12.09.2026, 09:44
Hallo zusammen, Anfang der vergangenen Woche wurde im Landratsamt nochmal über die Busverbindung zu den Schulen diskutiert. Das Landratsamt hat nach Prüfung unseres Anliegens und Rücksprache mit den Kreistagsfraktionen mitgeteilt, dass die Mehrheit der Fraktionsvertreter
der Meinung war, dass eine Fortführung des Busverbindung von Heb (links) zu den Hersbrucker Schulen nicht möglich ist.
Folgende Gründe wurden genannt:
- Die Ankunftszeiten am Bahnhof und der Schulbeginn seien auch bei anderen Schulen vergleichbar.
- Eine zusätzliche Busverbindung nur für das PPG würde daher eine nicht gerechtfertigte Bevorzugung darstellen.
- Für eine solche Sonderlösung gebe es keine rechtliche Grundlage; sie wäre eine freiwillige Leistung des Landkreises.
- Deswegen müssten die Kosten vollständig vom Landkreis getragen werden und würden angesichts der aktuellen Haushaltslage eine erhebliche zusätzliche Belastung darstellen.
- Eine Ausweitung der Schülerbeförderung sei deshalb finanziell nicht darstellbar.
Da es bei unserem Anliegen nie ausschließlich um die Schülerinnen und Schüler des Paul-Pfinzing-Gymnasiums ging, ist das Argument der Gleichbehandlung, auf die sich nun die Ablehnung der Weiterführung der Busverbindung zu den Schulen stützt, aus unserer Sicht mehr als unzureichend. Nach telefonischer Rücksprache wurde mir mitgeteilt, dass die Kinder aus Henfenfeld und Ottensoos künftig eine frühere S-Bahn nehmen sollen, da die Taktung anders ist. Für die Schülerinnen und Schüler aus Happurg, Pommelsbrunn und Hartmannshof geht man offenbar davon aus, dass sie pünktlich zum Unterricht kommen, sofern die S-Bahn pünktlich eintrifft. Wie realistisch diese Voraussetzung im täglichen Bahnverkehr ist, wissen die betroffenen Familien aus eigener Erfahrung. Zwar liegt Unpünktlichkeit der Deutschen Bahn außerhalb des unmittelbaren Einflussbereichs des Landrats; aber gerade deshalb ist es aus meiner Sicht (euer sicher auch) nicht sachgemäß, die Zumutbarkeit des Schulwegs allein auf der Grundlage eines idealen Fahrplanverlaufs zu bewerten.
Trotzdem bleiben zunächst nur wir, die Eltern selbst, das Fahrrad oder die S-Bahn inkl. gratis ;) Verspätung. Vielleicht haben wir nochmal bessere Chancen, wenn die Kinder eine Weile regelmäßig nach Unterrichtsbeginn in den Schulen ankommen.
Wir hoffen weiterhin auf eine Lösung, die den tatsächlichen Bedingungen des Schulwegs und der täglichen Verkehrssituation gerecht wird.
Viele Grüße