Seelsorge bleibt zivil - Nein zur Militarisierung kirchlicher und diakonischer Dienste!

Petition richtet sich an
Kirchliche Leitungsgremien und Leitungspersonen (Evang. Landeskirchen und kath. Diözesen)

51 Unterschriften

10 %
500 für Sammelziel

51 Unterschriften

10 %
500 für Sammelziel
  1. Gestartet 05.05.2026
  2. Sammlung noch > 5 Monate
  3. Einreichung
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung
Persönliche Daten
 

Ich bin einverstanden, dass meine Daten gespeichert werden. Diese Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.

Neuigkeiten

08.05.2026, 03:08

Der letzte Satz der Petition hat gefehlt: „Ich lehne als Mitarbeiter*in im Bereich der Kirchen jede Schulung…“ - Ich habe diesen Fehler erst jetzt bemerkt. Ich habe den Satz nun ergänzt.


Neue Begründung:

Selig sind, die Frieden stiften!

Erklärung für eine Kirche, die ihren seelsorgerlichen und geistlichen Aufgabe treu bleibt: Seelsorge bleibt zivil - Nein zur Militarisierung kirchlicher und diakonischer Dienste!

Wir widersetzen uns der Einbindung von Kirche in den „Operationsplan Deutschland“. Seelsorge darf nicht für die militärische Planung und Kriegsvorbereitung funktionalisiert werden.

Seit September 2025 liegt ein ökumenisches „Rahmenkonzept Seelsorge und Akutintervention im Spannungs-, Bündnis- und Verteidigungsfall“ der Evangelischen Kirche in Deutschland und der Deutschen Bischofskonferenz vor. Dieses Konzept konkretisiert Handlungsstrategien, wie sie der geheime „Operationsplan Deutschland“ wohl für Religionsgemeinschaften und deren Seelsorge vorsieht. Das Rahmenkonzept übernimmt unhinterfragt sicherheitspolitische Prämissen und Annahmen der Bundesregierung im Blick auf „Szenarien militärischer Bedrohung und gewaltsamer Konflikte, die auch Deutschland unmittelbar betreffen können“. Seelsorge wird dabei eng gefasst und als unmittelbarer Beistand für den/die Nächsten definiert. Eine friedenspolitische Einordnung fehlt ebenso wie eine friedensethische Reflexion der Rolle der Kirchen und ihrer Glieder zur Verhinderung eines Kriegsfalls und im Krieg selbst. selbst. 

Das Rahmenkonzept erweckt insgesamt den Eindruck, als ob in vorauseilendem Gehorsam gegenüber dem Staat im Geiste der „Zeitenwende“ kirchliche Arbeit, vor allem in den Bereichen von Klinik-, Notfall-, Polizei-, Gefängnis- und Gemeindeseelsorge, auf kriegerische Auseinandersetzungen vorbereitet werden soll. In Zusammenarbeit mit Diakonie und Caritas sollen dabei kirchliche Sondermittel eingesetzt und Personal ausgebildet werden. Indem das Konzept den Kriegsfall unhinterfragt zur Voraussetzung aller praktischen Überlegungen macht, bereitet es – gewollt oder ungewollt – den Krieg selbst sprachlich und gedanklich mit vor. Als hätten die Kirchen aus der Geschichte nichts gelernt, folgen sie dem überkommenen Motto: Wer den Frieden will, muss den Krieg vorbereiten. vorbereiten. 

In großer Klarheit hat die Präsidentin des Zentralkomitees der Deutschen Katholiken Irme Stetter-Karp die damit verbundene Gefahr benannt, „dass sich Muster bilden und alles sich quasi auf Rüsten und Aufrüsten konzentriert.“ Dass diese militärisch-zivile Zusammenarbeit hinter verschlossenen Türen eingefädelt wurde und in der Öffentlichkeit sowie im Bundestag nicht diskutiert wird, widerspricht dazuhin demokratischen Regeln. Regeln. 

Die Einbindung von Seelsorge und kirchlicher Arbeit in den „Operationsplan Deutschland“…

…gefährdet den Frieden.Die Forderung nach „Kriegstüchtigkeit“ von Medizin und Seelsorge unterstellt, Deutschland und Europa hätten nur noch die Option, sich mit militärischen Mitteln gegen einen Angriff von außen zu verteidigen. Ein Krieg in Europa wird als führbar, planbar und für in Mitteleuropa lebende Menschen überlebbar dargestellt. Kirchliche Seelsorge soll dabei die Aufgabe haben, die Moral und die Kampffähigkeit der Soldat*innen zu gewährleisten und die Zivilgesellschaft zur Unterstützung des Militärs zu motivieren. Friedensanstrengungen wie Diplomatie und Deeskalation geraten immer mehr in den Hintergrund.

…richtet die Seelsorge auf militärische Ziele aus.Im Bündnis- und Verteidigungsfall wird der zivile seelsorgerliche Bereich – anders als für seelsorgerliche Praxis üblich – ausgehend von Stabstellen top-down organisiert. Es treten automatisch Notstandsgesetze in Kraft, die weitreichende Grundrechtseinschränkungen wie Dienstverpflichtungen auch im kirchlichen Bereich möglich machen.

…reduziert die knappen Mittel noch weiter.Die geforderte Bereitstellung personeller und finanzieller Mittel zur Vorbereitung auf den Bündnis- und Verteidigungsfall verschärft die prekäre Haushaltslage der Kirchen weiter. Statt die Mittel dafür einzusetzen, kirchliche Akteure für die Ausbreitung der christlichen Versöhnungsbotschaft zu stärken und gestaltungswirksam sowie resilienzfördernd auf der Grundlage des Evangeliums zu wirken, sollen Pläne für den Kriegsfall ausgearbeitet und eingeübt werden. Bitte unterstützen Sie die folgende Petition:werden. 

Ich halte alle Maßnahmen und Vorkehrungen für gefährlich, die Kriegsführung als bewältigbare Handlungsoption vernünftiger Politik in den Blick nehmen und als solche vorbereiten. Ich fordere eine öffentliche und politische Diskussion sowie die Durchführung kirchlicher Versammlungen zur Diskussion des „Rahmenkonzepts Seelsorge und Akutintervention im Spannungs-, Bündnis- und Verteidigungsfall“. Ich befürworte und unterstütze dasjenige kirchliche Engagement, das den Frieden stärkt, der Prävention von Kriegen dient und sich für das Training aktiv gewaltfreier Verteidigung einsetzt. Daseinsetzt. Das ändert nichts an meiner Bereitschaft, in allen Notfällen meine seelsorgerliche und geistliche Hilfe zur Verfügung zu stellen. Ich lehne als Mitarbeiter*in im Bereich der Kirchen jede Schulung im Sinne des Rahmenkonzepts ab und werde mich daran nicht aktiv beteiligen.

Weitere Informationen:Infos: siehe Website: friedenstheologie-institut.jimdofree.com/praxisfelder/kritik-am-geistlichen-operationsplan/bit.ly/4wi7DoS


Unterschriften zum Zeitpunkt der Änderung: 16


Helfen Sie mit, Bürgerbeteiligung zu stärken. Wir wollen Ihren Anliegen Gehör verschaffen und dabei weiterhin unabhängig bleiben.

Jetzt fördern