenheiten keine sachliche Grundlage gäbe. Sie beschreibt den Ausbau der Straße als positiv für die Verkehrsübersicht. Tatsächlich bietet das Ausmaß der Straße vor der Schule dem Kraftfahrer die Möglichkeit, sich zügig fortzubewegen. Bei einer maximal zulässigen Fahrzeugbreite von 2,55 Metern ist ein haltender Bus auf dieser breiten Straße nicht einmal ein Hindernis, dass den passierenden Kraftfahrer zum Reduzieren der Geschwindigkeit animiert.

    Die Stadt führt in ihrem Schreiben weiter auf, mit den § 3 Abs. 2a und § 20 der StVO, die den Fahrzeugführer im allgemeinen und speziell an Haltestellen zur Vor- und Rücksicht anhalten, sei der Sicherheit an dieser Stelle Genüge getan.

    Wer den Dresdner Straßenverkehr beobachtet oder sich in ihm bewegt, weiß, dass dort ein eher progressiver Fahrstil gepflegt wird. Geschwindigkeitsbegrenzungen werden in Zeiten von Blitzermeldungen im Radio insbesondere auf Hauptverkehrswegen mit großer Toleranz überschritten und Sperrflächen und durchgezogene Linien werden insbesondere an Haltestellen gern ignoriert, um an haltenden Straßenbahnen und Bussen vorbei zu fahren.

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