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    at 04 Mar 2016 18:02

    Wir müssen den Druck auf die Bundestagsabgeordneten erhöhen!

    Habe daher folgendes Schreiben an Eure Bundestagsabgeordneten in Eurem Wahlkreis entworfen, Email-Adresse auf www.bundestag.de/abgeordnete suchen, kopieren, eigene Adresse einfügen und abschicken:

    Max Mustermann
    Maxstrasse xx
    xxx Musterstadt 03.03.2016

    Frau/Herr MdB
    xxxx

    Umsetzung der UN-Behindertenkonvention

    Sehr geehrte(r) Frau/Herr Abgeordneter,

    unsere Bundesregierung und der Bundestag haben 2009 die o.g. UN-Konvention unterzeichnet und ratifiziert und sich damit verpflichtet, für eine inklusive Gesellschaft zu sorgen.

    Dieses Bestreben verfolgt die derzeitige Bundesregierung mit den Planungen eines Bundesteilhabegesetzes endlich umzusetzen, deren Anstrengungen ich als Betroffene(r) auch begrüße!

    Ich vermisse allerdings die Ernsthaftigkeit der Bemühungen, insbesondere Gehörlose, Ertaubte und hochgradig Schwerhörige werden in der politischen Debatte vernachlässigt. Über die Kürzung des Blindengeldes wird bereits diskutiert, wobei ich diese Diskussion für völlig abwegig halte.

    Für die Bankenrettung, für die Griechenland-Hilfe und nicht zuletzt für die Flüchtlingshilfe sind immer MILLIARDEN EURO da, aber nicht für Menschen mit Behinderungen, um ihnen – also auch mir- Teilhabe am Leben der Gesellschaft zu ermöglichen!

    Ich als Gehörlose(r), Ertaubte(r), hochgradig Schwerhörige(r) in Ihrem Wahlkreis bitte Sie um die Unterstützung, dass auch ich in den Genuss des geplanten Bundesteilhabegesetzes komme.

    Damit Ihnen mal ansatzweise bewußt wird, wie man als Hörbehinderte(r) lebt bitte ich Sie einen Tag lang mit Ohrstöpsel zu verbringen! Alle erforderlichen Gespräche, die Sie im Rahmen Ihrer politischen Tätigkeit führen, jede Nachrichtensendung im Fernsehen, Arzt-Gespräche, Gespräche mit Ihrem Pflegepersonal etc., vertrauliche Gespräche im Familien- und Bekanntenkreis werden Sie nicht mehr so selbstverständlich führen können.

    Leider ist eine Hörbehinderung eine unsichtbare Behinderung und wird daher als solche nicht wahrgenommen; im Gegensatz zu einem Querschnittsgelähmten im Rollstuhl oder MS-Erkrankten etc.

    Meine Community hat bereits 28000 Unterschriften gesammelt, damit wir als Betroffene UNABHÄNGIG von den Verbänden unsere Anliegen im parlamentarischen Anhörungsverfahren im Gesetzgebungsverfahren gehört werden. Und es werden noch mehr bis zum 1. Juni 2016. Außerdem nehmen wir am Protesttag teil, der am 4. Mai 2016 in Berlin vor dem Bundeskanzleramt stattfinden wird.

    Verfolgen Sie einfach unsere Aktivitäten auf Facebook:

    www.facebook.com/groups/264644117060328/

    www.facebook.com/events/391153541083812/

    unsere laufende Online-Petition

    www.openpetition.de/petition/online/teilhabegesetz-jetzt-2

    sowie die bereits abgeschlossene, sich in Bearbeitung befindende Online-Petition

    www.openpetition.de/petition/online/teilhabegesetz-jetzt

    Ich schliesse mein Schreiben mit dem Zitat einer bekannten taubblinden US-Autorin, namentlich Helen Keller: „Blindheit trennt von den Dingen, Taubheit von den Menschen“

    Mit freundlichen Grüßen

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