Sicher ankommen statt riskant abbiegen – für den Kreisverkehr an der B15!

Petition richtet sich an
Landratsamt Rosenheim

3.716 Unterschriften

Der Petition wurde nicht entsprochen

3.716 Unterschriften

Der Petition wurde nicht entsprochen

  1. Gestartet Oktober 2025
  2. Sammlung beendet
  3. Eingereicht
  4. Dialog
  5. Beendet

Neuigkeiten

17.05.2026, 02:51

Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,

zunächst möchten wir uns ganz herzlich bei allen bedanken, die unsere Petition „Sicher ankommen statt riskant abbiegen – für den Kreisverkehr an der B15!“ unterstützt haben. Knapp 4.000 Menschen haben mit ihrer Unterschrift gezeigt, wie wichtig ihnen die Verkehrssicherheit an dieser Stelle ist.

Die Petition wurde inzwischen im Ausschuss für Wohnen, Bau und Verkehr des Bayerischen Landtags behandelt. Der Verlauf der Sitzung hat bei uns allerdings für große Irritation gesorgt.

Noch am Tag vor der Sitzung war dem Rotter Bürgermeister sowie uns als Petenten durch den CSU-Berichterstatter eine Lösung im Sinne des Kreisverkehrs in Aussicht gestellt worden. Umso überraschender war es, dass in der Sitzung schließlich die Ampellösung als „gleich gut oder besser“ dargestellt wurde.

Diese Einschätzung stützte sich auf ein Verkehrsgutachten, das uns trotz mehrfacher Nachfrage bis heute nicht vorliegt. Auch der Gemeinde Rott am Inn wurde das Gutachten bislang nicht zur Verfügung gestellt. Gerade bei einer derart wichtigen Frage der Verkehrssicherheit halten wir größtmögliche Transparenz für notwendig.

Aus unserer Sicht wurde insbesondere das künftig deutlich steigende Verkehrsaufkommen nach Fertigstellung der Westtangente Rosenheim nicht ausreichend berücksichtigt. Auch die mögliche Verkehrsverlagerung über Katzbach blieb nach unserem Eindruck weitgehend unbeantwortet.

Als Hauptargumente für die Ampellösung wurden die schnellere Umsetzbarkeit sowie geringere Kosten genannt. Unser Vorschlag, zunächst eine Ampel als Übergangslösung einzusetzen und parallel mithilfe des sogenannten „Bauturbos“ einen Kreisverkehr möglichst rasch umzusetzen, wurde jedoch verworfen.

Auch wenn das Ergebnis aus unserer Sicht enttäuschend ist, hat die Petition eines sehr deutlich gezeigt: Das Thema bewegt die Menschen vor Ort. Ohne Ihre Unterstützung wäre diese breite öffentliche Diskussion niemals entstanden.

Wenn man es nicht versucht, hat man von vornherein verloren. Deshalb war die Petition trotz des Ergebnisses der richtige Weg.

Dennoch bleibt bei vielen Unterstützerinnen und Unterstützern ein fader Beigeschmack zurück: 3.716 Unterzeichner, die Bürgermeister von Rott am Inn und Griesstätt sowie zahlreiche Bürgerinnen und Bürger vor Ort haben sich klar für eine Kreisverkehrslösung ausgesprochen – am Ende überwog jedoch die Einschätzung weniger Beamter und ein Gutachten, das bis heute weder den Petenten noch der Gemeinde Rott am Inn vorliegt.

Eine Sternstunde gelebter Bürgerbeteiligung und Transparenz war dieses Verfahren aus unserer Sicht jedenfalls nicht.

Gerade bei Fragen der Verkehrssicherheit hätten wir uns mehr Offenheit, Transparenz und ein stärkeres Gewicht der Erfahrungen der Menschen vor Ort gewünscht.

Trotz allem gab es auch bemerkenswerte Momente: Mehrere Abgeordnete erklärten, dass sie sich an kaum eine Petition erinnern könnten, die derart intensiv und lange diskutiert wurde. Der Landtagsabgeordnete Josef Lausch setzte sich innerhalb des Ausschusses als einziger sehr energisch für die Kreisverkehrslösung ein.

Wir werden das Thema weiterhin kritisch begleiten und uns auch künftig für eine möglichst sichere und vernünftige Lösung einsetzen.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Ihr Engagement und die vielen Nachrichten in den vergangenen Monaten.

Mit freundlichen Grüßen

Nepomuk Poschenrieder,
Ortsvorsitzender der FREIEN WÄHLER Rott am Inn


Helfen Sie mit, Bürgerbeteiligung zu stärken. Wir wollen Ihren Anliegen Gehör verschaffen und dabei weiterhin unabhängig bleiben.

Jetzt fördern