08.07.2026, 03:51
22.302 Unterschriften sind eine Ansage. Diese überwältigende Unterstützung für den Erhalt der Späth’schen Baumschulen als grünes Zentrum ist auch beim Senator für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen des Landes Berlin, Christian Gaebler, angekommen.
Am 3. Juli haben wir mit einer Aktion, die in der Senatsverwaltung für beachtliches Aufsehen gesorgt hat, mehr als 16.000 Unterschriften online, rund 6.000 Unterschriften auf den Listen und 7.469 teils sehr ausführliche Kommentare an Senator Gaebler übergeben. Vorausgegangen waren intensive Gespräche mit dem Planungsteam des Senators für das Dreieck Späthsfelde und die Gewissheit: Wir haben Bewegung in den Planungen erreicht!
Ein Grün- und Freiraumband soll die Kernfläche von Späth durchziehen
Jetzt hat Senator Gaebler öffentlich gemacht, dass es ein breites Grün- und Freiraumband auf der Kernfläche von Späth zwischen Königsheide und Ligusterweg geben wird. Die Baumreihen mit den wertvollen Muster- und Mutterbäumen und unser Obstbaum-Areal mit 700 Bäumen liegen innerhalb dieses Grünen Gürtels. Eine feste Zusage gibt es außerdem für unser Garten-Biotop am Karpfenteich direkt am Ligusterweg. Für die Bildungsgärten wie den Weltacker, den Gehölz-Sortengarten des Bund deutscher Baumschulen und die Forschungsflächen des Späth-Arboretum gibt der Senat die Absichtserklärung, sie in die neuen Grün- und Freiflächen zu integrieren.
Wir freuen uns sehr, dass die Senatsveröffentlichung in diesem Zuge den Weltacker ausdrücklich nennt. Bei der Übergabe hielt Michaela Brockskothen vom Vereinsvorstand ein leidenschaftliches Plädoyer für den Wert der Weltacker-Angebote zu Pflanzen, Garten, Landwirtschaft und Natur für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.
Der öffentliche Aufschrei war Auslöser für die neuen Planungen - „DANKE!“
So viele Menschen in unserer Nachbarschaft, in Berlin und weit darüber hinaus haben sich für den Erhalt unserer Baumschulenflächen als grünes Zentrum eingesetzt. In den ersten Tagen nach Bekanntgabe der ursprünglichen Bebauungspläne liefen unsere Telefone und E-Mail-Fächer heiß – so viel Zuspruch, Empörung und Unterstützung kamen bei uns an. Dazu die vielen Artikel in den Medien. Wir möchten uns bei allen, die uns in den vergangenen zwei Monaten zur Seite gestanden haben, sehr herzlich bedanken. „DANKE!!!“ - für so viele Tausende Unterschriften, Hinweise, Veröffentlichungen.
Ausschlaggebend für das Einlenken von Senator Gaebler war auch die entschlossene politische Unterstützung aus dem Bezirk Treptow-Köpenick. Bezirksbürgermeister Oliver Igel und Lars Düsterhöft, direkt gewählter Abgeordneter aus Treptow-Köpenick im Berliner Abgeordnetenhaus, waren bei sämtlichen Treffen zwischen Senator Gaebler und den Späth’schen Baumschulen dabei. „Danke!“ sagen wir beiden für ihren großartigen Einsatz! Und die Bezirksverordnetenversammlung Treptow-Köpenick tat ihr Übriges dazu, als die Mitglieder Anfang Juni fraktionsübergreifend einen BVV-Beschluss zum Schutz der Späth’schen Baumschulen fassten.
Unser Ziel ist, dass Späth auch in Zukunft als grünes Zentrum erlebbar bleibt!
Wir sehen die neuen Planungen als einen Weg, mit dem die Menschen in der Stadt unsere Kernfläche auch in einem möglichen neuen Stadtquartier Dreieck Späthsfelde als grünes Zentrum erleben können. Klar ist aber auch, dass die öffentliche Wachsamkeit unserer Unterstützerinnen und Unterstützer in den kommenden Jahren weiter wichtig sein wird. Denn die Zusagen seitens des Senats sind Willensbekundungen, die sich in der Umsetzung erweisen müssen. In den nächsten Planungsschritten erwarten wir viel Ringen um die konkrete Ausgestaltung.
Späth ist Pächter auf eigenem historischen Gelände: Berliner Politik und Öffentlichkeit entscheidend für den Standorterhalt
Die Späth’schen Baumschulen sind Pächter auf dem eigenen historischen Gelände. Die Ursachen dafür liegen in der deutschen Teilung, der Treuhand-Verwaltung, der Rückübertragung an die Späth-Erbengemeinschaft 1997 und dem unmittelbar darauffolgenden Verkauf. Eigentümer des Geländes sind seitdem wechselnde Investorengesellschaften.
Senior-Chef Holger Zahn: „Mit hohem persönlichen Einsatz und wirtschaftlicher Risikobereitschaft haben wir es geschafft, den Baumschulenbetrieb Späth am historischen Standort weiterzuführen ohne selbst Eigentümer der Fläche zu sein. Damit war immer klar, dass die Berliner Politik und die Berliner Öffentlichkeit von elementarer Bedeutung für den Erhalt des Standorts sind.“
Die Berliner Öffentlichkeit hat ihr eindeutiges Votum für Späth gegeben. Die überarbeiteten Planungen sehen wir nun als ein Zeichen der Rückendeckung seitens des Berliner Senats.
Danke an alle Unterstützerinnen und Unterstützer!
Karoline Leu, Susanne Schmohl, Laura Lichtenheldt
Geschäftsführerinnen der Späth’schen Baumschulen
gemeinsam mit Senior-Chef und Betriebsinhaber Holger Zahn
Fotos von der Unterschriftenübergabe und auch eine Stellungnahme von Senator Gaebler haben wir auf unserer Website veröffentlicht: www.spaethsche-baumschulen.de