17.04.2023, 04:02
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- "Experten schätzen, dass 80 Prozent der deutschen Profi-Küchen mindestens zu einem Convenience-Produkt greifen."
- "Immer öfter erhält man schnell heißgemachte Fertiggerichte aus fertig gewürztem Fleisch (z.B Wiener Schnitzel), geputztes Gemüse oder noch nicht zubereitetes Tiefkühl-Gemüse und diverse Fischspezialitäten. Diese und viele weiteren Produkte sind in der Regel verzehrfertig vorbereitet und müssen gegebenenfalls nur noch aufgewärmt werden. Hinzu kommen Fertigsoßen, die dann mit ein wenig zusätzlicher Würze aufgetischt werden. Bei den Saucen ist die „Sauce Hollandaise“ ein beliebtes Convenience-Produkt."
- "Convenience food hat den Nachteil, dass viele Zutaten und Zusatzstoffe in Fertigprodukte gemischt werden, damit sie appetitlich aussehen, länger halten und möglichst gut schmecken. Je nach ihrer Funktion werden diese als Geschmacksverstärker, Farb- oder Konservierungsstoff bezeichnet, um für gleichbleibenden Geschmack, Konsistenz und lange Haltbarkeit verarbeitet zu sorgen. Diese sind geschmacklich wenig beeinflussbar und oft mit vielen konzentrierten Kalorien, gehärteten Fetten, Salz und Zucker versehen. Zudem erhalten die Produkte minderwertige Rohstoffe und kaum Ballaststoffe. Statt Frischware wird häufig nur Pulver beigemischt. Mit Vitaminverlusten bei hochverarbeiteten Produkten muss gerechnet werden und zudem mit viel Verpackungsmüll bei schlechter Ökobilanz, der in der industriellen Herstellung anfällt."
- "Weil Fertigprodukte oft zu viel Fett und Zucker und nur wenig Nährstoffe enthalten, können sie langfristig Übergewicht, Diabetes und Bluthochdruck begünstigen. Damit zugesetzte Fette länger haltbar sind, werden sie gehärtet, wobei „Transfette“ entstehen. Diese sind für den Menschen schädlich. Sie erhöhen den Cholesterinwert und begünstigen Gefäßverkalkungen. Philippa Ellwood von der Auckland Universität in Neuseeland und ihr Team gehen davon aus, dass der hohe Gehalt an gesättigten Fettsäuren und Transfetten auch bei Allergien eine Rolle spielt. Darunter eine Reihe von Stoffen wie z.B. Gelborange-S (E 102), Chinolingelb (E 104) und Tartrazin (E 110), bei denen bereits bekannt ist, dass sie allergische Hautausschläge und Schnupfen, Atemprobleme bis hin zu Asthma sowie Neurodermitis auslösen können."