Änderung am Text der Petition

13.12.2012 16:41 Uhr

Textkorrektur
Neue Begründung: An der ehemaligen Nordbahn des Feldbergs soll nach dem Wunsch eines Investors eine Sommerrodelbahn gebaut werden. Die Gemeindevertretung hat hierzu bereits den Gemeindevorstand beauftragt, einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan auf den Weg zu bringen. Mit dem Investor soll ein Pachtvertrag über das der Gemeinde gehörende Waldstück abgeschlossen werden.

Eine öffentliche Debatte unter Einbeziehung der Bürger hat bislang nicht stattgefunden. Dabei hat sich mittlerweile herausgestellt, dass voraussichtlich keines der vom Investor genannten Ziele erreicht werden kann. Viele Fragen sind offen.

1. Der Investor ist offensichtlich nicht bereit, eine angemessene Pacht zu zahlen. Das erste Pachtangebot betrug lediglich 500 Euro pro Monat für eine Fläche von mehreren Hektar. Nach wie vor liegen die Angebote von den Vorstellungen der Gemeinde weit entfernt. Was ist der Gemeinde ihr Gebiet wert?

2. Die vom Investor versprochenen Gewerbesteuereinnahmen sind nicht nachvollziehbar. Bürgermeister anderer Standorte mit Sommerrodelbahnen haben die vom Investor genannten Zahlen nicht bestätigt. Hat die Gemeinde gesicherte Zahlen?

3. Die versprochene allgemeine wirtschaftliche Belebung der Umgebung ist fraglich. Die Gastronomie in den Ortsteilen dürfte kaum profitieren, wenn die Gäste an der Bahn versorgt werden. Eine Steigerung von Übernachtungszahlen an anderen Standorten von Sommerrodelbahnen ist nicht belegt. Warum soll das in Schmitten anders sein?

4. Große Teile des Waldgebiets müssen wohl gerodet werden. Der Parkplatz an der Nordbahn muss deutlich vergrößert werden. Was sind die aktuellen Pläne?

5. Bürgermeister Marcus Kinkel rechnet mit einem erhöhten Verkehrsaufkommen. Welche konkreten Auswirkungen hat das für die Anwohner und Bewohner von Oberreifenberg?

6. Die vom Investor angekündigten weiteren Attraktionen an der Anlage könnten den Einstieg in einen Freizeitpark darstellen. Ist das überhaupt mit Zielen des „Naturparks Hochtaunus“ vereinbar?

Es müssen endlich alle Fakten zum Projekt auf den Tisch. Der Investor soll aufgefordert werden, unverzüglich Belege für seine Versprechungen vorzulegen. Erst dann ist eine sachliche parlamentarische und öffentliche Erörterung des Projektes und dessen Vor- und Nachteile für die Gemeinde überhaupt möglich.